Die Intuition der Geschlechter 
Dienstag, 4. März 2014 - Studien
Bei der Einschätzung der Intuition scheinen viele Stereotype wirksam zu sein, vor allem wenn es um die unterschiedlichen Perspektiven der Geschlechter geht. Dies zeigt eine Studie des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung, das rund 1.000 Männer und Frauen Fragen zum Thema stellte. Interessant hierbei sind die Unterschiede zwischen den Geschlechtern im Hinblick auf die Felder, in denen in die eigene Intuition vertraut wird bzw. man dem anderen Geschlecht intuitive Fähigkeiten zugesteht. So vertrauen 60 Prozent der Frauen ihrer Intuition in Fragen der Partnersuche, während es bei den Männern nur 14 Prozent sind. Diese Selbsteinschätzung der Männer deckt sich mit dem Urteil der Frauen, denn diese glauben mehrheitlich ebenfalls, dass Männer in privaten Dingen keine wirklich gute Intuition haben. Betrachtet man die Intuition im Hinblick auf den Aktienhandel, sind 66 Prozent der Männer hier von ihrer intuitiven Kompetenz überzeugt, aber nur 11 Prozent der Frauen - und lediglich neun Prozent der Männer trauen Frauen hier eine hohe Intuition.
Skepsis gegenüber weiblichem Bauchgefühl, WiWo 25.2.14


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Aus der Zukunft führen 
Montag, 3. März 2014 - Management
Insidern, die nach neuen Führungsmodellen suchen, haben den MIT-Professor Otto Scharmer schon lange auf dem Radar, nun entdeckt ihn auch die FAZ. In einem Beitrag stellt sie Scharmers Ansatz des Presencings vor. Der Begriff ist eine Kombination aus "presence" (Anwesenheit) und "Sensing" (spüren) und verweist im Sinne Scharmers darauf, dass es notwendig ist, stärker als bisher die größeren Zusammenhänge menschlichen Wirkens ins Visier zu nehmen. Für ihn reicht es nicht aus, Entscheidungen allein auf Basis vergangener Erfahrungen zu treffen. Vielmehr müsse man eine Vorstellungskraft für das künftig Mögliche entwickeln - und sich im eigenen Denken und Handeln darauf beziehen. Im Sinne von Scharmers Methode bedeutet das unter anderem, mit der Aufmerksamkeit wirklich präsent zu sein, die in der Welt, sei es im Business, in Führungsfragen oder mit Blick auf die gesellschaftliche Entwicklung, immer komplexer werdenden Zusammenhänge, von denen man selbst Teil ist, zu spüren und aus all diesen Wahrnehmungen einen Sinn dafür zu entwickeln, was daraus werden könnte.
Auf der Suche nach Glück, FAZ 22.2.14


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Frauen-Karrieren für Männer nicht bedrohlich 
Freitag, 28. Februar 2014 - Studien
Verschiedene Studien gehen davon aus, dass Männer nur schwer damit zurecht kommen, wenn ihre Frauen beruflich erfolgreicher sind als sie selbst und mehr verdienen. Eine neue Untersuchung der Soziologinnen Shireen Kanji (Universität von Leicester) und Pia Schober (DIW Berlin) eröffnet nun eine differenzierende Betrachtung. Die Wissenschaftlerinnen analysierten die Lebenssituation von knapp 4.000 britischen Paaren, die ab dem Jahr 2000 an einer Langzeitstudie teilnahmen. Alle Paare hatten mindestens ein Kind. Hauptfrage der Studie war, ob sich Paare häufiger trennten, wenn die Frau mindestens 20 Prozent mehr verdiente als ihr Mann. Dabei zeigte sich, dass das Trennungsrisiko in diesen Konstellationen nicht größer war als wenn der Mann Hauptverdiener ist. Waren die Kinder zwischen vier und sieben Jahre alt, war das Trennungsrisiko sogar geringer. Die Studie zeigt allerdings auch, dass die Fragestellung ohnehin nur einen minimalen Bruchteil der Paare betrifft, denn nur sechs Prozent der Mütter, deren Kind jünger als ein Jahr war, verdienten überhaupt wesentlich mehr als ihr Partner. Bei Müttern mit fünfjährigen Kindern fiel diese Quote auf 3,8 Prozent und der Anteil von Frauen mit gleichem Gehalt wie der Partner sank von 11 auf 4,3 Prozent. Es zeigt sich also, dass Frauen nach wie vor mehr für die Familie engagiert sind als für ihre Karriere.
Männer mögen Karrierefrauen doch, WiWo 19.2.14


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BMW schaltet einfach mal ab 
Donnerstag, 27. Februar 2014 - Management
Die sich im Business ausbreitende ständige Erreichbarkeit mit E-Mails via Smartphone rund um die Uhr lässt immer mehr Unternehmen darüber nachdenken, wie sie ihre Mitarbeiter vor dieser Art der Rund-um-die-Uhr-Präsenz schützen können, um die Work-Life-Balance aufrechtzuerhalten. Jüngstes Beispiel ist der Automobilkonzern BMW, der in einer Betriebsvereinbarung einem Teil der Mitarbeiterschaft ein Recht auf Unerreichbarkeit nach Feierabend zugesteht. Die Vereinbarung sieht vor, dass außerhalb der regulären Arbeitszeit geleistete Arbeit wie das Beantworten von E-Mails nach Dienstschluss künftig angerechnet wird, so dass Überstunden geltend gemacht werden können. Darüber hinaus können die Mitarbeiter, überwiegend Angestellte aus der Verwaltung, der Entwicklung und anderen Abteilungen, mit ihren Vorgesetzten Zeiten bestimmen, in denen sie grundsätzlich nicht erreichbar sein möchten. Die Vereinbarung wurde an allen deutschen Standorten in Kraft gesetzt und gilt für etwa die Hälfte der 79.000 Konzern-Mitarbeiter.
BMW-Mitarbeiter haben jetzt Recht auf Unerreichbarkeit, SZ 16.2.14


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Ende 30 ist die Schöpferkraft am Größten 
Mittwoch, 26. Februar 2014 - Studien
Eine Studie der Kellog School of Management zeigt, dass Menschen ihr größtes schöpferisches Potential anscheinend mit Ende 30 entfalten. Der Ökonom Benjamin Jones wertete dazu die Ergebnisse von knapp 70 Einzelstudien aus, denen die Falldaten von insgesamt rund 10.000 Personen zugrunde lagen. Betrachtet wurden Forscher, Künstler, Entwickler und Wissenschaftler im Hinblick darauf, welche Innovationen sie hervorbrachten, welche Bedeutung diese hatten und in welchem Alter die betreffenden Personen waren, als sie ihre Erfolge hatten. Dabei zeigte sich, dass diese Innovatoren im Alter von Ende 30 meist den Höhepunkt ihres Schaffens erreichten. Jones führt dies darauf zurück, dass in diesem Alter bereits viele Erfahrungen gemacht wurden, aus denen die Innovatoren schöpfen können, und sie gleichzeitig noch jung und neugierig genug seien, um mit Bestehende zu brechen und Neuland zu erobern.
Der Durchbruch kommt mit Ende 30, WiWo 17.2.14


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Wenn Optimismus zum Schuss ins Knie wird 
Dienstag, 25. Februar 2014 - Studien
In den letzten Wochen haben verschiedene Umfragen zur Konsumentwicklung und zur Einschätzung der Deutschen im Hinblick auf den wirtschaftlichen Aufschwung öffentlichen Optimismus verbreitet. Eine Studie der Universität Hamburg lässt diese Erkenntnisse nun in neuem Licht erscheinen, denn sie zeigt, dass zu optimistische Einschätzungen sich leicht in ihr Gegenteil verkehren können. Die Forscher untersuchten beispielsweise Berichte im Finanzteil von "USA Today" und verglichen diese mit der Entwicklung des Dow Jones. Dabei zeigte sich: Je positiver die Artikel in die Zukunft blickten, umso eher büßte der Aktienindex in den folgenden Wochen an Punkten ein. Ähnliche Korrelationen zeigen sich bei näherer Betrachtung der Antrittsreden der US-Präsidenten, die über den Zeitraum von 1933 bis 2009 betrachtet wurden. Je positiver die Präsidenten sich äußerten, umso eher zeigten sich negative Entwicklungen beim Bruttoinlandsprodukt und der Arbeitslosenquote im Laufe der Amtsperiode. Die Forscher gehen davon aus, dass Optimismus, wenn er nicht mit entsprechenden Strategien und konkreten Anstrengungen verbunden ist, sich leicht in sein Gegenteil verkehrt - wer positive Erwartungen habe, neige dazu, sich zurückzulehnen und zu glauben, alles erfülle sich von selbst.
Optimismus kann der Wirtschaft schaden, Gehirn & Geist 7.2.14

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Multitasking erhöht Fehlerquote 
Montag, 24. Februar 2014 - Studien
Dank wachsender Technisierung hat sich der Glaube eingebürgert, dass Menschen im Prinzip zu ähnlichem fähig sein müssten wie Computer. Deshalb ist die Ansicht, mit Multitasking komme man schneller zum Ziel, im Business weit verbreitet. Dabei wird ausgeblendet, wie Computer eigentlich funktionieren, denn auch ihre Gesamtrechenleistung ist begrenzt. Stehen mehrere gleichzeitige Aufgaben an, wird die Gesamtkapazität einfach auf diese verteilt. Unschwer erkennen lässt sich dies beispielsweise, wenn man mehrere Dateien gleichzeitig aus dem Internet lädt, denn dann verteilt sich die Bandbreite, die zur Verfügung, steht, auf alle Downloads, so dass jede einzelne Datei etwas länger bis zum Rechner braucht. Beim Menschen kommt hinzu, dass das Gehirn diese Art der Lastenverteilung nicht so einfach bewerkstelligen kann wie eine Maschine. So zeigt eine Untersuchung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, bei der verschiedene Personengruppen bei Multitaskingversuchen beobachtet und deren Hirnreaktionen gemessen wurden, dass sich Zeit- und Ressourcenverluste, Qualitätseinbußen sowie physiologische und psychische Fehlbeanspruchungen erhöhen, je komplexer die kognitive Beanspruchung ist, wenn man versucht, mehrere Aufgaben gleichzeitig auszuführen. Im Test sollten die Versuchspersonen dazu eine Aufgabe am Computer bearbeiten und gleichzeitig die Frage eines Kollegen beantworten - ein für ambitionierte Multitasker eher "leichtes" Szenario. Das Urteil der Forscher klingt zwar ein wenig spröde, ist aber eindeutig: "Bei bewusste Aufmerksamkeit erfordernden Prozessen und potentiell schwerwiegenden Fehlerfolgen ist von Multitaskingsituationen durch zeitlich parallele Informationsdarbietungen abzuraten."
Multitasking produziert Fehler und macht krank, WiWo 17.2.14


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Manager demokratisch wählen 
Freitag, 21. Februar 2014 - Management
Haufe-umantis, ein Anbieter für Personalmanagement-Software mit 120 Mitarbeitern, hat ein Experiment gewagt: Die Führungskräfte des Unternehmens werden nicht mehr vom Chef ernannt, sondern von den Mitarbeitern gewählt. Bei der ersten Wahl stellten sich 25 Kandidaten dem Voting, bei dem 21 Positionen zu besetzen waren. Die Mitarbeiter konnten auf anonymisierten Stimmzetteln ihre bisherigen Chefs bestätigen oder abwählen sowie ihre Empfehlungen und Erwartungen vermerken. Nur Führungskräfte mit einer Zustimmung von mehr als 50 Prozent wurden in ihre Positionen gewählt bzw. darin bestätigt. Beim ersten voting wurden insgesamt elf Chefs bestätigt, sieben neue Mitarbeiter ins Management befördert und drei Stellen extern neu besetzt. Eine Führungskraft wurde abgewählt. CEO Marc Stoffel, Initiator des Vorstoßes, möchte mit dem neuen demokratischen Prozess die Kritikkultur im Unternehmen fördern und Mitarbeiter stärker in notwendige Entscheidungsprozesse einbinden.
Wenn Chefs gewählt werden, WiWo 12.2.14


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