Die Diva im Unternehmen 
Freitag, 30. März 2007 - Management
Das Wirtschaftsmagazin brandeins hat seine März-Ausgabe dem Thema Diven-Dämmerung gewidmet. Im Titel-Essay stellt Chefredakteurin Gabriele Fischer erfrischend und unterhaltsam dar, wie diese - relativ neue - Spezies Unternehmen zu Höhenflügen, aber auch Abstürzen verhilft. Doch immer mehr Firmen sind auch auf der Hut vor den Exzentrikern. So schreibt Fischer: "Intuition ist gefragt. Und ein Führungstypus, der klug genug ist, den Verführungen der Schmeichler zu widerstehen und sich nicht für den Größten zu halten. Eher zurückhaltende und gleichwohl erfolgreiche Unternehmen wie BASF oder Continental halten sich eher an die Regel, nach der eine Streetgang den 'natürlichen' Leiter wählt: Er ist nicht der Stärkste, der Intelligenteste oder der Schönste einer Gruppe, so hat [der Psychotherapeut] Wolfgang Schmidbauer festgestellt, 'sondern jemand, der sich in keinem dieser Merkmale aus der Spitzengruppe entfernt, aber zugleich eher vielseitig und integrativ ist'."
"Diven-Dämmerung", brandeins 3/2007


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CSR-Trainingshandbuch für KMUs 
Donnerstag, 29. März 2007 - Bücher
Das Österreichische Forum zur Förderung der Selbstständigkeit (FO.FO.S) hat ein Trainingshandbuch für kleine und mittlere Unternehmen herausgebracht, die das Thema Corporate Social Responsibility in der Unternehmenspraxis verankern möchten. Der Leitfaden entstand im Rahmen eines EU-Projekts zur Förderung von CSR in KMUs. Er bietet fünf Trainingseinheiten in denen die Aspekte „Einführung in die Unternehmensethik“, „CSR am Arbeitsplatz“, „CSR und Umweltfragen“, „CSR am Markt“ sowie „CSR im Gemeinwesen“ behandelt werden. Übungen, Fallbeispiele und die Darstellung typischer ethischer Dillemmata stellen den Praxistransfer sicher.
CSR-Trainingsbuch

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CSR für viele Verbraucher ein Fremdwort 
Mittwoch, 28. März 2007 - Studien
Ein Großteil der Verbraucher weiß mit dem Begriff Corporate Social Responsibility nichts anzufangen, so das Ergebnis einer Untersuchung des Instituts für Markt-Umwelt-Gesellschaft e.V. (imug). 77 Prozent der Befragten einer imug-Repräsentativstudie hatten den Begriff noch nie gehört. Dennoch spielen Aspekte, die Experten unter dem Begriff CSR zusammen fassen, für viele Konsumenten eine Rolle. Die Studienteilnehmer nannten etwa die Erhaltung von Arbeitsplätzen, die Einhaltung von Sozialstandards oder fairen Handel als relevante Kriterien, die von Unternehmen erfüllt werden sollten.
"77% haben CSR noch nie gehört", Glocalist 25.3.2007

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Folgen von Stress werden häufig unterschätzt 
Dienstag, 27. März 2007 - Studien
Die Weltgesundheitsorganisation schlägt bereits Alarm, denn seelischer Druck ist bereits heute für rund 70 Prozent aller Krankheiten mitverantwortlich. Damit wird Stress zu einer der größten Gesundheitsgefahren des 21. Jahrhunderts. Während in den letzten Jahren die Krankenraten rückläufig sind, haben die seelischen Leiden am Arbeitsplatz zwischen 1997 und 2004 um erschreckende 70 Prozent zugenommen. Die Fehlzeiten aufgrund psychischer Probleme stiegen in den letzten 15 Jahren um 33 Prozent und jeder zehnte Fehltag ist heute stressbedingt. Das Statistische Bundesamt bezifferte für das Jahr 2004 die direkten Versorgungskosten, die durch psychische Krankheiten entstehen, mit 22,8 Milliarden Euro.
"Stress ohne Ende", WiWo 20.3.2007

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Neurotiker ruinieren das Geschäftsergebnis 
Montag, 26. März 2007 - Studien
Alpha-Tiere, die über die Stränge schlagen und mit zu harter Hand und zu viel Selbstgefälligkeit führen, können die Produktivität von Unternehmen nachhaltig lähmen. Ein Bericht des Handelsblatts liefert Zahlen aus mehreren Studien, die belegen: Neurotiker schaden dem Geschäft. Die Personalberatung Development Dimensions International fand beispielsweise heraus, dass der typische amerikanische Arbeiter zwischen zehn und zwanzig Stunden pro Monat nur damit beschäftigt ist, sich über seinen Chef zu beklagen oder anderen bei ihren Klagen über Vorgesetzte zuzuhören. Diese Zahlen verwundern nicht, denn die Unternehmensberatung Kienbaum wiederum dokumentierte im Rahmen eines Führungskräfte-Checks, dass jede dritte Führungskraft Zeichen einer leichten Neurose zeigt und bei einem guten weiteren Drittel der Führungskader die Symptome sogar schon ein mittleres Stadium erreicht haben. Ein Prozent der Chefs sei "regelrecht durchgeknallt", so das Handelsblatt. Alleine die wirtschaftlichen Folgen dieser Misere sind enorm, denn laut Kienbaum erreicht die Umsatzrendite der von Neurotikern geführten Firmen nur magere 2,7 Prozent, während sie in "gesunden" Firmen bei 8,7 Prozent liegt.
"Die Keule hilft nicht immer", HB 13.3.2007

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Gelebte Wertschätzung - Eine Haltung wird lebendig 
Freitag, 23. März 2007 - Bücher
Zum Wochenausklang ein schöner Buchtipp für alle, die keine Lust mehr auf Ellbogenmentalität und täglichen Kampf im Business wie im Privatleben haben. Prof. Barbara Mettler-v.Meibom zeigt mit ihrem neuen Buch "Gelebte Wertschätzung. Eine Haltung wird lebendig", wie Rivalitäten und ein vor allem in der Wirtschaft nur allzu typisches Gegeneinander sich transformieren lässt in ein Miteinander, das von gegenseitiger Achtung und Respekt geprägt ist. Sehr einfühlsam zeigt die Autorin an Beispielen aus Coaching und Wirtschaft, wie wir - noch dazu allzu häufig ungewollt - in eine Haltung von Arroganz und Abwehr geraten und dadurch nicht nur unseren Mitmenschen das Leben schwer machen, sondern uns auch von unserer inneren Quelle der Kraft abschneiden. In den zahlreichen Praxisfällen wird deutlich, dass es oft nur kleiner Schritte bedarf, um diese Distanz zu überwinden und neue Harmonien herbeizuführen. Ein anregendes Buch, das dazu inspiriert, die dargestellten Ideen und Ansätze auch ins eigene Leben zu integrieren.
Verlagsseite zum Buch

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Chefs müssen mehr kommunizieren 
Donnerstag, 22. März 2007 - Management
Firmenchefs kommunizieren zu wenig und mit den falschen Leuten - so eine Diagnose der Kommunikationsberater Egbert Deekeling und Olaf Arndt. Nur etwa zehn Prozent ihrer Arbeitszeit verwenden die Top-Manager auf kommunikative Angelegenheiten und hier stehen zumeist die Shareholder an erster Stelle. Das ist zu wenig und sollte nicht die einzige Zielgruppe sein, so die beiden Berater in einem Beitrag für die Frankfurter Allgemeine Zeitung. "Die Organisation der Wahrnehmung des Chefs ist damit ein Schlüssel für den Unternehmenserfolg - und damit wiederum auch für den Erfolg des Vorstands. Kommunikation muss als Teil der unternehmerischen Agenda verstanden werden, gehört zum Kerngeschäft eines Chefs und darf daher nicht delegiert werden", sagen Deekeling und Arndt. Was passiert, wenn die Führung zu wenig spricht und aufkeimende Krisen innerhalb verschiedener Zielgruppen wie Öffentlichkeit oder Mitarbeiter nicht erkennt, haben nach Ansicht der Berater "Opfer" wie Siemens-Chef Klaus Kleinfeld - nicht zuletzt in einer in den Medien geführten Debatte - am eigenen Leibe spüren müssen.
"Schlüssel zur Erfolgswahrnehmung", FAZ 19.3.2007

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Studiengang Management, Philosophy and Economics in Frankfurt 
Mittwoch, 21. März 2007 - Veranstaltungen
Die Frankfurt School of Finance & Management bietet künftig einen neuen Bachelor-Studiengang "Management, Philosophy and Economics" an, der einen Spannungsbogen zwischen wirtschafts- und geisteswissenschaftlichem Denken schlagen soll. "Um nachhaltige Antworten auf die großen Fragen der Zeit zu entwickeln, müssen wir die Ursachen für die Probleme erkennen und verstehen. Hierfür reicht ökonomisches Wissen allein nicht aus. Soziale und interkulturelle Kompetenzen sowie vor allem der Umgang mit unterschiedlichen Wertesystemen sind absolut notwendig. All dies lernt man im MPEBachelor!”, wirbt der Chefvolkswirt der Deutschen Bank Prof. Norbert Walter in der Broschüre der Hochschule für den Studiengang. Unfreiwillig tief blicken lässt die Beschreibung zur Zielgruppe, in der es heißt, MPE sei vor allem für Studierende die richtige Wahl, wenn sie "daran interessiert sind, sich neben spezialisiertem Fachwissen grundsätzliche analytische Fähigkeiten anzueignen". Da möchte man schon nachfragen: Sollte das nicht für alle Management- und Wirtschaftsstudiengänge gelten?
Am 2. April bietet die Frankfurt School of Finance einen Info-Abend zum neuen Studiengang an.
Webseite zum Studiengang der Frankfurt School of Finance

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