Sport tut dem Hirn gut 
Mittwoch, 17. Februar 2021 - Lebensart, Studien
Bewegung ist gesund, das wissen wir alle. Sie tut nicht nur dem Körper gut, sondern die Gehirne von trainierten Menschen arbeiten auch effizienter. So zeigt sich über alle Altersgruppen hinweg, dass die sogenannten exekutiven Funktionen, die zur Selbstregulationsfähigkeit und dem Erfolg beim Lernen beitragen, durch Bewegung gefördert werden. Wer viel trainiert, reagiert außerdem ruhiger auf Stress, ist in herausfordernden Situationen weniger ängstlich und hat eine bessere Stimmung. Sportarten, bei denen man bestimmten Regeln muss wie beispielsweise beim Baseball stimulieren das Hirn dabei mehr als eher zyklische Bewegungsabläufe wie beim Laufen oder Schwimmen. Wenn die Couch mal wieder ruft, also einfach daran denken, dass das Gehirn sich über etwas ganz anderes wesentlich mehr freuen könnte ...
»Sport macht klug«, spektrum.de 2.2.21

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Mitarbeiter wünschen sich bei Führungskräften mehr Herz 
Dienstag, 16. Februar 2021 - Studien, Arbeit, Management
Was eine gute Führungskraft auszeichnet, kann in den Augen von Mitarbeitern und Unternehmenschefs sehr unterschiedlich sein, wie eine Untersuchung der Boston Consulting Group mit 4.000 Befragten zeigt. Herz, Hand oder Hirn, was braucht ein guter Chef?, lautete die Frage - und die Antworten der unterschiedlichen Interessengruppen vielen diametral entgegengesetzt aus. Unter den Mitarbeitern erreichten die menschlichen Qualitäten mit 37 Prozent den Spitzenplatz, gefolgt von Tatkraft (20 Prozent) und Intellekt (14 Prozent). Die Unternehmen selbst legen jedoch eindeutig die Priorität auf den Kopf, und zwar mit stolzen 69 Prozent. Tatkraft kam an der Unternehmensspitze auf 44 Prozent und das Herz folgte erst an letzter Stelle mit 25 Prozent. Da wundert es kaum, dass eine Vielzahl von Studien immer wieder zum Ergebnis kommt, dass die Mitarbeiter an ihren Führungskräften vieles vermissen.
Mitarbeiter wünschen sich menschliche Chefs, zeit.de 6.2.21

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Psychopharmaka werden von jungen Menschen leicht missbraucht 
Montag, 15. Februar 2021 - Lebensart, Psychologie, Studien
Die Opiodkrise der USA ist schon schlimm genug, doch zeigt eine neue Studie nun auch, wie junge Menschen auf besorgniserregende Weise mit Psychopharmaka umgehen. Die Wissenschaftler werteten dafür Daten aus dem National Survey of Drug Use and Health Sampling von 110.000 jungen Menschen im Alter von 12 bis 25 Jahren aus. Gut ein Drittel der Befragten gab an, im Vorjahr ein verschriebenes psychoaktives Medikament eingenommen zu haben, was mir schon als eine recht hohe Verbreitung dieser Substanzen erscheint. Ein knappes Drittel dieser jungen Menschen räumte außerdem ein, die Mittel nicht wie gedacht verwendet zu haben, sie also missbraucht zu haben, um sich beispielsweise aufzuputschen. Das Missbrauchspotential wächst mit dem Alter - unter den bis zu 17-Jährigen räumte jeder Vierte die unsachgemäße Medikamenteneinname ein, bei den 18- bis 25-Jährigen waren es gut 40 Prozent. Werden hier die Grundlagen für spätere Abhängigkeitserkrankungen gelegt?
Einer von drei US-Jugendlichen missbraucht Medikamente, spektrum.de 2.2.21

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Wie unser Fleischkonsum den Planeten zerstört 
Freitag, 12. Februar 2021 - Bewusstsein, Lebensart, Studien
Anzudeuten, dass der weltweite Fleischkonsum einen starken Anteil am Klimawandel und dem Verlust der Biodiversität hat, ist immer noch ein heikles Thema, denn Menschen, die gerne und oft Fleisch essen, empfinden solche Hinweise leicht als ideologiegetriebene Maßregelung ihres Lebensstils. Ein Bericht der Uno zeigt jedoch einmal mehr, dass es vor allem die Tierhaltung im Dienste des Fleischkonsums sowie die für die Futtermittelherstellung intensiv betriebene Landwirtschaft sind, die dem Artenreichtum schaden, Böden auslaugen und das Grundwasser sinken lassen beziehungsweise durch Düngemittel belasten. Das Bundesamt für Naturschutz geht für Deutschland dafür aus, dass ein Drittel aller Säugetierarten hierzulande aufgrund der Art und des Umfanges, wie wir Landwirtschaft betreiben, gefährdet sind. Ich frage mich, wie es wäre, wenn wir diese Fakten einmal, bevor wir damit beginnen, über Fleischkonsum und mögliche Alternativen zu diskutieren, tiefer auf uns wirken zu lassen. Was macht es mit uns als Menschen, wenn wir uns bewusst werden, dass die Art und Weise, wie wir uns am Leben erhalten, das Leben um uns herum bedroht. Ich glaube nicht, dass sich Lebensstilveränderungen von oben verordnen lassen. Aber wenn wir uns innerlich mehr auf die Zusammenhänge einlassen, die zwischen unserer Lebensweise und unserer Lebenswelt bestehen, öffnen sich vielleicht auch Türen für bessere, nachhaltigere Verhaltensweisen.
Fleischkonsum ist der größte Feind der Natur, spiegel.de 4.2.21


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Yoga wird zum Breitensport, zumindest als Markt 
Donnerstag, 11. Februar 2021 - Lebensart, Studien
Neben dem beobachtbaren Achtsamkeits-Trend hat auch das Yoga in den vergangenen Jahren einen deutlichen Wachstumsschub hingelegt. Laut einer Studie des Berufsverbandes der Yogalehrenden üben schon etwa fünf Prozent der Deutschen die indische Bewegungskunst. Das mag sich nach nicht viel anhören, doch beim Hinblick auf die wirtschaftliche Dimension dieser Bewegung wird deutlich, dass es durchaus von Bedeutung ist. Weltweit werden jährlich bereits 130 Milliarden Dollar im Namen des Yoga bewegt - für Kurse, Yoga-Bekleidung oder Zubehör wie Trainingsmatten. Es ist immer wieder interessant zu beobachten, wie sehr solche kulturellen Trends in Systemen, die vor allem von einer Geldwirtschaft geprägt sind, zu einem wirtschaftlichen Ding werden. Natürlich sollten Menschen, die anderen Yoga lehren, für ihren Aufwand ein Auskommen haben. Ich frage mich aber auch, ob die hier beobachtbare Form der Kommerzialisierung wirklich wünschenswert ist. Das meine ich auch gar nicht ideologisch im Sinne, dass Geld in solchen spirituellen Kontexten nichts zu suchen hätte. Eher wird mir mal wieder deutlich, wie sehr der Kapitalismus einfach dazu neigt, sich die meisten Entwicklungen, die in diesem System stattfinden, früher oder später einzuverleiben. Ist das gut so? Und wollen wir das überhaupt?
Yoga dehnt sich aus, FAZ.de 25.1.21

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In den Fängen des berechnenden Bewusstseins 
Mittwoch, 10. Februar 2021 - Bewusstsein, Studien, Arbeit
Seit die ersten Corona-Impfstoffe auf dem Markt sind, zeigt sich in der Öffentlichkeit in Politik und Wirtschaft wie auch der breiten Bevölkerung, wie sehr wir alle doch von einem berechnenden Bewusstsein getrieben werden. Die Allianz beispielsweise veröffentlichte gerade eine Studie, die zeigt, dass Europa aufgrund der Langsamkeit der europäischen Impfkampagnen voraussichtlich im Vergleich zu Ländern, die schneller impfen, einen wirtschaftlichen Schaden von 90 Milliarden Euro riskiert. Ich möchte gar nicht in Abrede stellen, dass die Impfstoffversorgung möglicherweise besser hätte laufen können, und ich bin sehr dafür, diese Fragen wirklich offen zu diskutieren, aber irgendwie sitzt mir auch quer, dass die Situation sofort wieder vor allem im Kontext wirtschaftlicher Zahlen diskutiert wird. Und vor allem, dass im Vordergrund steht, welche Länder zur Zeit ihre Bevölkerungen am besten mit Impfstoff versorgen, aber nur wenig darüber gesprochen wird, wie es um die Zukunftschancen jener Länder bestellt ist, die in diesem Verteilungskampf immer noch ganz am Ende der Warteschlange stehen. Vielleicht ist es naiv, dass ich mir hier mehr Verbundenheit wünsche, mehr Einsicht darin, dass uns vordergründig mehr beschäftigen sollte, wie alle Menschen angemessen bei den Impfungen berücksichtigt werden können. Denn wahrscheinlich ist der wirtschaftliche Schaden, der durch das Vorpreschen der reichen Länder beim Impfen für die ärmeren entsteht, viel größer als jene 90 Milliarden Euro, die in der EU vielleicht in den kommenden Monaten mehr verdient werden könnten.
Verzögerung beim Impfen kostet Europa 90 Milliarden Euro, welt.de 4.2.21

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Grün ist gut fürs Gemüt 
Dienstag, 9. Februar 2021 - Lebensart, Psychologie
Grünpflanzen in der Wohnung scheinen auf subtile Weise das menschliche Wohlbefinden selbst in besonders herausfordernden Zeiten zu stärken. Wissenschaftler aus Italien hatten im vergangenen Jahr zwischen März und Juni weltweit 4.200 Menschen aus 46 Ländern befragt, wie sie durch die jeweiligen Lockdowns gekommen waren. Dabei zeigte sich, dass Menschen, die keine oder kaum Pflanzen in der eigenen Wohnung um sich hatten, schlechter zurechtkamen als jene, die sich mit viel Grün umgaben. Die Pflanzenlosen klagten häufiger über negative Emotionen und erlebten weniger gute Gefühle als jene, die mit vielen Pflanzen leben. Die Erforschung von Trends wie Waldbaden zeigt schon seit einiger Zeit, dass die Natur dem menschlichen Gemüt gut tut. Gut zu wissen, dass selbst Zimmerpflanzen, wenn sie in ausreichender Zahl vorhanden sind, hier einen Beitrag leisten können.
Mit Pflanzen besser durch die Pandemie, spektrum.de 26.1.21


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Meditation für die Massen 
Montag, 8. Februar 2021 - Bewusstsein, Lebensart
Achtsamkeit ist längst zu einem Modebegriff geworden und durch die Pandemie und den mit ihr verbundenen psychosozialen Stress haben im vergangenen Jahr mehr und mehr Menschen ein Interesse daran entwickelt, das Meditieren zu erlernen. Der Streaming-Dienst Netflix schafft für diese neuen Zielgruppen nun ein neues, leicht zugängliches Angebot. Gemeinsam mit dem Meditations-App-Anbieter Headspace hat Netflix eine neue Serie veröffentlicht, in der Headspace-Gründer Andi Puddicombe in 20-minütigen Folgen in die Welt des Meditierens einführt. Er vermittelt Meditationen für Einsteiger und gibt Hinweise, wie die gemachten Erfahrungen auch im Alltag zum Tragen kommen können. Ein spannender Vorstoß, der womöglich breiteren Bevölkerungsgruppen den Weg zum Meditieren ebnet und dabei nicht nur für Popularisierung, sondern auch eine gewisse Fundierung des Themas sorgt, denn Puddicombe bringt in seine Lehrtätigkeit seine langjährige klösterliche Erfahrung ein.
Meditation zum Streamen: Die "Headspace"-Sendung auf Netflix im Selbsttest, fit for fun 24.1.21

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