Auch die Stars meditieren fleißig 
Freitag, 18. Januar 2019 - Bewusstsein, Lebensart
Der Meditations-Hype hat längst auch die Promi-Szene erreicht. In einem Artikel zum Thema "Glück kann man lernen" listet Gala gleich eine ganze Reihe bekannter Persönlichkeiten auf, die meditieren, darunter Naomi Watts, Herzogin Meghan und Jessica Alba. Viele der Stars schwören auf Transzendentale Meditation. Man kann spekulieren, warum das so ist. Vielleicht schafft die Tatsache, dass man in TM nur von ausgewählten Lehrern eingewiesen wird und ein vermeintlich persönliches Übungsmantra erhält, einen Hauch von Exklusivität, der dem Habitus dieser Zielgruppe entspricht. Der Gala-Beitrag listet noch eine ganze Reihe von Luxus-Ressorts auf, in denen man sich, das entsprechende Kleingeld vorausgesetzt, in die Stille zurückziehen kann. Dort sind dann letztlich wieder alle gleich ...
Glück kann man lernen, Gala 6.1.19

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Wenn Frauen mehr verdienen als ihr Mann ... 
Montag, 14. Januar 2019 - Bewusstsein, Lebensart, Psychologie, Studien, Arbeit
... ist es sehr wahrscheinlich, dass sie tiefstapeln. So zumindest die Erkenntnisse einer amerikanischen Studie, die die Gehaltsangaben der Sozialversicherung mit jenen verglich, die durch Umfragen der Volkszählungsbehörde erhoben werden, bei denen der Wahrheitsgehalt der Aussagen nicht überprüft wird. In der Studie wurden die Daten von 100.000 Ehepaaren aus den Jahren 2003 bis 2013 ausgewertet. In 77 Prozent der Paarkonstellationen war der Mann der Hauptverdiener und beide machten bei der Volkszählungsbefragung korrekte Angaben. Bei den übrigen 23 Prozent verdienten die Frauen mehr - und die Angaben zum Einkommen deckten sich nicht mehr mit den Daten der Sozialversicherung. Frauen gaben hier ihr Einkommen um rund 1,5 Prozentpunkte niedriger an, als es tatsächlich war, während die Männer bei ihrem Gehalt rund 2,9 Prozentpunkte drauflegten. Die Wissenschaftler haben eine, wenn auch nicht bewiesene, Deutung für dieses Phänomen. Der Mann als Hauptverdiener ist immer noch die gesellschaftliche Norm, so dass es hier leicht fällt, bei der Wahrheit zu bleiben. Dass Frauen mehr verdienen als ihre Männer, ist, dass zeigen die Zahlen der Studie, immer noch eher selten. Und diese Sonderrolle scheint Paaren unangenehm zu sein, so dass sie die Unterschiede lieber negieren.
Verdienen Frauen mehr als ihre Männer, schummeln beide beim Gehalt, WiWo 4.1.19

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In Sorge vor unsicheren Lebensverhältnissen 
Freitag, 11. Januar 2019 - Lebensart, Studien
Die Deutschen gelten nicht unbedingt als mutiges Völkchen und so wundert es kaum, dass Umfragen immer wieder eine ganze Liste von Dingen zutage fördern, die uns Sorgen bereiten. Eine Umfrage der Beratungsgesellschaft EY mit 1.000 Personen zeigt, was uns akut besonders drückt. 70 Prozent der Deutschen macht die Umweltverschmutzung leichte bis große Sorgen, gefolgt von möglicher Krankheit und und steigenden Energiepreisen (beide 69 Prozent), der Flüchtlingskrise (59 Prozent) und mangelhafter Absicherung im Alter (56 Prozent). Auch eine steigende Steuerbelastung oder der mögliche Verlust des Arbeitsplatzes erzeugen Ängste. Interessant ist, dass es sich bei den meisten Punkten, die der Bevölkerung Sorge bereiten, nicht um typische Schicksalsschläge handelt, die aus heiterem Himmel kommen und unvermeidbar sind. Nein, die wesentlichen Angsttreiber sind alle systemischer Natur und eng verknüpft mit der Art, wie wir Politik und Wirtschaft betreiben. Das sollte uns vielleicht ganz grundlegend nachdenklich stimmen, denn es ist ein Indiz dafür, dass unsere Lebensweise uns nicht mehr wirklich zu tragen scheint. Sorgen sind ein sehr subjektiv wirkendes und empfundenes Gefühl, doch die beschriebenen Punkte sind alles andere als persönlich. Sie gehen uns alle an - und fragen auch danach, wie wir Formen des (Zusammen)Lebens entwickeln können, die uns als gesamte Gesellschaft wirklich tragen.
Das sind die größten Ängste der Deutschen, welt.de 2.1.19


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Das Bisschen Müdigkeit ist doch nicht so schlimm...? 
Donnerstag, 10. Januar 2019 - Bewusstsein, Lebensart, Arbeit, Management
Schlaf ist lebenswichtig, das wissen wir alle. Und doch nehmen wir unser Schlafbedürfnis oft nicht ernst. Da wollen wir abends einfach noch ein bisschen entspannen, am besten vor dem Fernseher, mit einem Glas Wein, denn man gönnt sich ja sonst nichts. Oder wir fühlen uns so von unseren Verpflichtungen getrieben, dass wir der Schlafenszeit immer wieder ein paar Stündchen abzwacken, um noch produktiv zu sein. Ob kurz oder lang unterliegen wir damit jedoch einem Denkfehler, denn der Schlaf ist nicht nur für unsere Gesundheit wichtig. Er bestimmt auch, wie leistungsfähig wir sind. Die Zeit hat einen schönen Bericht veröffentlicht, für den ein Mitarbeiter einen Selbstversuch gemacht hat, bei dem er eine Nacht durchwachte und stündlich seine Reaktionsfähigkeit testete. Das Ergebnis war eindeutig. Wenn die Müdigkeit den Ton angibt, leidet die Performance. Vielleicht sollte man Politiker oder Führungskräfte standardmäßig solchen Tests unterziehen - um deutlich zu machen, dass der Glaube an die eigene Wirksamkeit unter Schlafdefizit ein Trugschluss ist. Für Menschen, die ein ausgeprägtes Schlafbedürfnis haben und sich unter Rechtfertigungsdruck fühlen, ist der Artikel jedenfalls eine gute Argumentationshilfe. Schlafen ist eben so viel mehr als einfach nichts zu tun. Und wach sein so viel mehr als die Augen noch offenhalten zu können ...
Wach, zeit.de 2.1.19


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Umweltbewusstsein braucht das direkte Feedback 
Mittwoch, 19. Dezember 2018 - Bewusstsein, Lebensart, Studien
Umweltschutz ist wichtig, das wissen wir alle - und doch fällt es bei den Alltäglichkeiten oft schwer, auch danach zu handeln. Studien in Hotels zeigen: Wer die Folgen seines Handelns unmittelbar sehen kann, beginnt sich zu verändern. So wurde in einem Versuch den Übernachtungsgästen während des Duschens ihr Wasser- und Stromverbrauch angezeigt. Das Ergebnis: Der Energieverbrauch sank um 12 Prozent. Das mehrfache Benutzen von Handtüchern lässt sich am ehesten stimulieren, indem man den Gästen sagt, wie viel Prozent der anderen Hotelgäste dies bereits tun. Allein der Hinweis, dass es ökologischer ist, nicht jeden Tag ein neues Handtuch zu benutzen, hat hingegen nicht denselben Effekt. Wir scheinen vor allem dann ein günstigeres Verhalten leichter umzusetzen, wenn wir den konkreten Nutzen vor Augen haben.
Sozialer Druck erhöht umweltbewusstes Verhalten, Deutschlandfunk Kultur 13.12.18

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Achtsamkeit ist einfacher, als viele denken 
Dienstag, 18. Dezember 2018 - Bewusstsein, Lebensart
Das Handelsblatt hat auf seinem Online-Portal einen schönen Selbsterfahrungsbericht veröffentlicht, in dem die Autorin sich an verschiedenen Achtsamkeitsmethoden versucht und darüber berichtet, welche Wirkungen sie anschließend im Alltag wahrnimmt. Bewusstes Atmen, Körperwahrnehmung und Übungen, die dabei helfen, die eigenen Gedanken wahrzunehmen und nicht an ihnen zu hängen - all diese kleinen Methoden aus dem Achtsamkeitsrepertoire haben der Testerin geholfen, konzentrierter zu sein, nicht mehr so sehr in Automatismen zu verfallen und entspannter durchs Leben zu gehen. Und das mit einem Übungsaufwand von etwa einer halben Stunde täglich. Beispiele wie dieses sind vielleicht eine Ermutigung, einfach mal auszuprobieren, was Meditation & Co. so bewirken - und sich auch von den ersten Hürden wie der nun auch wahrnehmbar werdenden inneren Unruhe und Ablenkung nicht gleich wieder aus der Bahn werfen zu lassen.
Mit diesen Übungen lernst du Achtsamkeit, HB 12.12.18

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Digitale Überwältigung ist eine Kulturfrage an alle 
Freitag, 14. Dezember 2018 - Bewusstsein, Lebensart, Psychologie
Digital Detox und Achtsamkeit werden heute gerne bemüht, um der Kultur der Rund-um-die-Uhr-Verfügbarkeit etwas entgegenzusetzen. Einfach das Handy einmal ausschalten, abends keine Mails mehr beantworten und sich mit dem eigenen Zeitmanagement klarer von der Flut der Anforderungen abgrenzen, sind Tipps, die gerne bemüht werden. Doch wie viel Einfluss haben wir als Einzelne eigentlich, diesen Überwältigungsmechanismen konstruktiv etwas entgegenzusetzen? In einem Beitrag für die Zeit beschreibt die freie Journalistin und Social-Media-Beraterin Kathrin Weßling, wie aussichtslos es scheint, in einer Kultur, die nach immer mehr unserer Verfügbarkeit fragt, persönliche Freiräume aufrechtzuerhalten. Ihr Fazit ist ernüchternd, denn ihre eigenen Erfahrungen zeigen ihr: Natürlich kann man das Handy einmal beiseite lassen. Aber damit katapultiert man sich auch hinaus aus der geteilten Kultur des Allzeit-Beschäftigtseins - und läuft ständig Gefahr, im Abseits zu landen. Wahrscheinlich bewegen wir uns immer mehr auf die Frage zu, wie wir als Kultur im Ganzen die sich scheinbar verselbstständigen Automatismen des Immer-Mehr durchbrechen. Natürlich tragen wir durch unser individuelles Verhalten dazu bei, die Immer-Mehr-Spirale zu beschleunigen. Aber solange wir nicht sehen, dass hier ein sozialer Organismus im Ganzen immer mehr in die Knie geht und auch Handlungsmöglichkeiten auf kultureller Ebene entwickeln, die uns als Gesellschaft zusammenhalten, kämpfen wir einen individuellen Kampf, der sich womöglich nicht gewinnen lässt.
Mit freundlichen Grüßen aus dem Krankenhaus, zeit.de 4.12.18

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Arbeit: 25 Stunden pro Woche tun es auch 
Donnerstag, 13. Dezember 2018 - Lebensart, Arbeit, Management
Das Thema kürzere Arbeitszeiten bewegt immer mehr Unternehmen. Einerseits, weil immer mehr Angestellte sich wünschen, mehr Zeit für den Teil ihres Lebens jenseits der Arbeit zu haben. Aber auch, weil kürzere Arbeitszeiten häufig mit einer starken Motivationsverbesserung in der Belegschaft und besserer Produktivität einhergehen. Die Bielefelder Digital-Agentur Rheingans experimentiert seit einiger Zeit mit einer 25-Stunden-Woche - und die Idee scheint aufzugehen. Mehr Fokus bei der Arbeit, weniger Ablenkungen, eine klare Ausrichtung auf das, was gerade zu tun ist - so gelingt es den Mitarbeitern, das Tagesgeschäft in deutlich weniger Zeit zu bewältigen. "Wenn du ausgeruhte Mitarbeiter hast, die Bock haben zu arbeiten, die aber auch genug Zeit für sich selbst haben, dann ist das Ergebnis der Arbeit deutlich besser", so Agenturgründer Lasse Rheingans. Er legt Wert darauf, dass seine Mitarbeiter nicht zu Arbeitsmaschinen werden. Damit die soziale Dimension nicht verloren geht, steht deshalb auch wöchentlich gemeinsames Kochen auf dem Plan.
"Die 25-Stunden-Woche funktioniert!" HB 3.12.18

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