Sinn in der Arbeit erleichtert Transformation 
Dienstag, 12. Februar 2019 - Studien, Arbeit, Management
Wandel, das ist für viele Unternehmen eine dunkle Wolke, denn Studie um Studie zeigt, wie schwer es für Firmen ist, sich wirklich nachhaltig zu transformieren. Eine Untersuchung der Markenberatung Sasserath Munzinger Plus mit 1.000 Angestellten aus 28 Branchen zeigt: 83 Prozent der Firmen arbeiten an Changeprojekten. Von Mitarbeitern, die in ihrer Arbeit einen Sinn sehen, sind 55 Prozent diesem Wandel gegenüber positiv eingestellt. Jedoch empfinden 63 Prozent der Befragten ihre Tätigkeit als wenig sinnhaft - unter ihnen sieht nur jeder Fünfte Wandlungsprozesse als positiv. Damit Wandel wirksam werden kann, müssten also zunächst einmal die Mitarbeiter selbst ein Gefühl der Wirksamkeit ihrer Arbeit entwickeln.
Warum viele Mitarbeiter den Wandel im Unternehmen nicht mitmachen, Wirtschaftswoche 27.1.19

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SAP bringt Achtsamkeit auch in andere Unternehmen 
Montag, 11. Februar 2019 - Bewusstsein, Arbeit, Management, Success Stories
SAP gilt hierzulande als einer der großen Vorreiter der Achtsamkeitswelle. Schon 8.000 Mitarbeiter weltweit haben unternehmensintern Achtsamkeitskurse besucht, weitere 8.000 bekunden Interesse und stehen auf Wartelisten für die beliebten Kurse. Doch die Softwareschmiede kümmert sich inzwischen nicht mehr nur um den Seelenfrieden der eigenen Mitarbeiter. Seit Ende 2016 arbeiten die Achtsamkeitstrainer, die SAP ausbildet, auch für Fremdfirmen wie beispielsweise Siemens. SAP selbst kann sich durch die eigenen Programme über einen "Return on investment" von etwa 200 Prozent freuen - denn die Krankheitsrate im Unternehmen ist deutlich gesunken und anscheinend sind meditierende Mitarbeiter auch produktiver. Das scheint mehr und mehr Firmen zum Nachahmen zu inspirieren. Längst wird diese Meditationseuphorie auch kritisch gesehen, denn Skeptiker befürchten, dass Mitarbeiter auf diese Weise nur noch besser der Unternehmensmaschinerie dienen sollen. Bei SAP gibt man sich gelassen. Einerseits sei Achtsamkeit ein Türöffner, um dem in Unternehmen permanenten Wandel offener und konstruktiver zu begegnen. Gleichzeitig finden die Menschen auf diesem Weg aber auch mehr zu sich selbst. Mancher SAPler hat beim Meditieren schon entdeckt, dass er eigentlich lieber etwas anderes machen würde mit seinem Leben - und das Unternehmen verlassen.
Yogasitz auf dem Bürostuhl, Stuttgarter Zeitung 1.1.19

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Wie unsere Meinung unser Wahrheitsempfinden beeinflusst 
Freitag, 8. Februar 2019 - Bewusstsein, Psychologie, Studien
In Zeiten der Fake-News-Herausforderung ist es interessant, einmal einen Blick darauf zu werfen, welchen Einfluss eigentlich unsere persönliche Vorstellungswelt darauf hat, was wir als richtig oder falsch erachten. Eine amerikanische Studie zum Beispiel zeigt: Wir neigen dazu, Berichten zu misstrauen, die unserer eigenen Meinung widersprechen. In dem Versuch mit 250 Probanden wurde den Teilnehmern ein Bericht vorgelegt, der ein Thema positiv darstellte, einer der es negativ bewertete, und ein weiterer, in dem ausgeglichen Fakten für beide Perspektiven dargestellt wurden. Dabei zeigte sich: Versuchsteilnehmer mit positiver Perspektive auf das Thema misstrauten dem negativen Beitrag und umgekehrt wollten die negativ Eingestellten die positiven Aspekte nicht glauben. Der ausgewogene Text rief das Misstrauen beider Lager hervor. Hier bemängelten die Leser jeweils, dass für die "Gegenseite" Partei ergriffen werde.
Die Macht der Geschichten, spektrum.de 28.1.19

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Angst vorm Chef 
Donnerstag, 7. Februar 2019 - Studien, Arbeit, Management
Schwierigkeiten anzusprechen oder Dinge, die einem missfallen, fällt vielen Mitarbeitern schwer. Eine Umfrage des Deutschen Gewerkschaftsbundes zeigt: 44 Prozent der Beschäftigten schweigen lieber über Dinge, bei denen es hakt, aus Angst vor ihren Vorgesetzten. Bei den Älteren liegt der Anteil mit 52 Prozent sogar deutlich höher, während jüngere Arbeitnehmer mit 30 Prozent nicht ganz so betroffen sind. Kleinbetriebe mit bis zu 20 Beschäftigten kommen etwas besser weg, aber auch hier ducken sich 34 Prozent weg, wenn es darum geht, Unangenehmes anzusprechen. Auch um die Wertschätzung im Job stehe es nicht zum Besten. 32 Prozent der Befragten gaben an, sich von ihren Chefs nur wenig wertgeschätzt zu fühlen. 77 Prozent der Mitarbeiter in komplexen Tätigkeitsfeldern fühlen sich allerdings anerkannt, bei jenen, die eher Hilfstätigkeiten ausführen, sind es 56 Prozent.
Knapp die Hälfte der Beschäftigten hat Angst vor ihren Vorgesetzten, Spiegel.de 24.1.19

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Stille ist nichts für Feiglinge 
Mittwoch, 6. Februar 2019 - Bewusstsein, Lebensart, Arbeit, Management
Es ist schon fast Routine, dass beim Weltwirtschaftsforum in Davos auch meditiert wird. Jon Kabat-Zinn, Vater der Mindfulness-Bewegung war bei dem internationalen Event bereits zu Gast, dieses Jahr führte ein tibetischer Lama die Top-Manager ins Meditieren ein. Die Aargauer Zeitung berichtet in diesem Kontext, wie auch in Schweizer Unternehmen, darunter Swisscom und Axpo, Achtsamkeit immer mehr Einzug hält. "Meditation hilft, sich neu auszurichten, sich auf seine Aufgaben und die Menschen, mit denen man zusammenarbeitet, zu fokussieren", sagt etwa der Jesuit Tobias Karcher, der im Lassalle-Institut in der Nähe von Zug Meditationskurse für Manager gibt. Er hat auch die wachsende Kritik an Achtsamkeit im Unternehmenskontext auf dem Radar, sieht hier aber eher weniger Gefahren: "Auch wenn das Unternehmen von zufriedenen Mitarbeitern profitiert, so profitiert der Mitarbeiter zuallererst selbst von seiner Zufriedenheit." Er verweist eher auf die unberechenbare Einsicht, die Meditation freisetzen kann. "Wenn man ganz bei sich selber ist, werden sich Dinge zeigen, die man verdrängt hat, die unangenehm sind", so Karcher. In diesem Sinne sei Meditation nichts für Feiglinge.
Meditation statt Marathon: Achtsamkeit in den Teppichetagen der Grosskonzerne, Aargauer Zeitung 27.1.19

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Engagiert sein, ohne auszubrennen 
Dienstag, 5. Februar 2019 - Bewusstsein, Lebensart, Psychologie, Arbeit
Burn-out verbinden viele vor allem mit all den äußeren Faktoren, denen wir tagtäglich ausgesetzt sind. Schwappen zu viele Einflüsse, die wir nicht selbst gestalten können, in unser Leben, wird es leicht zu viel und etwas in uns kapituliert. Das Magazin working@office beleuchtet in einem aktuellen Artikel noch eine weitere Facette des Burn-out-Phänomens, nämlich die uns bisweilen fehlende Selbstakzeptanz. "Wir alle wollen etwas leisten. Es erfüllt uns, etwas erreicht zu haben. Mit dem äußeren Druck bei der Arbeit wächst jedoch auch der innere Druck. Viele denken, dass sie alles sofort erledigen müssen. Es ist oft kein Raum da, über Dinge nachzudenken. So verlieren wir leicht den Kontakt zu uns selbst. Das heißt, wir spüren unsere Bedürfnisse nicht mehr und beginnen, die eigenen Bedürfnisse zu vernachlässigen. Wenn wir uns antreiben, wenn wir über unsere Grenzen gehen und uns erschöpfen, so wie ich das im Burnout sehe, ist das oft angetrieben von dem Wunsch, von den Kollegen oder den Vorgesetzten als positiv und fleißig gesehen zu werden. Das macht uns abhängig von der Anerkennung anderer", sagt etwa die Therapeutin Christine Brähler, die sich mit Selbstmitgefühl beschäftigt. Der Artikel gibt Beispiele und Übungen, wie sich das Gespür für die eigenen Bedürfnisse wieder stärken lässt - und wie man lernen kann, diesem Gespür dann auch zu folgen.
Selbstakzeptanz: Ich will so bleiben, wie ich bin ... working@office 23.1.19

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Neue Ausgabe von evolve: Die Zukunft der Religion 
Montag, 4. Februar 2019 - Medien
Es ist wieder so weit - gerade ist die neue Ausgabe von evolve - Magazin für Bewusstsein und Kultur erschienen. Dieses Mal widmen wir uns dem großen Thema "Die Zukunft der Religion". Womöglich mag die Frage danach Menschen in Gesellschaften mit starken atheistischen Perspektiven nicht allzu dringlich erscheinen, doch zeigen verschiedene Beiträge der Ausgabe sehr gut, dass Religiosität nicht zwingend nur auf religiöse Institutionen wie die Kirche deutet, sondern auch nach unserer tieferen Verortung im Leben als Ganzem fragt. Gert Scobel etwa spricht im Interview über die Fallstricke des gegenwärtigen Achtsamkeitstrend, der Meditation, ursprünglich eine Öffnungsbewegung hinein in das Mysterium, zunehmend zu einer Ich-Technologie werden lässt. Scobel plädiert dafür, dass wir eine Ethik des Erwachens kultivieren sollten, die die tieferen Dimensionen unseres Menschseins mit in den Blick nimmt. In meinem eigenen Artikel betrachte ich näher, welche Bedeutung das Unverfügbare in unserer Zeit, die vor allem auf Beherrschbarkeit aus ist, für eine Bedeutung hat, und betrachte dabei unter anderem, welche Impulse der Soziologe Hartmut Rosa hier ins Gespräch bringt. Weitere Beiträge loten aus, welche Möglichkeitsräume in der Berührung von Wissenschaft und Spiritualität entstehen können. Einen Überblick über die Inhalte gibt die kostenlos verfügbare Sendung von Radio evolve zur neuen Ausgabe.

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Gegenwind für Achtsamkeit im Business 
Freitag, 1. Februar 2019 - Bewusstsein, Lebensart, Arbeit
Der Achtsamkeitstrend ruft in letzter Zeit immer wieder auch Skeptiker auf den Plan - und zwar nicht etwa jene, die finden, dass Meditation, erst recht im Business, nicht mehr als grober Unfug ist, sondern jene, die ahnen, dass verordnete Entspannungskurse für Firmen auch ein Weg sein können, Mitarbeiter gefügiger zu machen. Die Basler Zeitung beispielsweise berichtet, dass der Management-Vordenker Manfred Kets de Vries, Professor für Leadership Development und Organisational Change an der französischen Wirtschaftshochschule Insead, und seine Fachkollegin Katharina Balazs, Professorin an der Wirtschaftsschule ESCP Europe, in ihrem Blog den Hype um die Achtsamkeit in Frage stellen: "Wenn Unternehmen mit einer kompetitiven Kultur Wellnessprogramme einführen, ist ihr Ziel wirklich, das Leben der Mitarbeiter zu ändern? Oder dient dies meistens dazu, zu verhindern, dass überarbeitete Menschen völlig ausbrennen?" Sie kritisieren, dass in zu vielen Firmen Angst und Paranoia herrschten und dem sei nicht mit ein bisschen Meditation beizukommen. Beide plädieren dafür, sich eher mit dem Thema Vertrauen zu beschäftigen. "Vertrauen bedeutet, dass Menschen einander mit gegenseitigem Respekt behandeln, sich integer verhalten und dass faire Prozesse selbstverständlich sind", sagen sie. Das ist natürlich deutlich aufwändiger, als einfach mal ein paar Achtsamkeitskurse ins Leben zu rufen.
«Ist ihr Ziel wirklich, das Leben der Mitarbeiter zu ändern?», Basler Zeitung 18.1.19

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