Chefinnen kein Garant für höhere Gewinne 
Freitag, 21. März 2014 - Studien
Es gibt zahlreiche Studien, die einen positiven Zusammenhang zwischen einem hohen Frauenanteil in den Führungsetagen und der Unternehmensperformance herstellen, doch eine Studie aus Schweden zeigt nun das Gegenteil. Untersucht wurden 125.000 schwedische Firmen im Hinblick darauf, ob die von Frauen geführten Firmen mehr Gewinne erwirtschaften. Herausgerechnet wurden bei der Analyse branchen- und regionsspezifische Unterschiede. I Ergebnis lag die Umsatzmarge, die von Männern erzielt wurde, bei 8,4 Prozent, während weibliche Chefs nur 7 Prozent erreichten. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass es Männern häufiger gelinge, bessere Preise zu erzielen, und insgesamt mehr Verhandlungsgeschick bewiesen, während Frauen sich bei geschäftlichen Deals eher unnachgiebig und kleinlich zeigten. Hinzu kommen, dass Frauen anscheinend mehr in ihr Personal investierten.
Weibliche Chefs machen weniger Gewinn, FAZ 12.3.14


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Kampf oder Flucht? Das ewige Stress-Dilemma ... 
Donnerstag, 20. März 2014 - Arbeit
Der Mensch scheint für die Arbeitswelt von heute nicht gemacht zu sein. Während unsere Vorfahren große Herausforderungen mit Kampf oder Flucht begegnen konnten und nach solchen Phasen extremer Anspannung wieder zur Ruhe finden konnten, scheint der durchschnittliche Arbeitnehmer heute unter Dauerfeuer zu stehen. Die Arbeitsausfälle aufgrund psychischer Erkrankungen stiegen in den letzten zehn Jahren um 40 Prozent. Zwar machten diese Krankheiten 2012 lediglich fünf Prozent aller Krankheitsfälle aus, führten jedoch zu zehn Prozent der Fehltage. Die Beratungsfirma Booz & Co. errechnete für 2009 Produktivitätsausfälle in Höhe von rund 225 Milliarden Euro. Die Krankenkassen starten zwar zunehmend Präventionsprogramme, investieren dafür aber gerade einmal 0,1 Prozent ihrer Budgets.
Der volkswirtschaftliche Schaden von Arbeitsstress, Die Welt 13.3.14


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Einkommen größter Glücksfaktor im Job 
Mittwoch, 19. März 2014 - Studien
Der Personaldienstleister OfficeTeam befragte 200 Fachkräfte im Assistenz- sowie im kaufmännischen Bereich, welches die größten Glücksfaktoren bei der Arbeit sind. 23 Prozent der Befragten nannten "ein gutes Einkommen", gefolgt von "interessanten Aufgaben und Arbeitsinhalten" (22 Prozent) und einem fairen Chef/guter Work-Life-Balance (16 Prozent). Unwichtig dagegen sind für die Befragten Zusatzleistungen (31 Prozent), Entwicklungsmöglichkeiten (22 Prozent) und eine angenehme Unternehmenskultur (16 Prozent). Andererseits sagen 31 Prozent, dass sie ein schlechtes Betriebsklima störe. 28 Prozent bemängeln mangelnde Wertschätzung, 27 Prozent ungenügende Kommunikation.
Was uns im Job glücklich macht, WiWo 11.3.14


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Revolutioniert der 3D-Druck den Kapitalismus? 
Dienstag, 18. März 2014 - Arbeit
Seit Anfang des Jahres beginnen 3D-Drucker - Geräte, mit denen sich aus verschiedenen Materialien Gebrauchsgegenstände fertigen lassen - den Endkundenmarkt zu erreichen. Technische Bausätze für den Heimgebrauch sind bereits für ca. 600 Euro erhältlich. Für einen Philosophen wie Fritjof Bergmann, der mit seiner Idee der "Neuen Arbeit" bereits seit Jahren die Idee einer partiellen Selbstversorgung und damit Unabhängigkeit der Verbraucher von der Industrie durch im 3D-Druck selbstgefertigte Dinge propagiert, dürfte dies ein Grund zu Freude sein. Auch die taz feiert den technologischen Durchbruch und stellt in einem Beitrag erste Einsatzmöglichkeiten vor. Da die Inbetriebnahme eines solchen Geräts nicht nur diverse technische Kenntnisse, sondern auch die Fähigkeit zur 3D-Programmierung zur Voraussetzung hat, dürfte die neue Domaine zunächst vor allem ambitionierten Bastlern vorbehalten sein. Doch entstehen bereits die ersten professionellen Dienstleister, die beispielsweise die Fertigung von Ersatzteilen für Kunden anbieten.
Vom Copyshop zur Minifabrik, taz 9.3.14


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Einkommenskluft zwischen Mann und Frau in Deutschland besonders hoch 
Montag, 17. März 2014 - Arbeit
Frauen verdienen weniger als Männer - auf diese Tatsache richtet der jährliche Equal Pay Day einmal mehr die Aufmerksamkeit. Die Gründe für die Einkommensunterschiede sind schnell genannt. Frauen arbeiten häufiger Teilzeit, vor allem nach einer Babypause, und sind beruflich oft in wenigen lukrativen Branchen beschäftigt. In Deutschland sind die Gehaltsunterschiede dabei besonders deutlich. Während im OECD-Durchschnitt Frauen 15 Prozent weniger verdienen als Männer, sind es in Deutschland 21 Prozent. Eine Umfrage der Unternehmensberatung Accenture zeigt, dass nach wie vor flexible Arbeitszeitmodelle fehlen, die die Vereinbarkeit von Beruf und Familie erleichtern. Und es sind eben nach wie vor eher die Frauen, die zugunsten von Familie und Nachwuchs beruflich zurückstecken.
Deutschland weist Europas größte Gehaltslücke auf, SZ 5.3.14


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Sind Hartz IV und die DDR schuld an der Vermögensungleichheit? 
Freitag, 14. März 2014 - Arbeit
Die Welt widmet einen Beitrag der wachsenden Vermögensungleichheit in Deutschland. Dem Artikel zufolge besitzt ein Viertel aller Deutschen kein nennenswertes Vermögen oder hat gar Schulden. Als Ursache dafür sieht die Welt die Nachwirkungen der DDR-Geschichte, da die Menschen in den neuen Bundesländern durch deren politisches System kaum die Chance gehabt hätten, über die Jahrzehnte persönliches Vermögen aufzubauen. Als weitere Ursache werden die Hartz IV-Gesetze bemüht, die dazu geführt haben, dass die Bezieher zunächst einen Großteil ihres Vermögens verbrauchen müssen, bevor sie Geld vom Staat bekommen. Besaßen Arbeitslose 2002 im Schnitt noch rund 30.000 Euro, seien es zehn Jahre später nur noch 18.000 Euro gewesen. Nun, Vermögen sieht anders aus - auch schon vor Hartz IV. Der Artikel kommt aufgrund seiner Annahmen zu dem Schluss, dass es keine geänderte Steuergesetzgebung für mehr Umverteilung brauche, sondern wirtschaftliches Wachstum. Eine geschlossene Argumentationskette, kein Zweifel - aber man kann Fakten auch anders bewerten ...
Hartz-Gesetze ruinieren Vermögen vieler Deutscher, Die Welt 26.2.14


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Wenn Roboter Bewerber aussortieren 
Donnerstag, 13. März 2014 - Management
Welcher Mitarbeiter passt am besten auf eine Stelle - und zum Unternehmen? Vor allem sehr große Firmen setzen im Bewerbungsprozess immer stärker auf computerbasierte Sortierprogramme. Diese werden mit Daten aus dem Unternehmen gefüttert, beispielsweise zu Ausbildungshintergrund, Leistung und Verweildauer bisheriger Mitarbeiter. So entstehen über die Zeit Profile, mit denen die Bewerbungsunterlagen neuer Bewerber abgeglichen werden können. Gängige Kriterien fürs Aussortieren können dann zu viele bisherige Jobs sein, zu viele Mitgliedschaften in sozialen Netzwerken, lange Anfahrtswege ... Die Software ist hart bei der Einhaltung des gewünschten Schemas - und lässt so vor allem die stromlinienförmig ins Profil passenden Bewerber durch. Ausnahmetalente oder Kreative, die nicht ins Raster passen, haben keine Chance, die Personalabteilung zum Vorstellungsgespräch von innen zu sehen. Die gute Nachricht für Bewerber, die zu ihren Besonderheiten stehen: Für kleine Firmen funktionieren solche automatisierten Prozesse nicht, denn diese haben schlicht nicht genügend Vergleichsdaten, anhand derer sie die Auswahl auf diese Weise "optimieren" könnten.
Wenn der Mensch von der Maschine eingestellt wird, WiWo 5.2.14


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Geld schafft noch mehr Geld 
Mittwoch, 12. März 2014 - Studien
Wer hat, dem wird gegeben - vor allem dem, der besonders viel hat. So könnte man die Reichenliste des Shanghaier Hurun-Magazins deuten. Gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl der Dollar-Milliardäre weltweit um 414 auf den neuen Rekordwert von 1.867 gestiegen. Treibende Kräfte hinter dem wachsenden Wohlstand seien der starke Aufschwung am US-Aktienmarkt sowie die Informationstechnologie - die Technologie überholte Immobilien als häufigste Quelle für den Reichtum. Etwa die Hälfte der Milliardäre konnte sich letztes Jahr über weiteres Vermögenswachstum freuen - 152 von ihnen sogar um einen Zuwachs von mehr als 50 Prozent.
Reich, reicher, Gates, taz 26.2.14


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