Kurze Pause 
Mittwoch, 25. Februar 2015 - sonstiges
think.work.different macht eine Woche Pause, denn heute bin ich auf dem Weg nach San Francisco zur Konferenz Wisdom 2.0. Und da das Konferenzprogramm sehr prall ist und auch die Achtsamkeitspraxis nicht zu kurz kommen soll, wird der Blog in dieser Woche die Stille ebenfalls genießen. In der Zwischenzeit empfehle ich einen Blick auf das Video-Archiv der letztjährigen Konferenz, wo sich viele interessante Beiträge über die Möglichkeiten von Achtsamkeit im Business finden.
Videos der Wisdom 2.0 Konferenz 2014

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Sind Physiker intelligenter als Geisteswissenschaftler? 
Dienstag, 24. Februar 2015 - Studien
Eine Übersichtsstudie über den Zusammenhang von Intelligenz und Studienfachwahl aus den USA legt auf den ersten Blick nahe, dass „intelligente“ Menschen sich vor allem in den Naturwissenschaften, insbesondere in der Physik und der Mathematik, sammeln, während vermeintlich weniger Intelligente eher in den Geistes- und Erziehungswissenschaften landen. Die Studie untersuchte mehrere Tests aus fünf Jahrzehnten mit Datensätzen von mehreren Millionen angehenden Studierenden – und alle legten in etwa dieses Bild nahe. Interessanter- oder vielleicht auch zynischerweise landeten die Wirtschaftswissenschaftler in allen Vergleichen eher im Mittelfeld. Heißt das, dass Menschen, die sich zu kulturellen, sozialen und gesellschaftlichen Arbeitsfeldern hingezogen fühlen, dümmer sind? Wohl kaum, denn das, was in den verschiedenen Tests als Intelligenz gemessen wurde, bezieht sich hauptsächlich auf kognitive und mathematisch-technische Aspekte, während in den klassischen Erhebungsinstrumenten soziale Fähigkeiten, historische Kenntnisse oder auch das Gespür für größere gesellschaftliche Zusammenhänge erfahrungsgemäß keine Rolle spielen. Die Studie zeigt also eher, dass aufgrund des vorherrschenden kulturellen Selbstverständnisses vor allem wirtschaftlich verwertbare Fähigkeiten eine Rolle spielen und gemessen werden – was dazu führt, dass eine vordergründung materiell-funktionalistische Kultur sich selbst aufrechterhält, obwohl die weiteren gesellschaftlichen Entwicklungen schon lange nahe legen, dass wir ganz andere Fähigkeiten dringend stärker gewichten und vor allem kultivieren sollten.
Was das Studienfach über die Intelligenz aussagt, WiWo 10.2.15

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Meditation für bessere Performance 
Montag, 23. Februar 2015 - Management
Der gegenwärtige Meditations-Boom hat nun sogar Eingang in den Harvard Business Manager gefunden, der in einem Artikel einen "Überblick über die aktuellen Forschungsergebnisse und die wichtigsten Lehren für Berufstätige" gibt. Da Meditation die Hirnregion stärkt, die für die Selbstregulation zuständig ist, könnten Berufstätige davon profitieren, weil sie dabei helfe, "flexibel von einer Strategie zur anderen umzuschalten" und "aus Erfahrungen zu lernen, um möglichst gute Entscheidungen zu treffen". Ein weitere Hirnareal, das durch die Stillepraxis gestärkt wird, spielt eine wichtige Rolle für die Entwicklung von Resilienz - "eine weitere Fähigkeit, die wir in unserem heutigen Geschäftsleben mit seinen hohen Anforderungen dringend benötigen". Was klingt, wie aus einem Werbeprospekt, stammt aus den Federn der drei angesehenen Meditationsforscherinnen Christina Congleton, Britta Hölzel und Sara Lazar. Ihre Schlussfolgerung: "Deshalb sollten wir Achtsamkeit nicht länger als eine Eigenschaft betrachten, die für Führungskräfte zwar wünschenswert, aber nicht unbedingt notwendig ist. Im Gegenteil: Achtsamkeit ist ein absolutes Muss - nur so bleibt unser Gehirn gesund und funktionstüchtig, nur so sind wir zu einer effektiven Selbstregulation in der Lage, können die richtigen Entscheidungen treffen und uns vor schädlichem Stress schützen. Achtsamkeitsübungen kann man in sein religiöses oder spirituelles Leben integrieren oder auch einfach nur als mentales Training betreiben." Die gegenwärtige Popularisierung von Meditation hat sicherlich auch ihr Gutes - gesund zu sein ist besser als krank, keine Frage. Die Frage ist allerdings, ob Meditation als so verstandene Selbstoptimierungsmethode wirklich funktioniert, denn letztlich beruht ein nicht unwesentlicher Teil ihrer Wirkung auf dem Loslassen ...
Workout für das Gehirn, HBM 10.2.15

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Mit Meditation die Welt verändern 
Freitag, 20. Februar 2015 - Studien
Die Süddeutsche nimmt den Auftritt der bekannten Neurowissenschaftlerin Tania Singer in Davos zum Anlass für einen großen Beitrag über die positive Wirkung von Meditation. Singer realisiert zur Zeit eine Großstudie, in der sie erforscht, welche unterschiedlichen Wirkungen verschiedene Meditationsmethoden bei Gesunden entfalten. So vergleicht sie die Unterschiede reiner Achtsamkeitsmeditation und eines speziellen Mitgefühlstrainings. Erfrischend sind Singers Ausführungen zum Zeithorizont, in dem sich die Segnungen von Meditation entfalten. Da die Neurowissenschaften in den letzten Jahren in vielen Studien gezeigt haben, dass sich das Gehirn von Meditationsanfängern schon nach acht Wochen des Übens zu verändern beginnt, hat man inzwischen beinahe den Eindruck, Meditation sei ein Instant-Heilmittel. Laut Singer stellen sich indes Veränderungen beispielsweise des Körpers im Hinblick auf Stressreduktion erst nach etwa sechs Monaten ein. Sie selbst setzt sich dafür ein, Praktiken der Stille nicht nur als Notfall-Methode zu verwenden, sondern als kulturverändernde Kraft. Sie sieht zum Beispiel Mitgefühl als Basis solidarischer Volkswirtschaften. Deshalb arbeitet sie auch am Aufbau eines Instituts, dass künftig Meditation als eine Art Kulturtechnik zur Entfaltung grundlegender menschlicher Fähigkeiten etablieren soll.
Spuren im Kopf, SZ 8.2.15

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Spiritualität macht gesund 
Donnerstag, 19. Februar 2015 - Wissenschaft
Die Welt widmet einen großen Übersichtsbeitrag der Frage, wie sich religiöser Glaube und Spiritualität auf die Gesundheit auswirken. Eine Betrachtung dieser Ernsthaftigkeit wäre wohl vor einigen Jahren noch ein Unding gewesen. Heute hat sie beinahe schon etwas Selbstverständliches, denn nicht zuletzt durch die zahlreichen neurowissenschaftlichen Durchbrüche in der Meditationsforschung sind solche Themen längst von einer gewissen Alltäglichkeit. Der Artikel zeigt anhand zahlreicher Studien und Statements von Wissenschaftlern, dass der Glaube an etwas Größeres außerhalb der eigenen Existenz positiv auf die Psyche wirkt und auch der körperlichen Gesundheit dient. Vorgestellt werden verschiedene spirituelle Praktiken sowie ihre jeweiligen Vorteile in einem Alltag moderner Gesellschaften. So nutzenbezogen die jeweils angeführten Argumente auch erst einmal sind, letztlich zeigt der Beitrag eher, dass es gerade die menschliche Müdigkeit, immer funktionieren zu sollen, zu sein scheint, die die Faszination an solchen Themen ausmacht.
So gut ist Glauben für unsere Gesundheit, Die Welt 4.2.15

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Wenn Ideen auf die Wirklichkeit treffen 
Mittwoch, 18. Februar 2015 - sonstiges
Seit einem halben Jahr gibt es in Berlin-Kreuzberg den Supermarkt "Original Unverpackt", in dem die Ware gänzlich ohne Verpackung den Besitzer wechselt. Eine Idee, die zur Eröffnung laut n-tv einen wahren Hype auslöste - und auf Facebook immerhin auf 55.000 Likes kommt. Doch nach der ersten Euphorie herrsche im Geschäft inzwischen gähnende Leere. Der Beitrag bemängelt die Sterilität des Ladens, der dem von ihm propagierten Tante-Emma-Charme keineswegs gerecht werde, die Preise hoch seien und beklagt vor allem, dass es doch arg umständlich sei, alle zu kaufenden Lebensmittel selbst in geeignete, mitzubringende Behältnisse zu füllen. Fazit: "Schade ist es vor allem um die Grundidee, denn die ist immer noch wunderbar, wenn man sich in Erinnerung ruft, wie viel Müll jeder Deutsche pro Jahr produziert: Es sind 611 Kilogramm." Ähh ... Als Idee also eigentlich wunderbar, aber wenn man im eigenen Tun gefragt ist, dann doch nicht. Anscheinend haben die Gründer das in vielen Studien immer stärker zum Ausdruck kommende Öko-Bewusstsein der Bevölkerung über- und ihre Bequemlichkeit unterschätzt. Ja, die vielen Kilogramm Verpackungsmüll sind wirklich schlimm. Nein, ich bin jetzt zu faul, daran etwas zu ändern ... ;-)
Tristesse im Tante-Emma-Laden, n-tv 3.2.15

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Davos meditiert 
Dienstag, 17. Februar 2015 - Management
Seit dem Weltwirtschaftsforum schwappt eine neue Welle der Berichterstattung über Meditation durch die Medien und man könnte meinen, die Achtsamkeitsrevolution ist in vollem Gange. In Davos hatten die Mächtigen immerhin die Gelegenheit, mit Jon Kabat-Zinn, dem Entwickler der heute wohl weltweit verbreitetsten Achtsamkeitsmeditation Mindfulness-Based Stress Reduction das Dasein im Hier und Jetzt zu üben. "Ein ehemaliger Vorstandsvorsitzender berichtet von seiner Erleichterung darüber, dass Meditieren heute Mainstream ist. Im Silicon Valley ist es ein Volkssport. Die Firmen dort, allen voran Google, treiben ihre Mitarbeiter geradezu in die Kurse", berichtet die FAS. Und Arianna Huffington, Gründerin der Huffington Post, äußert auf dem Podium: "Meditation hat mein Leben verändert." Ob Achtsamkeit nicht nur ruhig, gelassen und glücklich macht, wie Jon Kabat-Zinn sagt, sondern auch "Chefs zu besseren Chefs", wie die FAS folgert, wird sich zeigen. Von den 2.900 Besuchern des Weltwirtschaftsforums nahmen an der Morgenmeditation mit dem weltbekannten Mediziner und Meditationslehrer immerhin 80 teil.
Wenn Manager meditieren, FAS 17.2.15

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Latent (un)zufrieden mit dem Job 
Montag, 16. Februar 2015 - Studien
Locker einmal pro Monat gibt es eine Umfrage zur Jobzufriedenheit der Deutschen. Die stets hohen Werte lassen dabei wundern, denn die jährliche Gallup-Studie zeigt doch immer wieder, dass die emotionale Bindung an die Arbeitgeber seit Jahren erodiert. Nun zeigt sich in einer Forsa-Erhebung unter rund 1.000 Fach- und Führungskräften wieder das gleiche Phänomen: 83 Prozent der Befragten behaupten, mit ihrer Arbeit zufrieden zu sein - doch gleichzeitig räumen 53 Prozent ein, dass sie eigentlich mehr Erfüllung in ihrer aktuellen Tätigkeit suchen. Die Süddeutsche Zeitung zitiert dazu den Recruiting-Experten Gero Hesse: ""Diese Diskrepanz ist typisch. Viele Menschen nehmen ihre berufliche Situation einfach hin, obwohl sie darin nicht das finden, was ihnen wirklich Spaß macht." Das wäre also nun mal geklärt. Im Hinblick darauf, was den Erwerbstätigen wichtig ist, fördert die Erhebung keine Neuigkeiten zutage: positive Arbeitsatmosphäre (98 Prozent), Verhalten des Vorgesetzten (93 Prozent), Gehalt (85 Prozent), Vereinbarkeit von Beruf und Familie (81 Prozent).
Ein bisschen auf dem Sprung, SZ 29.1.15

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