Arbeitgeber zaudern noch immer beim Home Office 
Dienstag, 23. Februar 2021 - Studien, Arbeit, Management
Obwohl das Thema Home Office kaum einen Tag nicht in den Medien diskutiert wird, scheinen viele Arbeitgeber immer noch zu zaudern. In einer Erhebung der Hans-Böckler-Stiftung gaben 39 Prozent der Befragten an, dass ihre Arbeit ganz oder in großen Teilen von Zuhause aus erledigt werden könnte. Ende Januar waren allerdings trotz der Verordnung der Bundesregierung lediglich 24 Prozent der Beschäftigten im Home Office aktiv. Im November waren es sogar nur 14 Prozent, im Dezember 17 Prozent. Der Druck der Bundesregierung hat also einiges bewegt, doch wäre wohl mehr möglich.
Jeder Vierte im Homeoffice, FAZ 16.2.21

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Kurzarbeit schafft nicht nur finanzielle Sorgen 
Montag, 22. Februar 2021 - Psychologie, Studien, Arbeit
Etwa acht Prozent der deutschen Arbeitnehmer erhalten gegenwärtig Kurzarbeitergeld, so eine Studie der Hans-Böckler-Stiftung. Und diesen vorübergehenden Schutz vor Arbeitslosigkeit wissen viele auch zu schätzen. Dennoch haben viele bereits finanzielle Sorgen - und die Angst vor der beruflichen Zukunft wächst. 48 Prozent der Kurzarbeiter berichten bereits von einer angespannten Finanzlage. Das sind nahezu viermal so viele wie unter jenen, die noch normal arbeiten können - und kaum weniger als unter Menschen ganz ohne Arbeit. Doch nicht nur fehlendes Geld beunruhigt die Betroffenen. 44 Prozent von ihnen sind zudem in Sorge, ob kurz oder lang den Job doch noch zu verlieren. Unter den Beschäftigten ohne Kurzarbeit befürchtet dies nur jeder Zehnte.
Mehr als die Hälfte der Kurzarbeiter hat Existenzsorgen, spiegel.de 5.2.21

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Feedback - oft gewünscht, selten gegeben 
Freitag, 19. Februar 2021 - Studien, Arbeit, Management
Wenn es um die Feedbackkultur in Unternehmen geht, sind in Studien oft die Klagen groß, dass Führungskräfte hier viel zu sparsam sind. Eine Repräsentativstudie im Auftrag der Arbeitgeber-Bewertungsplattform kununu legt nun nahe, dass die Beschäftigten, die sich beklagen, oft selbst nicht gerade redselig sind, wenn es um Feedback für die Führenden selbst geht. Nur knapp die Hälfte der Befragten beispielsweise spiegelt einer Führungskraft, wenn diese sich positiv verhalten hat. Und nicht einmal jeder Zehnte lässt das die Personalabteilung wissen. Kritik zu äußern, traut sich gar nur jeder Dritte. Es ist eine Sprachlosigkeit, die anscheinend alle Beteiligten der Feedbackkette gleichermaßen betrifft. Wer da wohl zuerst das Eis bricht?
Nur die Hälfte der Mitarbeiter gibt Feedback, wenn sie sich über den Chef freuen — und noch seltener, wenn sie sich ärgern, Business Insider 11.2.21

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Achtsamkeit hilft der Agilität 
Donnerstag, 18. Februar 2021 - Bewusstsein, Arbeit, Management
Agilität ist in aller Munde, doch viele Firmen scheitern an ihr, weil sie versuchen, neue Verhaltensweisen eher formal umzusetzen und dabei vergessen, dass Mitarbeiter auch innere Wachstumsschritte machen müssen. Ein Berliner Start-up möchte diese Lücke schließen. Wevolve verbindet Methoden der Agilität mit Achtsamkeit, um dieses Wachstums zu ermöglichen. "Die Grundidee von Wevolve ist, dass Veränderung bei einem Selbst anfängt und von innen nach außen stattfindet", so Mitgründer Daniel Rieber. Statt klassischem Achtsamkeitstraining möchten die Wevolve-Berater mit ihren Kunden an der Entwicklung einer auf den Prinzipien von Achtsamkeit basierenden Unternehmenskultur arbeiten. Dabei kommen Methoden der Ko-Kreation und Design Thinking zum Einsatz. Nico Rönpagel, der viel über Achtsamkeit geforscht hat, begleitet die Kundenprojekte und untersucht ihren Impact, so dass die Firmen hinterher anhand der Forschungsergebnisse nachvollziehen können, was die Interventionen bewirken.
Zwei Gründer wollen mit Achtsamkeits-Coaching deinen Job leichter machen, Business Insider 8.2.21

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Sport tut dem Hirn gut 
Mittwoch, 17. Februar 2021 - Lebensart, Studien
Bewegung ist gesund, das wissen wir alle. Sie tut nicht nur dem Körper gut, sondern die Gehirne von trainierten Menschen arbeiten auch effizienter. So zeigt sich über alle Altersgruppen hinweg, dass die sogenannten exekutiven Funktionen, die zur Selbstregulationsfähigkeit und dem Erfolg beim Lernen beitragen, durch Bewegung gefördert werden. Wer viel trainiert, reagiert außerdem ruhiger auf Stress, ist in herausfordernden Situationen weniger ängstlich und hat eine bessere Stimmung. Sportarten, bei denen man bestimmten Regeln muss wie beispielsweise beim Baseball stimulieren das Hirn dabei mehr als eher zyklische Bewegungsabläufe wie beim Laufen oder Schwimmen. Wenn die Couch mal wieder ruft, also einfach daran denken, dass das Gehirn sich über etwas ganz anderes wesentlich mehr freuen könnte ...
»Sport macht klug«, spektrum.de 2.2.21

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Mitarbeiter wünschen sich bei Führungskräften mehr Herz 
Dienstag, 16. Februar 2021 - Studien, Arbeit, Management
Was eine gute Führungskraft auszeichnet, kann in den Augen von Mitarbeitern und Unternehmenschefs sehr unterschiedlich sein, wie eine Untersuchung der Boston Consulting Group mit 4.000 Befragten zeigt. Herz, Hand oder Hirn, was braucht ein guter Chef?, lautete die Frage - und die Antworten der unterschiedlichen Interessengruppen vielen diametral entgegengesetzt aus. Unter den Mitarbeitern erreichten die menschlichen Qualitäten mit 37 Prozent den Spitzenplatz, gefolgt von Tatkraft (20 Prozent) und Intellekt (14 Prozent). Die Unternehmen selbst legen jedoch eindeutig die Priorität auf den Kopf, und zwar mit stolzen 69 Prozent. Tatkraft kam an der Unternehmensspitze auf 44 Prozent und das Herz folgte erst an letzter Stelle mit 25 Prozent. Da wundert es kaum, dass eine Vielzahl von Studien immer wieder zum Ergebnis kommt, dass die Mitarbeiter an ihren Führungskräften vieles vermissen.
Mitarbeiter wünschen sich menschliche Chefs, zeit.de 6.2.21

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Psychopharmaka werden von jungen Menschen leicht missbraucht 
Montag, 15. Februar 2021 - Lebensart, Psychologie, Studien
Die Opiodkrise der USA ist schon schlimm genug, doch zeigt eine neue Studie nun auch, wie junge Menschen auf besorgniserregende Weise mit Psychopharmaka umgehen. Die Wissenschaftler werteten dafür Daten aus dem National Survey of Drug Use and Health Sampling von 110.000 jungen Menschen im Alter von 12 bis 25 Jahren aus. Gut ein Drittel der Befragten gab an, im Vorjahr ein verschriebenes psychoaktives Medikament eingenommen zu haben, was mir schon als eine recht hohe Verbreitung dieser Substanzen erscheint. Ein knappes Drittel dieser jungen Menschen räumte außerdem ein, die Mittel nicht wie gedacht verwendet zu haben, sie also missbraucht zu haben, um sich beispielsweise aufzuputschen. Das Missbrauchspotential wächst mit dem Alter - unter den bis zu 17-Jährigen räumte jeder Vierte die unsachgemäße Medikamenteneinname ein, bei den 18- bis 25-Jährigen waren es gut 40 Prozent. Werden hier die Grundlagen für spätere Abhängigkeitserkrankungen gelegt?
Einer von drei US-Jugendlichen missbraucht Medikamente, spektrum.de 2.2.21

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Wie unser Fleischkonsum den Planeten zerstört 
Freitag, 12. Februar 2021 - Bewusstsein, Lebensart, Studien
Anzudeuten, dass der weltweite Fleischkonsum einen starken Anteil am Klimawandel und dem Verlust der Biodiversität hat, ist immer noch ein heikles Thema, denn Menschen, die gerne und oft Fleisch essen, empfinden solche Hinweise leicht als ideologiegetriebene Maßregelung ihres Lebensstils. Ein Bericht der Uno zeigt jedoch einmal mehr, dass es vor allem die Tierhaltung im Dienste des Fleischkonsums sowie die für die Futtermittelherstellung intensiv betriebene Landwirtschaft sind, die dem Artenreichtum schaden, Böden auslaugen und das Grundwasser sinken lassen beziehungsweise durch Düngemittel belasten. Das Bundesamt für Naturschutz geht für Deutschland dafür aus, dass ein Drittel aller Säugetierarten hierzulande aufgrund der Art und des Umfanges, wie wir Landwirtschaft betreiben, gefährdet sind. Ich frage mich, wie es wäre, wenn wir diese Fakten einmal, bevor wir damit beginnen, über Fleischkonsum und mögliche Alternativen zu diskutieren, tiefer auf uns wirken zu lassen. Was macht es mit uns als Menschen, wenn wir uns bewusst werden, dass die Art und Weise, wie wir uns am Leben erhalten, das Leben um uns herum bedroht. Ich glaube nicht, dass sich Lebensstilveränderungen von oben verordnen lassen. Aber wenn wir uns innerlich mehr auf die Zusammenhänge einlassen, die zwischen unserer Lebensweise und unserer Lebenswelt bestehen, öffnen sich vielleicht auch Türen für bessere, nachhaltigere Verhaltensweisen.
Fleischkonsum ist der größte Feind der Natur, spiegel.de 4.2.21


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