Frühe Förderung bringt die größte Rendite 
Montag, 7. April 2008 - Wissenschaft
In einem Interview mit dem amerikanischen Ökonom und Nobelpreisträger James Heckman zeigt die Süddeutsche Zeitung, dass die frühe Förderung von Kindern aus sozial benachteiligten Familien enorme Auswirkungen darauf hat, wie die Geförderten später einmal im Arbeitsleben zurecht kommen. Eine amerikanische Studie belegt: Die geförderten Kinder hatten in späteren Jahren bessere Berufe, verdienten mehr Geld, landeten dafür seltener im Gefängnis und wurden seltener drogenabhängig. Die Erklärung des Wissenschaftlers: Vor allem die persönliche Zuwendung der Erzieherinnen, die durch regelmäßige Besuche bei den Eltern auch das Klima der Förderung zu Hause verbesserten, haben Einfluss auf diese Entwicklung. Laut Heckman beinflussen Förderprogramme die Entwicklung des IQ nur in den Anfangsjahren. Viel wichtigere Langzeitfolge einer Förderung von benachteiligten Kindern sei dagegen, dass diese durch die Unterstützung mehr Selbstdisziplin entwickeln und eine deutlich höhere Motivation, etwas aus ihrem Leben zu machen, als dies bei nicht geförderten Vergleichsgruppen der Fall ist.
"Die Mittelschicht soll Gebühren zahlen", SZ 29.3.2008


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Geld für andere ausgeben macht glücklich 
Samstag, 5. April 2008 - Wissenschaft
Studien zeigen immer wieder, dass Geld, wenn die Grundbedürfnisse einmal befriedigt sind, nicht wirklich glücklicher macht, wenn sich der Besitz erhöht. Eine neue kanadische Studie zeigt nun: Wer Geld für andere ausgibt, ist dabei glücklicher, als wenn er sich selbst etwas leistet. Die Forscher untersuchten im Rahmen eines Experiments die Zufriedenheit von Probanden, die eine Summe zwischen fünf und 20 Dollar erhielten. Eine Gruppe hatte die Aufgabe, mit dem Geld für andere Geschenke zu kaufen, die Vergleichsgruppe durfte das Geld für sich selbst ausgeben. Die Teilnehmer, die das Geld für Geschenke ausgegeben hatten, berichteten anschließend deutlich häufiger von einem Gefühl der Zufriedenheit als die Vergleichsgruppe - unabhängig von der Höhe des ausgegebenen Betrages. Diese Wirkung auf das persönliche Glücksgefühl scheint jedoch den wenigsten im Alltag bewusst zu sein. Die Forscher fragten in einem weiteren Test 100 Personen danach, ob sie mit fünf oder mit 20 Dollar glücklicher wären und ob es sie glücklicher machen würden, das Geld für sich selbst oder für soziale Zwecke auszugeben. Die Mehrzahl der Befragten war der Ansicht, mit 20 Dollar für den Eigengebrauch am Glücklichsten zu sein - eine Einschätzung, die durch das vorangehende Experiment ja widerlegt wurde. Die Studie zeigt wieder einmal: Geben ist seliger denn nehmen, leider erkennen das die Wenigsten.
"Geben macht seliger denn nehmen", wissenschaft.de 22.3.2008


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Die weltbesten Companies und was sie auszeichnet 
Freitag, 4. April 2008 - Studien
Das jährliche Ranking der weltweit besten Unternehmen, das vom Fortune Magazine und der Hay Group veröffentlicht wird, hat es wieder einmal in sich. Bestes deutsches Unternehmen auf Platz 9 ist BMW, gefolgt von BASF (Platz 41), Siemens (43) und Lufthansa (48). Die geringe Präsenz deutscher Firmen in dem internationalen Ranking liegt unter anderem daran, dass zu den Voraussetzungen für das Voting ein Jahresumsatz von mindestens zwölf Milliarden Dollar gehört. Die Liste der "Most Admired Companies" wurde nach einer Befragung von 16.000 Top-Managern und Analysten aus 26 Ländern zusammengestellt. Unangefochtener Spitzenreiter wurde die amerikanische Technologie-Schmiede Apple, die für ihre besondere Innovationskraft ausgezeichnet wurde. Was die Beliebten anders machen als ihre Konkurrenten, analysiert die Hay Group wie folgt: 82 Prozent der Most Admired Companies stimmen ihre Vergütungsprogramme regelmäßig mit ihren Beschäftigten ab, während dies bei der Vergleichsgruppe nur bei 64 Prozent der Firmen der Fall ist. 41 Prozent sind der Ansicht, dass es ihrem Management gelingt, ein gutes Arbeitsklima zu schaffen (Vergleichsgruppe: 21 Prozent). 41 Prozent sind der Ansicht, dass ihre Vergütungsprogramme fair sind (Vergleichsgruppe: 27 Prozent).
Fortune-Liste der 50 Most Admired Companies
Analyse der Hay Group

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Fairness zahlt sich für Firmen langfristig aus 
Donnerstag, 3. April 2008 - Studien
Fairness im Umgang mit Geschäftspartnern zahlt sich für Unternehmen längerfristig aus. Das ist das Ergebnis einer Studie der US-Business-School Wharton und der University of Minnesota. "Wenn Manager von ihren Verhandlungspartnern als fair angesehen werden und so handeln, ersparen sie sich zeitraubende Verhandlungen und Gespräche über Verträge, die in der Praxis dann meistens viel zu kompliziert sind", zitiert das Handelsblatt die Wharton-Professoren. In einem Modell belegen die Professoren, dass, sofern die Partner ihre jeweiligen Kosten in den Verhandlungen transparent machen, beide Seiten langfristig davon profitieren, wenn sie nicht nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht sind. Auf diese Weise spare man Zeit und Kosten und Erhöhe damit den Ertrag der Geschäftsbeziehung. Das Problem in der Realität: gerade Großunternehmen feiern Manager eher für kurzfristige, maximale Erfolge.
"Fair gewinnt", Handelsblatt 26.3.2008


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Die Deutschen sind wenig optimistisch 
Mittwoch, 2. April 2008 - Studien
Die Deutschen werden dem gängigen Vorurteil, sie neigten nicht gerade zum Optimismus, wieder einmal gerecht. Eine Umfrage des Forschungsinstituts TNS Infratest im Auftrag der Europäischen Kommission zeigt: Im europaweiten Vergleich sind die Deutschen tatsächlich Pessimisten. Befragt wurden über 30.000 Bewohner der 27 EU-Mitgliedsstaaten sowie der Beitrittskandidaten Kroatien, Mazedonien und Türkei, und zwar dahingehend, welche Erwartungen sie an die nächsten zwölf Monate haben. Im Durchschnitt gehen 54 Prozent der Europäer davon aus, dass ihre Lebensumstände gleich bleiben werden, 30 Prozent rechnen mit Verbesserungen, 13 Prozent mit Verschlechterungen. Damit liegt der Optimismus-Index für ganz Europa bei +17 (Anteil derjenigen, die eine Verbesserung erwarten, abzüglich derjenigen, die mit einer negativen Entwicklung rechnen). Besonders optimistisch sind im Ländervergleich die Schweden (+38), die Dänen (+33) sowie Spanier und Iren (+29). Die größten Pessimisten sind Ungarn (-22), Tschechien (-5) und Portugal (-1). Deutschland liegt mit einem Index-Wert von +4 immerhin noch im optimistischen Bereich. Während hier 20 Prozent der Bevölkerung mit Verbesserungen rechnen, erwarten 16 Prozent negative Entwicklungen.
Presseinformation TNS Infratest



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Naikan - Die Welt sehen, wie sie ist 
Dienstag, 1. April 2008 - Arbeit
Das Magazin "Psychologie heute" widmet in seiner April-Ausgabe einen Artikel dem Thema Naikan. Dabei handelt es sich um eine japanische Methode der Innenschau, die zu mehr innerer Freiheit und einem ungeschminkten Blick aufs Leben, wie es "wirklich" ist, führt. Wer Naikan praktiziert, zieht sich sieben Tage zurück und stellt sich dabei die drei Naikan-Fragen zu wichtigen Personen im eigenen Leben: Was hat diese Person für mich getan? Was habe ich für sie getan? Welche Schwierigkeiten habe ich ihr bereitet? Der heilende Effekt, der sich in dieser intensiven Selbstbefragung einstellt: Man gewinnt Abstand von der Neigung, immer wieder andere Menschen für die eigene Situation verantwortlich zu machen. Das eröffnet neue Handlungsspielräume und befreit einen aus einer Opferrolle. Der Artikel in "Psychologie heute" schildert, wie die Methode beispielsweise im Strafvollzug eingesetzt wird. Auch im Management kann Naikan besondere Wirkungen entfalten, wie der Erfahrungsbericht der Managerin Lena Meichsner zeigt.
"Das Geheimnis der drei Fragen", Psychologie heute April 2008


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Narzisstische Chefs lieben riskante Deals 
Montag, 31. März 2008 - Studien
Je narzisstischer ein CEO, desto riskanter die Deals, die er einfädelt - so das Ergebnis einer Studie der Pennsylvania State University. Die Forscher untersuchten die Profile von 111 CEOs der amerikanischen Computerbranche zwischen 1992 und 2004. In ihren Narzissmus-Index flossen die Präsentation der CEOs in den Geschäftsberichten (Größe der Portraits), die Frequenz der Bezugnahmen auf Begriffe wie "Ich", "mein" und "mich" in Interviews im Verhältnis zu einem "Wir" sowie die Gehaltshöhe im Vergleich zum nächsthochbezahlten Angestellten Firma ein. Wie die Forscher erwartet hatten, bestätigte sich ihre Hypothese, dass CEOs mit ausgeprägtem Ego zu unternehmerischen Entscheidungen neigen, die gut sichtbar sind, also zu spektakulären Coups. Allerdings räumt die Studie ein, dass solche riskanten Entscheidungen nicht nur mit ausgeprägtem Narzissmus zu tun haben müssen, sondern auch schlicht auf zu viel Selbstvertrauen oder ein Entlohnungsschema, das Anreize für risikoreiches Engagement setzt, zurückzuführen sein können. Deutlich wurde in der Studie jedoch, dass die CEOs mit ausgeprägtem Narzissmus im Vergleich stärker als andere die Aufmerksamkeitswirkung ihres Handelns betonen, sich stärker auf das Wachstum und den Produktwandel des Unternehmens konzentrieren und sich weniger Kostenfragen und Qualitätsverbesserungen widmen. So schön diese Erkenntnisse auch sein mögen, auf die langfristige Performance des Unternehmens wirkt sich der Narzissmus-Faktor anscheinend nicht aus, denn insgesamt schneiden die narzisstisch geführten Firmen in ihrer Leistungsbilanz weder besser noch schlechter ab als Unternehmen, die von eher zurückhaltenden CEOs geführt werden - ihre Performance ist lediglich größeren Schwankungen ausgesetzt.
"Schaut mal alle her, das war alles ich", FAZ 18.3.2008


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Leadership, Werte, Wandel - Workshop zu Spiral Dynamics 
Freitag, 28. März 2008 - Veranstaltungen
Am 27. September 2008 findet in Frankfurt am Main ein Workshop zu Spiral Dynamics statt. Veranstalter ist J.Kamphausen mit seiner Business-Buch-Reihe »inspire!« in Kooperation mit der Integralen Initiative Frankfurt sowie den Magazinen info3 und What is Enlightenment. Das Oberthema des Workshops, der von 10 bis 17.45 Uhr in der Teescheune, Alt-Niederursel 42, 60439 Frankfurt-Niederursel, stattfindet lautet: "Was kommt nach der Postmoderne? Der Sprung in die Integrale Perspektive" (Referent: Dr. Tom Steininger). Auf der Agenda stehen weitere Impulsreferate zu folgendenden Themen:
• Das Modell Spiral Dynamics - eine Landkarte für die Entwicklung von Bewusstsein (acht unterschiedliche Wertehierarchien und Weltbilder) (Referent: Rolf Lutterbeck)
• Spiral Dynamics in der Praxis - aktuelle Projekte des SD-Vaters Don Beck (Referentin: Dorothea Zimmer)
• Wachsende soziale Ungleichheit? Links-Ruck? Politik-Verdrossenheit? Unmoralische Eliten? Wie sich die aktuellen gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen aus der Perspektive von Spiral Dynamics darstellen lassen (Referent: Sebastian Gronbach)
• Werte, Wandel, Leadership - Spiral Dynamics als "Reife"-Modell in Wirtschaft und Coaching (Referent: Rolf Lutterbeck)
• Für eine Spiritualität der Spirale - wie Spiral Dynamics der Spiritualität Beine macht (Referent: Dr. Tom Steininger)
Weitere Informationen und Anmeldung


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