Öko-Phones im Kommen 
Mittwoch, 5. Februar 2014 - Success Stories
Nachdem das Fairphone, das in den Niederlanden erdacht wurde, für Furore sorgte mit dem Einsatz möglichst vieler fair gewonnener Rohstoffe und einer Bauweise, die es ermöglicht, verschiedene defekte Teile wie Display oder Akku problemlos auszutauschen, scheinen sich auf dem Handy-Markt bereits erste positive Nachahmer-Effekte zu zeigen. Ebenfalls in den Niederlanden sitzt das Projekt Phoneblok in den Startlöchern, das ein Handy in komplett modularer Bauart entwickelt, so dass möglichst viele der grundlegenden Komponenten austauschbar werden. Schon 350.000 Menschen haben auf Facebook ihre Zustimmung zu diesem Ansatz bekundet. Inzwischen wird der Ansatz unter dem Dach der Google-Entwicklungstochter Advanced Technology and Projects Group weiterverfolgt. Auch aus China wurde bereits ein vergleichbarer Vorstoß vermeldet – der ZTE Konzern arbeitet ebenfalls an einem Handy mit mehreren Komponenten – dem Eco-Mobius. Spannend zu sehen, wie innerhalb kürzester Zeit durch das Fairphone in der Branche anscheinend ein Prozess des schrittweisen Umdenkens angestoßen wurde. Aus Sicht der Firmen muss dabei noch nicht einmal die Verbraucherfreundlichkeit im Vordergrund stehen. Mit Handys, deren Komponenten man austauschen kann, lässt sich eine längerfristige Markenbindung herstellen. Und davon abgesehen ist bereits heute abzusehen, dass viele der in der Handy-Produktion benötigten knapper werdenden Rohstoffe auf lange Sicht den Wegwerf-Konsum bei Handys nicht aufrechterhalten lassen.
Die besseren Smartphones, Zeit online 31.1.14

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Endstation Rente – Wenn die Psyche schlapp macht ... 
Dienstag, 4. Februar 2014 - Studien
Eine Studie der Bundespsychotherapeutenkammer gibt Anlass zur Besorgnis. Fast jede zweite Frühverrentung (42 Prozent) ist heute bereits auf psychische Erkrankungen zurückzuführen. In den letzten zehn Jahren stieg die Zahl der Betroffenen um etwa 25.000 auf 75.000 Menschen im Jahr. Sie werden im Schnitt im Alter von 49 Jahren in Rente geschickt. Die Frühverrentungen aufgrund von Depressionen stiege seit 2001 um 96 Prozent, aufgrund von Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen um 74 Prozent und aufgrund von Suchterkrankungen um 49 Prozent. Die Kammer kritisiert, dass ohnehin nur jeder dritte psychisch Kranke in Deutschland überhaupt eine Therapie bekomme und es an Behandlungs- und Rehabilitationsplätzen fehle. Im Schnitt müssen Betroffene drei Monate auf ein Erstgespräch mit einem Therapeuten warten.
Immer mehr Frührentner wegen psychischer Erkrankungen, SZ 28.1.14

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Macht macht was 
Montag, 3. Februar 2014 - Management
Flacher werdende Hierarchien, wechselnde Zusammenarbeit in Projektteams, aber auch das sich verändernde Selbstverständnis von Mitarbeitern scheinen die in Unternehmen typischen Top-Down-Machtkonstellationen langsam zu verändern. Dennoch sind Machtstrategien in den Augen des Stanford-Professors Jeffrey Pfeffer für Führungskräfte nach wie vor unerlässlich. In seinen Untersuchungen zu Organizational Behavior identifiziert er dabei folgende verbreitete Vorgehensweisen. Nach dem Prinzip eine Hand wäscht die andere werden Ressourcen zur Unterstützung anderer eingesetzt, was langfristig die eigene Macht stärkt. Auf die Spitze getrieben kann Ressourcen-Entzug als Sanktionsmechanismus genutzt werden. Kämpfe an mehreren Fronten gleichzeitig gehören für Führungskräfte zum Tagesgeschäft – klug ist, die Energie in lösbare Probleme zu investieren und sich nicht festzubeißen, wenn es an einer Stelle nicht mehr weitergeht. Weitere eher kämpferische Strategien sind laut Pfeffer Offensiven mit Überraschungseffekt (Überrumpelumgstaktik) oder das Wegloben von Rivalen. Zu den nach innen gerichteten Strategien zählen eine klare Prioritätensetzung, Beziehungspflege mit wichtigen Personen, Hartnäckigkeit und Zielfokussierung. In der Praxis mögen alle diese Taktiken auch funktionieren – ob sie aber auch dem Arbeitsklima dienlich sind, ist nicht immer ausgemacht. Hinzu kommt, dass der mit Führungsrollen oftmals von den Führungskräften selbst kreierte Selbstbehauptungsdrang zusätzlichen Stress erzeugt. Vielleicht wäre es an der Zeit, Führung einmal konsequenter komplett neu zu denken.
Welche Machtstrategien haben Führungskräfte?, Zeit online 24.1.14

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Hilft Glauben der Konjunktur? 
Freitag, 31. Januar 2014 - Studien
Der DAX auf Allzeithoch und alles ist gut? So scheint es zumindest, wenn man die Einschätzungen der Topmanager weltweit zur wirtschaftlichen Entwicklung betrachtet. In einer Umfrage der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC unter 1.344 Vorstandschefs auf 68 Ländern ist der Optimismus jedenfalls so groß wie lange nicht. 44 Prozent der Befragten glauben an eine Konjunkturbelebung - vor einem Jahr waren es lediglich 18 Prozent, im Jahr davor sogar nur 14 Prozent. An eine Konjunkturverschlechterung denken indes nur 7 Prozent - im Vorjahr waren es noch 28 Prozent. Die Deutschen scheren aus dieser Euphorie etwas aus - unter ihnen glauben nur 40 Prozent an die Erholung der Weltkonjunktur. Damit liegen sie zwar nur knapp unterhalb des weltweiten Durchschnitts, jedoch 10 Prozentpunkte unter den optimistischen Prognosen der Westeuropäer insgesamt. Blauäugig sind die Topentscheider indes nicht - 71 Prozent sind immerhin beunruhigt, ob sich die weltweiten Staatsdefizite in den Griff bekommen lassen.
Topmanager glauben wieder an die Weltwirtschaft, Die Welt 21.1.14


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E-Mail-Terror und zermürbende Meetings 
Donnerstag, 30. Januar 2014 - Studien
Wie sehr E-Mails nerven können, weiß sicherlich jeder, der elektronische Kommunikation nicht gänzlich meidet. Die repräsentative Workplace Survey des Personaldienstleisters OfficeTeam, für die Beschäftigte sowie 250 Personalmanager in Deutschland und der Schweiz befragt wurden, zeigt: 60 Prozent der Angestellten fühlen sich durch die ständigen Unterbrechungen durch E-Mails belästigt, ein Teil davon leidet sogar unter Dauerstress. 27 Prozent der Mitarbeiter finden, dass die Beantwortung von E-Mails zu viel Zeit beanspruche. Die Personaler wiederum nehmen vor allem Meetings ins Visier. 25 Prozent sind der Meinung, dass jede zweite Besprechung überflüssig sei oder unproduktiv. Verantwortlich für das Scheitern seien fehlende Ziele, keine konkrete Agenda, schlechte Vorbereitung der Teilnehmenden, mangelnde Gesprächsdisziplin und fehlende Konzentration. Vor allem der Hang zur Selbstdarstellung, Diskussionen über Nebenschauplätze und Gespräche, die nicht auf der Sachebene geführt werden, tragen zum Misslingen bei.
Mitarbeiter leiden unter zu vielen Mails und Meetings, Zeit online 21.1.14


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Armes Europa 
Mittwoch, 29. Januar 2014 - Studien
Vielleicht sollte die Stiftung von Bill Gates (siehe Beitrag von gestern) ihren Blick nicht nur auf Entwicklungsländer richten, sondern auch auf die westlichen Nationen, denen es zumindest bis zur Finanzkrise halbwegs gut ging. Eine Studie der EU-Kommission zeigt nämlich, dass in Europa inzwischen fast 27 Millionen Menschen ohne Arbeit sind, davon 11,2 Millionen seit mehr als 12 Monaten. Vor allem junge Menschen sind stark betroffen - unter den 15- bis 24-Jährigen liegt die Arbeitslosenquote im EU-Schnitt bei 24,2 Prozent. Doch auch diejenigen, die Arbeit haben, haben zu kämpfen. So siegt seit 2008 die Zahl der Teilzeitarbeitsplätze um 6,4 Prozent, während die der Vollzeitjobs um 4,6 Prozent gesunken ist. 60 Prozent der Teilzeitkräfte würden gerne mehr arbeiten. Die EU-Kommission mahnt, dass es nicht nur eine drängende Aufgabe sei, wieder mehr Jobs zu schaffen, sondern dass dabei auch im Auge behalten werden müsse, dass diese Stellen ein angemessenes Einkommen mit sich bringen. Gegenwärtig sei etwa ein Viertel der Europäer von Armut bedroht.
Wie Europa unter der Massenarbeitslosigkeit leidet, Die Welt 21.1.14


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Bill Gates sät Optimismus 
Dienstag, 28. Januar 2014 - sonstiges
Bill Gates hat mit dem Jahresbericht seiner Stiftung Optimismus gesät. Geht es nach der Einschätzung des Microsoft-Gründers und Multimilliardärs, werde die Armut in der Welt in 20 Jahren besiegt sein. Gates zieht diese Zuversicht aus der Entwicklung von Ländern wie China, Indien oder Brasilien, die alle einst Sorgenkinder der Weltwirtschaft gewesen seien, inzwischen jedoch Wachstum verzeichneten. Zwar spiegeln in der Tat viele statistische Auswertungen die Perspektive, die Gates einnimmt wider - in den letzten Jahrzehnten haben sich auch die Lebensbedingungen der ärmsten Menschen verbessert -, doch blendet der Blick alleine auf wirtschaftliches Wachstum viele weitere, teils negative Begleitumstände aus. So wird gerade in den letzten Wochen in den Medien wieder verstärkt über die immensen Smog-Probleme, unter denen die chinesische Bevölkerung zu leiden hat, berichtet. Für Gates ist indes ausgemacht, dass Gesundheitsförderung und Entwicklungshilfe zentrale Schlüssel sind, um der Armut zu begegnen. Doch bedeuten eine höhere Lebenserwartung und bessere gesundheitliche Versorgung, vielleicht auch ein halbwegs einträglicher Job nicht zwingend auch ein gutes Leben. Vielleicht sollten wir auch die grundsätzlichen Paradigmen, an denen wir konstruktiven Wandel festmachen, noch stärker hinterfragen ...
Bill Gates sagt Welt ohne Armut voraus, HB 22.1.14


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Auch Akademiker kämpfen mit niedrigen Löhnen 
Montag, 27. Januar 2014 - Studien
Zwar ist die Arbeitslosenquote bei Akademikern mit knapp drei Prozent vergleichsweise niedrig, doch arbeiten immer mehr der Hochqualifizierten zu Niedriglöhnen. Laut Institut für Arbeit und Qualifikation (IAQ) erhalten 8,6 Prozent der abhängig Beschäftigten mit Hochschulabschluss einen Niedriglohn - er liegt qua Definition bei zwei Dritteln des mittleren Stundenlohns, 2012 waren dies 9,30 Euro pro Stunde. Von schlechter Bezahlung sind Frauen mit 11,4 Prozent häufiger betroffen als Männer mit 6,1 Prozent.
Hunderttausende Akademiker arbeiten zu Niedriglöhnen, Zeit online 19.1.14


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