Auch Akademiker kämpfen mit niedrigen Löhnen 
Montag, 27. Januar 2014 - Studien
Zwar ist die Arbeitslosenquote bei Akademikern mit knapp drei Prozent vergleichsweise niedrig, doch arbeiten immer mehr der Hochqualifizierten zu Niedriglöhnen. Laut Institut für Arbeit und Qualifikation (IAQ) erhalten 8,6 Prozent der abhängig Beschäftigten mit Hochschulabschluss einen Niedriglohn - er liegt qua Definition bei zwei Dritteln des mittleren Stundenlohns, 2012 waren dies 9,30 Euro pro Stunde. Von schlechter Bezahlung sind Frauen mit 11,4 Prozent häufiger betroffen als Männer mit 6,1 Prozent.
Hunderttausende Akademiker arbeiten zu Niedriglöhnen, Zeit online 19.1.14


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Frauen im Vorstand - ein Schritt vor, zwei zurück 
Freitag, 24. Januar 2014 - Studien
Die Diskussion über eine Quote für Frauen in Vorständen und Aufsichtsräten bekommt wieder Nahrung, denn das Managerinnen-Barometer, das vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung erhoben wird, zeigt, dass einem Schritt nach vorne gegenwärtig zwei zurück zu folgen scheinen. So ist im letzten Jahr in den 30 Dax-Unternehmen der Frauenanteil in den Vorständen um 1,5 Prozentpunkte auf 6,3 Prozent gesunken. In den Aufsichtsräten ist hingegen eine leichte Steigerung um 2,5 Prozent auf 21,9 Prozent zu verzeichnen. Wenn sich die im Koalitionsvertrag festgeschriebene Forderung, bis 2016 einen Frauenanteil von 30 Prozent zu erreichen, durchsetzen sollte, haben die börsenorientierten Konzerne also noch einigen Nachholbedarf. Bei aller Zahlenschieberei fällt in der Diskussion leider immer wieder unter den Tisch, dass eine stärkere Frauenbeteiligung nicht per se einen qualitativen Unterschied in die Wirtschaftswelt bringen muss, denn viele Frauen, die sich für solche Positionen interessieren, tun dies auch, weil sie sich schlicht die vorherrschenden männlichen Spielregeln zu eigen machen. Und die Frauen, die auf das business as usual keine Lust haben, gehen entweder in Deckung oder ihre eigenen Wege - in Kontexten, die ihren Vorstellungen von einem inspirierten Arbeitsleben mehr entsprechen. Was wir brauchen, sind vielleicht keine Quoten, sondern erst einmal eine Grundsatzdiskussion darüber, welche Arbeitswelt wir überhaupt möchten.
Frauenanteil in Vorständen gesunken, Zeit online 15.1.14


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Fehlt Frauen das typische Wadenbeißer-Gen? 
Donnerstag, 23. Januar 2014 - Arbeit
Ein Interview auf Spiegel online mit der Gründerin einer Risikokapitalfirma zeigt einmal mehr, dass selbst viele Frauen Erfolg schlicht über Ego-Qualitäten definieren. Julie Meyer jedenfalls propagiert knallhart typisch männliche Prinzipien, wenn es darum geht, im Job etwas zu erreichen: "Frauen müssen eine gewisse Aggressivität in der Wirtschaft akzeptieren. Manchmal tun auf Konferenzen alle so, als wären sie Schwestern. Aber damit gewinnt man nicht. Die Welt ist nicht fair. Deshalb brauchen Frauen auch bestimmte männliche Qualitäten, etwa Durchsetzungsfähigkeit und Kampfgeist." Und natürlich ein "enormes Ego": "Darum geht es doch: der Welt seinen Stempel aufzudrücken. Heute reden zwar viele junge Leute davon, dass sie etwas bewirken, einen Unterschied machen wollen. Aber letztlich geht es doch nur um das Ego…" Meyer rät Frauen dazu, "Siege für sich zu reklamieren", da es nicht reiche, nur gute Arbeit abzuliefern. Und sie findet, dass solche Siege sich nicht mit einer 40-Stunden-Woche erreichen lassen - 50-60 Stunden oder noch mehr, sie selbst arbeitet wöchentlich 75 Stunden, sei da schon angemessen. Als Bestandsaufnahme des Ist-Zustandes in der Wirtschaft sind diese Diagnosen - leider - sicherlich richtig. Viel spannender wäre aber doch die Frage, ob wir wirklich in einer Welt leben möchten, in der es nur ums Ego geht ...
"Ich arbeite 75 Stunden die Woche, und ich liebe es", Spiegel online 15.1.14


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Ausgeschlafene Führungskräfte haben Seltenheitswert 
Mittwoch, 22. Januar 2014 - Studien
Wie fit sind Deutschlands Führungskräfte, wie wach und ausgeschlafen, um tagtäglich Entscheidungen mit großer Tragweite zu treffen? Eine Befragung von 1.000 Managern in Unternehmen aller Branchen und Größenordnungen durch die Max-Grundig-Klinik zeigt: 59 Prozent der Führungskräfte haben mit Schlafstörungen zu kämpfen. Sie tun sich schwer mit dem Einschlafen oder wachen im Laufe der Nacht mehrmals auf. Das verheißt wenig Gutes. Ob die Betroffenen sich Gedanken darüber machen, dass der mangelnde Schlaf ihre Leistungsfähigkeit negativ beeinflussen könnte, ist aus der Studie nicht zu entnehmen. Wer an sich selbst beobachtet, welche Folgen gestörte Nachtruhe haben, mag ahnen, dass die Situation der Führungskräfte zumindest als suboptimal zu betrachten ist ...
Manager können schlecht schlafen, HB 13.1.14


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evolve - das neue Magazin für Bewusstsein und Kultur 
Dienstag, 21. Januar 2014 - Medien
Bewusstseins- und Kulturentwicklung sind seit jeher Themen, die mir besonders am Herzen liegen. Umso mehr freue ich mich, dass es seit einer Woche an Deutschlands Zeitungskiosken ein neues Magazin gibt, das auf einzigartige Weise genau diese Fragen ins Visier nimmt: evolve - Magazin für Bewusstsein und Kultur. Ich gehöre dem Editorial Board an und bin in der aktuellen Ausgabe mit dem Schwerpunktthema Politik auch mit einem Beitrag vertreten, und zwar zum Thema neue Eliten. Insgesamt wirft das Magazin einen erfrischend tiefgründigen Blick auf aktuelle politische Diskurse, geht der Frage nach, wie wir als Bürgerinnen und Bürger unser Recht auf politische Partizipation wahrnehmen können, und stellt vielversprechende Projekte vor, die in der öffentlichen Sphäre bereits Einfluss nehmen, um die alte Top-Down-Mentalität der Politikerkaste ein wenig aufzulockern. Ich würde mich freuen, wenn Sie vielleicht bald zu unseren neuen Abonnenten gehören.
evolve - Magazin für Bewusstsein und Kultur

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Meister Eckhart Preis 2014 geht an Seyla Benhabib 
Montag, 20. Januar 2014 - Wissenschaft
Das Thema Zuwanderung führt in den Medien ja seit einigen Wochen wieder zu verstärkten Auseinandersetzungen, da durch die Freizügigkeit innerhalb der EU immer mehr Länder eine wachsende Armutsmigration befürchten. Betrachtet man Migration allein unter diesen Vorzeichen, wird sie leicht zu einem rein wirtschaftspolitischen Thema - und es gerät aus dem Blick, dass viele der in öffentlichen Debatten geäußerten Befürchtungen auch damit zu tun haben könnten, dass Zuwanderung nach wie vor im Kern auch unsere Identitäten berührt und unser Verständnis davon, welche Rechte und Pflichten Menschen in einer globalisierten Welt haben. Umso mehr freut es mich, dass dieses Jahr die politische Philosophin Seyla Benhabib mit dem Meister Eckhart Preis ausgezeichnet wird. Der mit 50.000 Euro einer der angesehensten Wissenschaftspreise in Deutschland ehrt die in Yale lehrende Philosophin, weil sie in ihrem Werk das Augenmerk darauf richtet, dass Menschenrechte und Migration in ihrer Komplexität nur adäquat betrachtet werden können, wenn wir sowohl juristische als auch politische und identitäre Faktoren in Einklang bringen. Und dass es - mit Bezug auf Hanna Arendt - auch ein menschliches Recht gibt, überhaupt Rechte zu haben. Es wäre sicherlich wünschenswert, dass die Preisverleihung einen Beitrag dazu leistet, dass die gegenwärtige politische Diskussion wieder etwas facettenreicher geführt werden könnte.
Pressemitteilung zum Meister Eckhart Preis 2014

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Positive Fragen öffnen für Entwicklung 
Freitag, 17. Januar 2014 - Management
Kritik ist im Management ein heikles Thema. Wenn Mitarbeiter den Erwartungen an sie nicht gerecht werden, kann man sich mit dem beschäftigen, was konkret schief läuft, doch ist dies meist wenig konstruktiv. Die Wissenschaft zeigt: Positive Fragen öffnen nicht nur den Geist, sondern schaffen auch Raum für konkrete Entwicklung. In einem Beitrag für den Harvard Business Manager erklärt Daniel Goleman, Vorreiter der emotionalen Intelligenz, dass positive, offene Fragen im Gehirn Regionen aktivieren, die mit guten Erinnerungen und erhebenden Gefühlen assoziiert sind. Stellt man Probanden hingegen negative Fragen, die um Probleme greifen, werden Angstzentren aktiviert und Regionen, die mit Unzufriedenheit verbunden sind. Goleman zieht daraus den Schluss, dass sich im Business deutlich mehr erreichen lässt, wenn man nicht über Probleme spricht, sondern Menschen eher nach Wünschen, Potentialen oder positiven Entwicklungen fragt, denn dann ist das Gehirn am ehesten aufnahmebereit für konstruktive Veränderungen.
Richtig Kritik üben, HBM 9.1.14


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Meditieren macht glücklich 
Donnerstag, 16. Januar 2014 - Wissenschaft
Macht Buddhismus glücklich? Diese Frage stellte der Nachrichtensender n-tv dem Neurowissenschaftler und Arzt Tobias Esch. Esch unterscheidet drei Formen des Glücks - den kurzen Hochmoment, der mit Lust und Befriedigung einher geht, die Erleichterung, wenn sich Stress oder eine schwere Situation auflöst, und eine dritte Form, die anhaltende Zufriedenheit mit sich bringt, eine Verbundenheit mit dem Sein. Letztere kann sich vor allem durch Meditation, wie sie im Buddhismus praktiziert wird, einstellen, da hier ein Loslassen geübt wird sowie die Achtsamkeit auf den Moment. "Die Erfahrung im Jetzt, mit einer Haltung der Akzeptanz und dem bewussten Kontakt mit uns selbst und den Menschen um uns herum - das allein kann schon glücklich machen", so Esch. Vielleicht sollten wir uns einfach gut überlegen, ob wir wirklich immer nach dem vermeintlich großen Glücksgefühl streben sollten, dass wir uns durch Impulse von außen erkaufen, oder ob es uns nicht viel zufriedener macht, aus der eigenen inneren Ruhe zu schöpfen.
Macht Buddhismus glücklich? n-tv 7.1.14

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