Jeder Dritte fühlt sich von Arbeit psychisch beeinträchtigt 
Donnerstag, 12. März 2020 - Studien, Arbeit, Management
Die gute Nachricht - zwei Drittel der Arbeitnehmer finden, dass ihnen ihre Arbeit psychisch gut tut. Doch das übrige Drittel leidet im Job. Gründe sind massive Überlastung, eine zu geringe Bezahlung und fehlende Unterstützung durch die Vorgesetzten. Im internationalen Vergleich, beispielsweise mit den USA, Kanada, Italien oder Schweden, zeigt sich dabei, dass die Deutschen sich besonders von der hohen Arbeitslast tangiert fühlen. Das sind die Erkenntnisse einer Umfrage des Karriereportals Monster mit 4.500 Personen. Beim Jobwechsel wird ein Drittel von der Aussicht auf mehr Gehalt getrieben, doch genauso viele wollen inzwischen wechseln, weil sie mit ihren Arbeitsbedingungen unzufrieden sind. Ein großer Teil der Arbeitenden erwartet inzwischen vom Arbeitgeber Engagement für die Umwelt und Werte wie Diversität, Gleichstellung und Inklusion.
Geld ist nicht alles, SZ 3.3.20

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Viel Arbeit, wenig Arbeit und das Leben dazwischen 
Dienstag, 10. März 2020 - Studien, Arbeit, Management
Die Statistiken zeigen, dass der Fachkräftemangel im Hinblick auf die Arbeitsbelastung der Angestellten deutliche Spuren hinterlässt. Laut Statistischem Bundesamt arbeiteten 2018 mit 49,9 Wochenstunden am längsten Männer in der Land- und Forstwirtschaft und Fischerei. Selbst die kürzeste Arbeitszeit bei Vollzeitbeschäftigten, Männer in der Industrie, lag noch bei 40,4 Wochenstunden. Die viele Arbeit ist für die meisten in Ordnung. Nur 4,5 Prozent der Beschäftigten in der Land- und Forstwirtschaft würden ihre Arbeitszeit gerne verändern. In der Industrie sind es schon 8,2 Prozent. Es ist schwer zu sagen, ob der Grund dafür vor allem darin liegt, dass viele Menschen schlicht auf die Höhe ihres Einkommens angewiesen sind, oder ob vielleicht Berufe an der frischen Luft auch im Gesamtbild etwas weniger verschleißend sind. In der Kommunikation und Technologie würden immerhin gerne fast 6 Prozent ihre Wochenarbeitszeit reduzieren und zwar um 11 Wochenstunden. Das spricht schon eine deutlichere Sprache im Hinblick auf die alltäglichen Belastungen am Arbeitsplatz. Interessant ist gleichzeitig, dass viele Teilzeitbeschäftigte gegen ihren Willen weniger arbeiten. Fast jeder fünfte Mann in Teilzeit würde seine Arbeitsstunden gerne um im Schnitt 18 Wochenstunden aufstocken. Bei den Frauen haben gut 10 Prozent den Wunsch, im Schnitt knapp 13 Stunden mehr zu arbeiten. Hier scheinen die Arbeitgeber bewusst lieber mit vielen Wenigbeschäftigten zu arbeiten, um dadurch flexibler zu sein.
Arbeitszeiten in der Landwirtschaft am längsten, zeit.de 4.3.20

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Keine Lust auf Arbeit? Schuld ist der Chef ... 
Freitag, 6. März 2020 - Studien, Arbeit, Management
Nur jede zweite Arbeitnehmer geht gerne in die Firma, jeder dritte hat schon über Kündigung nachgedacht - und schuld daran sind die Chefs. Das zeigt eine Umfrage unter rund 1.000 Angestellten des Meinungsforschungsinstituts Forsa und des Beratungsunternehmens Porsche Consulting. In den Augen ihrer Mitarbeiter versuchen die Chefs zu viele Dinge gleichzeitig zu tun (45 Prozent), sind häufig gestresst (32 Prozent), loben zu selten (28 Prozent) oder behalten wichtige Informationen für sich (27 Prozent). Interessant ist auch - laut der Umfrage kommen weibliche Führungskräfte bei den Mitarbeitern besser weg als ihre männlichen Kollegen. Bei ihnen sind die beklagten Aspekte seltener so ausgeprägt.
Kündigungsgrund Chef – Die größten Fehler deutscher Führungskräfte, Welt.de 28.3.20

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Bei Führungskräften ist Land unter 
Donnerstag, 5. März 2020 - Studien, Arbeit, Management
Viele Führungskräfte hadern mit ihrem Job, wie eine Studie der Bertelsmann Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Reinhard-Mohn-Institut für Unternehmensführung (RMI) an der Universität Witten/Herdecke zeigt, für die knapp 1.000 Manager befragt wurden. 30 Prozent klagen über eine hohe Führungsbelastung, 20 Prozent finden, sie werden den eigenen Ansprüchen nicht gerecht, und 25 Prozent gehen so weit, dass sie glauben, als Mitwirkender eines Teams mehr beitragen zu können als in der Rolle des Chefs. Bei weiteren 25 Prozent der Befragten sind diese drei Aspekte zwar nicht so virulent, aber in Teilen auch gegeben. Die Studie zeigt auch: Je stärker belastet sich Führungskräfte fühlen, umso mehr sinkt ihr Vertrauen in ihre Mitarbeiter, was wiederum deren Demotivierung nach sich zieht. Ein Teufelskreis. Doch Belastungen offen anzusprechen oder gar um Abhilfe zu bitten, ist in der Führungsetage anscheinend nach wie vor ein Tabuthema.
Ein Drittel aller deutschen Manager steckt in der Krise, spiegel.de 28.2.20

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Wenn Fachkräfte fehlen, liegt es vielleicht auch am Geld 
Dienstag, 3. März 2020 - Studien, Arbeit
Immer wieder beschäftigt der Fachkräftemangel die unterschiedlichsten Branchen. Eine Analyse der Bundesagentur für Arbeit zeigt allerdings auch - gerade in den Berufen, in denen viele Kräfte zu fehlen scheinen, wird oft besonders schlecht bezahlt. Von den 52 Berufsgattungen, die die Bundesagentur untersuchte, trifft dies auch die Hälfte zu. In ihnen liegt das Durchschnittseinkommen unter dem, was Fachkräfte insgesamt im Schnitt verdienen. Fußpfleger kommen in Vollzeit beispielsweise gerade einmal auf einen Monatslohn von 1.800 Euro - drei Viertel von ihnen verdienen nur einen Niedriglohn. In der Fleischverarbeitung sieht es ähnlich aus mit einem Bruttoverdienst von 2123 Euro und 54,4 Prozent Arbeitnehmern im Niedriglohnbereich. Oft sind es gerade jene Branchen, beispielsweise auch die Pflege, die für viele Menschen sehr relevant sind, aber dennoch schlecht zahlen. Vielleicht sollten wir bei diesem Thema nicht nur über den Mangel sprechen, sondern auch über unseren Geiz, der zu diesen Zuständen führt.
Kaum gefragt und schlecht bezahlt, FAZ 24.2.20

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Lieber länger frei als mehr Geld 
Freitag, 28. Februar 2020 - Lebensart, Studien, Arbeit, Management
Der jüngste Tarifabschluss in der Metall- und Elektroindustrie stellt manche Arbeitgeber vor große Herausforderungen und zeigt zugleich, was Arbeitnehmenden immer wichtiger wird: mehr freie Zeit. Der Abschluss hatte den Beschäftigten die Wahl zwischen acht Tagen Urlaub und einer Sonderzahlung gelassen und viele Arbeitnehmer entscheiden sich nun für die zusätzliche Freizeit. Die Welt stellt eine Studie vor, derzufolge viele Arbeitgeber mit dieser Entwicklung überfordert sind. Sicher, sich auf ein solch neues Gefüge einzustellen, erfordert viele Anpassungen - und stellenweise sicherlich auch mehr Mitarbeiter. Interessanter aber ist vielleicht, dass das Votum der Belegschaften auch ein Signal ist. Es zeigt: Wenn Menschen es sich halbwegs finanziell leisten können, wollen sie schlicht nicht rund um die Uhr im Hamsterrad stecken. In der Metallbranche tritt das nun zutage, weil hier manche Menschen nun eine Wahl haben. Aber dahinter steckt eigentlich auch die Frage, wie es möglich werden könnte, dass insgesamt weniger gearbeitet werden muss.
Freizeit-Stress in der „Luxusbranche“, welt.de 19.2.20

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Das Leistungsprinzip hinterfragen 
Donnerstag, 27. Februar 2020 - Bewusstsein, Lebensart, Wissenschaft, Arbeit
Leistung ist in gewisser Weise das, was unsere Gesellschaft zusammenhält. Ohne all die Menschen, die tagtäglich in Berufen arbeiten, die der Allgemeinheit dienen, ginge hier - gar nichts. Doch wenn es um Leistungsgerechtigkeit geht, bleiben all die Krankenschwestern, Polizisten, Feuerwehrleute und Putzmannschaften eher außen vor, denn honoriert in Euro und Cent kommen ihre Leistungen deutlich schlechter weg als jene von Menschen in Berufen, die sogar oftmals dem Gemeinwohl eher schaden. Der Spiegel hat eine ganze Story der "Mär von der Gerechtigkeit" gewidmet. Man erfährt, dass Leistungsgerechtigkeit, auch wenn der Begriff der Leistung zu so etwas wie einer "Basisnorm" unserer Kultur geworden ist, noch nie wirklich vorhanden, aber eben auch nicht wirklich messbar war. Manch einer spricht sogar davon, dass Leistung längst eine Ideologie ist, die man hinterfragen und durchbrechen sollte. Vielleicht liegt hinter dem Unbehagen, dass viele Menschen viel Geld verdienen mit Dingen, die eher schaden als nutzen, und jene, die den Laden Gesellschaft am Laufen halten, oft leer ausgehen, auch einfach eine Frage, die wir uns viel öfter stellen und vielleicht sogar zum Maß machen sollten: Was ist uns wertvoll? Was dient Menschen? Und wie können wir dazu beitragen, das sich davon mehr in der Welt zeigt?
Leistung lohnt sich eben nicht, spiegel.de 16.2.20

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Der Neuro-Hype im Business 
Mittwoch, 26. Februar 2020 - Bewusstsein, Wissenschaft, Arbeit, Management
Die Hirnforschung erfreut sich im Business größter Beliebtheit, vor allem, seit zahlreiche Achtsamkeitsstudien belegen, wie bestimmte Übungen der Arbeit dienliche Fähigkeiten unterstützen und beispielsweise fokussierter und aufmerksamer machen. Das Magazin Human Resources Manager hat den Trend einmal unter die Lupe genommen. Zu Wort kommen Pionierunternehmen, die schon lange, bevor es zur Mode wurde, auch neurowissenschaftliche Erkenntnisse in ihre unternehmensinternen Weiterbildungen integrierten - und das nicht einmal unbedingt, weil bei ihnen Stresskompensation akut notwendig wurde. Auch kritische Stimmen finden sich in dem Artikel, denn seit Achtsamkeit boomt, sind viele Firmen darauf erpicht, auf diese Weise die Performance ihrer Mitarbeiter zu verbessern. Stressmanagement wird dann leicht zum Euphemismus dafür, dass Firmen letztlich nicht bereit sind, die Anforderungen, die sie an ihre Mitarbeiter stellen, und ihre oft überlastende Leistungskultur zu überdenken. Der Beitrag kommt denn auch zu dem Schluss, dass die Neurowissenschaften zwar einen Beitrag zur Verbesserung von Arbeitsbedingungen leisten könnten, aber eben nur, wenn Firmen wirklich ganzheitlich mit den wissenschaftlichen Erkenntnissen umgehen und nicht einfach die besten Aspekte herauspicken, die kurzfristige Kompensation von an sich unzureichenden Rahmenbedingungen versprechen.
Personalmanagement: Was ist dran am Neuro-Hype?, Human Resources Manager 17.2.20

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