Nur ein Drittel der Bevölkerung vertraut Banken 
Freitag, 15. Februar 2013 - Studien
Die Finanzkrise hat das Vertrauen in die Bankenbranche nachhaltig erschüttert - nur noch 29 Prozent der Deutschen setzen in sie Vertrauen, so das Ergebnis des Global Trust Report, für den 28.000 Verbraucherinterviews in 25 Ländern durchgeführt wurden. Die vertrauenswürdigsten Branchen in Deutschland sind das Handwerk (87 Prozent), Unterhaltungselektronik- und Haushaltsgerätehersteller (78 Prozent), die Autoindustrie (71 Prozent) sowie Fluggesellschaften und der Handel (je 69 Prozent). Bei der Betrachtung von Institutionen verzeichnen die Politik (16 Prozent) und große Unternehmen/internationale Konzerne (26 Prozent) Tiefstwerte, während die Polizei (81 Prozent), die Justiz (65 Prozent) und Nichtregierungsorganisationen (59 Prozent) recht großes Vertrauen genießen.
Deutsche misstrauen Bankern - und lieben die Polizei, Spiegel online 6.2.13


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Krank arbeiten birgt Risiken 
Donnerstag, 14. Februar 2013 - Studien
57 Prozent der Arbeitenden schleppen sich notfalls auch krank zur Arbeit, so das Ergebnis einer Erhebung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin und des Bundesinstituts für Berufsbildung unter 20.000 Beschäftigten. Im Schnitt werden so 11,5 Krankheitstage am Arbeitsplatz verbracht - gegenüber 17,4 Tage, die die Kranken nach eigenen Angaben zu Hause bleiben. Vor allem Menschen mit hohem Leistungs-, Termin- und Zeitdruck zieht es auch krank zur Arbeit. Fehlende Vertretungsmöglichkeiten oder die Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes tun ihr übriges. Mediziner warnen bereits, dass dieser Präsentismus trotz Krankheit nicht nur die Leistungsfähigkeit der Arbeitenden mindert und ihre Produktivität schwächt, sondern auch die Gefahr von Langzeitarbeitsunfähigkeit erhöhe.
Jeder Zweite schleppt sich krank zur Arbeit, Zeit online 5.2.13


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Personalerinnen sortieren schöne Frauen aus 
Mittwoch, 13. Februar 2013 - Studien
Eine Studie der israelischen Ben-Gurion-Universität wirft einen Blick auf das Thema Frauendiskriminierung bei der Bewerberauswahl. Im Rahmen des Forschungsprojekts wurden auf 2.500 Stellenanzeigen Bewerbungen geschickt. Die inhaltlich gleichen Unterlagen wurden mit dem Foto von als attraktiv oder durchschnittlich bewerteten Männern und Frauen eingereicht oder ohne Foto. Die attraktiven Männer erhielten etwa doppelt so viele Zusagen für Vorstellungsgespräche wie die durchschnittlichen. Bei den Frauen zeigte sich hingegen die umgekehrte Tendenz - die unscheinbaren Bewerberinnen wurden weit häufiger eingeladen. Die Forscher erklären sich das Ergebnis mit weiblicher Eifersucht, denn 93 Prozent der Bewerbungen wurden von Frauen bearbeitet - die möglicherweise keine hübsche Konkurrenz neben sich dulden.
Werden schöne Frauen diskriminiert? WiWo 5.2.13


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Lebenserwartung hängt vom Lebensstil ab 
Dienstag, 12. Februar 2013 - Wissenschaft
Männer haben es nicht leicht - sie verschleißen sich im Job eher als Frauen und bezahlen dies mit einer um rund fünf Jahre kürzeren Lebenserwartung. Eine erste Tagung zum Thema Männergesundheit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hat jetzt die Ursachen für diesen Gender-Gap ins Visier genommen. Dabei tritt zutage, dass die Lebenserwartung anscheinend mehr mit dem Lebensstil als mit der unterschiedlichen genetischen Ausstattung von Männern und Frauen zu tun hat. Die typisch männliche Risikokultur mit einer bereits früh antrainierten Wettbewerbshaltung scheint Männer stärker zu verschleißen als Frauen. Leben beide Geschlechter im Kloster, wo sie ähnliche Lebensstile pflegen, nähert sich die Lebenserwartung wieder einander an. Gleichzeitig wirkt sich auch die soziale Schicht und das dazugehörige Arbeitsumfeld auf die Lebenserwartung aus. Menschen, die ihr Leben lang weniger als 60 Prozent des Durchschnittseinkommens verdienen, sterben statistisch gesehen um das 70. Lebensjahr, während gut Situierte statistisch beste Chancen haben, das 80. Lebensjahr zu überschreiten.
"Harte Männer" mit kranken Herzen, taz 3.2.13


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Wie Spitzensportler fürs Business taugen 
Montag, 11. Februar 2013 - Studien
Sie sind überdurchschnittlich engagiert und bringen Disziplin und mentale Stärke mit - diese Persönlichkeitsmerkmale von Spitzensportlern scheinen perfekt ins Business zu passen. Ja, aber ... - würde Prof. Sascha L. Schmidt von der EBS Universität in Wiesbaden antworten, der in einer Studie mehr als 1.000 Top-Athleten darauf abklopfte, wo sie im Arbeitsleben ihren Platz finden könnten. Eine Kehrseite der hohe Disziplin ist beispielsweise ein ausgeprägtes Sicherheitsbedürfnis, das durch die meist festen Strukturen im Spitzensport befriedigt werde, aber im Business eher nicht. Schmidt hat vier Typen von Sportlern ausgemacht, die im Geschäftsleben ganz unterschiedliche Rollen besetzen könnten. 27 Prozent der Befragten seiner Studie sind Einzelkämpfer mit hoher Disziplin aber eher weniger Kooperationsgeist. 16 Prozent sind Kämpfer-Typen, die noch engagierter sind, aber auch hochgradig dominant. 28 Prozent bezeichnet der Wissenschaftler als Teamplayer - sie sind wenig dominant und sehr kooperativ. Sogar 29 Prozent sind in den Augen des Forschers "Meister aller Klassen" - fachliche Überflieger, die auch im Zwischenmenschlichen anschlussfähig sind. Für Unternehmen seien letztlich alle vier Typen sehr vielversprechend - wenn es gelinge, sie auf Stellen zu positionieren, an denen sie ihre besten Fähigkeiten voll ausleben können.
Warum Spitzensportler auch im Beruf top sind, SZ 3.2.13


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Lebensqualität mit neuen Indikatoren erfassen 
Freitag, 8. Februar 2013 - Wissenschaft
Die Enquete-Kommission des Bundestags zum Thema "Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität" hat ein Konzept vorgelegt, wie diese zentralen Parameter künftig besser erfasst werden können, denn bisher ist vor allem das Bruttoinlandsprodukt die zentrale Messgröße zur Verfasstheit des Landes. Künftig sollen Daten nicht nur zu materiellem Wohlstand erfasst werden, sondern auch zu sozialen Aspekten und Teilhabe sowie Ökologie. Insgesamt geht es um zehn Indikatoren, die Einkommensverteilung, Staatsschulden, Beschäftigung, Bildung, Gesundheit, Teilhabe am demokratischen Prozess, nationale Treibhausgase, Stickstoffüberschuss und Artenvielfalt mit betrachten sollen.
Geld kann nicht alles sein, taz 29.1.13


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Für und Wider eines Anti-Stress-Gesetzes 
Donnerstag, 7. Februar 2013 - Arbeit
Aufgrund der immer stärker zunehmenden psychischen Erkrankungen in der Arbeitswelt und ständig steigender Stresswerte diskutiert die Bundesregierung gegenwärtig über die Einführung einer Anti-Stress-Gesetzgebung. Auf Zeit online hat die Redaktion dazu eine interessante Pro-Contra-Diskussion initiiert. Für mehr gesetzliche Regulierung spreche die Tatsache, dass viele Berufsgruppen kaum eigenständige Spielräume hätten, um über Arbeitsdichte, Zeitdruck und Prioritäten eigenständig zu entscheiden. Hinzu komme, dass die bestehenden Regelungen zum Arbeitsschutz das Thema psychische Belastung bisher nicht erfassen. Auch mit einem Verweis auf die Eigenverantwortung der Arbeitnehmer sei es nicht getan, da damit die Fürsorgepflicht des Arbeitgebers auf die Mitarbeiter abgewälzt werde. Der Contra-Beitrag führt hingegen an, dass für viele Berufe die Arbeits- und Erholungsphasen bereits definiert seien und es damit an den Beschäftigten selbst sei, notfalls mit Hilfe von Betriebsrat oder Gewerkschaft, auf die Einhaltung dieser Regelungen zu pochen. Der Beitrag hebt die Notwendigkeit hervor, dass Unternehmen mündige Mitarbeiter brauchen, die selbst nach Bedarf Entscheidungen treffen - was voraussetze, dass man ihnen zugestehe, ihre Zeit so frei wie möglich einzuteilen.
Brauchen wir ein Anti-Stress-Gesetz? Zeit online 29.1.13


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Komplette Überforderung - jeder fünfte Arbeitnehmer betroffen 
Mittwoch, 6. Februar 2013 - Studien
Die gute Nachricht zuerst: 80 Prozent der deutschen Arbeitnehmer freuen sich über ein gutes Betriebsklima und Unterstützung durch die Kollegen, 75 Prozent fühlen sich ihren Aufgaben im Hinblick auf Anforderungen und Zeitbudget gewachsen. So die Ergebnisse des Stressreport 2012, der von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin erhoben wurde. Doch es gibt auch eine Kehrseite: 43 Prozent geben an, dass ihr Arbeitsstress in den vergangenen zwei Jahren zugenommen habe. 52 Prozent führen Termindruck an, 60 Prozent beklagen, dass sie verschiedene Aufgaben gleichzeitig erledigen sollen, und 44 Prozent fühlen sich durch die ständige Unterbrechung via Telefon und E-Mail genervt. Jeder Dritte absolviert eine Arbeitswoche mit mehr als 40 Stunden, jeder Vierte sagt, dass er keine Pausen bei der Arbeit machen können. Und jeder Fünfte (19 Prozent) fühlt sich sogar komplett überfordert. Diese Belastungssituationen haben handfeste wirtschaftliche Folgen. Mehr als jede dritte Frühverrentung, die im Schnitt mit 48 Jahren einsetzt, ist bereits auf psychische Erkrankungen zurückzuführen. Allein die Behandlungskosten für diese Erkrankungen summieren sich auf rund 28 Milliarden Euro. Hinzu kommt ein geschätzter Produktionsausfall in Höhe von 26 Milliarden Euro pro Jahr, weil Mitarbeiter psychisch ausgebrannt sind.
Jeder fünfte Deutsche ist im Job völlig überfordert, Focus online 29.1.13


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