Osterzeit - Ferienzeit 
Freitag, 29. März 2013 - sonstiges
Liebe Leserinnen und Leser, think.work.different macht Osterferien. Wir wünschen Ihnen schöne Ostertage und sind ab 8. April wieder mit frischen News für Sie da.

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Weniger bleibt weniger - der Gender Pay Gap 
Donnerstag, 28. März 2013 - Studien
Von Gleichberechtigung bei der Bezahlung kann in Deutschland noch immer keine Rede sein, wie die neuesten Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen. 2012 lag der durchschnittliche Bruttoverdienst von Frauen um 22 Prozent niedriger als der von Männern. Während Frauen mit einem Stundenlohn von im Schnitt 15,21 Euro abgespeist werden, erhalten Männer im Schnitt 19,60 Euro. Rechnet man besondere Effekte wie die höhere Teilzeitquote bei Frauen, die oft niedrigeren Positionen, die diese bekleiden, und auch die Tatsache, dass weibliche Arbeitnehmer häufig in Branchen mit niedrigerem Lohngefüge tätig sind, heraus, bleibt immer noch eine nicht zu erklärende Lücke von sieben Prozent Gehaltsunterschied.
Frauen verdienen weiterhin weniger, WiWo 19.3.13

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Ständige Erreichbarkeit wird zur Belastung 
Mittwoch, 27. März 2013 - Studien
Rund-um-die-Uhr-Verfügbarkeit ist im Business längst eine Selbstverständlichkeit. Eine Umfrage der Krankenkasse GEK unter 1.000 Managern zeigt, dass 90 Prozent der Führungskräfte werktags auch außerhalb der Bürozeiten für ihr Unternehmen erreichbar sind, mehr als 70 Prozent sind dies auch am Wochenende und 58 Prozent auch im Urlaub. Doch das hat Folgen, denn zwei Drittel der Betroffenen haben bereits den Eindruck, dass diese ständige Präsenz sie gesundheitlich beeinträchtige. Vielen Firmen scheint dies noch gleichgültig zu sein, denn 80 Prozent der Befragten geben an, dass es in ihrem Unternehmen keine Maßnahmen zur Einschränkung der ständigen Erreichbarkeit gebe.
Führungskräfte sind ständig erreichbar, FAZ 19.3.13


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Für Transparenz und Transformation im Bankenwesen 
Dienstag, 26. März 2013 - Success Stories
Die Global Alliance for Banking on Values hat mit ihrer "Berliner Erklärung" neue Grundsätze für das Bankwesen verabschiedet. Der Initiative gehören gegenwärtig 22 Banken weltweit an, die für eine faire Finanzwirtschaft eintreten. Zum notwendigen Paradigmenwechsel im Bankensystem gehört für die Unterzeichner ein klares Bekenntnis zu Transparenz, so dass Banken ihre Geschäftsmodelle und die damit verbundenen Geldflüsse vollständig offenlegen sollten. Die Forderungen der Initiative zum Thema Nachhaltigkeit: "Banken spielen eine entscheidende Rolle bei der Transformation hin zu einer nachhaltigeren Wirtschaft. Daher sollten soziale und ökologische Kriterien ein fester Bestandteil ihrer Finanzangebote sein. Banken stehen in der Pflicht, sowohl für die kurz-, als auch langfristigen Folgen ihrer Aktivitäten die volle Verantwortung zu übernehmen. Sie stehen im Dienste der Realwirtschaft und müssen gesamtgesellschaftliche Sichtweisen bei ihren Entscheidungen stärker berücksichtigen." Darüber hinaus ist es den beteiligten Banken wichtig, eine Vielfalt an Finanzinstitutionen aufrechtzuerhalten, so dass die Kapitalmärkte nicht alleine von globalen Finanzkonzernen bestimmt werden.
Berliner Erklärung 2013


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Wenn langes Arbeiten gefährlich wird 
Montag, 25. März 2013 - Studien
Überlange Arbeitstage sind für viele Berufsgruppen längst an der Tagesordnung, doch gerät dabei leicht außer acht, dass dies nicht immer auch der Arbeitsleistung förderlich ist. Je nach Tätigkeitsbereich kann die Endlos-Präsenz im Job sogar gefährlich werden. So zeigt eine Umfrage des Marburger Bundes, dass Klinikärzte bisweilen bis zur Erschöpfung im Krankenhaus Dienst schieben. Drei Viertel von ihnen arbeiten mehr als 48 Stunden pro Woche, 50 Prozent bis zu 60 Stunden und 25 Prozent sogar bis zu 80 Stunden. Und drei Prozent sind sogar länger als 80 Stunden im Dienst. Das hat Folgen, denn 71 Prozent der Mediziner klagen über Schlafstörungen und häufige Müdigkeit. Wohl dem Patienten, der es noch mit ausgeschlafenen Ärzten zu tun hat ...
Müde Klinikärzte werden zur Gefahr für Patienten, Karriere-Spiegel 11.3.13


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Warum es so schwer ist, autonom zu handeln 
Freitag, 22. März 2013 - Studien
Passend zur gestrigen News über den menschlichen Hang, sich vorzugsweise mit Gleichdenkenden zu verbinden, hier eine interessante Studie, die auf Zeit online veröffentlicht wurde. Forscher gingen der Frage nach, was Helden ausmacht beziehungsweise inwiefern Menschen fähig sind, autonom auch jenseits der Haltungen ihrer Umgebung zu handeln. Das Ergebnis der Untersuchung ist widersprüchlich, denn es zeigte sich, dass selbst Menschen, die sich in ihrer Persönlichkeit als sehr autonom betrachten, nur allzu leicht einknicken und zur Anpassung neigen, wenn sie - zum Handeln herausgefordert - sich mit mehrheitlich vertretenen Gegenmeinungen konfrontiert sind. Unsere soziale Bezogenheit scheint uns dazu zu verleiten, unsere Ansichten mit denen unseres Umfeldes abzugleichen - ein Vorgehen, dass im Zuge der Forschung zur "Weisheit der Vielen" bereits als vielfach konstruktiv bewertet wurde. Was aber, wenn die Mehrheit falsch liegt? Die Wissenschaft zeigt, dass vor allem Menschen, die in Umfeldern leben, die Eigenständigkeit fördern, es besser schaffen, ihre Urteilskraft zu schulen und ihr dann auch im eigenen Handeln zu folgen. Die Schlussfolgerungen, die die Zeit-Autorin aus den Studien zieht, stimmen sehr nachdenklich: "Zusammenfassend könnte man also sagen: Was uns zu »Helden« macht, ist nicht so sehr unsere Person oder der Glaube an die »richtige« Sache, sondern eher die Fähigkeit, auch in scheinbar alternativlosen Szenarien Handlungsmöglichkeiten zu erkennen; dazu die Kunst, die richtigen Freunde und Netzwerke zu finden, sowie der Mut, den ersten Schritt zu wagen. Moralische Unterscheidungsfähigkeit wächst, wenn man sie nutzt. ... Es empfiehlt sich also, darauf zu achten, mit wem wir Beziehungen führen und an wem wir uns ausrichten wollen. Wenn wir darüber nicht nachdenken, werden andere für uns entscheiden. Sie werden ihre Interessen durchsetzen, und wir werden es noch nicht einmal bemerken, weil wir sie irrtümlicherweise für die unseren halten."
Der Stoff, aus dem Helden sind, Zeit online 12.3.13


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Die unbewusste Macht des Gleichheitsdenkens 
Donnerstag, 21. März 2013 - Studien
Menschen tendieren dazu, sich mit Menschen zu umgeben, die ihnen ähneln - diesem Phänomen ist die Psychologie bereits seit langem auf der Spur, da dieses evolutionär anscheinend tief verankerte Verhalten im Alltag fast alle unsere Handlungen prägt. So führt dieser Hang beispielsweise dazu, dass in Firmen bei der Personalauswahl häufig eine gewisse Uniformität vorherrscht - Regelbrecher und Querdenker bleiben außen vor, während meist Mitarbeiter ausgewählt werden, die die vorherrschenden Charaktertypen bestätigen. Eine Gruppe kanadischer und amerikanischer Psychologen stellt nun in einem Experiment mit 14 Monate alten Kindern fest, dass der Hang, sich mit dem, was einem selbst entspricht, zu verbinden und anderes abzulehnen, schon in diesem Alter ausgeprägt ist - und damit nicht alleine auf Erziehung und soziale Beziehungen zurückzuführen ist. Warum diese Neigung so tief verankert ist, erklärt das Experiment nicht. Es zeigt uns aber, dass wir jederzeit wachsam sein sollten, ob wir in unseren Beziehungen und unserer Einschätzung anderer Menschen schlicht auf unser "evolutionär verankertes Programm" reagieren oder wirklich eigenständig - und dem Kontext angemessene - Entscheidungen treffen.
Nicht wie ich = blöd, wissenschaft.de 12.3.13

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Selber etwas schaffen 
Mittwoch, 20. März 2013 - Success Stories
Die gegenwärtige Diskussion über den Wohnungsmangel fördert so manche Erfolgsbeispiele zutage, wie Bürgerinnen und Bürger in Eigenregie Abhilfe für Missstände schaffen können. So ist zur Zeit das Thema Baugemeinschaften en vogue. Ein Artikel auf Spiegel online zeigt, dass die Zusammenschlüsse von mehreren Bauherren, die gemeinsam ein Objekt ihrer Wünsche realisieren, oft viel zielgenauer das, was Menschen wollen, erfüllen, als es beispielsweise der soziale Wohnungsbau könnte. Hier paaren sich Eigenverantwortung und Gestaltungswille, eine Mischung mit hohem Veränderungspotential. Hier zeigt sich, dass das Anpacken von unten häufig die bessere Alternative ist, als auf Lösungen von oben zu warten. Sicher, in einer Baugemeinschaft zu bauen, erfordert auch Kapital, ist also keine Lösung für völlig Mittellose. Aber der auf diese Weise entstehende Wohnraum ist nicht nur billiger als das klassische Eigenheim, er ist auch, weil die Gemeinschaften sich meist entsprechende Regelwerke verleihen, nicht den spekulativen Marktinteressen ausgesetzt. Und das ist ein Schritt, der einen Beitrag dazu leistet, das einseitig kapitalistisch ausgerichtete System von innen heraus zu verändern.
Willkommen in der Kapitalisten-Kommune, Spiegel online 12.3.13



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