Deutsche optimistisch wie lange nicht mehr 
Dienstag, 14. Januar 2014 - Studien
Einer Repräsentativbefragung des Instituts für Demoskopie Allensbach zufolge sind die Deutschen für 2014 so optimistisch wie in den letzten 20 Jahren nicht mehr. 57 Prozent der Bevölkerung starten hoffnungsvoll ins neue Jahr, nur 20 Prozent mit Skepsis und lediglich 12 Prozent gar mit Befürchtungen. Erhoben wird die Neujahrsfrage seit 1949. Zwischen 1990 und heute gab es nur wenige Jahre, in denen eine Mehrheit so positiv gestimmt auf das neue Jahr blickte. Der Optimismus der Bevölkerung war letztmals Mitte der 1990er Jahre so groß wie heute. Laut Allensbach ist der Optimismus ein guter Indikator für die Konsumstimmung und auch für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung.
Voller Zuversicht ins neue Jahr, 27.12.13

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Geld vermittelt kaum Sinn 
Montag, 13. Januar 2014 - Wissenschaft
Geld macht das Leben einfacher und ist damit eine gute Quelle für grundsätzliche Lebenszufriedenheit. Bedeutsamkeit und Sinn schöpft der Mensch hingegen aus gänzlich anderen Quellen. Wissenschaftler der Universitäten Virginia und Illinois analysierten eine multinationale Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Gallup mit 140.000 Teilnehmern aus 132 Ländern im Hinblick auf diesen grundlegenden Unterschied. So ist die Lebenszufriedenheit von Menschen aus reicheren Ländern höher als die von Menschen aus ärmeren Ländern. Fragt man jedoch nach Sinn und Bedeutsamkeit des eigenen Lebens, zeigt sich ein umgekehrtes Bild. Die Psychologen gehen davon aus, dass dies daran liegt, dass religiöse Werte in ärmeren Ländern noch stärker ausgeprägt sind als in den reichen Industrienationen. Und religiöse Sinnstiftung scheint eine stärkere Bedeutsamkeit für das Leben zu haben als Geld.
Der Glaube macht den Unterschied, Gehirn & Geist 20.12.13


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Frohe Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr 
Montag, 16. Dezember 2013 - sonstiges
think.work.different macht Ferien. Wir wünschen allen Leserinnen und Lesern eine besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Start ins neue Jahr. Ab 13. Januar 2014 sind wir dann wieder mit frischen News für Sie da.

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Kultur macht einen großen Unterschied 
Freitag, 13. Dezember 2013 - Management
Viele Unternehmen machen den Fehler, ihre betriebsinterne Kultur einfach als gegeben anzusehen - und verspielen damit wichtige Entwicklungspotentiale. Ein Beitrag des Harvard Business Manager zeigt, dass Kulturwandel einerseits vergleichsweise einfach sein kann und andererseits auch positive finanzielle Wirkungen zeitigt. Um einen Kulturwandel zu initiieren, sei es hilfreich, sich Klarheit über die Vision (wohin die Organisation als Ganzes gelangen möchte), die Mission (das, was alle zusammen tun) und das leitende Verhaltensprinzip (wie sich die Mitarbeiter verhalten sollen) zu verschaffen, um diese Ziele dann anzugehen. Der Beitrag zeigt, dass dies nur funktioniert, wenn die entsprechenden Punkte nicht von oben verordnet werden, sondern man einfach beginnt, sie im Unternehmen systematisch (vor)zuleben. Das im Artikel beschriebene Beispielunternehmen begann beispielsweise damit, Fragen der Unternehmenskultur immer wieder in Meetings anzusprechen, um sie überhaupt ins Bewusstsein der Mitarbeiter zu bringen. Maßnahmen wie ein respektvollerer Umgang miteinander oder explizite Dankesgesten für gute Arbeit wurden von den Führungskräften vorgelebt, um aus einer schönen Theorie wirkliche Praxis werden zu lassen. Im Beispielfall zahlte sich dieses Vorgehen aus - materiell wie ideell, denn die Kündigungsquote ging zurück, der Umsatz und Gewinn stiegen und die Mitarbeitermotivation schoss sogar in die Höhe.
Ändern Sie Ihre Kultur - möglichst schnell! HBM 4.12.13


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Schrumpft der Gender-Pay-Gap? 
Donnerstag, 12. Dezember 2013 - Studien
Einer Untersuchung der Unternehmensberatung Hay Group zufolge scheint der Gender-Pay-Gap sich zu verringern. Die Einkommensanalyse von 320.000 Angestellten in knapp 600 Unternehmen brachte zutage, dass die Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen (für die gleiche Tätigkeit) sich seit 2010 reduziert haben - von vier auf gegenwärtig zwei Prozent. Die in anderen Studien gemessenen größeren Einkommensunterschiede sind eher darauf zurückzuführen, dass Frauen in Spitzenpositionen und gutbezahlten Branchen noch deutlich in der Minderheit sind. Rein rechnerisch hat das natürlich Schlüssigkeit. Aber vielleicht sollten wir auch einmal die Frage stellen, warum unterschiedliche Tätigkeiten zum Teil sehr stark unterschiedliche Gehälter nach sich ziehen. Schließlich gibt es auch schon Studien, die zeigen, dass es nicht zuletzt Menschen in Gutverdiener-Branchen sind, die mit ihrer beruflichen Tätigkeit und für ihr Unternehmen sehr viel Geld verdienen, aber durch diese Aktivitäten auch die Gesellschaft im Ganzen eher schädigen. Denn in gewisser Weise geht es um viel mehr als darum, Frauen und Männer gleich zu bezahlen. Auch die Wirkung von Berufen sollte vielleicht eine Rolle spielen ...
Frauen verdienen zwei Prozent weniger als Männer, WiWo 5.12.13


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Wohlbefinden als Wirtschaftsfaktor 
Mittwoch, 11. Dezember 2013 - Arbeit
In einem Gastbeitrag für das Handelsblatt richtet die Psychologin Ilona Bürgel den Blick darauf, warum es für Unternehmen hilfreich sein könnte, eine Kultur des Wohlbefindens gezielt zu fördern. "Glückliche Menschen leben länger und gesünder, sind produktiver, verdienen mehr, haben zufriedenere Kunden und Mitarbeiter und können Krisen besser meistern", so ihr Argument. Bürgel plädiert für ein "Recht auf gute Stimmung" im Unternehmen und führt dafür gute Gründe an. Da die Forschung zeige, dass negative Gefühle deutlich stärker wirken als positive, sei ein Verhältnis von 3:1 zugunsten des Positiven notwendig, um Negativspiralen zu vermeiden. Regelmäßige Pausen während des Arbeitstages, ungestörter Urlaub, pünktlicher Feierabend - die Möglichkeiten, die Stimmung in Betrieben zu verbessern, sind eigentlich recht einfach umzusetzen. Auch kleinere Veränderungen in der Arbeitskultur können große Wirkungen zeigen: "Starten Sie Aufwärtsspiralen: Teilen Sie gute Nachrichten mit vielen Menschen, beginnen Sie Teammeetings mit Erfolgsnachrichten, schreiben Sie Nettigkeiten in den Absender Ihrer E-Mails. Gute Gefühle ziehen weitere nach sich und stecken genauso an wie negative."
"Kranke Mitarbeiter stecken mit negativen Gefühlen an", HB 3.12.13


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Brauchen wir eine neue Zeit-Kultur? 
Dienstag, 10. Dezember 2013 - Arbeit
Die Zeit geht in einem interessanten Beitrag unserem heutigen Verständnis von Lebenszeit nach und wirft damit die Frage auf, ob wir als Gesellschaft nicht gar eine völlig neue Zeit-Kultur brauchen. Immer mehr Menschen, die es sich finanziell leisten können, reduzieren ihre reguläre Arbeitszeit - und zwar nicht alleine, wenn sie im Zuge der Familiengründung mehr Zeit für den Nachwuchs haben möchten, sondern eben auch, weil sie den Zeitgewinn für sich und ihre persönlichen Interessen als wertvoll und notwendig erachten. In der Arbeitsmarkt- und Familienpolitik findet diese Interessenlage bisher nur wenig Widerhall, da Bezugspunkt der meisten Maßnahmen immer noch eine Vorstellung von Vollerwerbstätigkeit und 40-Stunden-Woche ist. Teilzeit ist zumeist etwas für Frauen, die Kinder haben - oder beinahe schon dekadenter Luxus für diejenigen, die viel verdienen und sich geringere Wochenarbeitszeiten leisten können. Auf die Idee, dass Leben mehr bedeuten könnte als arbeiten zu gehen und Kinder großzuziehen, kommen indes nur wenige - darunter zum Beispiel die Bildungssoziologin und Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin Jutta Allmendinger, die vorschlägt: "32 Stunden sind die neue Vollzeit." Statistisch haben wir dieses Ziel schon erreicht, denn in Deutschland liegt die durchschnittliche Wochenarbeitszeit bei 30,11 Stunden - sie verteilt sich allerdings auch auf Vielarbeiter, die bis zu 80 Stunden pro Woche ihrer Arbeit nachgehen, oder auf Menschen in "Zwangs-Teilzeit", die schlicht ihre Stundenzahl nicht aufstocken können. Weniger zu arbeiten, bleibt für viele Menschen vor allem deshalb ein Traum, weil ihre Löhne schlicht zu niedrig sind, um mit weniger Arbeitsstunden überhaupt über die Runden zu kommen. Und dennoch: An einem Punkt sollte man vielleicht einfach einmal beginnen, die Arbeits- und Zeitfrage unter neuen Vorzeichen zu diskutieren. Und nicht für fragen, was einzelne Menschen sich leisten können, sondern auch, was wir als Gesamtgesellschaft uns leisten wollen ...
Mehr muss es nicht sein, Die Zeit 5.12.13


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Überstunden-Macher verblöden 
Montag, 9. Dezember 2013 - Studien
Das Finnish Institute of Occupational Health hat in einer Studie herausgefunden, dass Überstunden dumm machen. So stellten die Forscher fest, dass menschen, die anstelle von 40 Stunden beispielsweise 55 Stunden pro Woche arbeiten, über ein geringeres Vokabular verfügen. Hinzu komme, dass die messbare Intelligenz leide sowie der Blutdruck und das Herz. Laut Studie neigen vor allem Menschen mit höherer Bildung zu einer sinnlosen Verausgabung im Job. Eine andere Studie zeigt, dass Team mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden genau so viel leisten wie solche, die 80 Stunden im Büro verbringen. Der Grund: Der ständige Verschleiß führe zu höheren Krankheitsraten.
Zu viele Überstunden machen dumm, WiWo 21.11.13


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