Bio-Boom auch in den Vereinigten Staaten 
Freitag, 8. Februar 2008 - sonstiges
Eine Studie des amerikanischen Marktforschungsunternehmens Iri zeigt, dass die Vereinigten Staaten inzwischen auch vom Bio-Boom ergriffen sind. Die Befragung von 22.000 US-Konsumenten bringt zutage, dass fast die Hälfte der Verbraucher beim Kauf einer Marke auf Kriterien der Nachhaltigkeit achtet. Zu diesen zählen eine biologische Herstellung von Produkten, eine umweltschonende Verpackung, umweltschonendes Produkt und ob der Hersteller fair mit Angestellten und Lieferanten umgeht. 20 Prozent der Befragten sehen sogar in all diesen Kriterien eine relevante Entscheidungsgröße. Die Konsumgüterhersteller reagieren auf diese Anforderungen bereits. So haben laut Iri 85 Prozent der führenden US-Konsumgüterhersteller ein Nachhaltigkeitsprogramm.
"Amerikaner stehen auf Bio", HB 15.1.2008


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Hess Natur erhält Public Eye Positive Award 
Donnerstag, 7. Februar 2008 - Success Stories
Im Rahmen einer Begleitveranstaltung zum Weltwirtschaftsforum in Davos vergaben die Erklärung von Bern und Pro Natura den Public Eye Award. Neben so genannten “Anti-Oscars” für Unternehmen, denen unethisches Verhalten vorgeworfen wird, zeichnen die Veranstalter auch Unternehmen aus, die ihrer Verantwortung gerecht werden. In diesem Jahr ging der “Public Eye Positive Award” an den Bekleidungshersteller Hess Natur. Das Unternehmen wurde für seine Zusammenarbeit mit der Schweizer Entwicklungsorganisation Helvetas ausgezeichnet. Mit diesem Engagement fördert Hess Natur den kontrolliert biologischen Anbau von Baumwolle im westafrikanischen Burkina Faso. Die Projektarbeit umfasst die gesamte Wertschöpfungskette und unterstützt neben der wirtschaftlichen Entwicklung der Bevölkerung auch Gesundheits- und Ausbildungsprojekte, darunter auch eine Alphabetisierungskampagne. Die Bio-Baumwolle, aus der später Hess Natur-Textilien entstehen, wird auf über 2000 Hektar Land in verschiedenen Anbaugebieten angepflanzt. Knapp 400 Tonnen der wertvollen Naturfasern konnten im letzten Jahr von mehr als 2000 beteiligten Bäuerinnen und Bauern bereits geerntet werden. Jeder Bauer darf bis zu 50 Prozent seiner Felder mit Bio-Baumwolle bestellen, auf dem restlichen Ackerboden werden Obst, Gemüse, Erdnüsse und Ähnliches angebaut. Auf die Art und Weise haben die Familien im Fall einer schlechten Baumwollernte ein zweites Standbein, das ihre Existenz sichert. Das Saatgut wird vorfinanziert, die Kosten für die notwendige Zertifizierung der Baumwolle übernommen. Neben dem Bio-Anbau stellt der faire Handel ein wichtiges Element des Projektes dar. So erhalten die Baumwoll-Erzeuger ergänzend zu der Bio-Prämie von Hess Natur auch einen Fair Trade-Zuschlag. Zusammengenommen erzielen sie somit einen Baumwollpreis, der 40 Prozent über dem westafrikanischen Basispreis für konventionelle Baumwolle liegt. Projekte wie dieses tragen dazu bei, dass Hess Natur 100 Prozent seines Sortiments aus reiner Baumwolle mit Rohstoffen aus biologischem Anbau produzieren kann.
Meldung auf CSR-News


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Arbeitsweltmonitor: Krankheit untergräbt Produktivität 
Mittwoch, 6. Februar 2008 - Studien
Unternehmen wiegen sich in falscher Sicherheit, wenn sie glauben, dass ihre Mitarbeiter besonders gesund sind, nur weil die krankheitsbedingten Fehlzeiten seit Jahren rückläufig sind. Die verdeckte Krankheitsrate, die entsteht, weil immer mehr Mitarbeiter auch krank zur Arbeit gehen, führt nämlich zu deutlichen Produktivitätseinbußen. Der Arbeitsweltmonitor der Universität des Saarlandes zeigt, dass 83 Prozent der Mitarbeiter, die auch krank zur Arbeit gehen, dies aus Pflichtgefühl tun. 72 Prozent treibt die Rücksicht auf Kollegen an und 25 Prozent denken, dass der Laden ohne sie nicht läuft. Nur jeder zehnte Mitarbeiter lässt sich aus Angst vor einem Verlust des Arbeitsplatzes vom krank Sein abhalten. Die Folge: 73 Prozent der krank Arbeitenden klagen über Konzentrationsschwächen, 48 Prozent bemerken bei sich eine erhöhte Fehleranfälligkeit und 76 Prozent sehen eine sinkende Produktivität als Folge ihres krank Seins. 56 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass das unternehmensinterne Gesundheitssystem sie nicht dazu anhalte, im Krankheitsfalle der Arbeit fern zu bleiben. Dies ist nur bei 14 Prozent der Befragten der Fall.
Arbeitsweltmonitor


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Aufbruchstimmung: "I love what I do" 
Dienstag, 5. Februar 2008 - Arbeit
Jammern war gestern, heute ist Aufbruchstimmung angesagt. Die beiden Kommunikationsberaterinnen Patricia Elfert und Nadja Merl-Stephan wollen mit ihrem Projekt "I love what I do" dem Aufschwung ein Gesicht geben. Auf der Webseite zum Projekt haben alle Interessierten die Gelegenheit, in wenigen Zeilen festzuhalten, warum sie das, was sie tun, lieben. Das ist nicht nur inspirierend, sondern kommt auch einem guten Zweck zugute, denn für jede Story zahlen die am Projekt beteiligten Sponsoren zwei Euro an eine gemeinnützige Stiftung, die Kindern in Not hilft. "Der Aufschwung ist da - und macht Mut. Aber was und vor allem wer ist der Aufschwung? Oder besser wer 'macht' den Aufschwung? Zahlen, Daten, Statistiken dokumentieren ihn, aber wer steckt dahinter? Vor allem die Menschen! Jede/r einzelne leistet einen Beitrag. Wird dies gesehen? Für mehr Aufschwung ist mehr Engagement erforderlich. Und Engagement entsteht aus Überzeugung und vor allem aus eigenem Antrieb - eines jeden Einzelnen", so das Credo der Initiatorinnen. Da kann man nur sagen: mitmachen!
I love what I do


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Manager-Schelte auf neuem Höchststand 
Montag, 4. Februar 2008 - Studien
Die Kritik an deutschen Führungskräften erreicht einen neuen Höchststand, so das Ergebnis einer inhaltsanalytischen Untersuchung der Universität Hohenheim. Die Kommunikationswissenschaftler untersuchten die Reputation der DAX 30-Unternehmen und ihrer Manager über einen Zeitraum von fünf Jahren und bezogen dabei die wichtigsten Wirtschaftsmedien aus Print und Funk in ihre Auswertung ein. Die Tendenz: Die Berichterstattung über das Führungspersonal wächst stetig. Während im Jahr 2002 noch 81,6 Prozent der Medienberichte sich allgemein auf die Unternehmen bezogen und nur 9,9 Prozent sich um die CEOs direkt bzw. 8,4 Prozent um andere Vorstandsmitglieder drehten, hat sich diese Gewichtung bis 2007 deutlich verschoben. Im vergangenen Jahr hatten bereits 14 Prozent der Berichte den CEO als Aufhänger und 18,7 Prozent den erweiterten Vorstand. Nur noch 67,3 Prozent der Berichterstattung bezogen sich allgemein auf die Unternehmen. Eng verbunden mit der stärkeren Präsenz der Führungsmitglieder in den Medien ist auch deren kritische Darstellung. Die Negativ-Schlagzeilen erreichten 2007 einen neuen Höchststand. Während zu Beginn der Untersuchung die Zahl der negativen Berichte noch 1,95 Prozentpunkte über der der positiven Berichte lag, fiel der Wert bis 2007 auf minus 9,37 Prozentpunkte. Die Wissenschaftler stellten fest, dass die Reputation des Gesamtunternehmens eng mit der Wahrnehmung der CEOs verbunden ist. Äußern sich die Medien schlecht über die Chefs, kommt auch das Unternehmen nicht gut weg und umgekehrt. "Der Absturz, der auch früher schon mal als 'Nieten in Nadelstreifen' bezeichneten Spitzenmanagern ist teilweise hausgemacht", meint Prof. Dr. Brettschneider. Kräftige Gehaltserhöhungen für den Vorstand in Zeiten von Stellenabbau und Umstrukturierungen – wie beispielsweise bei Siemens 2006 – führten zwangsläufig zu Negativ-Schlagzeilen und schafften nach Ansicht des Kommunikationswissenschaftlers keine Sympathiepunkte.
Pressemitteilung Universität Hohenheim
Auswertung der Studie

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Manager der Zukunft - Widersprüche garantiert 
Freitag, 1. Februar 2008 - Studien
Die Financial Times Deutschland berichtet in einem Artikel über verschiedene Studien, die untersuchen, welche Fähigkeiten Führungskräfte mitbringen müssen, um für die Zukunft gerüstet zu sein. Forscher der niederländischen Business School RSM Erasmus Universität kommen zu dem Schluss, dass vor allem Merkmale wie Ethik, Vielfalt, multikulturelle Erfahrung, Hightech-Versiertheit, Anpassungsfähigkeit und der Faktor X, also das gewisse Etwas, künftig für Manager von besonderer Bedeutung sind. Die Wissenschaftler der Graduate School of Business der Universität Chicago merken dagegen an, dass bei Stellenbesetzungen nach wie vor im Einstellungsverfahren selbst vor allem eher ein gewisses Maß an Aggressivität und Abgebrühtheit zählten. Weiche Faktoren spielen in diesem Stadium hingegen eine untergeordnete Rolle. Betrachtet man diesen offensichtlichen Widerspruch wird augenscheinlich, warum sich viele Firmen zwar um ein ethisches Auftreten am Markt bemühen, damit aber nur bedingt erfolgreich sind.
"Was den Manager der Zukunft ausmacht", FTD 20.1.2008


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Jeder zehnte Manager in Angst vor Jobverlust 
Donnerstag, 31. Januar 2008 - Studien
Die aktuellen Turbulenzen an den Weltmärkten erschüttern auch die Führungsetagen. So hat laut einer Umfrage des Personaldienstleisters Placement24 gegenwärtig jeder zehnte Manager Angst, aufgrund der jüngsten Entwicklungen seinen Job möglicherweise zu verlieren. Zwölf Prozent der Befragten gehen davon aus, dass fallende Börsenkurse und die Bankenkrise ihren Arbeitsplatz direkt oder indirekt gefährden. Personalberater sehen die Situation dagegen deutlich entspannter. 81 Prozent von ihnen bewerten aufgrund ihrer Auftragslage die gegenwärtige Situation als gut bis sehr gut und sehen lediglich im Bereich der Finanzdienstleister möglicherweise weniger Personalbedarf. Für die Umfrage wurden 725 Führungskräfte sowie 125 Headhunter und Personalberater befragt.
"10 Prozent fürchten um ihren Job", Manager Magazin 24.1.2008


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Glück finden die Deutschen im Privaten 
Mittwoch, 30. Januar 2008 - Studien
Die Deutschen sind zum großen Teil glückliche Menschen, so das Ergebnis einer Studie der Bertelsmann-Stiftung, die vom Meinungsforschungsinstitut Emnid realisiert wurde. 57 Prozent der Befragten bezeichnen sich als glücklich, während nur eine Minderheit von fünf Prozent sich als deutlich unglücklich betrachtet. Hauptanlass für Glücksgefühle sind die eigene Gesundheit und die der Angehörigen (87 Prozent), ein intaktes Elternhaus mit Liebe und Geborgenheit (74 Prozent) und die Fähigkeit, sich über die kleinen Dinge des Lebens freuen zu können (69 Prozent). Für 56 Prozent der Befragten entsteht Glück auch, wenn sie Gutes tun und anderen Menschen helfen. Der Bereich der Arbeitswelt hingegen scheint für das Glücksempfinden der Deutschen eher von peripherer Bedeutung zu sein. Für 56 Prozent der Befragten bedeutet Glück, einen Arbeitsplatz zu haben, und für 31 Prozent, sich keine Sorgen über Geld machen zu müssen. 42 Prozent sind glücklich, wenn sie sich über Erfolg und ihre Leistungen freuen können. Für 47 Prozent wird die Anerkennung ihrer Leistungen bei der Arbeit zur Glücksquelle. Auch etwas Neues zu lernen, ist für 40 Prozent der Studienteilnehmer ein Anlass für Glück, sich neue Qualifikationen durch gezielten Unterricht oder Kurse zu erwerben, hingegen nur für 18 Prozent.
Glücksstudie der Bertelsmann-Stiftung


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