Sozialunternehmen sind sehr innovativ 
Donnerstag, 17. Januar 2019 - Arbeit, Management
Bei Sozialunternehmen denken viele immer noch mehr an den typischen Gutmenschen und weniger an Innovatoren. Eine Untersuchung der Förderbank KfW zeigt nun, dass die Start-ups, die mit ihrer Geschäftstätigkeit auch soziale Entwicklungen anzustoßen versuchen, sogar innovativer sind als konventionelle Start-ups. Ein Viertel der rund 154.000 Social Entrepreneurs, die untersucht wurden, entwickelte eigene technologische Innovationen bis zur Marktreife. Nur jeder achte Start-up mit konventionellem Geschäft kann das von sich sagen. Knapp ein Drittel der Sozialunternehmen bietet in ihrem Arbeitsfeld Marktneuheiten an. Die Untersuchung zeigt, dass soziales Unternehmertum nicht nur eine gesellschaftlich-kulturelle Dimension hat, die bemerkenswert ist. Beim Thema Innovation sind die Social Entrepreneurs ebenfalls in mancherlei Hinsicht dem konventionellen Business überlegen.
Unternehmen mit sozialem Schwerpunkt sind innovativer, Zeit 6.1.19

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Mit Meditation zu sportlichen Erfolgen 
Mittwoch, 16. Januar 2019 - Bewusstsein, Psychologie
Das Thema Achtsamkeit hält, oft noch eher unbemerkt, auch im Sport immer mehr Einzug. Der Deutschlandfunk etwa berichtete kürzlich über die SVG Lüneburg, die in der Volleyball-Bundesliga auf Platz 3 steht und ins Pokalfinale kam. Zum Erfolgsrezept von Trainer Stefan Hübner gehört auch ein Training des "spirituellen Bereichs", wie er dem Sender erklärte. Man "arbeite man am mentalen und spirituellen Bereich. Das habe nichts mit Esoterik oder Räucherkerzen zu tun, so der Trainer. Sondern man habe seit vergangenem Jahr eine Achtsamkeitstrainerin, dort übe man Mediation, sodass unter Stress automatisch Reaktionen ablaufen, die hilfreich in Wettkampfsituationen seien. Man trainiere das Gehirn wie einen anderen Muskel des Körpers." - heißt es in dem Beitrag. Hübner weiß, dass destruktive Gedanken seine Spieler auf dem Feld behindern können. Deshalb lässt er sie regelmäßig mentale Übungen und Meditation absolvieren, um mehr geistige Klarheit zu entwickeln. Man kann nun natürlich einwenden, dass Meditation hier mal wieder zu einer Erfolgsmethode gemacht wird. Mir hat an dem Beitrag des Deutschlandfunks gefallen, mit welcher Selbstverständlichkeit hier das geistige Potential von Menschen erkannt und gefördert wird.
Achtsamkeitstraining und Meditation Teil des Erfolgs, Deutschlandfunk 5.1.19

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Wie viel Ethik braucht die Informatik? 
Dienstag, 15. Januar 2019 - Bewusstsein, Wissenschaft, Arbeit
Computertechnologien haben heute einen enormen Einfluss auf unser aller Leben. Und im gesellschaftlichen Diskurs wird immer wieder die Frage laut, wie wir diesen technologischen Einfluss ethisch in den Griff bekommen können. In der Realität zeigt sich: Informatiker werden im Berufsalltag zwar häufig mit ethischen Fragen konfrontiert, doch ist Ethik im Zuge ihrer Ausbildung fast nie ein Thema. Diese Erfahrung machte zumindest ein Informatik-Professor an der Universität des Saarlandes, der für ein Projekt angeheuert werden sollte, an dem er Zweifel hatte. Er tat sich an der Uni schließlich mit einem Absolventen zusammen, der neben Informatik auch Philosophie studiert hatte und beide entwickelten ein Seminar "Ethik für Nerds". Das Angebot trifft einen Nerv und ist seitdem an der Hochschule bei Studierenden sehr gefragt. Einzelne Hochschulen erproben bereits Ethikveranstaltungen im Kontext der Informatik. Aber vielleicht sollte es uns mehr zu denken geben, dass, bei aller Regulierung unserer Ausbildungen, Ethik nicht bereits in allen Fachrichtungen zum Standard gehört.
Philosophische Nachhilfe für Nerds, FAZ 4.1.19

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Wenn Frauen mehr verdienen als ihr Mann ... 
Montag, 14. Januar 2019 - Bewusstsein, Lebensart, Psychologie, Studien, Arbeit
... ist es sehr wahrscheinlich, dass sie tiefstapeln. So zumindest die Erkenntnisse einer amerikanischen Studie, die die Gehaltsangaben der Sozialversicherung mit jenen verglich, die durch Umfragen der Volkszählungsbehörde erhoben werden, bei denen der Wahrheitsgehalt der Aussagen nicht überprüft wird. In der Studie wurden die Daten von 100.000 Ehepaaren aus den Jahren 2003 bis 2013 ausgewertet. In 77 Prozent der Paarkonstellationen war der Mann der Hauptverdiener und beide machten bei der Volkszählungsbefragung korrekte Angaben. Bei den übrigen 23 Prozent verdienten die Frauen mehr - und die Angaben zum Einkommen deckten sich nicht mehr mit den Daten der Sozialversicherung. Frauen gaben hier ihr Einkommen um rund 1,5 Prozentpunkte niedriger an, als es tatsächlich war, während die Männer bei ihrem Gehalt rund 2,9 Prozentpunkte drauflegten. Die Wissenschaftler haben eine, wenn auch nicht bewiesene, Deutung für dieses Phänomen. Der Mann als Hauptverdiener ist immer noch die gesellschaftliche Norm, so dass es hier leicht fällt, bei der Wahrheit zu bleiben. Dass Frauen mehr verdienen als ihre Männer, ist, dass zeigen die Zahlen der Studie, immer noch eher selten. Und diese Sonderrolle scheint Paaren unangenehm zu sein, so dass sie die Unterschiede lieber negieren.
Verdienen Frauen mehr als ihre Männer, schummeln beide beim Gehalt, WiWo 4.1.19

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In Sorge vor unsicheren Lebensverhältnissen 
Freitag, 11. Januar 2019 - Lebensart, Studien
Die Deutschen gelten nicht unbedingt als mutiges Völkchen und so wundert es kaum, dass Umfragen immer wieder eine ganze Liste von Dingen zutage fördern, die uns Sorgen bereiten. Eine Umfrage der Beratungsgesellschaft EY mit 1.000 Personen zeigt, was uns akut besonders drückt. 70 Prozent der Deutschen macht die Umweltverschmutzung leichte bis große Sorgen, gefolgt von möglicher Krankheit und und steigenden Energiepreisen (beide 69 Prozent), der Flüchtlingskrise (59 Prozent) und mangelhafter Absicherung im Alter (56 Prozent). Auch eine steigende Steuerbelastung oder der mögliche Verlust des Arbeitsplatzes erzeugen Ängste. Interessant ist, dass es sich bei den meisten Punkten, die der Bevölkerung Sorge bereiten, nicht um typische Schicksalsschläge handelt, die aus heiterem Himmel kommen und unvermeidbar sind. Nein, die wesentlichen Angsttreiber sind alle systemischer Natur und eng verknüpft mit der Art, wie wir Politik und Wirtschaft betreiben. Das sollte uns vielleicht ganz grundlegend nachdenklich stimmen, denn es ist ein Indiz dafür, dass unsere Lebensweise uns nicht mehr wirklich zu tragen scheint. Sorgen sind ein sehr subjektiv wirkendes und empfundenes Gefühl, doch die beschriebenen Punkte sind alles andere als persönlich. Sie gehen uns alle an - und fragen auch danach, wie wir Formen des (Zusammen)Lebens entwickeln können, die uns als gesamte Gesellschaft wirklich tragen.
Das sind die größten Ängste der Deutschen, welt.de 2.1.19


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Das Bisschen Müdigkeit ist doch nicht so schlimm...? 
Donnerstag, 10. Januar 2019 - Bewusstsein, Lebensart, Arbeit, Management
Schlaf ist lebenswichtig, das wissen wir alle. Und doch nehmen wir unser Schlafbedürfnis oft nicht ernst. Da wollen wir abends einfach noch ein bisschen entspannen, am besten vor dem Fernseher, mit einem Glas Wein, denn man gönnt sich ja sonst nichts. Oder wir fühlen uns so von unseren Verpflichtungen getrieben, dass wir der Schlafenszeit immer wieder ein paar Stündchen abzwacken, um noch produktiv zu sein. Ob kurz oder lang unterliegen wir damit jedoch einem Denkfehler, denn der Schlaf ist nicht nur für unsere Gesundheit wichtig. Er bestimmt auch, wie leistungsfähig wir sind. Die Zeit hat einen schönen Bericht veröffentlicht, für den ein Mitarbeiter einen Selbstversuch gemacht hat, bei dem er eine Nacht durchwachte und stündlich seine Reaktionsfähigkeit testete. Das Ergebnis war eindeutig. Wenn die Müdigkeit den Ton angibt, leidet die Performance. Vielleicht sollte man Politiker oder Führungskräfte standardmäßig solchen Tests unterziehen - um deutlich zu machen, dass der Glaube an die eigene Wirksamkeit unter Schlafdefizit ein Trugschluss ist. Für Menschen, die ein ausgeprägtes Schlafbedürfnis haben und sich unter Rechtfertigungsdruck fühlen, ist der Artikel jedenfalls eine gute Argumentationshilfe. Schlafen ist eben so viel mehr als einfach nichts zu tun. Und wach sein so viel mehr als die Augen noch offenhalten zu können ...
Wach, zeit.de 2.1.19


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Die Selbstwirksamkeits-Lücke von Schreibtisch-Jobs 
Mittwoch, 9. Januar 2019 - Studien, Arbeit, Management
Selbstwirksamkeit ist ein wichtiger Faktor, der zur Arbeitszufriedenheit beiträgt. Doch Angestellte mit Schreibtisch-Jobs scheinen hier weniger gute Karten zu haben als beispielsweise Arbeiter. Angestellte weisen eine höhere emotionale Stabilität auf als Arbeiter und bringen mehr Offenheit mit als Arbeiter, beides wesentliche Attribute von Selbstwirksamkeit. Und doch liegt einer Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft zufolge ihre gefühlte Selbstwirksamkeit rund zehn Prozent niedriger als die von Arbeitern. Die Wissenschaftler erklären diese Diskrepanz damit, dass die Tätigkeiten von Arbeitern eine Unmittelbarkeit haben - das Ergebnis des eigenen Wirkens wird zeitnah offensichtlich. Bei den eher geistig orientierten Tätigkeiten von Angestellten lassen deutlich sichtbare Ergebnisse hingegen oft länger auf sich warten, weil der eigene Beitrag komplexere Prozesse anstößt, aber nicht direkt auch das Endergebnis liefert.
Ich schaffe das: Das Prinzip der Selbstwirksamkeit, iw-Kurzbericht 2.1.19

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Demut als Führungsqualität 
Dienstag, 8. Januar 2019 - Bewusstsein, Arbeit, Management
Das Business scheint eine menschliche Qualität wiederzuentdecken, die der modernen, ego-getriebenen Leistungsgesellschaft eigentlich zutiefst fremd ist: die Demut. "Gerade in Zeiten agilen Wandels heißt Führen mehr denn je, das eigene Ego aus dem Spiel zu nehmen, Kontroll- und Machtverlust nicht nur zu akzeptieren, sondern zu wollen, Mitarbeiter konsequent zu entwickeln und in Verantwortung zu bringen, Rahmenbedingungen so zu verändern, dass Arbeiten in agilen Teams überhaupt möglich wird", schreibt die Leadership-Beraterin Anke Houben in einem Kommentar auf der Webseite der Welt. In ihrer Arbeit erlebt sie immer wieder, dass Manager geradezu Angst vor dem Thema Demut haben, weil sie glauben, dann als Softie abgestempelt zu werden und weil für sie nicht nachvollziehbar ist, wie diese eher selbstlose Haltung einen Beitrag zur Produktivität ihrer Arbeit leisten könnte. "Wir sollten Demut als 'Mut zum Dienen' verstehen, als eine Variante von Mut, fern jeder Unterwürfigkeit. Demut und Ambition dürfen kein Widerspruch sein – im Gegenteil: Führungskräfte sind dann am stärksten, wenn Demut im Dienst der Ambition steht", stellt Houben klar. Sie rät Führungskräften, sich einmal zu fragen: "Sind wir selbstbewusst genug, um bescheiden zu sein? Sind wir mutig genug, um zu dienen?" Das klingt schon weit weniger nach wegducken, sondern eher nach einem Schritt nach vorne, der etwas wagt.
Mehr Mut zur Demut in der Führung, welt.de 1.1.19

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