Hilft Glauben der Konjunktur? 
Freitag, 31. Januar 2014 - Studien
Der DAX auf Allzeithoch und alles ist gut? So scheint es zumindest, wenn man die Einschätzungen der Topmanager weltweit zur wirtschaftlichen Entwicklung betrachtet. In einer Umfrage der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC unter 1.344 Vorstandschefs auf 68 Ländern ist der Optimismus jedenfalls so groß wie lange nicht. 44 Prozent der Befragten glauben an eine Konjunkturbelebung - vor einem Jahr waren es lediglich 18 Prozent, im Jahr davor sogar nur 14 Prozent. An eine Konjunkturverschlechterung denken indes nur 7 Prozent - im Vorjahr waren es noch 28 Prozent. Die Deutschen scheren aus dieser Euphorie etwas aus - unter ihnen glauben nur 40 Prozent an die Erholung der Weltkonjunktur. Damit liegen sie zwar nur knapp unterhalb des weltweiten Durchschnitts, jedoch 10 Prozentpunkte unter den optimistischen Prognosen der Westeuropäer insgesamt. Blauäugig sind die Topentscheider indes nicht - 71 Prozent sind immerhin beunruhigt, ob sich die weltweiten Staatsdefizite in den Griff bekommen lassen.
Topmanager glauben wieder an die Weltwirtschaft, Die Welt 21.1.14


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E-Mail-Terror und zermürbende Meetings 
Donnerstag, 30. Januar 2014 - Studien
Wie sehr E-Mails nerven können, weiß sicherlich jeder, der elektronische Kommunikation nicht gänzlich meidet. Die repräsentative Workplace Survey des Personaldienstleisters OfficeTeam, für die Beschäftigte sowie 250 Personalmanager in Deutschland und der Schweiz befragt wurden, zeigt: 60 Prozent der Angestellten fühlen sich durch die ständigen Unterbrechungen durch E-Mails belästigt, ein Teil davon leidet sogar unter Dauerstress. 27 Prozent der Mitarbeiter finden, dass die Beantwortung von E-Mails zu viel Zeit beanspruche. Die Personaler wiederum nehmen vor allem Meetings ins Visier. 25 Prozent sind der Meinung, dass jede zweite Besprechung überflüssig sei oder unproduktiv. Verantwortlich für das Scheitern seien fehlende Ziele, keine konkrete Agenda, schlechte Vorbereitung der Teilnehmenden, mangelnde Gesprächsdisziplin und fehlende Konzentration. Vor allem der Hang zur Selbstdarstellung, Diskussionen über Nebenschauplätze und Gespräche, die nicht auf der Sachebene geführt werden, tragen zum Misslingen bei.
Mitarbeiter leiden unter zu vielen Mails und Meetings, Zeit online 21.1.14


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Armes Europa 
Mittwoch, 29. Januar 2014 - Studien
Vielleicht sollte die Stiftung von Bill Gates (siehe Beitrag von gestern) ihren Blick nicht nur auf Entwicklungsländer richten, sondern auch auf die westlichen Nationen, denen es zumindest bis zur Finanzkrise halbwegs gut ging. Eine Studie der EU-Kommission zeigt nämlich, dass in Europa inzwischen fast 27 Millionen Menschen ohne Arbeit sind, davon 11,2 Millionen seit mehr als 12 Monaten. Vor allem junge Menschen sind stark betroffen - unter den 15- bis 24-Jährigen liegt die Arbeitslosenquote im EU-Schnitt bei 24,2 Prozent. Doch auch diejenigen, die Arbeit haben, haben zu kämpfen. So siegt seit 2008 die Zahl der Teilzeitarbeitsplätze um 6,4 Prozent, während die der Vollzeitjobs um 4,6 Prozent gesunken ist. 60 Prozent der Teilzeitkräfte würden gerne mehr arbeiten. Die EU-Kommission mahnt, dass es nicht nur eine drängende Aufgabe sei, wieder mehr Jobs zu schaffen, sondern dass dabei auch im Auge behalten werden müsse, dass diese Stellen ein angemessenes Einkommen mit sich bringen. Gegenwärtig sei etwa ein Viertel der Europäer von Armut bedroht.
Wie Europa unter der Massenarbeitslosigkeit leidet, Die Welt 21.1.14


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Bill Gates sät Optimismus 
Dienstag, 28. Januar 2014 - sonstiges
Bill Gates hat mit dem Jahresbericht seiner Stiftung Optimismus gesät. Geht es nach der Einschätzung des Microsoft-Gründers und Multimilliardärs, werde die Armut in der Welt in 20 Jahren besiegt sein. Gates zieht diese Zuversicht aus der Entwicklung von Ländern wie China, Indien oder Brasilien, die alle einst Sorgenkinder der Weltwirtschaft gewesen seien, inzwischen jedoch Wachstum verzeichneten. Zwar spiegeln in der Tat viele statistische Auswertungen die Perspektive, die Gates einnimmt wider - in den letzten Jahrzehnten haben sich auch die Lebensbedingungen der ärmsten Menschen verbessert -, doch blendet der Blick alleine auf wirtschaftliches Wachstum viele weitere, teils negative Begleitumstände aus. So wird gerade in den letzten Wochen in den Medien wieder verstärkt über die immensen Smog-Probleme, unter denen die chinesische Bevölkerung zu leiden hat, berichtet. Für Gates ist indes ausgemacht, dass Gesundheitsförderung und Entwicklungshilfe zentrale Schlüssel sind, um der Armut zu begegnen. Doch bedeuten eine höhere Lebenserwartung und bessere gesundheitliche Versorgung, vielleicht auch ein halbwegs einträglicher Job nicht zwingend auch ein gutes Leben. Vielleicht sollten wir auch die grundsätzlichen Paradigmen, an denen wir konstruktiven Wandel festmachen, noch stärker hinterfragen ...
Bill Gates sagt Welt ohne Armut voraus, HB 22.1.14


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Auch Akademiker kämpfen mit niedrigen Löhnen 
Montag, 27. Januar 2014 - Studien
Zwar ist die Arbeitslosenquote bei Akademikern mit knapp drei Prozent vergleichsweise niedrig, doch arbeiten immer mehr der Hochqualifizierten zu Niedriglöhnen. Laut Institut für Arbeit und Qualifikation (IAQ) erhalten 8,6 Prozent der abhängig Beschäftigten mit Hochschulabschluss einen Niedriglohn - er liegt qua Definition bei zwei Dritteln des mittleren Stundenlohns, 2012 waren dies 9,30 Euro pro Stunde. Von schlechter Bezahlung sind Frauen mit 11,4 Prozent häufiger betroffen als Männer mit 6,1 Prozent.
Hunderttausende Akademiker arbeiten zu Niedriglöhnen, Zeit online 19.1.14


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Frauen im Vorstand - ein Schritt vor, zwei zurück 
Freitag, 24. Januar 2014 - Studien
Die Diskussion über eine Quote für Frauen in Vorständen und Aufsichtsräten bekommt wieder Nahrung, denn das Managerinnen-Barometer, das vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung erhoben wird, zeigt, dass einem Schritt nach vorne gegenwärtig zwei zurück zu folgen scheinen. So ist im letzten Jahr in den 30 Dax-Unternehmen der Frauenanteil in den Vorständen um 1,5 Prozentpunkte auf 6,3 Prozent gesunken. In den Aufsichtsräten ist hingegen eine leichte Steigerung um 2,5 Prozent auf 21,9 Prozent zu verzeichnen. Wenn sich die im Koalitionsvertrag festgeschriebene Forderung, bis 2016 einen Frauenanteil von 30 Prozent zu erreichen, durchsetzen sollte, haben die börsenorientierten Konzerne also noch einigen Nachholbedarf. Bei aller Zahlenschieberei fällt in der Diskussion leider immer wieder unter den Tisch, dass eine stärkere Frauenbeteiligung nicht per se einen qualitativen Unterschied in die Wirtschaftswelt bringen muss, denn viele Frauen, die sich für solche Positionen interessieren, tun dies auch, weil sie sich schlicht die vorherrschenden männlichen Spielregeln zu eigen machen. Und die Frauen, die auf das business as usual keine Lust haben, gehen entweder in Deckung oder ihre eigenen Wege - in Kontexten, die ihren Vorstellungen von einem inspirierten Arbeitsleben mehr entsprechen. Was wir brauchen, sind vielleicht keine Quoten, sondern erst einmal eine Grundsatzdiskussion darüber, welche Arbeitswelt wir überhaupt möchten.
Frauenanteil in Vorständen gesunken, Zeit online 15.1.14


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Fehlt Frauen das typische Wadenbeißer-Gen? 
Donnerstag, 23. Januar 2014 - Arbeit
Ein Interview auf Spiegel online mit der Gründerin einer Risikokapitalfirma zeigt einmal mehr, dass selbst viele Frauen Erfolg schlicht über Ego-Qualitäten definieren. Julie Meyer jedenfalls propagiert knallhart typisch männliche Prinzipien, wenn es darum geht, im Job etwas zu erreichen: "Frauen müssen eine gewisse Aggressivität in der Wirtschaft akzeptieren. Manchmal tun auf Konferenzen alle so, als wären sie Schwestern. Aber damit gewinnt man nicht. Die Welt ist nicht fair. Deshalb brauchen Frauen auch bestimmte männliche Qualitäten, etwa Durchsetzungsfähigkeit und Kampfgeist." Und natürlich ein "enormes Ego": "Darum geht es doch: der Welt seinen Stempel aufzudrücken. Heute reden zwar viele junge Leute davon, dass sie etwas bewirken, einen Unterschied machen wollen. Aber letztlich geht es doch nur um das Ego…" Meyer rät Frauen dazu, "Siege für sich zu reklamieren", da es nicht reiche, nur gute Arbeit abzuliefern. Und sie findet, dass solche Siege sich nicht mit einer 40-Stunden-Woche erreichen lassen - 50-60 Stunden oder noch mehr, sie selbst arbeitet wöchentlich 75 Stunden, sei da schon angemessen. Als Bestandsaufnahme des Ist-Zustandes in der Wirtschaft sind diese Diagnosen - leider - sicherlich richtig. Viel spannender wäre aber doch die Frage, ob wir wirklich in einer Welt leben möchten, in der es nur ums Ego geht ...
"Ich arbeite 75 Stunden die Woche, und ich liebe es", Spiegel online 15.1.14


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Ausgeschlafene Führungskräfte haben Seltenheitswert 
Mittwoch, 22. Januar 2014 - Studien
Wie fit sind Deutschlands Führungskräfte, wie wach und ausgeschlafen, um tagtäglich Entscheidungen mit großer Tragweite zu treffen? Eine Befragung von 1.000 Managern in Unternehmen aller Branchen und Größenordnungen durch die Max-Grundig-Klinik zeigt: 59 Prozent der Führungskräfte haben mit Schlafstörungen zu kämpfen. Sie tun sich schwer mit dem Einschlafen oder wachen im Laufe der Nacht mehrmals auf. Das verheißt wenig Gutes. Ob die Betroffenen sich Gedanken darüber machen, dass der mangelnde Schlaf ihre Leistungsfähigkeit negativ beeinflussen könnte, ist aus der Studie nicht zu entnehmen. Wer an sich selbst beobachtet, welche Folgen gestörte Nachtruhe haben, mag ahnen, dass die Situation der Führungskräfte zumindest als suboptimal zu betrachten ist ...
Manager können schlecht schlafen, HB 13.1.14


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