Vom "wu wei" der Chinesen lernen 
Mittwoch, 28. Februar 2007 - Management
Im Gesellschafter-Tagebuch des Online-Projekts der Aktion Mensch findet sich ein interessanter Kommentar von Paul J. Kohtes, Gründer der PR-Agentur Pleon Kohtes Klewes, dazu, wie Manager vom chinesischen Prinzip des "wu wei", des Handelns im Nicht-Handeln, lernen können. Darin sagt Kohtes: "Das einzig Sichere ist der Augenblick. Die Chinesen begegneten dieser existenziellen Unsicherheit schon früh mit der Idee des wu wei, was so viel heißt wie Handeln im Nichthandeln oder, anders ausgedrückt: Ziele konzentriert zu erreichen, ohne sich auszupowern, zu agieren, wenn möglich, und abzuwarten, wenn nötig. Im Westen wird diese Grundidee des Loslassens leicht missverstanden und als Laissez-faire kritisiert. Doch Loslassen bedeutet nicht Nichts-Tun, sondern eher das Richtige zur rechten Zeit."
"Das einzig Sichere ist der Augenblick", 19.2.2007

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Arbeit wird anders - Zukunftskongress 2007 
Dienstag, 27. Februar 2007 - Veranstaltungen
Das Zukunftsinstitut von Trendforscher Matthias Horx veranstaltet am 12. Juni 2007 seinen nunmehr 11. Zukunftskongress. Im Mittelpunkt stehen die Veränderungen der Arbeitswelt, darunter beispielsweise die neuen Erfolgsprinzipien der Ideenwirtschaft, die durch den Aufstieg der so genannten Kreativen Klasse getragen wird, und die Entwicklung der Digitalen Bohème. Weitere Themen sind "Total Gaming - die spielende Gesellschaft", "Business als Bühne - Inszenierungen an der Schnittstelle zum Kunden" und die neuen Work-Life-Milieus. Hightlight der Veranstaltung ist die Verleihung des Zukunftsawards 2007 an Unternehmen, die mit ihren Geschäftsideen meisterhaft Trends umsetzen.
Zukunftskongress 2007

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Hier macht das Arbeiten Spaß 
Montag, 26. Februar 2007 - Studien
Alle Jahre wieder küren das Great Place to Work Institute Deutschland, das Wirtschaftsmagazin Capital und die Initiative Neue Qualität der Arbeit des Bundesarbeitsministeriums die 50 besten Arbeitgeber Deutschlands. In Zeiten, in denen verbissen über Heuschreckenplagen diskutiert wird und Großunternehmen immer noch groß im Entlassen sind, zeigen die Gewinner des Wettbewerbs, dass es auch anders geht. Für die Wahl zum besten Arbeitgeber können sich die Unternehmen selbst bewerben - und werden dann nicht nur von einer Jury im Hinblick auf die Glaubwürdigkeit ihrer Führungskräfte und das Arbeitsklima unter die Lupe genommen, sondern müssen sich auch einer anonymen Mitarbeiterbefragung stellen, bei der gecheckt wird, wie respektvoll der Umgang mit den Mitarbeitern ist und wie fair die Bezahlung, ob der Teamgeist ausgeprägt ist und wie stolz die Mitarbeiter auf "ihre" Firma sind. In der Gesamtwertung hatte in diesem Jahr das IT-Unternehmen Cisco Systems die Nase vorn. Aber auch die nächstplatzierten Consol Software, W.L. Gore & Associates und Ciba Vision wurden mit einer herausragenden 1+ bedacht. Wie auch in den Vorjahren fällt auf, dass auf den vorderen Rängen vor allem kleine und mittelgroße Unternehmen mit bis zu 5.000 Mitarbeitern zu finden sind. Das beste Großunternehmen ist in diesem Jahr SAP auf Rang 13 in der Gesamtwertung.
"Deutschlands beste Arbeitgeber", Capital 14.2.2007

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Trenddossier: CSR und die Märkte von morgen 
Freitag, 23. Februar 2007 - Studien
"Corporate Social Responsibility prägt die Märkte von morgen", so das Zukunftsinstitut in seinem neuen Trenddossiert "Die neue Business-Moral", das ab heute erhältlich ist. Die Kelkheimer Forscher zeigen auf, welche Auswirkungen Moral und Empörung auf Märkte haben und wie Unternehmen Gewinn mit Sinn verbinden können. Hauptthemen des Dossiers sind die CSR-Evolution, Sozial-Kapitalisten und Moral-Marketing. Das Dossier macht deutlich, dass Unternehmen zur Sicherung ihrer Wettbewerbsfähigkeit darauf angewiesen sind, sich mit dem "neuen Moralismus", der die Wirtschaft berührt, auseinanderzusetzen. Die Zukunftsforscher zeigen auf, welche CSR-Maßnahmen es gibt und geben ihren Lesern zehn goldene Regeln für ein erfolgreiches CSR-Management mit auf den Weg.
Trenddossier "Die neue Business-Moral", Zukunftsinstitut

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Zeitmanagement und Chaos-Theorie 
Donnerstag, 22. Februar 2007 - Management
Zeitmanagement steht hoch im Kurs, denn wer immer mehr und immer schneller arbeiten soll oder will, kommt anscheinend um gezielte Selbstorganisation und klare Prioritätensetzungen nicht herum. Das Manager Magazin beispielsweise zeigt seinen Lesern wieder einmal, wie sie "Schritt für Schritt zum Ziel" kommen, indem sie To-Do-Listen erstellen, Tasks ordnen und schön der Reihe nach abarbeiten. Die leise ausgesprochene Warnung, Ziele dürften nicht zum Dogma werden, geht da leicht unter, denn unter dem Strich bleibt das Ziel, das Chaos des täglichen Business in Ordnung zu überführen, unangetastet und nährt die Illusion, irgendwie könne man es schon schaffen, die Dinge wieder in den Griff zu bekommen. Ganz anders sehen das die amerikanischen Autoren Eric Abrahamson und David H. Freedman, die in ihrem Buch "Das perfekte Chaos" ein Loblieb auf die Abkehr von festen Strukturen anstimmen und die Kreativität des Chaos hochhalten. Ihre Sicht der Dinge: "Obwohl es der allgemeinen Überzeugung vollkommen widerspricht, erweisen sich Menschen, Institutionen und Systeme mit einem gewissen Maß an Unordentlichkeit vielfach als widerstandsfähiger, kreativer und ganz allgemein effizienter, als wenn sie streng durchorganisierte Abläufe befolgen." Was ist Ihnen lieber?
"Schritt für Schritt zum Ziel", Manager Magazin 16.2.2007
"Willkommen im Club", ChangeX 13.2.2007

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Arbeit: Immer mehr, immer härter 
Mittwoch, 21. Februar 2007 - Management
Eine "Vertrieblichung der Lebensführung" konstatiert der Professor für Industriesoziologie Günter Voß in einem Interview mit dem Manager Magazin. Wo Mitarbeiter immer mehr zum "Unternehmer ihrer selbst" werden, finde eine Entgrenzung der Arbeit statt. Das Tückische der neuen Freiheiten wie Vertrauensarbeitszeit oder Zeitsouveränität gerät dabei leicht aus dem Blick, denn: "Tatsächlich aber arbeiten wir dadurch wesentlich mehr und härter als zuvor. ... Wir werden nicht mehr von außen unter Druck gesetzt, sondern mehr als bisher auch von uns selbst. Wir beuten uns selbst aus." So wächst eine neue Generation von Extremjobbern heran, deren Produktivität auf den ersten Blick enorm ist. Voß warnt jedoch: "Weil jeder gezwungen ist, sich ständig zu optimieren, laufen wir mittelfristig in ein immenses gesellschaftliches Überforderungsproblem hinein. Viele arbeiten schon an der Belastungsgrenze, oft wird riskant und zu oberflächlich gearbeitet, weil ein Projekt dringend fertig werden muss. Da geht schnell etwas schief; Qualität und Professionalität bleiben zunehmend auf der Strecke."
"Arbeit hat Eventcharakter", Manager Magazin 14.2.2007

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Forum EnviComm zu CSR und Nachhaltigkeit 
Dienstag, 20. Februar 2007 - Veranstaltungen
Am 24. und 25. April 2007 findet in Stuttgart das 3. Forum EnviComm statt, eine Veranstaltung zu den Themen Umweltschutz, Nachhaltigkeit und Corporate Social Responsibility. Zielgruppe sind Entscheider und Kommunikatoren in Unternehmen. Auf der Agenda stehen zahlreiche Vorträge über den Kontext von CSR und Medienberichterstattung. Außerdem werden verschiedene Unternehmen, darunter Kraft Foods, Adidas, RWE, Linde und Lufthansa, ihre bisherigen Ansätze in Sachen CSR und Nachhaltigkeit vorstellen. Das Forum EnviComm wurde 2005 gegründet und hat seitdem ein Netzwerk geschaffen, das Meinungsführer von Medien, Politik und NGOs mit den Kommunikations- und Umsetzungsverantwortlichen deutscher Unternehmen zusammenbringt.
Forum EnviComm

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Konfliktkultur - in Unternehmen häufig Fehlanzeige 
Montag, 19. Februar 2007 - Management
Führungskultur, Vertrauenskultur, Verantwortungskultur, Markenkultur - das Thema Kultur ist in Unternehmen aktueller denn je, doch wenn es um eine Konfliktkultur geht, herrscht in den meisten Unternehmen Fehlanzeige, so der Unternehmensberater Dr. Wolfgang Saaman. Der Grund liegt seiner Meinung nach darin, dass die Bereitschaft, Konflikte im Unternehmen zu leben, großen Mut voraussetzt: "Da sitzen die Vorstände plötzlich auf derselben splittrigen Holzbank wie der Mittelbau, wenn es darum geht, Risiko zu wagen. Das Risiko zum Beispiel, dass eine explizit gewollte und eingepflegte Konfliktkultur Themen ans Licht befördern könnte, die eine gerade strahlenförmig eingeschlagene Strategie zu durchkreuzen drohen." Saaman rät Unternehme dazu, die positiven Aspekte von Konflikten, nämlich eine wachsende Widerstandsfähigkeit bei weniger Ballast, mehr ins Visier zu nehmen. Seiner Meinung nach kann eine Unternehmenskultur nicht mit Leitbildern und niedergeschriebenen Werten verordnet werden, sondern muss sich entwickeln - in Prozessen, zu denen Konflikte dazu gehören.
Saaman-Rundbrief

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