think.work.different macht Osterferien 
Dienstag, 29. März 2016 - sonstiges
Liebe LeserInnen, das Blog macht Osterferien. Wir sind ab 4. April wieder mit frischen News für Sie da und wünschen Ihnen schöne Frühlingstage.

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Größere Perspektive nimmt Traurigkeit die Macht 
Donnerstag, 24. März 2016 - Studien
Wer traurig ist, muss nicht zwangsläufig auch sehr darunter leiden. Eine Studie des Berliner Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung zeigt, dass Menschen, die in ihrer gedrückten Stimmung eine größere Bedeutung sehen, seltener unter psychischen oder körperlichen Begleiterscheinungen leiden. An der Untersuchung nahmen 365 Versuchspersonen im Alter von 14 bis 88 Jahren aus Deutschland teil, die drei Wochen lang sechs Mal pro Tag auf einem Smartphone-Fragebogen ihre emotionale Befindlichkeit und ihr Wohlbefinden protokollieren mussten - und auch danach gefragt wurden, ob sie ihrem emotionalen Unwohlsein eine Bedeutung beimaßen. Die Forscher gehen davon aus, dass die erlebte Sinnhaftigkeit negativer Gefühle die Intensität ihrer Auswirkungen auf das Gesamtbefinden reduziert.
Wertvolle Traurigkeit, Psychologie heute 17.3.16



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Missmut im Job kostet Milliarden 
Mittwoch, 23. März 2016 - Studien
Angenervte Mitarbeiter, die sich nicht gewertschätzt fühlen, kosten die deutsche Wirtschaft viel Geld. Laut Gallup Institut gehen den Firmen jährlich 99 Milliarden Euro an möglicher Produktivität verloren, weil die Mitarbeiter demotiviert sind. Nur 16 Prozent fühlen sich ihrem Job und der Firma wirklich verbunden, genau so viele haben andererseits bereits innerlich gekündigt. Und die große Mehrheit von 68 Prozent ist allenfalls halbherzig bei der Sache.
23 Millionen schieben Dienst nach Vorschrift, WiWo 16.3.16

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Mehr Klartext in Sachen Armutsdebatte 
Dienstag, 22. März 2016 - sonstiges
Die Wirtschaftsdaten in Deutschland sind gut, Dank HartzIV müsse niemand hungern - so oder ähnlich wird gerne argumentiert, wenn es um die Frage geht, wie es um die Armut im Lande bestellt ist. In einem Interview mit dem Freitag kritisiert Ulrich Schneider vom Paritätischen Wohlfahrtsverband, dass hierzulande ein Verdrängungsdiskurs stattfinde: "Die herrschende Elite in Deutschland lebt in einem Rausch. Wir haben ungeheuer gute Arbeitsmarktzahlen, ungeheuer gute Wirtschaftszahlen, wir sind die führende Wirtschaftsnation in Europa, die Welt schaut auf uns. Da will man mit solchen Zahlen – also 15 Prozent Armut – nichts zu tun haben. Ganz im Gegenteil, man leugnet, dass diese Menschen arm sind." Schneider rät dazu, sich die feineren Entwicklungen innerhalb der Gesellschaft stärker zu Gemüte zu führen, beispielsweise die Tatsache, dass immer mehr Menschen finanziell schlicht nicht mehr mithalten können und, selbst wenn sie nicht unter einer Brücke schlafen müssen, zumindest mehr oder weniger subtil ausgegrenzt werden: "Ich glaube, im Moment sind wir an einem Punkt angelangt, an dem viele merken, dass sie nicht mehr mithalten können. Und wenn ich mir anschaue, dass wir mittlerweile Abiturfeiern für normale Abiturienten veranstalten, bei denen man Eintrittspreise von bis zu 70 Euro zahlt, dass mittlerweile Klassenfahrten unternommen werden, auf denen es nach Florenz oder New York geht, da können viele einfach nicht mehr mithalten. Die merken das auch. Sie trauen sich noch nicht, es zu sagen – aber wir. Und genau das ist unsere Aufgabe. Wir müssen diesen Menschen endlich eine Sprache geben." Schneider bemängelt, dass im politischen Diskurs versucht werde, das Problem durch immer neue Definitionen von Armut zu verschleiern, um das dahinter liegende Problem, eine Verteilungsungerechtigkeit, nicht angehen zu müssen: "Wir haben in Deutschland einen großen Verteilungskonflikt. Wir haben mittlerweile zehn Prozent in der Bevölkerung, der gehört 60 Prozent des gesamten Vermögens. Andersrum haben 70 Prozent kaum was, leben von der Hand in den Mund, und die Reichen, je reicher sie werden, wollen immer weniger abgeben."
"Die herrschende Elite lebt in einem Rausch", Der Freitag 15.3.16

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Begünstigt Korruption das Lügen? 
Montag, 21. März 2016 - Studien
Eine im Fachmagazin Nature veröffentlichte Studie zeigt, dass Menschen, die in Ländern mit relativ hoher Korruption leben, statistisch gesehen eher zum Lügen neigen als jene, die in transparenten und ehrlicheren Systemen zu Hause sind. Die Wissenschaftler erstellten zunächst anhand von Daten zu Steuerbetrug und Korruption einen Index, der die Ehrlichkeit der Länder zusammenfasste. Dann machten sie mit gut 2.500 Menschen aus 23 Ländern ein Experiment: Die Probanden sollten ohne Aufsicht zwei Mal würfeln und bekamen entsprechend der Höhe des ersten Wurfes einen Geldbetrag - nur bei einer sechs gingen sie leer aus. Dabei zeigte sich (bei vergleichsweise hoher Ehrlichkeit aller Beteiligten), dass vor allem diejenigen, die aus Ländern mit hohem Korruptionsindex stammten, häufiger schummelten als Menschen aus sehr geordneten Systemen wie beispielsweise Deutschland. Oft beobachten die Forscher anhand der statistischen Wahrscheinlichkeit, dass nicht einfach ins Blaue gelogen wurde, sondern zum Beispiel, wenn der zweite Wurf höher ausfiel als der erste, dieser genannt wurde. Die Studie die in der Wissenschaft schon mehrfach geprüfte These, dass Menschen nicht unbedingt per se lügen, sondern eher die Wahrheit zu ihren Gunsten dehnen. Über Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge gibt die Studie allerdings keine Auskünfte. Sind Länder korrupt, weil in ihnen viele Menschen die Wahrheit dehnen? Oder tun sie dies, weil sie sich an ihre Umgebung anpassen?
In Korrupten Staaten wird mehr geschummelt, Spiegel online 9.3.16

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Geschlechtsstereotype sind hartnäckig 
Freitag, 18. März 2016 - Studien
Unsere Vorstellungen darüber, wie Männer und Frauen sind, welche Eigenschaften sie haben und welche Rollen sie im Leben übernehmen, sind sehr hartnäckig. Eine Studie der University in Wayne, New Jersey, zeigt, dass der reale Wandel in unseren Köpfen kaum ankommt. Die Wissenschaftler unterzogen 2014 ihre 200 Probanden einem Geschlechterstereotypen-Test und verglichen diese Ergebnisse mit einer Erhebung, die vor 30 Jahren durchgeführt worden war. Frauen wurde mehr Sanftmut zugeschrieben, sie seien es, die den Haushalt schmeiße und ihr typischer Beruf ist Krankenschwester. Männer hingegen sind eher wettbewerbsgetrieben und arbeiten in technischen Berufen. Speziell die weiblichen Rollenklischess haben sich laut Studie sogar etwas verstärkt.
Geschlechterklischees halten sich hartnäckig, spektrum.de 10.3.16

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Gender-Gap in Deutschland ungebrochen 
Donnerstag, 17. März 2016 - Studien
Die Manpower Group untersuchte in ihrem Global Gender Gap Report 2015 in 145 Ländern die geschlechtsspezifischen Rahmenbedingungen in den Bereichen Wirtschaft, Politik, Bildung und Gesundheit. Deutschland landete in der Gesamtwertung auf Platz elf, doch gibt es in vielen Bereichen noch erheblichen Nachholbedarf. Beispielsweise im Segment Wirtschaft, wo es nur für Platz 38 reichte. Was das Jahreseinkommen in Vollzeitbeschäftigung angeht, hinken Frauen den Männern noch um 34 Prozent hinterher. Auch beim Thema Führung sieht es nicht gut aus. Nur 29 Prozent der Frauen sind hierzulande in leitenden Positionen - international Platz 73.
Weltweite Gender-Gap-Studie: Deutschland mit Defiziten, Manpower 7.3.16

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Frauen jenseits der Quote schaffen Werte 
Mittwoch, 16. März 2016 - Studien
Die Technische Universität München (TUM) und die University of Hong Kong haben mit einer ungewöhnlichen Studie herausgefunden, dass die Arbeit von Frauen, die ohne Quotenregelung in den Vorstand eines Unternehmens gelangen, von Aktionären besonders hoch und besser als die der männlichen Vorstände bewertet wird. Die Forscher betrachteten rund 3.000 Fälle in 51 Ländern, in denen es im Untersuchungszeitraum von 1998 bis 2010 keine Frauenquote und bei denen Mitglieder des Vorstands oder des Aufsichtsrats aufgrund von Tod oder Krankheit ausgeschieden waren. Schieden weibliche Managerinnen aus, sank der Aktienkurs um im Schnitt zwei Prozent. Wurde eine Frau durch einen Mann ersetzt, erhöhte sich der Kursrückgang um einen weiteren Prozentpunkt. Diesen Effekt führen die Wissenschaftler darauf zurück, dass Frauen, die es ohne Quote in einen Vorstand schaffen, besonders gute Leistungen attestiert werden. In Ländern, in denen die Frauenanteile an der Firmenspitze besonders gering waren, fielen die Effekte noch deutlicher aus. Für die Forscher sind diese Ergebnisse ein Indiz dafür, dass eine Frauenquote nichts bringt, weil sie wohl von der tatsächlichen Leistung von Mitarbeitern ablenke. Der Rat an die Unternehmen: Ihre Auswahlprozesse bei Bewerbern zu verbessern.
Aktionäre bewerten weibliche Vorstände besser als männliche, TUM 3.3.16



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