Jeder Dritte fühlt sich von Arbeit psychisch beeinträchtigt 
Donnerstag, 12. März 2020 - Studien, Arbeit, Management
Die gute Nachricht - zwei Drittel der Arbeitnehmer finden, dass ihnen ihre Arbeit psychisch gut tut. Doch das übrige Drittel leidet im Job. Gründe sind massive Überlastung, eine zu geringe Bezahlung und fehlende Unterstützung durch die Vorgesetzten. Im internationalen Vergleich, beispielsweise mit den USA, Kanada, Italien oder Schweden, zeigt sich dabei, dass die Deutschen sich besonders von der hohen Arbeitslast tangiert fühlen. Das sind die Erkenntnisse einer Umfrage des Karriereportals Monster mit 4.500 Personen. Beim Jobwechsel wird ein Drittel von der Aussicht auf mehr Gehalt getrieben, doch genauso viele wollen inzwischen wechseln, weil sie mit ihren Arbeitsbedingungen unzufrieden sind. Ein großer Teil der Arbeitenden erwartet inzwischen vom Arbeitgeber Engagement für die Umwelt und Werte wie Diversität, Gleichstellung und Inklusion.
Geld ist nicht alles, SZ 3.3.20

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Schlafen will gelernt sein 
Mittwoch, 11. März 2020 - Lebensart, Psychologie, Wissenschaft
Schlafmangel ist in unserer modernen Gesellschaft längst zu einem Kostenfaktor geworden - er kostet jene, die nicht schlafen können, Nerven, Energie und letztlich die Gesundheit. Und die Folgen davon lassen sich sogar monetär beziffern. So sollen der deutschen Wirtschaft jedes Jahr rund 55 Milliarden Euro entgehen, weil Arbeitende übermüdet sind. Wen wundert es da, dass viele mögliche Lösungsvorschläge ebenfalls aus dem Reich des monetären Denkens kommen. Mit besonderen Matratzen, Schlaflampen und anderem Equipment, das den Gebeutelten helfen soll, besser zu schlafen, werden weltweit jährlich rund 70 Milliarden Euro Umsatz gemacht. Die Forschung zeigt, dass wohl die meisten dieser vermeintlichen Helfer schlicht unnütz sind und nichts bewirken. Krankenkassen setzen deshalb inzwischen immer öfter auf professionelle Schlaftrainings - die kosten zwar mehr als eine neue Matratze, aber dürften sich durch sinkende Krankheitskosten amortisieren. Vielleicht denken wir dieses Thema auch einfach von der falschen Seite aus, denn das funktionale Effizienzdenken, dass hier bei Lösungsversuchen mitschwingt, könnte ja auch etwas sein, das zum eigentlichen Problem beiträgt. Wo Menschen ständig in dem Bewusstsein leben, andauernd etwas leisten zu müssen, und wo der Alltag bis in die letzten Abendstunden mit Aktivitäten gefüllt wird (denn irgendwie möchte man ja auch noch "etwas vom Leben haben"), ist Dauererregung der Normalfall. Manches einfach mal sein zu lassen, könnte diese Spirale durchbrechen. Das erzeugt keine Kosten und schafft den Raum für Schlaf.
Das zweifelhafte Geschäft mit dem Schlaf der Deutschen, welt.de 10.3.20

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Viel Arbeit, wenig Arbeit und das Leben dazwischen 
Dienstag, 10. März 2020 - Studien, Arbeit, Management
Die Statistiken zeigen, dass der Fachkräftemangel im Hinblick auf die Arbeitsbelastung der Angestellten deutliche Spuren hinterlässt. Laut Statistischem Bundesamt arbeiteten 2018 mit 49,9 Wochenstunden am längsten Männer in der Land- und Forstwirtschaft und Fischerei. Selbst die kürzeste Arbeitszeit bei Vollzeitbeschäftigten, Männer in der Industrie, lag noch bei 40,4 Wochenstunden. Die viele Arbeit ist für die meisten in Ordnung. Nur 4,5 Prozent der Beschäftigten in der Land- und Forstwirtschaft würden ihre Arbeitszeit gerne verändern. In der Industrie sind es schon 8,2 Prozent. Es ist schwer zu sagen, ob der Grund dafür vor allem darin liegt, dass viele Menschen schlicht auf die Höhe ihres Einkommens angewiesen sind, oder ob vielleicht Berufe an der frischen Luft auch im Gesamtbild etwas weniger verschleißend sind. In der Kommunikation und Technologie würden immerhin gerne fast 6 Prozent ihre Wochenarbeitszeit reduzieren und zwar um 11 Wochenstunden. Das spricht schon eine deutlichere Sprache im Hinblick auf die alltäglichen Belastungen am Arbeitsplatz. Interessant ist gleichzeitig, dass viele Teilzeitbeschäftigte gegen ihren Willen weniger arbeiten. Fast jeder fünfte Mann in Teilzeit würde seine Arbeitsstunden gerne um im Schnitt 18 Wochenstunden aufstocken. Bei den Frauen haben gut 10 Prozent den Wunsch, im Schnitt knapp 13 Stunden mehr zu arbeiten. Hier scheinen die Arbeitgeber bewusst lieber mit vielen Wenigbeschäftigten zu arbeiten, um dadurch flexibler zu sein.
Arbeitszeiten in der Landwirtschaft am längsten, zeit.de 4.3.20

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Ungleichheit bewegt die Menschen 
Montag, 9. März 2020 - Lebensart, Psychologie, Studien
Drei Viertel aller Deutschen empfinden die Verteilung von Einkommen und Vermögen in Deutschland als ungerecht. Zu diesen Erkenntnissen kommt eine Befragung von 5.000 Menschen im Auftrag des Spiegel. Interessant daran: Statistisch betrachtet ist die Einkommensungleichheit im EU-Durchschnitt eher unauffällig und im Vergleich zu den OECD-Staaten insgesamt sogar unterdurchschnittlich. Die Gefühlslage der Deutschen spricht hingegen eine andere Sprache. Vor allem unter den Wählerinnen von SPD, Linken und Grünen ist dieses Ungerechtigkeitsempfinden besonders stark ausgeprägt. Hinzu kommt, dass drei Viertel der Befragten das Gefühl haben, dass die Ungleichheit in den vergangenen fünf Jahren gestiegen ist. Rund 57 Prozent finden, dass Leistung sich in Deutschland nicht mehr lohnt - unter den Wähler*innen der AfD sind es sogar gut 80 Prozent (Linke: 64 Prozent, FDP: 61 Prozent, Grüne/SPD/CDU/CSU jeweils um die 40 Prozent). Bei einer solch starken Stimmungslage fragt man sich natürlich, warum nicht mehr Menschen aktiv für Veränderungen eintreten. Womöglich ist ein Grund, dass das Erleben dieser Ungerechtigkeiten sich vor allem auf Distanz abspielt, denn 44 Prozent nehmen sie vor allem durch die Medien zur Kenntnis. 30 Prozent sehen sie im Freundes- und Bekanntenkreis, 25 Prozent in benachbarten Stadtteilen oder Orten.
Bürger empfinden Deutschland als extrem ungerecht, Spiegel.de 5.3.20

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Keine Lust auf Arbeit? Schuld ist der Chef ... 
Freitag, 6. März 2020 - Studien, Arbeit, Management
Nur jede zweite Arbeitnehmer geht gerne in die Firma, jeder dritte hat schon über Kündigung nachgedacht - und schuld daran sind die Chefs. Das zeigt eine Umfrage unter rund 1.000 Angestellten des Meinungsforschungsinstituts Forsa und des Beratungsunternehmens Porsche Consulting. In den Augen ihrer Mitarbeiter versuchen die Chefs zu viele Dinge gleichzeitig zu tun (45 Prozent), sind häufig gestresst (32 Prozent), loben zu selten (28 Prozent) oder behalten wichtige Informationen für sich (27 Prozent). Interessant ist auch - laut der Umfrage kommen weibliche Führungskräfte bei den Mitarbeitern besser weg als ihre männlichen Kollegen. Bei ihnen sind die beklagten Aspekte seltener so ausgeprägt.
Kündigungsgrund Chef – Die größten Fehler deutscher Führungskräfte, Welt.de 28.3.20

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Bei Führungskräften ist Land unter 
Donnerstag, 5. März 2020 - Studien, Arbeit, Management
Viele Führungskräfte hadern mit ihrem Job, wie eine Studie der Bertelsmann Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Reinhard-Mohn-Institut für Unternehmensführung (RMI) an der Universität Witten/Herdecke zeigt, für die knapp 1.000 Manager befragt wurden. 30 Prozent klagen über eine hohe Führungsbelastung, 20 Prozent finden, sie werden den eigenen Ansprüchen nicht gerecht, und 25 Prozent gehen so weit, dass sie glauben, als Mitwirkender eines Teams mehr beitragen zu können als in der Rolle des Chefs. Bei weiteren 25 Prozent der Befragten sind diese drei Aspekte zwar nicht so virulent, aber in Teilen auch gegeben. Die Studie zeigt auch: Je stärker belastet sich Führungskräfte fühlen, umso mehr sinkt ihr Vertrauen in ihre Mitarbeiter, was wiederum deren Demotivierung nach sich zieht. Ein Teufelskreis. Doch Belastungen offen anzusprechen oder gar um Abhilfe zu bitten, ist in der Führungsetage anscheinend nach wie vor ein Tabuthema.
Ein Drittel aller deutschen Manager steckt in der Krise, spiegel.de 28.2.20

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Die Angst der Väter vor dem Karriereknick 
Mittwoch, 4. März 2020
Lippenbekenntnisse gibt es viele, doch das Handeln spricht eine andere Sprache, wenn es darum geht, wie Paare sich die Elternzeit aufteilen. Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstitut YouGov zeigt: Wenn es nach dem Idealbild von Eltern ginge, würden beide gerne möglichst viel Zeit in den ersten Lebensmonaten mit dem Nachwuchs verbringen. In der Realität sind es aber 91 Prozent der Frauen, die den längsten Teil der Elternzeit in Anspruch nehmen. 76 Prozent der Frauen gehen 12 Monate in Elternzeit und ihre Männer begnügen sich mit zwei Monaten, durchschnittlich kommen die Männer immerhin auf drei Monate. Der höhere Verdienst des männlichen Partners wird immer wieder als Grund genannt. Ein weiterer ist die Angst der Männer vor dem Karriereknick. Ein wunder Punkt ist sicher auch, dass sowohl Frauen als auch Männer diese vermeintlichen Zwänge immer wieder hinnehmen.
Väter fürchten Elternzeit als Karrierekiller – zu Unrecht, WiWo 27.2.20

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Wenn Fachkräfte fehlen, liegt es vielleicht auch am Geld 
Dienstag, 3. März 2020 - Studien, Arbeit
Immer wieder beschäftigt der Fachkräftemangel die unterschiedlichsten Branchen. Eine Analyse der Bundesagentur für Arbeit zeigt allerdings auch - gerade in den Berufen, in denen viele Kräfte zu fehlen scheinen, wird oft besonders schlecht bezahlt. Von den 52 Berufsgattungen, die die Bundesagentur untersuchte, trifft dies auch die Hälfte zu. In ihnen liegt das Durchschnittseinkommen unter dem, was Fachkräfte insgesamt im Schnitt verdienen. Fußpfleger kommen in Vollzeit beispielsweise gerade einmal auf einen Monatslohn von 1.800 Euro - drei Viertel von ihnen verdienen nur einen Niedriglohn. In der Fleischverarbeitung sieht es ähnlich aus mit einem Bruttoverdienst von 2123 Euro und 54,4 Prozent Arbeitnehmern im Niedriglohnbereich. Oft sind es gerade jene Branchen, beispielsweise auch die Pflege, die für viele Menschen sehr relevant sind, aber dennoch schlecht zahlen. Vielleicht sollten wir bei diesem Thema nicht nur über den Mangel sprechen, sondern auch über unseren Geiz, der zu diesen Zuständen führt.
Kaum gefragt und schlecht bezahlt, FAZ 24.2.20

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