Gehalt ist für Deutsche kein Motivationsfaktor 
Dienstag, 19. Februar 2008 - Studien
Was Mitarbeiter zum Engagement antreibt, ist von Land zu Land sehr unterschiedlich. Dies zeigt der weltweite Vergleich von Motivationsfaktoren durch die Unternehmensberatung Mercer. Chinesen wollen zwar bei der Arbeit auch Respekt erfahren, aber ihre Hauptmotivatoren drehen sich ums Geld, nämlich um das Grundgehalt, betriebliche Zusatzleistungen und Bonuszahlungen. Mit Geld allein kann man die Deutschen hingegen wenig locken. Ihnen ist es am Wichtigsten, dass sie mit angenehmen Kollegen zusammen arbeiten, gefolgt von Respekt, der Art der Arbeit und schließlich den Zusatzleistungen. Die Franzosen werden in der Umfrage der ihnen zugeschriebenen Laisser-faire-Haltung wieder einmal gerecht, denn bei ihnen schafft es die Work-Life-Balance knapp hinter der Art der Arbeit und mit gleicher Priorität wie der Respekt auf den zweiten Rang. Der Wunsch nach einem guten Grundgehalt folgt auf Rang vier. Im weltweiten Vergleich am Wichtigsten ist den Japanern ihr Grundgehalt, danach kommen Work-Life-Balance, die Art der Arbeit und die Menschen, mit denen sie zusammen arbeiten. Auf der Motivationsskala der Amerikaner steht der Respekt ganz oben, gefolgt vom Grundgehalt, der Art der Arbeit und der Work-Life-Balance.
Mercer-Studie


[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Aus Risiken Chancen machen 
Montag, 18. Februar 2008 - Management
Viele Unternehmen geraten in Schwierigkeiten, weil sie zu lange an einem einmal eingeschlagenen Kurs festhalten und darüber die sich wandelnden Herausforderungen, denen sie ausgesetzt sind, übersehen. Adrian J. Slywotzky, Director der Unternehmensberatung Oliver Wyman, beschreibt in einem Beitrag für die Frankfurter Allgemeine Zeitung, wie sich dieses Risiko minimieren lässt. Sein Ratschlag für Unternehmer, die in Bedrängnis geraten: sich neue Geschäftsfelder eröffnen, auf Felder ausweichen, in denen die Konkurrenz nicht so groß ist und im regelmäßigen Austausch mit den Kunden herausfinden, was diese brauchen. Im Kern plädiert Slywotzky für nichts anderes als für ein Risiko-Management, das sich nicht nur mit wenigen großen und eher statischen Risiken beschäftigt, sondern das regelmäßig seinen Fokus aktualisiert. Im Kern, das zeigt sein Beitrag, sind Unternehmen permanent der Gefahr des Scheiterns ausgesetzt. So zeigt er am Beispiel der Ratings von Standard & Poor's auf, wie schnell sich die Situation von Firmen tatsächlich verändert. Besaßen von den von S&P bewerteten Unternehmen 1985 noch zu 31 Prozent ein A-Rating, waren es 2004 nur noch 14 Prozent. Dagegen stieg die Zahl der C-Ratings in diesem Zeitraum von zwölf auf 30 Prozent. Einen wichtigen Treffer zu landen, bedeutet also nicht, über Jahre hinweg erfolgreich zu bleiben. Das einzige Erfolgsrezept, dass anscheinend Gültigkeit hat, ist es, sich immer wieder mit dem Markt und den Konkurrenten zu bewegen und zu versuchen, die eigenen Angebote zu optimieren - oder im Falle eines Scheiterns neue zu entwickeln.
"Gefahren erkennen und umschiffen", FAZ 11.2.2008


[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Mittelstand hat CSR auf dem Radar 
Freitag, 15. Februar 2008 - Studien
Eine CSR-Studie der Unternehmensberatung Ernst & Young zeigt: Der Mittelstand hat das Thema unternehmerische Verantwortung längst auf dem Radar. So halten nur sieben Prozent der 500 befragten mittelständischen Unternehmen CSR für unwichtig bzw. vollkommen unwichtig. 22 Prozent betrachten das Thema dagegen als sehr wichtig, 43 Prozent als wichtig. 42 Prozent der befragten Firmen gehen davon aus, dass sie einen hohen oder sogar sehr hohen Beitrag zu einer ökologischen, sozialen und ökonomischen Gestaltung von Wirtschaft und Gesellschaft leisten können. Ihre besondere Verpflichtung sehen die Befragten vor allem gegenüber den Kunden (87 Prozent), gegenüber den Mitarbeitern (85 Prozent) und schließlich den Lieferanten (44 Prozent). Die Banken dagegen erscheinen nur mit 24 Prozent. Bei der Mitarbeiterförderung, die über die gesetzlich bestimmten Rahmenbedingungen hinaus gehen, setzen die Firmen vor allem auf Weiterbildung (87 Prozent), Ausbildungsmaßnahmen (80 Prozent) und Sozialleistungen (75 Prozent). Beim ökologischen Engagement stehen Recycling (77 Prozent), Energieeffizienz (74 Prozent) und Zertifizierung (56 Prozent) an vorderster Stelle.
Studie Verantwortung und Entrepreneurship


[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Nachhaltigkeit ist gut für die Performance 
Donnerstag, 14. Februar 2008 - Studien
Eine Studie der WHU Otto Beisheim School of Management aus Vallendar am Rhein zeigt: Unternehmen, die sich sehr um Nachhaltigkeit bemühen, zählen zu den High-Performern. Die Hochschule untersuchte 200 Großunternehmen und befragte die Führungskräfte zu den sieben Kriterien Emissionsvermeidung, umweltfreundliche Produktionstechnik, umweltbewusster Einsatz von Rohstoffen und Vorprodukten, Arbeitssicherheit, Förderung der Mitarbeiter, Unterstützung von Gemeinden am Standort und verantwortliches Lieferantenmanagement. Das Drittel der Unternehmen mit den höchsten Umsatzrenditen wie in der Studie auch das höchste Engagement in allen genannten Nachhaltigkeitsgebieten auf.
"Öko macht sich bezahlt", HB 5.2.2008


[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Emotionen halten Beziehungen zusammen - auch im Business 
Mittwoch, 13. Februar 2008 - Arbeit
Der Harvard Business Manager bringt in seiner Februar-Ausgabe ein Interview mit dem angesehenen US-Paarpsychologen John M. Gottman über das "Geheimnis erfolgreicher Beziehungen". Einige von Gottmans aus der Paarpsychologie gewonnene Erkenntnisse lassen sich dabei auch hervorragend auf die Arbeitswelt übertragen. "Wir brauchen Humor, Zuneigung, Spieltrieb, Albernheit, Forschungsdran, Abenteuer ...", sagt der Psychologe und rät beispielsweise im Arbeitsumfeld dazu, mit Kollegen oder Vorgesetzten auch auf der mitmenschlichen Ebene Kontakt herzustellen. "Wenn die Beschäftigten eines Unternehmens nicht auch die mitmenschliche Ebene sehen, wird kein soziales Gefüge entstehen", so Gottman. Kontraproduktiv dagegen seien "Kritik, ständige Abwehrhaltung, Ausweichtaktiken und Geringschätzung", in den Augen des Psychologen alles sichere Vorboten für eine Trennung oder eine anhaltende Misere.
"Das Geheimnis erfolgreicher Beziehungen", Harvard Business Manager 8.2.2008


[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Manager sollten zweifeln dürfen 
Dienstag, 12. Februar 2008 - Management
Auch Top-Manager haben nicht auf jede Herausforderung des Tagesgeschäfts sofort eine Antwort parat, und genau dieses allzu menschliche Nicht-alles-wissen-können sollten sie als völlig legitim akzeptieren, so das Fazit eines Impulstages des Kongresses Christlicher Führungskräfte, der kürzlich in Düsseldorf stattfand. Es gebe im Führungsalltag oft verzwickte Situationen, die sich weder mit einfachen Weisheiten noch mit dem Rückgriff auf christliche Werte unmittelbar lösen ließen, so Michael J. Inacker, stellvertretender Chefredakteur der Wirtschaftswoche. Der Blick in die Bibel zeige, dass selbst die biblischen Personen mit "Führungsverantwortung" immer auch dem Zweifel und der Angst Raum gaben, lautete ein Hinweis von Pfarrer Matthias Schreiber. Schreiber riet dazu, Führungsaufgaben in der Verantwortung vor Gott zu erfüllen: "Christen führen als Geführte, sonst verführen sie." Inacker wiederum sieht einen fairen und offenen Umgang mit Mitarbeitern als wichtiges Kennzeichen eines christlich geprägten Führungsstils.
"Einfach gestrickte Managementweisheiten helfen oft nicht weiter", CIW 29.1.2008


[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Erfolge von Meditation lassen sich messen 
Montag, 11. Februar 2008 - Wissenschaft
Die Wochenzeitung Die Zeit zeigt in einem Bericht über den Wissenschaftler Ulrich Ott, wie regelmäßige Meditation das Gehirn beeinflusst und dadurch dessen Architektur verändert. Der Mitarbeiter des Bender Institute of Neuroimaging an der Universität Gießen erforscht dort seit sieben Jahren die Wirkung von Meditation auf das Gehirn. Die Fokussierung des Bewusstseins beim Meditieren, die Konzentration auf den Moment ist laut der Zeit "Bodybuilding fürs Gehirn", denn auf diese Weise entstehen in den Hirnarealen für Aufmerksamkeit und Sinnesverarbeitung mehr neuronale Verschaltungen. Mehr als 20 wissenschaftliche Studien mit insgesamt 1.600 Patienten zeigen bereits, dass Meditation bei Stressleiden und Depressionen hilft, positive Effekte auf das Immunsystem hat und auch bei chronischen Schmerzen helfen kann. Otts Arbeit ist dabei alles andere als mystisch, denn der Wissenschaftler misst im Kernspintomograf, was sich im Gehirn abspielt. Messungen bei buddhistischen Mönchen zeigten bereits, dass bei langjährig Meditierenden die Gammawellen, die ein Indiz für kognitive Höchstleistungen sind, besonders ausgeprägt sind.
"Kernspin im Nirwana", Die Zeit 31.1.2008


[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Bio-Boom auch in den Vereinigten Staaten 
Freitag, 8. Februar 2008 - sonstiges
Eine Studie des amerikanischen Marktforschungsunternehmens Iri zeigt, dass die Vereinigten Staaten inzwischen auch vom Bio-Boom ergriffen sind. Die Befragung von 22.000 US-Konsumenten bringt zutage, dass fast die Hälfte der Verbraucher beim Kauf einer Marke auf Kriterien der Nachhaltigkeit achtet. Zu diesen zählen eine biologische Herstellung von Produkten, eine umweltschonende Verpackung, umweltschonendes Produkt und ob der Hersteller fair mit Angestellten und Lieferanten umgeht. 20 Prozent der Befragten sehen sogar in all diesen Kriterien eine relevante Entscheidungsgröße. Die Konsumgüterhersteller reagieren auf diese Anforderungen bereits. So haben laut Iri 85 Prozent der führenden US-Konsumgüterhersteller ein Nachhaltigkeitsprogramm.
"Amerikaner stehen auf Bio", HB 15.1.2008


[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink

Zurück Weiter