Mitarbeiterbindung zwischen Schein und Sein 
Dienstag, 16. April 2013 - Studien
Das Thema Mitarbeiterbindung scheint vielen Unternehmen unter den Nägeln zu brennen, doch wenn es um die praktische Umsetzung geht, tun sich zum Teil große Lücken zwischen Wunsch und Wirklichkeit auf. Der HR-Report 2012/13, der vom Institut für Beschäftigung und Employability und dem Dienstleister Hays auf Basis einer Befragung von 714 Entscheidern aus Firmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz erhoben wurde, zeigt so manche Divergenzen. 93 Prozent der Befragten sehen in einem guten Betriebsklima das wichtigste Instrument der Mitarbeiterbindung, aber nur 70 Prozent glauben auch, über ein entsprechendes Klima zu verfügen. 76 Prozent setzen auf gute Reputation, doch nur 55 Prozent sehen das eigene Unternehmen in diesem Punkt auch gut aufgestellt. Die marktgerechte Entlohnung scheint wichtiger geworden zu sein, denn 77 Prozent sehen inzwischen in ihr einen wichtigen Bindungsfaktor, während es bei der Erhebung im Vorjahr nur 57 Prozent waren.
Unternehmen tun wenig für treue Mitarbeiter, WiWo 25.3.13

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Unternehmen schöpfen Nachhaltigkeitspotentiale nicht aus 
Montag, 15. April 2013 - Studien
Eine Studie von KarmaKonsum-Aktivist Christoph Harrach zeigt, dass viele Unternehmen die Nachhaltigkeitsambitionen ihrer Mitarbeiter nicht gezielt nutzen. Im Rahmen einer Online-Befragung, an der 2.443 Personen teilnahmen, untersucht Harrach, wie Mitarbeiter in ihrem Unternehmen ökologische und soziale Impulse liefern. 1.364 Befragte der Studie sind der "Grünen Community" zuzurechnen, 1.079 bilden eine Repräsentativ-Stichprobe der Normalbevölkerung. 71 Prozent der "Grünen" (und 54 Prozent der Gesamtbevölkerung) geben an, dass es ihnen wichtig sei, ihr umweltfreundliches Verhalten auch am Arbeitsplatz einbringen zu wollen. Doch nur rund 17 Prozent der Befragten beider Stichproben können auch wirklich im Unternehmen mitentscheiden, wenn es um Nachhaltigkeit geht. Nur jeder fünfte Vorgesetzte bemüht sich, die entsprechenden Potentiale zu fördern. So entgehen Firmen nicht nur wichtige Impulse, sie verspielen auch die Chance, als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden, denn 77 Prozent der grün-orientierten Befragten und 44 Prozent der Normalbevölkerung erachten verantwortungsvolle Unternehmen als besonders wünschenswerte Arbeitgeber.
Nachhaltigkeit: Unternehmen unterschätzen ihre Mitarbeiter, WiWo Green 25.3.13

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Entscheiden in komplexen Zeiten 
Freitag, 12. April 2013 - Management
Im Interview mit der Wirtschaftswoche erklärt der Wirtschaftsprofessor Jürgen Weigand, warum sich Führungskräfte mit Entscheidungsprozessen heute so schwer tun. Ein wunder Punkt: Je komplexer das Business, umso schwerer ist es für Einzelne zu überblicken. Sich Rat bei anderen zu holen, ist für viele Führungskräfte jedoch ein Tabu, weil sie Sorge haben, dass dies als Zeichen von Schwäche oder Autoritätsverlust interpretiert werde. Weigand rät Entscheidern, sich ihrer "vorgefertigten Meinung" bewusster zu werden, denn letztlich richte sich das Gehirn auf die Informationen aus, die einen in der eigenen Haltung bestätigen. Vor diesem Hintergrund ist das vielbeschworene Bauchgefühl eine zweischneidige Angelegenheit, denn es resultiert aus vergangenen Erfahrungen. Ändern sich aber die Vorzeichen, liegt der Bauch bisweilen daneben.
Gute Führungskräfte sind Schiedsrichter der Firma, WiWo 24.3.13


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Die Fallen des unternehmerischen Selbsts 
Donnerstag, 11. April 2013 - Wissenschaft
In der Arbeitswelt schleichen sich in den letzten Jahren auf subtile Weise neue Kontrollmechanismen ein, die an der Oberfläche neue Formen der Freiheit suggerieren, aber letztlich nur eine Folge verschleierter Anpassungsmechanismen kreieren. Bei der Tagung "Machtwirkung und Glücksversprechen" der Freien Universität Berlin beleuchteten Wissenschaftler dieses Phänomen. Eigeninitiative, Selbstmanagement und Selbstvermarktung sind die Attribute einer Arbeitswelt, in der sich jeder vor allem behaupten muss. Und diese Zuspitzung auf ein "unternehmerisches Selbst" hat Nebenwirkungen. So werde immer stärker suggeriert, dass Aufstieg und Erfolg in der Hand des Einzelnen liegen - wenn es ihm nur gelingt, die eigenen Potentiale auszuschöpfen. Die Kehrseite: In diesem verstärkten individualisierten Bemühen gerät außer Acht, dass die vermeintliche Selbstentfaltung nach wie vor durch klare Regeln und Auslesemechanismen bestimmt ist, die jedoch immer mehr aus dem Blick geraten. Der reale Anpassungsdruck tarnt sich also. Äußeren Ansprüche werden verinnerlicht, also zur Privatsache - und dieser nun subtile Druck, dem das Individuum ausgesetzt ist, macht aus dem sich entfaltenden Selbst nur allzu oft ein erschöpftes Selbst.
"Du musst es wollen, Baby!" taz 22.3.13


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Leadership braucht Intuition 
Mittwoch, 10. April 2013 - Studien
Die Unternehmensberatung A.T. Kearney hat in 150 Tiefeninterviews untersucht, welches die wichtigsten Leadership-Parameter sind. Ein zentrales Ergebnis: "Die Intuition hilft deutschen Entscheidungsträgern, in ihren Organisationen über die kommenden Jahre tiefgreifende Veränderungen voranzutreiben. Je stärker sie diese Intuition durch eine professionelle, fundierte Entscheidungsanalyse ergänzen können, desto größer ihr Erfolgspotential." Da viele Unternehmen in den letzten Krisenjahren in Sachen Finanzierung und Wertschöpfung bereits die Optimierungspotentiale im Unternehmen ausgereizt hätten, seien es nun die Bereiche Marketing und Personalführung, die noch nachhaltige Verbesserungen versprechen. Ein weiterer zentraler Punkt: Turbulente Zeiten nicht negativ betrachten, sondern Chancen nutzen, denn gerade wenn Firmen in ihrem Kern herausgefordert seien, könne dies den Weg ebnen, um grundsätzliche Perspektiven neu zu entwickeln.
Pressemitteilung A.T. Kearney 21.3.13


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Kommunikation lebt von Gemeinsamkeiten und Wertigkeiten 
Dienstag, 9. April 2013 - Arbeit
Gute Kommunikation ist das A und O im Business, doch viele Firmen verlieren sich in einem ziellosen Information-Overload. Im Gespräch mit dem Manager Magazin erklärt der Kommunikationsexperte Klaus-Ulrich Moeller, wie Unternehmen besser kommunizieren könnten. Ein wichtiger Punkt ist für ihn das Herstellen von Nähe: "Nähe ist keine Frage der räumlichen Distanz, sondern der Fähigkeit, sich in andere Menschen einzufühlen und tragfähige Gemeinsamkeiten zu entdecken." Dem Überfluss an Informationen sollte man in den Augen von Moeller nicht durch eine Begrenzung der Kommunikation entgegenwirken, sondern durch eine klare Darlegung von Prioritäten. Unternehmer müssten deutlich machen, was ihnen persönlich wichtig ist, worauf sie Wert legen, denn diese Betonung mache einen wesentlichen Unterschied.
"Am liebsten verführen lassen", Manager Magazin 14.3.13


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Optimismus auf niedrigem Niveau 
Montag, 8. April 2013 - Studien
Die Deutschen sind verhalten optimistisch, was die politische und wirtschaftliche Großwetterlage angeht, während sie das eigene Leben deutlich positiver betrachten. So das Ergebnis einer Repräsentativ-Studie der Allianz in Zusammenarbeit mit der Universität Hohenheim. 36 Prozent betrachten die künftige Lage der Nation als positiv, was fünf Prozent mehr sind als vor einem Jahr. Zwei Drittel bewerten die Wirtschaftslage als positiv, wobei die Zahl derer, die an die Sicherheit ihres Arbeitsplatzes glauben, von 29 auf 26 Prozent gesunken ist. Insgesamt blicken rund zwei Drittel der Deutschen positiv auf die kommenden zwölf Monate, wobei diese Zuversicht in den letzten Wochen leicht bröckelt, denn im Januar waren es noch 71 Prozent, im März hingegen nur noch 60 Prozent, die diese Ansicht bekräftigen.
Die Deutschen sehen ihre Zukunft positiv, Die Welt 20.3.13


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Dauerthema Erreichbarkeit 
Mittwoch, 3. April 2013 - Studien
Eine Bitkom-Studie unter 505 Berufstätigen und Personalverantwortlichen aus 854 Unternehmen zeigt, dass beim Thema Erreichbarkeit nach wie vor jede Menge Unsicherheit vorherrscht. So gibt es in 62 Prozent der befragten Firmen keinerlei Regelung, wie die Erreichbarkeit von Mitarbeitern außerhalb der Arbeitszeit zu handhaben ist. Und nur knapp jede dritte Firma findet, dass Mitarbeiter außerhalb der Arbeitszeit nicht erreichbar sein sollten. 79 Prozent der Befragten glauben zwar, dass sich durch das Arbeiten im Home Office Arbeit und Familie besser miteinander vereinbaren lassen, aber 55 Prozent haben auch Sorge, dass sich die Grenzen zwischen Beruf und dem übrigen Leben dadurch zu stark verwischen. Schon jetzt behalten rund 60 Prozent der Angestellten ihre Mails auch nach Feierabend im Blick.
Immer bereit für den Anruf vom Chef, HB 16.4.13


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