Liebe macht das Business erfolgreicher 
Dienstag, 15. April 2008 - Arbeit
Kürzlich habe ich für das Unternehmerinnen-Magazin Existenzielle die amerikanische Trendforscherin Patricia Aburdene interviewt. In ihrem jüngsten Buch beschreibt sie verschiedene spirituelle Paradigmen, die die Wirtschaft langfristig positiv verändern und den Aufstieg eines bewussten und zukunftsfähigen Kapitalismus begünstigen. In dem Interview, das inzwischen auf dem Online-Portal Femity vollständig zu lesen ist, erklärt Aburdene, dass der Faktor Liebe fürs Business immer wichtiger wird: "Ich bedauere jeden, der glaubt, im Business ginge es alleine darum, Geld zu machen. Wer so denkt, wird keinen Spaß an der Arbeit haben. Und außerdem nicht wirklich viel Geld verdienen. Erfolg erwächst aus Leidenschaft, Überzeugung und Kreativität. Das sind alles sehr emotionale Dimensionen. Warum? Weil diese Werte den Menschen ausmachen. Und Menschen, sei es als Kunden, Führungskräfte, Arbeitnehmer, Investoren oder Zulieferer, sind es, die ein Unternehmen erfolgreich machen - nicht eine 'Es geht alleine um den Profit'-Mentalität. ... Das eigene Unternehmen einwandfrei zu führen, ist eine Voraussetzung, um im Business zu bleiben. Aber die persönliche Leidenschaft und die eigenen Werte sind es, die es unverwechselbar machen. So entstehen wirkliche Alleinstellungsmerkmale. Liebe, Goodwill, Mut und andere transzendente menschliche Werte verwandeln sich so in konkreten Erfolg." Im Oktober 2008 erscheint die deutsche Übersetzung ihres Buches "Megatrends 2020: Der Aufstieg des zukunftsfähigen Kapitalismus. Sieben Trends, die unser Leben und Arbeiten verändern" bei J.Kamphausen, Bielefeld.
"Wir sind auf dem Weg in eine neue Business-Welt", Existenzielle März 2008


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Arbeitsumfeld kann Produktivität steigern 
Donnerstag, 10. April 2008 - Arbeit
Immer mehr Untersuchungen zeigen, dass sich durch Verbesserungen des Arbeitsumfeldes bzw. der Büroarbeitsplätze deutliche Produktivitätssteigerungen erreichen. Das Office Innovation Center des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) geht beispielsweise davon aus, dass sich auf diesem Weg Effizienvorteile von bis zu 36 Prozent realisieren lassen. Eine Untersuchung der Universität von Texas zeigte: Durch einen besseren Bürostuhl konnte die Effizienz von Steuersachbearbeitern um 17,8 Prozent erhöht werden.
"Arbeitsplatz: Der Lehrstuhl", FTD 28.3.2008


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Naikan - Die Welt sehen, wie sie ist 
Dienstag, 1. April 2008 - Arbeit
Das Magazin "Psychologie heute" widmet in seiner April-Ausgabe einen Artikel dem Thema Naikan. Dabei handelt es sich um eine japanische Methode der Innenschau, die zu mehr innerer Freiheit und einem ungeschminkten Blick aufs Leben, wie es "wirklich" ist, führt. Wer Naikan praktiziert, zieht sich sieben Tage zurück und stellt sich dabei die drei Naikan-Fragen zu wichtigen Personen im eigenen Leben: Was hat diese Person für mich getan? Was habe ich für sie getan? Welche Schwierigkeiten habe ich ihr bereitet? Der heilende Effekt, der sich in dieser intensiven Selbstbefragung einstellt: Man gewinnt Abstand von der Neigung, immer wieder andere Menschen für die eigene Situation verantwortlich zu machen. Das eröffnet neue Handlungsspielräume und befreit einen aus einer Opferrolle. Der Artikel in "Psychologie heute" schildert, wie die Methode beispielsweise im Strafvollzug eingesetzt wird. Auch im Management kann Naikan besondere Wirkungen entfalten, wie der Erfahrungsbericht der Managerin Lena Meichsner zeigt.
"Das Geheimnis der drei Fragen", Psychologie heute April 2008


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Wenn Chancen auf einen Aufstieg fehlen 
Dienstag, 11. März 2008 - Arbeit
Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung analysiert in einem Beitrag das wachsende gesellschaftliche Ungleichgewicht in Deutschland. Dabei wird deutlich, dass nicht nur die wachsende Ungleichheit bei der Einkommensverteilung bei einem großen Teil der Bevölkerung für Unmut sorgt. Vielmehr sind es die fehlenden Aufstiegschancen, die zu steigendem Verdruss führen. Während in den 90-er Jahren noch 46 Prozent der unteren Einkommensschicht innerhalb von vier Jahren aus dieser Einkommensgruppe aufstiegen, waren es Anfang des neuen Jahrtausends nur noch rund ein Drittel. Ähnlich ungünstig sieht es in der Mittelschicht auf. Zwar konnten hier zwischen 2002 und 2006 rund elf Prozent Aufsteiger verzeichnet werden, mit 14 Prozent liegt die Zahl der Absteiger jedoch deutlich höher - eine Dynamik die großen Teilen der Bevölkerung schlicht Angst bereitet. Optimismus war noch nie eine Leidenschaft der Deutschen, doch Zahlen wie diese tragen zum gefühlten Unbehagen der Bevölkerung wesentlich bei. Während die Aufwärtsmobilität in Ländern wie den Vereinigten Staaten den Traum vom Tellerwäscher zum Millionär immer wieder für Einzelne Wirklichkeit werden lässt, sind die Positionen in Deutschland gefühlt zementiert. Studien über die Aufwärtsmobilität im Bildungssystem zeigen wiederum, dass an diesen Gefühlen viel dran ist, denn eine Schlussfolgerung aus Pisa ist, dass so genannte Bildungsarmut sich vererbt und auch nachfolgende Generationen eher auf der Stelle treten oder absteigen statt ihre Chancen zu verbessern. Ein Teufelskreis, aus dem es allerdings Auswege gibt - sei es durch eine bessere Bildungspolitik, aber auch durch individuelle Anstrengungen, die dem allgemeinen Pessimismus ein Schnippchen schlagen.
"In Deutschland stimmt die Balance nicht mehr", FAS 9.3.2008


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Von kleinen Leuten und stecken gebliebenen Fahrstühlen 
Donnerstag, 6. März 2008 - Arbeit
Zukunftsforscher Matthias Horx geht im aktuellen Zukunftsletter des Zukunftsinstituts auf den Ausklang des industriellen Mega-Booms und die damit verbundene wachsende soziale Unsicherheit ein, die seiner Meinung zum neuen Linksruck in der Gesellschaft führen. Ein Jammern über soziale Ungerechtigkeit ist für Horx Ausdruck dafür, dass die Versprechen der industriellen Ära - der Aufstieg für viele - sich überholt haben. Die gegenwärtig wahrgenommene Lücke werde nun vor allem mit linken Gerechtigkeitsfloskeln gefüllt. "Was uns heute fehlt, ist Aufwärtsmobilität. Soziale Ungleichheit ist gerecht, wenn sie von vielen als persönliche Herausforderung begriffen wird, die eigene Situation zu verbessern. In der Berufswelt von heute fühlen sich aber viele Menschen wie in einem stecken gebliebenen Fahrstuhl, der noch nicht einmal mehr mit der Handkurbel zu bewegen ist. Auch ob die Notbremsen halten, ist ungewiss", so die Diagnose von Horx. In der gerade erst sich entwickelnden Wissensökonomie zählen nach Ansicht des Zukunftsforschers alle industrielle Tugenden wie Verlässlichkeit, Fleiß und Loyalität nicht mehr, sondern Eigensinn, Kreativität und Flexibilität. Diesen mentalen Paradigmenwechsel habe das deutsche Bildungssystem bisher noch nicht einmal in Ansätzen bewältigt, so Horx.
Zukunftsletter


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Synthese von Effizienz und Sinn 
Donnerstag, 21. Februar 2008 - Arbeit
Produktives wirtschaftliches Handeln werde durch spekulative Finanzinteressen zerstört, so der EKD-Ratsvorsitzende Bischof Wolfgang Huber, Er forderte mehr Transparenz und ethische Maßstäbe für das Verhalten an der Börse. Huber plädierte bei einem Vortrag für eine neue Verbindung von Wirtschaftlichkeit und Wertorientierung: "Wir brauchen eine neue Synthese von Effizienz und Sinn." Er betonte, dass es zur Tradition deutscher Unternehmer gehöre, sich auch dem Gemeinwohl verpflichtet zu fühlen. Der Bischof mahnte, dass im Zuge der Globalisierung die Auswirkungen wirtschaftlicher Entscheidungen einen immer größeren Radius entwickelten und deshalb auch Verantwortung globaler gedacht werden müsse: "Als Kinder Gottes gehören alle Menschen zusammen und sind aufeinander angewiesen."
idea-Meldung 13.2.2008


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Emotionen halten Beziehungen zusammen - auch im Business 
Mittwoch, 13. Februar 2008 - Arbeit
Der Harvard Business Manager bringt in seiner Februar-Ausgabe ein Interview mit dem angesehenen US-Paarpsychologen John M. Gottman über das "Geheimnis erfolgreicher Beziehungen". Einige von Gottmans aus der Paarpsychologie gewonnene Erkenntnisse lassen sich dabei auch hervorragend auf die Arbeitswelt übertragen. "Wir brauchen Humor, Zuneigung, Spieltrieb, Albernheit, Forschungsdran, Abenteuer ...", sagt der Psychologe und rät beispielsweise im Arbeitsumfeld dazu, mit Kollegen oder Vorgesetzten auch auf der mitmenschlichen Ebene Kontakt herzustellen. "Wenn die Beschäftigten eines Unternehmens nicht auch die mitmenschliche Ebene sehen, wird kein soziales Gefüge entstehen", so Gottman. Kontraproduktiv dagegen seien "Kritik, ständige Abwehrhaltung, Ausweichtaktiken und Geringschätzung", in den Augen des Psychologen alles sichere Vorboten für eine Trennung oder eine anhaltende Misere.
"Das Geheimnis erfolgreicher Beziehungen", Harvard Business Manager 8.2.2008


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Aufbruchstimmung: "I love what I do" 
Dienstag, 5. Februar 2008 - Arbeit
Jammern war gestern, heute ist Aufbruchstimmung angesagt. Die beiden Kommunikationsberaterinnen Patricia Elfert und Nadja Merl-Stephan wollen mit ihrem Projekt "I love what I do" dem Aufschwung ein Gesicht geben. Auf der Webseite zum Projekt haben alle Interessierten die Gelegenheit, in wenigen Zeilen festzuhalten, warum sie das, was sie tun, lieben. Das ist nicht nur inspirierend, sondern kommt auch einem guten Zweck zugute, denn für jede Story zahlen die am Projekt beteiligten Sponsoren zwei Euro an eine gemeinnützige Stiftung, die Kindern in Not hilft. "Der Aufschwung ist da - und macht Mut. Aber was und vor allem wer ist der Aufschwung? Oder besser wer 'macht' den Aufschwung? Zahlen, Daten, Statistiken dokumentieren ihn, aber wer steckt dahinter? Vor allem die Menschen! Jede/r einzelne leistet einen Beitrag. Wird dies gesehen? Für mehr Aufschwung ist mehr Engagement erforderlich. Und Engagement entsteht aus Überzeugung und vor allem aus eigenem Antrieb - eines jeden Einzelnen", so das Credo der Initiatorinnen. Da kann man nur sagen: mitmachen!
I love what I do


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