CSR muss strategisch implementiert werden 
Dienstag, 31. März 2009 - Studien
Eine Studie der PR-Agentur Pleon zeigt, dass Engagement zur Corporate Social Responsibility am ehesten überzeugt, wenn es möglichst weitgehend in der gesamten Unternehmensstrategie verankert ist. Die Agentur befragte mehr als 200 Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Nicht-Regierungsorganisationen zu Themen, in denen unternehmerisches Handeln das gesellschaftliche Umfeld berührt. Das Fazit der Studie: Am wichtigsten ist es, das operative Geschäft so auszurichten, dass es als verantwortlich gegenüber der Gesellschaft gelten kann. Während auf der Prioritätenliste der Befragten CSR-Projekte, die mit dem eigentlichen Geschäftsbetrieb nichts zu tun haben, darunter Kunstförderung, soziale und Bildungsprojekte, abgeschlagen auf den letzten Rängen im Hinblick auf ihre Wirksamkeit landeten, sind es die konkreten Facetten des operativen Geschäfts, denen eine hohe CSR-Wirkung zugute gehalten wird. So nannten die Befragten (in dieser Reihenfolge) Menschenwürde bei der Produktion im Ausland, Arbeitsschutz, Umweltschutz im Ausland, nachhaltige Produktion, Ausbildung und Weiterbildung, Steuern, Teilzeitarbeit, betriebliche Mitbestimmung, betriebsinterne Kinderbetreuung, tarifliche Entlohnung und die Aufrechterhaltung von Produktionsstandorten in Deutschland als wichtigste CSR-Kriterien.
Pleon-Studie


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Die Sinnkomponente der Wirtschaft 
Montag, 30. März 2009 - Success Stories
Anlässlich des 25-jährigen Bestehens von Alnatura hält der Gründer der Biolebensmittel-Kette Götz Rehn Rückschau und reflektiert über die seiner Ansicht nach notwendigen Sinnbezüge, die wirtschaftliches Handeln entfalten sollte. Für den Anthroposophen steht dabei der Mensch immer im Mittelpunkt. "Ich möchte mit Alnatura mehr Sinn in die Welt bringen und will dazu beitragen, dass die Natur sich durch die Hilfe des Menschen – durch die Bio-Landwirtschaft – besser entfalten kann. Wir wollen eine Gesellschaft in Freiheit ermöglichen helfen. Durch ein ganzheitliches Denken – das ist unser intensives Streben – soll unser wirtschaftliches Handeln fair zur Erde und respektvoll zum Menschen sein. Ich bin davon überzeugt, dass die Wirtschaft immer einer Sinnbestimmung bedarf, die jenseits ökonomischer Kenngrößen liegt. Wir verantworten die Folgen unseres Tuns weit über dieses Unternehmen hinaus", sagt Rehn. Mit Alnatura geht es ihm demzufolge nicht nur um den Verkauf von Biolebensmitteln, sondern um wesensgerechtes, ganzheitliches Denken, um Kooperation und Transparenz. Wie das in der gelebten Praxis aussieht, zeigt beispielsweise die "Alnatura Erfahrungsschule", in der die Auszubildenden aus eigener Erfahrung heraus lernen - am Arbeitsplatz, im Rahmen von Theaterprojekten oder wenn sie eigenverantwortlich einen der Alnatura-Märkte führen dürfen. "Wir wollen durch unsere Taten immer originellere und ursprünglichere Leistungen schöpfen. Dies verstehen wir unter einer 'Veredelung' der Arbeitsbedingungen und Produkte durch Menschen", so Rehn.
"Wirtschaften mit Sinn", Alnatura-Webseite 1.3.2009


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Von suchenden Managern 
Freitag, 27. März 2009 - Management
Eine Studie der Evangelischen Kirche in Deutschland hat sich mit der Entwicklung der Männer beschäftigt, und dabei verschiedene Typologien herausgearbeitet. So fallen etwa knapp ein Drittel aller deutschen Männer in die Kategorie "Suchender" - eine Zuordnung, die im Management recht brisant werden kann, wie das Manager Magazin zeigt. Der Coach und Berater Ulrich Sollmann kommentiert für das Magazin die Auswirkungen, die von unsicheren Suchenden in Zeiten der Krise ausgehen: "Die alten Handlungsmuster des Managements greifen in der Krise nicht, und auch die herkömmlichen, vertrauten Alternativen funktionieren nicht mehr. Manager sind am Ende ihres Lateins, zurzeit herrscht die große Desillusionierung. Ein Suchender, der aufgrund der Desillusionierung keine verinnerlichten Ziele mehr hat, an die er selbst noch glauben kann, hat keinen inneren Piloten mehr und fällt ins Bodenlose." Als einen Grund für die große Handlungsunsicherheit dieser Führungskräfte nennt Sollmann Ängste und das Fehlen eines inneren Standpunkts: "Viele Manager haben Angst. Angst davor, ein Vorbild sein zu müssen, an vorderster Front zu stehen, Unsicherheit oder gar Ohnmacht zeigen zu müssen, das heißt: angreifbar zu sein. Führungskräfte denken, sie müssten immer alle Erwartungen erfüllen und erfolgreich sein. Tatsächlich lähmt die Angst und verhindert einen dringend nötigen Perspektivwechsel. Spätestens jetzt in der Krise funktioniert das aber nicht mehr. Heute ist es wichtiger, Farbe zu bekennen und zu sagen: 'Ich weiß auch nicht, was morgen kommt. Aber lasst es uns trotzdem anpacken.' Viele Führungskräfte können das nicht, das muss sich ändern."
"Gelähmt vor Angst", Manager Magazin 18.3.2009


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Frauen im Einkommens- und Karriereabseits 
Donnerstag, 26. März 2009 - Studien
Selbst ein MBA ist für Frauen kein Garant, im Hinblick auf das Gehalt mit männlichen Kollegen gleichzuziehen. Eine Untersuchung der Business School in Chicago zeigt: Am Anfang ihrer Karriere verdienen männliche und weibliche MBA-Absolventen zwar noch gleich viel, doch bereits nach fünf Jahren klafft die Schere auseinander. Dann verdienen Männer gut 30 Prozent mehr, weitere fünf Jahre später sogar 60 Prozent. 13 Prozent der Frauen arbeiten neun Jahre nach ihrem MBA überhaupt nicht mehr. Das grundsätzliche Problem der weiblichen Manager: Babypausen, eine geringere Arbeitszeit als bei den Männern (52 vs. 58 Wochenstunden) und der Wunsch, auf der Karriereautobahn der Familie zuliebe lieber nur Schritttempo zu fahren. Der Studie zufolge werden Frauenkarrieren auch durch die Dominanz männlicher Netzwerke (70 Prozent), die Sorge der Vorgesetzten vor familienbedingten Auszeiten (63 Prozent), eine ausgeprägte Ellbogenmentalität der Männer (54 Prozent), generelle Vorbehalte von Vorgesetzten gegenüber Frauen in Top-Positionen (33 Prozent) und den mangelnden Ehrgeiz der Frauen selbst (22 Prozent) gehemmt.
"Warum Absolventinnen keine Karriere machen", FTD 18.3.2009


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Cradle to Cradle - Öko ohne Verzicht 
Mittwoch, 25. März 2009 - Success Stories
Die taz widmet dem Umweltchemiker Michael Braungart und seinem Cradle-to-Cradle (Von der Wiege bis zur Wiege)-Konzept einen großen Artikel. Mit neuen Produktionsmethoden und -prinzipien will Braungart für zahlreiche Produkte einen nahtlosen Materialkreislauf realisieren. Produkte sollen künftig vollständig recycelt werden können, so dass keine Abfälle mehr entstehen und zugleich die natürlichen Ressourcen nicht über Gebühr belastet beziehungsweise verbraucht werden. Recyclingfähige Turnschuhe von Nike, kompostierbare T-Shirts von Trigema und ein Bürostuhl namens Think!, dessen Einzelteile sich kompostieren oder wieder dem technischen Kreislauf zuführen lassen, zeigen das große Interesse der Industrie am Cradle-to-Cradle-Prinzip. Braungart hat bisher mehr als 600 Produkte entwickelt, die diesem Prinzip folgen. Braungart kritisiert schon einmal den typisch deutschen technischen Umweltperfektionismus, der an der falschen Stelle ansetzt und von Grund auf falsch konzipierte Systeme optimiert. Der Chemiker rät dazu, weniger in Schuldkategorien zu denken (CO2-Ausstoß verringern, Nullemission, Passivhaus), sondern besser die Fülle der Natur richtig zu nutzen.
"Der Umweltretter Michael Braungart", taz 7.3.2009


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17 Prozent Frauen arbeiten im Mittelstand in Führungspositionen 
Dienstag, 24. März 2009 - Studien
Eine Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Grant Thornton zeigt: im Mittelstand haben Frauen gute Chancen, in die Führungsetagen aufzusteigen. Die Studie untersuchte den Frauenanteil bei Mittelständlern weltweit. Mit einem Frauenanteil von 17 Prozent in der Chefetage kommen die deutschen Mittelständler zwar besser weg als ihre Konzernkonkurrenz, doch gehört Deutschland mit diesem Wert auf Rang 32 von 36 untersuchten Ländern immer noch zu den Schlusslichtern. In Europa ist Russland mit 42 Prozent weiblichen Führungskräften im Mittelstand führend, gefolgt von Polen mit 32 Prozent und Finnland und Griechenland mit jeweils 23 Prozent. Internationaler Spitzenreiter sind die Philippinen mit einem Frauenanteil von 47 Prozent in den mittelständischen Führungsetagen, gefolgt von Thailand mit 38 Prozent und China mit 31 Prozent. Der weltweite Durchschnitt liegt bei 24 Prozent. Allerdings sind es immer noch 39 Prozent aller Mittelständler, deren Chefetage frauenfreies Territorium ist.
"Mittelstand bietet Frauen bessere Chancen", HB 16.3.2009


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CSR und Öko werden im Sponsoring wichtiger 
Montag, 23. März 2009 - Studien
Die Studie Sponsor Visions 2009 der Agenturgruppe pilot dokumentiert die wachsende Bedeutung von Öko-Themen und Corporate Social Responsibility im Sponsoring. So gehen 69 Prozent der der befragten 203 Sponsoring-Experten davon aus, dass Umwelt-Themen künftig im Sponsoring immer wichtiger werden (2008: 50 Prozent). In den Etats spiegelt sich dies allerdings noch nicht wider, denn auf dieses Public-Sponsoring entfallen gegenwärtig noch nicht einmal 500 Millionen Euro - verglichen mit einem für 2009 geschätzten Gesamtsponsoringvolumen von 4,2 Milliarden Euro. CSR-Programme werden zunehmend zur Konkurrenz für konventionelle Sponsoring-Aktivitäten. So gaben 48 Prozent der Befragten an, bereits CSR-Programme zu realisieren, die allerdings in den Bereichen Public-Sponsoring (71 Prozent) sowie im Sport- und Kultursponsoring verankert werden (52 Prozent bzw. 47 Prozent). 24 Prozent der Befragten riefen CSR-Programme auf Basis bereits bestehender Sponsoring-Engagements ins Leben. 24 Prozent schichten Teile ihres Sponsoring-Budgets in CSR-Aktivitäten um.
Pressemitteilung zur Studie


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Trendforscher diagnostizieren Hochkonjunktur für Sinn-Märkte 
Freitag, 20. März 2009 - Medien
Die Trendforscher des Kelkheimer Zukunftsinstituts diagnostizieren einen Trend zum Thema Neo-Spiritualität, der vor allem Märkten, die sich der Sinnsuche verschrieben haben, zugute kommen werde. Klosteraufenthalte, spiritueller Tourismus und Oasen, die die Möglichkeit zur inneren Einkehr ermöglichen, bieten in den Augen der Trendforscher zukunftsträchtige Geschäftschancen. Darüber hinaus sehen die Trendbeobachter auch im Management einen wachsenden Trend zu spiritueller Intelligenz: statt Gewinnmaximierung und Leistungssteigerung stünden nun Werteorientierung und Sinngebung auf der Corporate Agenda. Die Trendprognose: "Während die Traditionskirchen weiter an Bindungskraft verlieren, blühen die Felder der neuen Spiritualität weiter auf. Individualisierte Spiritualität und
Neo-Gläubigkeit bedeuten aber nicht nur immer neue spirituelle Abenteuer. Gleichermaßen wird damit auch das starke Bedürfnis nach Sinn, Glaubwürdigkeit und Transparenz deutlich, was künftig immer mehr Einfluss auf Märkte und Konsum nehmen wird."
Jubiläums-Zukunftsletter


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