Praxis-Test: Meditieren mit EEG-Headband 
Mittwoch, 20. Februar 2019 - Bewusstsein, Lebensart
Gerade für Anfänger ist es oft eine Herausforderung, mit dem Meditieren zu beginnen. Insbesondere zu Beginn der Praxis machen viele erst einmal die Erfahrung, dass sie vor allem ihre alltägliche innere Unruhe, Gedanken, Ablenkungen wahrnehmen. Von Stille ist da oft noch wenig zu bemerken. Für technikaffine Achtsamkeits-Fans gibt es so genannte EEG-Headbands, die, zumindest rudimentär, Entspannungsreaktionen messen können. Auf MacLife testet ein Redakteur das Headband von Muse und beschreibt, wie das Messen während des Meditierens ihn nicht nur anspornt, regelmäßig zu üben, sondern ihm auch immer wieder Anhaltspunkte darüber gibt, wie tief er meditiert. Es kann durchaus motivierend sein, nach einer Meditation in den eigenen Messdaten zu sehen, dass die eigenen inneren Reaktionen sich durchaus zum Positiven verändern, selbst wenn man persönlich oft die Ablenkungen stärker im Gedächtnis behält. Ich habe früher selbst eine Weile mit Muse geübt - allerdings nur kurz, weil mich die technischen Pannen, die der Artikel auch beschreibt, einfach genervt haben. Andererseits - in einer Zeit, in der jeder ständig mit dem Smartphone rumdaddelt, sind Gadgets wie Muse vielleicht ein guter Weg, diese Art der kulturellen Kompetenz, so man sie denn so nennen mag, auch für Sinnvolles zu nutzen.
6 Monate Tiefenentspannung: Muse im Test, MacLife 7.2.19

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Achtsamkeit hilft bei körperlichen Erkrankungen 
Dienstag, 19. Februar 2019 - Bewusstsein, Studien
Beim Thema Achtsamkeit kommen einem meistens die eher typischen Stresserkrankungen in den Sinn, die vordergründig die Psyche betreffen. Unserem Alltagsverständnis entgeht dabei leicht, dass Stress auch einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf all unsere körperlichen Funktionen hat - und somit auch den Körper längerfristig schwächt. Eine deutsch-indische Studie mit Glaukom-Patienten zeigt nun, dass sich bei den Betroffenen der gefährlich hohe Augeninnendruck senken lässt, was einen Beitrag zur möglichen Genesung leistet. In der Studie absolvierten die Patienten jeden Tag ein einstündiges Programm aus Achtsamkeits- und Atemübungen. Bereits nach drei Wochen zeigte sich bei 75 Prozent der Meditierenden eine signifikante Senkung des Augeninnendrucks von 25 Prozent. Die stressbedingten Biomarker der Patienten hatten sich ebenfalls gesenkt. Beispiele wie dieses zeigen, wie anfällig unser Körper-Geist-System eigentlich für "Stress" ist. Und Meditation scheint ein guter Weg zu sein, einen Lebensstil mit mehr Balance zu entwickeln.
Achtsamkeitstraining senkt Augeninnendruck bei Glaukom, Ärzteblatt 6.2.19

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Meditation in Wissenschaft und Lebenspraxis 
Montag, 18. Februar 2019 - Bewusstsein, Lebensart, Psychologie, Wissenschaft
Alle zwei Jahre findet in Berlin der Kongress Meditation & Wissenschaft statt, den ich für drei Stiftungen organisiere. Beim letzten Kongress Ende 2018 war auch ein Team der Deutschen Welle vor Ort. Nun ist ein halbstündiger Beitrag erschienen, der einen guten Überblick gibt über neurowissenschaftliche Erkenntnisse zur Meditation, ihre Einsatzmöglichkeiten in Medizin und Therapie wie auch in der Arbeitswelt. Im Film kommen der Neurowissenschaftler Ulrich Ott zu Wort wie auch der Zen-Lehrer Paul Kohtes, der vor allem mit Menschen aus der Unternehmenswelt arbeitet. Auch zeigt der Beitrag einige Beispiele, wie Interessierte in Meditationskursen erste Erfahrungen mit Achtsamkeit sammeln. Wer sich für mehr wissenschaftliche Details interessiert, findet auf der Videoplattform des Kongresses Material der Kongresse 2012 bis 2018.
Videoplattform Kongress Meditation & Wissenschaft

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Selbstverschleiß trifft auch die junge Generation 
Freitag, 15. Februar 2019 - Bewusstsein, Lebensart, Psychologie
Unsere Alltagskultur scheint sich immer mehr in Richtung Selbstverschleiß zu drehen. In einem Artikel in der Zeit wird beschrieben, wie selbst junge Arbeitnehmer am Beginn ihrer beruflichen Laufbahn oder auch Studierende schon unter Stresssymptomen zusammenbrechen. Dabei sind es nicht unbedingt 80-Stunden-Wochen, die immer mehr Jüngere in die Knie zwingen. Vielmehr scheint die kaum greifbare Mischung aus Leistungsdruck, hohen Anforderungen, die nicht in der eigenen Hand liegen, wie auch Zukunftsängsten der Psyche so zuzusetzen, dass viele einfach nicht mehr können. Der Beitrag zeigt am Beispiel einer jungen Arbeitnehmerin, wie diese sich durch eine Burn-out-Therapie aus dem tiefen Loch, in das sie fiel, wieder hocharbeitet. Natürlich sind solche Behandlungen hilfreich, um schlimmeres zu vermeiden und Menschen wieder Lebensqualität zu schenken. Und doch beschleicht mich das Gefühl, dass das längst nicht genug ist, denn hier wird ein Phänomen, das sich in der Gesellschaft immer stärker zeigt, privatisiert. Es bleibt dem Einzelnen überlassen, mit der Überforderung, die von der Kultur als größerem Ganzem ausgeht, irgendwie zurechtzukommen. Was wir brauchen, wäre eine breitere gesellschaftliche Diskussion darüber, wie unter den Vorzeichen von Digitalisierung, Beschleunigung und Leistungswahn ein menschengemäßes Leben aussehen kann - und welche dieser Stressoren wir unbedingt verändern müssten.
Jung und ausgebrannt, zeit.de 31.1.19

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Positive Gedanken können helfen, Black-outs zu vermeiden 
Donnerstag, 14. Februar 2019 - Bewusstsein, Lebensart, Psychologie, Studien
Wer kennt das nicht - man ist aufgeregt, weil man eine Aufgabe besonders gut meistern möchte, und plötzlich versagen die eigenen Fähigkeiten. Eine amerikanische Studie hat nun untersucht, wie man sich für solche Fälle wappnen kann. Die Wissenschaftler ließen ihre Probanden unter Druck Aufgaben erledigen, was immer wieder auch ein Scheitern zur Folge hatte. In einem zweiten Test baten sie die Probanden, sich zu Beginn vorzustellen, dass sie die Aufgabe bereits gemeistert hätten und ihre jetzige Arbeit eigentlich darin liege, nur den schon erreichten Status aufrechtzuerhalten. Dieser kleine Kniff führte dazu, dass im zweiten Durchlauf weniger der Versuchsteilnehmer scheiterten - und dass jene, denen die Aufgabe misslang, sich weniger gestresst fühlten.
Wie wir unter Druck die Nerven behalten, spektrum.de 30.1.19

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Wie Firmen Demut lernen können 
Mittwoch, 13. Februar 2019 - Bewusstsein, Arbeit, Management
Demut ist im Business kein üblicher Begriff. Viele Führungskräfte verbinden damit eine gewisse Schlaffheit und mangelnde Durchsetzungsfähigkeit. Erfolgreiche Leader müssen tough sein und an sich glauben, selbst wenn ihnen Widerstand entgegenschlägt, so eine weit verbreitete Meinung. Der wunde Punkt: Wer so auf das Durchsetzen seiner Interessen gepolt ist, verliert leicht den Blick dafür, ob er noch dem Unternehmensinteresse dient oder eher sein ureigenes Ego-Ding durchzieht. Ein Artikel im Greater Good Magazine der Universität Berkeley versucht, mit Missverständnissen rund um das Thema Demut aufzuräumen. "Ein Mensch kann demütig und sehr wettbewerbsorientiert sein, er kann aber auch bescheiden und gleichzeitig ambitioniert sein", heißt es in dem Artikel, der verschiedene Wege vorschlägt, wie Firmen demütiger werden können. So schlagen die Autoren vor, in Firmen die Klarheit der Wahrnehmung zu fördern. Firmen tendierten leicht dazu, unangenehme Fakten auszublenden. Doch nur, wer die Realität wahrnehmen könne, könne auch angemessen mit ihr umgehen. Wer bereit ist, eigene Schwächen anzuerkennen, kann sich hingegen verändern und läuft weniger Gefahr, irgendwann von ihnen eingeholt zu werden. Ständiges Perfektionsstreben könne ebenfalls zum Boomerang werden, da es die Vertuschung von Fehlern fördere. Firmen, die Scheitern ernst nehmen und transparent damit umgehen, können hingegen dazu lernen. Transparenz und Offenheit ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zu Demut. Eigene Beschränkungen offen zu betrachten wie auch gute Ideen offen mit anderen zu teilen, verhindert so manchen Ego-Trip.
How to Infuse Your Company Culture with Humility, Greater Good Magazine 29.1.19

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Sinn in der Arbeit erleichtert Transformation 
Dienstag, 12. Februar 2019 - Studien, Arbeit, Management
Wandel, das ist für viele Unternehmen eine dunkle Wolke, denn Studie um Studie zeigt, wie schwer es für Firmen ist, sich wirklich nachhaltig zu transformieren. Eine Untersuchung der Markenberatung Sasserath Munzinger Plus mit 1.000 Angestellten aus 28 Branchen zeigt: 83 Prozent der Firmen arbeiten an Changeprojekten. Von Mitarbeitern, die in ihrer Arbeit einen Sinn sehen, sind 55 Prozent diesem Wandel gegenüber positiv eingestellt. Jedoch empfinden 63 Prozent der Befragten ihre Tätigkeit als wenig sinnhaft - unter ihnen sieht nur jeder Fünfte Wandlungsprozesse als positiv. Damit Wandel wirksam werden kann, müssten also zunächst einmal die Mitarbeiter selbst ein Gefühl der Wirksamkeit ihrer Arbeit entwickeln.
Warum viele Mitarbeiter den Wandel im Unternehmen nicht mitmachen, Wirtschaftswoche 27.1.19

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SAP bringt Achtsamkeit auch in andere Unternehmen 
Montag, 11. Februar 2019 - Bewusstsein, Arbeit, Management, Success Stories
SAP gilt hierzulande als einer der großen Vorreiter der Achtsamkeitswelle. Schon 8.000 Mitarbeiter weltweit haben unternehmensintern Achtsamkeitskurse besucht, weitere 8.000 bekunden Interesse und stehen auf Wartelisten für die beliebten Kurse. Doch die Softwareschmiede kümmert sich inzwischen nicht mehr nur um den Seelenfrieden der eigenen Mitarbeiter. Seit Ende 2016 arbeiten die Achtsamkeitstrainer, die SAP ausbildet, auch für Fremdfirmen wie beispielsweise Siemens. SAP selbst kann sich durch die eigenen Programme über einen "Return on investment" von etwa 200 Prozent freuen - denn die Krankheitsrate im Unternehmen ist deutlich gesunken und anscheinend sind meditierende Mitarbeiter auch produktiver. Das scheint mehr und mehr Firmen zum Nachahmen zu inspirieren. Längst wird diese Meditationseuphorie auch kritisch gesehen, denn Skeptiker befürchten, dass Mitarbeiter auf diese Weise nur noch besser der Unternehmensmaschinerie dienen sollen. Bei SAP gibt man sich gelassen. Einerseits sei Achtsamkeit ein Türöffner, um dem in Unternehmen permanenten Wandel offener und konstruktiver zu begegnen. Gleichzeitig finden die Menschen auf diesem Weg aber auch mehr zu sich selbst. Mancher SAPler hat beim Meditieren schon entdeckt, dass er eigentlich lieber etwas anderes machen würde mit seinem Leben - und das Unternehmen verlassen.
Yogasitz auf dem Bürostuhl, Stuttgarter Zeitung 1.1.19

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