"Spirituelle Revolution" im Westen? 
Montag, 9. Januar 2017 - Bewusstsein, Lebensart, Psychologie, Studien, Wissenschaft
Stressbewältigung und mit ihr einhergehend Sinnfindung sind in den letzten Jahren zu großen Themen geworden. Der Psychoanalytiker David Tracy spricht gar von einer "spirituellen Revolution", da zu Selbstentwicklung im Westen immer öfter auch spirituelle Bezüge herstellen und auf wachsende Akzeptanz stoßen. Wissenschaftler der Universität Bielefeld haben in einer Studie aus den frei formulierten Antworten der Studienteilnehmer zehn Aspekte herausdestilliert, die das spirituelle Verständnis der Deutschen charakterisieren. Die individuelle Praxis, sei es Meditation, Gebet oder Gottesdienst, die im gegenwärtig immer stärker zunehmenden Achtsamkeitstrend ihren Niederschlag findet, ist dabei ein Merkmal. Weitere sind beispielsweise eine (All-)Verbundenheit und Harmonie mit dem Universum, der Natur und dem Ganzen, die innere Suche nach einem (höheren) Selbst, nach Sinn, Frieden und Erleuchtung, das Festhalten an und Einhalten von Werten und Moral in Bezug zur Menschheit [Ethik] oder die Erfahrung von existenzieller Wahrheit jenseits rationalem Verstehens. Irgendwie ist es erstaunlich, wie bewusst sich die Menschen über diesen Tiefendimensionen des Lebens anscheinend sind und wie wenig Ausdruck sie doch zumeist im individuellen Alltag und erst recht auf der gesellschaftlichen Ebene finden. Wie würde die Welt wohl aussehen, wenn jeder sich ab und an die Frage stellte, ob das eigene Tun diese Dimension berührt und mit ihr im Einklang ist?
Wenn der Stress zu groß wird: Spiritualität als Alternative, businesson.de 15.12.16
Definitionen von Spiritualität der Universität Bielefeld

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Frohe Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr 
Mittwoch, 21. Dezember 2016 - sonstiges
think.work.different macht Weihnachtsferien. Wir sind ab 9. Januar 2017 wieder mit frischen News für Sie da. Wir wünschen allen LeserInnen besinnliche Weihnachtstage und einen wunderbaren Start ins neue Jahr.

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Optimisten mit Realitätssinn 
Dienstag, 20. Dezember 2016 - Studien
Optimisten wird gerne nachgesagt, dass sie die Welt vor allem mit einer rosaroten Brille betrachten. Eine neue Studie der University of California in Riverside zeigt - das stimmt, bis zu einem gewissen Grad. Die Wissenschaftler teilten Probanden durch Vortests in eine Gruppe von Optimisten und eine mit Pessimisten. Beide Gruppen nahmen anschließend an den gleichen Experimenten teil, in denen es darum ging, die Haltung der Studienteilnehmer in Situationen mit möglicherweise negativem Ausgang zu erkunden. Dabei zeigte sich: Auch bei den Optimisten gibt es einen Moment, in dem diese sich innerlich auf den möglichen negativen Ausgang einer Situation innerlich vorbereiten. Auch sie rechnen mit dem Schlimmsten - vielleicht etwas später als die Pessimisten.
Auch Optimisten wappnen sich gedanklich für das Schlimmste, spektrum.de 14.12.16

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Meetings ohne Plan 
Montag, 19. Dezember 2016 - Studien
Meetings scheinen einer der größten Produktivitätskiller im Business zu sein. Eine neue Untersuchung der Unternehmensberatung Kampmann, Berg und Partner mit 250 Führungskräften zeigt, dass Orientierungslosigkeit und Zeitverschwendung hier an der Tagesordnung sind. Ein Drittel der Arbeitszeit von Managern geht für Meetings drauf und nur allzu oft ist diese Zeit nicht gut investiert. 47 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass Meetings scheitern, weil sie zu schlecht vorbereitet sind. 42 Prozent finden, dass zu viele Mitarbeiter beteiligt werden und in den Augen von 40 Prozent sitzen einfach die falschen Teilnehmer am Tisch. Die Komplexität innerhalb der Unternehmensstrukturen tut ihr übriges, denn in drei Vierteln der an der Umfrage beteiligten Unternehmen müssen mehrere Gremien zustimmen, bevor Entscheidungen in die Tat umgesetzt werden. Wenn dann noch Entscheider beteiligt sind, die von den Auswirkungen der Beschlüsse gar nicht betroffen sind (in der Untersuchung traf dies auf jedes dritte Unternehmen zu), wird's zäh.
Warum viele Meetings im Sande verlaufen, FAZ 13.12.16

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Pausen helfen der Performance 
Freitag, 16. Dezember 2016 - Wissenschaft
Pausen zu machen, ist in der Leistungskultur der Gegenwart oft nicht sonderlich angesehen. Der Blick auf verschiedene wissenschaftliche Befunde legt indes nahe, dass stundenlanges Sich-Auspowern der Produktivität nicht hilft. Wissenschaftler untersuchten, ob der Schlafrhythmus, der sich gewöhnlich in Zyklen von 90 Minuten vollzieht, auch auf das wache Leben anwendbar ist. Sie stellten fest: Bei Musikenr, Athleten, Schauspielern und Schachspielern, die Höchstleistungen vollbringen, ist ein 90-Minuten-Rhythmus sehr verbreitet. Viele dieser Hochperformer arbeiten oder trainieren bevorzugt nicht mehr als 4,5 Stunden pro Tag und legen ungefähr alle eineinhalb Stunden eine Pause ein. Diese Dosis erlaube es, über längere Zeitperioden die eigene Leistungsfähigkeit aufrechtzuerhalten.
Warum man alle 90 Minuten eine Pause machen sollte, Die Welt 8.12.16

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Mehr Geld, mehr Freizeit oder lieber Home Office? 
Donnerstag, 15. Dezember 2016 - Studien
Was ist Arbeitnehmern wichtiger - mehr zu verdienen oder weniger arbeiten zu müssen? In einer Umfrage von YouGov gaben 47 Prozent der Befragten an, sie hätten gerne mehr Geld. 17 Prozent würden mehr Flexibilität wählen, zum Beispiel durch Arbeit im Home Office. Eine niedrigere Wochenarbeitszeit wäre nur 14 Prozent am wichtigsten, mehr Urlaubstage gar nur neun Prozent. Ich frage mich gelegentlich, welche Aussagekraft Umfragen wie diese haben. Mich würde beispielsweise sehr der sozioökonomische Hintergrund der Befragten interessieren. Votiert eine Mehrheit vielleicht schlicht für mehr Geld, weil die Menschen mit ihrem Einkommen nur schwer auskommen? Und in einer geldgetriebenen Gesellschaft ohne Moos nun mal nix los ist? In Erhebungen, die die Begründungen für eine solche Wahl mit abfragen, zeigt sich nämlich immer wieder: Viele Menschen würden eigentlich gerne weniger Zeit dem Erwerbsleben widmen müssen, können es sich aber schlicht finanziell nicht leisten.
Jedem zweiten Arbeitnehmer ist gute Bezahlung wichtiger als Freizeit, WiWo 7.12.16

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Teams - je kleiner, umso feiner 
Mittwoch, 14. Dezember 2016 - Studien
Teamarbeit ist in den meisten Unternehmen gang und gäbe, den in kleinen Gruppen lassen sich auch große Aufgaben gut bewältigen. Doch was ist die beste Größe für ein Team, damit der Abstimmungsaufwand nicht ausufert und alle Beteiligten sich auch wirklich zugehörig fühlen? Ein Versuch an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg mit Studierenden zeigt, dass eine Gruppengröße von bis zu sieben Personen deutliche Vorteile hat. Bewerber für ein Sportstudium wurden, um die Prüfung zu absolvieren, in kleinere oder größere Gruppen eingeteilt. Dabei zeigte sich: Die angehenden Studierenden der Kleingruppen absolvierten die Tests mit weniger Stress und fühlten sich dabei auch besser. Auch ihre Cortisolwerte waren geringer. In den Kleingruppen entwickelte sich ein stärkeres Teamgefühl und die Probanden waren leistungsfähiger und erfolgreicher. Außerdem ging es ihnen während der Prüfung auch psychisch besser.
Kleine Teams sind die besten, Zeit online 7.12.16

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Uni macht nicht wirklich fit für den Job 
Dienstag, 13. Dezember 2016 - Studien
Mit der Bologna-Reform sollte das Studium besser an die Realitäten andocken und Fähigkeiten stärker vermitteln, die im Job gebraucht werden. Glaubt man einer Erhebung des ifo-Instituts unter 1.000 Unternehmen, ist diese Rechnung eher nicht aufgegangen. Vor allem in Firmen, die viele Bachelor- und Master-Absolventen einstellen, herrscht die Überzeugung, es fehle dem Arbeitnehmernachwuchs an Selbstständigkeit, Problemlösungskompetenz, Abstraktionsvermögen, der Fähigkeit zur Selbstreflexion, Grundlagenverständnis und Allgemeinbildung. Bei 32 Prozent der befragten Unternehmen ist die Zufriedenheit mit den Kenntnissen und Fähigkeiten, die die Young Professionals mitbringen, in den letzten zehn Jahren gesunden. 43 Prozent erkennen indes keine Unterschiede. Zwei Prozent sehen sogar Verbesserungen.
Personalchefs sind unzufrieden mit Uni-Absolventen, Spiegel Online 6.12.16

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