Narzissmus ist gut für Innovationen 
Dienstag, 30. April 2013 - Studien
Narzisstische Chefs können für Unternehmen ein Gutes haben, denn sie scheinen besonders offen für den Einsatz von Innovationen zu sein. In einer Studie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, der International Leading Business School Lausanne und der Pennsylvania State University wurde untersucht, wie Pharma- und Biotechfirmen mit Innovationen umgehen - für den Zeitraum 1980 bis 2008. Es zeigte sich, dass vor allem Firmen, die von Chefs mit übersteigertem Selbstbewusstsein und gleichzeitig hohem Bedürfnis nach Aufmerksamkeit geführt wurden, neuartige Techniken, die noch keine breitere Akzeptanz haben, besonders nachdrücklich einführten. Die CEOs waren darüber hinaus äußerst dominant, trafen Führungsentscheidungen weitgehend autark und es fehlte ihnen an Kritikfähigkeit und Empathie. Die Forscher gehen davon aus, dass die Risikofreude dieser Narzissten durch den starken Glauben getragen werde, neue Technologien auch beherrschen zu können. Eher selbstkritische Chefs hingegen schreckten eher vor den möglichen Risiken zurück.
Selbstverliebte Chefs sind innovativer, Zeit online 8.4.13


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Frauenförderung schlägt bei Daimler Wellen 
Montag, 29. April 2013 - Management
Die Diskussion um die Einführung einer Frauenquote für Führungspositionen hat in vielen Firmen bereits zu systematischen Anstrengungen geführt, den Frauenanteil zu erhöhen. Daimler beispielsweise möchte mit seinem Global Diversity Office den Frauenanteil in Führungspositionen von heute 11 auf 22 Prozent im Jahr 2020 erhöhen. Im firmeneigenen Netzwerk schlägt dieses Anliegen inzwischen Wellen, denn immer Männer fühlen sich diskriminiert und ihrer Aufstiegschancen beraubt. An der hitzig geführten internen Diskussionen beteiligten sich mehr als 200 Mitarbeiter im Intranet. Gerade durch dieses Aufbegehren fühlt Daimler sich in seinem Vorgehen bestärkt, denn die Kommentare würden nur bestätigen, dass es einer nachhaltigen Kulturveränderung bedürfe. Manager mit Personalverantwortung müssen bereits jetzt auf 5 Prozent ihres Bonus verzichten, wenn sie ihre Frauenquotenziele nicht erfüllen.
Geschlechterkonflikt beim Daimler, WiWo 5.4.13


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Unterstützung vom Chef erhöht Leistung 
Freitag, 26. April 2013 - Studien
Mit ein bisschen mehr Unterstützung könnten viele Chefs die Performance und das Wohlbefinden ihrer Mitarbeiter deutlich steigern. Das ist das Ergebnis einer Studie der Talentmanagement-Beratung DDI, die weltweit, darunter in den USA, Deutschland, China und Indien, mehr als 1.000 Arbeitnehmer ohne Führungsverantwortung zu den Fähigkeiten ihrer Vorgesetzten befragte. Eine Mehrheit der Befragten findet, sie könne nur halb so produktiv arbeiten, wie wie wolle, da ihnen die Unterstützung durch den Chef fehle. Das führt dazu, dass 37 Prozent nur selten oder überhaupt nicht motiviert sind. 45 Prozent bemängeln fehlendes Feedback und Lob. 39 Prozent haben sogar schon einmal gekündigt, weil sie Probleme mit dem Vorgesetzten hatten. Gezielte Motivation hingegen kann die Power der Angestellten enorm verstärken. So behaupten 98 Prozent der Befragten, die sich durch ihre Chefs motiviert fühlen, dass sie zu Höchstleistungen bereit seien - bei den Frustrierten sind es hingegen nur elf Prozent.
Jedem Zweiten fehlt Verständnis vom Chef, Zeit online 9.4.13


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Dem Nachwuchs fehlt Sozial- und Problemlösungskompetenz 
Donnerstag, 25. April 2013 - Management
Erich Harsch, Geschäftsführer der dm-Drogeriemarktkette, kritisiert in einem Interview, dass das Bildungssystem zu wenig soziale Kompetenzen vermittele. Wissen zu pauken, reiche in der heutigen Zeit nicht aus, so der dm-Chef, denn Jugendliche müssten eher lernen, sich in der Welt zurechtzufinden. Dabei gehe es darum, sich selbst führen zu können, andere zu führen und zwischenmenschliche Fähigkeiten zu entwickeln. Damit der Nachwuchs kompetenter an Probleme herangeht, bietet dm seinen jährlich 1.000 eingestellten Azubis Theaterworkshops und Abenteuer-Kultur-Projekte, in denen sich die jungen Menschen selbst erfahren können.
dm-Chef kritisiert deutsche Schulen, WiWo 4.4.13


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Managerinnen setzen auf andere Anreizsysteme 
Mittwoch, 24. April 2013 - Studien
Eine Studie des Verbands deutscher Unternehmerinnen, für die 440 Verbandsmitglieder und 200 Führungskräfte aus dem Mittelstand befragt wurden, zeigen: Weibliche und männliche Chefs setzen im Business zwar sehr ähnliche Prioritäten, doch bei der Mitarbeiterbindung gehen sie unterschiedliche Wege. Managerinnen betrachten das Kundenmanagement als oberste Priorität, gefolgt von strategischer Planung und der Bindung der Mitarbeiter, die Top 3 der Männer sind Mitarbeiterbindung, strategische Planung und die Liquiditätsbeschaffung. Was die Methoden zur Mitarbeiterbindung angeht, setzen weibliche Chefs eher auf Weiterbildung sowie Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie (Kinderbetreuung, flexible Arbeitszeiten), während männliche Chefs auf monetäre Anreise wie Boni, Dienstwagen und eine überdurchschnittliche Bezahlung setzen.
Managerinnen sind optimistischer, Zeit online 8.4.13


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Yoga kann Krankheitskosten senken 
Dienstag, 23. April 2013 - Wissenschaft
Der Berufsverband der Yogalehrenden in Deutschland (BDY) weist auf zwei wissenschaftliche Studien, die zeigen, dass Yoga bei der Vermeidung beziehungsweise Behandlung von Nacken- und Rückenschmerzen einen wirksamen Beitrag leisten kann. Laut Verband gehen wissenschaftliche Schätzungen davon aus, dass durch diese Art der Erkrankung allein in Deutschland ein volkswirtschaftlicher Gesamtschaden von 49 Milliarden Euro entstehe. Eine randomisierte Studie zeige, dass bereits 90 Minuten Yoga-Praxis pro Woche über einen Zeitraum von neun Wochen bei Menschen mit chronischen Nackenschmerzen zu einer Verringerung der Schmerzen und einem besseren psychischen Wohlbefinden führe.
Pressemitteilung des BDY


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Frauen kommen langsam an die Spitze 
Montag, 22. April 2013 - Studien
Eine aktuelle Erhebung des Vereins "Frauen in die Aufsichtsräte" zeigt, dass die öffentliche und politische Diskussion über eine Erhöhung des Frauenanteils Früchte trägt - langsam, aber kontinuierlich. Spitzenreiter im Women-on-Board-Index, den der Verein regelmäßig aktualisiert, ist gegenwärtig die Telefonica Deutschland Holding AG - sie weist einen Frauenanteil von 50 Prozent im Aufsichtsrat auf und immerhin eine Frau im Vorstand. Gegenwärtig liegt der Frauenanteil in den Aufsichtsräten der 160 im DAX, MDAX, SDAS und TecDAX notierten Unternehmen bei 16,2 Prozent (Vorjahr: 12,8 Prozent), in den Vorständen bei 5,9 Prozent (Vorjahr: 3,4 Prozent).
Women-on-Board-Index, 2.4.13


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Wer Geld hat, fühlt sich gesünder 
Freitag, 19. April 2013 - Studien
Einer Studie des Medienunternehmens Nielsen zufolge scheint es einen deutlichen Zusammenhang zwischen Gesundheit bzw. der gesundheitlichen Selbstwahrnehmung und dem Einkommen zu geben. Befragt wurden gut 6.000 Haushalte zu ihren gesundheitsspezifischen Einstellungen. 75 Prozent der Befragten mit "ordentlichem" Gehalt fühlen sich demnach gesund, während es bei der Gruppe mit "niedrigerem" Pro-Kopf-Einkommen lediglich 60 Prozent sind. Von dem Drittel der Befragten, das sich nicht gesund fühlt, ist die Hälfte körperlich und psychisch belastet, 37 Prozent fühlen nur körperliche und 12 Prozent nur psychische Belastungen.
Warum sich Besserverdiener gesünder fühlen! HB 27.3.13


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