Mittelschicht hängt beim Spenden eher durch 
Dienstag, 5. April 2016 - Studien
Eine Studie auf Basis der Daten des Soziooekonomischen Panels hat untersucht, wie es um die Spendenbereitschaft in Deutschland bestellt ist. Dabei zeigt sich: 80 Prozent der reichsten Haushalte spenden, bei den ärmsten sind es immer noch 25 Prozent. Auch bei ehrenamtlichen Tätigkeiten haben die Bessergestellten die Nase vorn - je höher die soziale Stellung, umso mehr engagieren sich Menschen hier. Betrachtet man die Spendenhäufigkeit allerdings nicht im absoluten Vergleich aller Haushalte, sondern wertet nur die Daten der Spenderhaushalte aus, kommt ein interessantes Detail zutage - die ärmsten und die reichsten Haushalte spenden nämlich im Verhältnis zu ihrem Einkommen am meisten, während es in der Mittelschicht eine Delle gibt.
Onkel Dagobert ist nicht überall, FAZ 21.3.16

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Achtsamkeit ist Arbeit 
Montag, 4. April 2016 - Arbeit
Die FAZ stellt in einem Artikel das Programm Achtsamkeit am Arbeitsplatz vor, das vom Giessener Forum entwickelt wurde. Die Trainings sind für Unternehmen und Berufstätige gedacht und erleichtern es mit praxisnahen Übungen, die eigene Achtsamkeit im Alltag zu entwickeln. "Achtsamkeit ist keine Wunderpille oder ein Allheilmittel, sondern erfordert persönliches Engagement. Wenn man es ernsthaft betreibt, geht es ans Eingemachte, weil man wieder lernt, sich auf sich selbst zu konzentrieren und die Selbstwahrnehmung zu trainieren", erklärt Trainer Justus Ludwig. Heike Bordin-Knappmann, Personalentwicklerin bei Ista in Essen, hat bereits einen Teil ihrer Vertiebsmannschaft von Ludwig schulen lassen - weil sie feststellte, dass in diesem Arbeitsbereich die Belastungen besonders hoch sind. Im Training bekamen die Vertriebler Achtsamkeitsübungen vermittelt, die sie unterwegs machen können. Begleitende Telefoncoachings wurden in den Randstunden des Tages, wenn die Betroffenen auch verfügbar waren, angeboten. Die Rückmeldungen zum Programm sind positiv. Eine Mitarbeiterin berichtete sogar, nun vor jedem Kundenbesuch eine kleine Achtsamkeitsübung einzuschieben.
Achtung, Achtsamkeit! FAZ 18.3.16

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think.work.different macht Osterferien 
Dienstag, 29. März 2016 - sonstiges
Liebe LeserInnen, das Blog macht Osterferien. Wir sind ab 4. April wieder mit frischen News für Sie da und wünschen Ihnen schöne Frühlingstage.

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Größere Perspektive nimmt Traurigkeit die Macht 
Donnerstag, 24. März 2016 - Studien
Wer traurig ist, muss nicht zwangsläufig auch sehr darunter leiden. Eine Studie des Berliner Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung zeigt, dass Menschen, die in ihrer gedrückten Stimmung eine größere Bedeutung sehen, seltener unter psychischen oder körperlichen Begleiterscheinungen leiden. An der Untersuchung nahmen 365 Versuchspersonen im Alter von 14 bis 88 Jahren aus Deutschland teil, die drei Wochen lang sechs Mal pro Tag auf einem Smartphone-Fragebogen ihre emotionale Befindlichkeit und ihr Wohlbefinden protokollieren mussten - und auch danach gefragt wurden, ob sie ihrem emotionalen Unwohlsein eine Bedeutung beimaßen. Die Forscher gehen davon aus, dass die erlebte Sinnhaftigkeit negativer Gefühle die Intensität ihrer Auswirkungen auf das Gesamtbefinden reduziert.
Wertvolle Traurigkeit, Psychologie heute 17.3.16



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Missmut im Job kostet Milliarden 
Mittwoch, 23. März 2016 - Studien
Angenervte Mitarbeiter, die sich nicht gewertschätzt fühlen, kosten die deutsche Wirtschaft viel Geld. Laut Gallup Institut gehen den Firmen jährlich 99 Milliarden Euro an möglicher Produktivität verloren, weil die Mitarbeiter demotiviert sind. Nur 16 Prozent fühlen sich ihrem Job und der Firma wirklich verbunden, genau so viele haben andererseits bereits innerlich gekündigt. Und die große Mehrheit von 68 Prozent ist allenfalls halbherzig bei der Sache.
23 Millionen schieben Dienst nach Vorschrift, WiWo 16.3.16

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Mehr Klartext in Sachen Armutsdebatte 
Dienstag, 22. März 2016 - sonstiges
Die Wirtschaftsdaten in Deutschland sind gut, Dank HartzIV müsse niemand hungern - so oder ähnlich wird gerne argumentiert, wenn es um die Frage geht, wie es um die Armut im Lande bestellt ist. In einem Interview mit dem Freitag kritisiert Ulrich Schneider vom Paritätischen Wohlfahrtsverband, dass hierzulande ein Verdrängungsdiskurs stattfinde: "Die herrschende Elite in Deutschland lebt in einem Rausch. Wir haben ungeheuer gute Arbeitsmarktzahlen, ungeheuer gute Wirtschaftszahlen, wir sind die führende Wirtschaftsnation in Europa, die Welt schaut auf uns. Da will man mit solchen Zahlen – also 15 Prozent Armut – nichts zu tun haben. Ganz im Gegenteil, man leugnet, dass diese Menschen arm sind." Schneider rät dazu, sich die feineren Entwicklungen innerhalb der Gesellschaft stärker zu Gemüte zu führen, beispielsweise die Tatsache, dass immer mehr Menschen finanziell schlicht nicht mehr mithalten können und, selbst wenn sie nicht unter einer Brücke schlafen müssen, zumindest mehr oder weniger subtil ausgegrenzt werden: "Ich glaube, im Moment sind wir an einem Punkt angelangt, an dem viele merken, dass sie nicht mehr mithalten können. Und wenn ich mir anschaue, dass wir mittlerweile Abiturfeiern für normale Abiturienten veranstalten, bei denen man Eintrittspreise von bis zu 70 Euro zahlt, dass mittlerweile Klassenfahrten unternommen werden, auf denen es nach Florenz oder New York geht, da können viele einfach nicht mehr mithalten. Die merken das auch. Sie trauen sich noch nicht, es zu sagen – aber wir. Und genau das ist unsere Aufgabe. Wir müssen diesen Menschen endlich eine Sprache geben." Schneider bemängelt, dass im politischen Diskurs versucht werde, das Problem durch immer neue Definitionen von Armut zu verschleiern, um das dahinter liegende Problem, eine Verteilungsungerechtigkeit, nicht angehen zu müssen: "Wir haben in Deutschland einen großen Verteilungskonflikt. Wir haben mittlerweile zehn Prozent in der Bevölkerung, der gehört 60 Prozent des gesamten Vermögens. Andersrum haben 70 Prozent kaum was, leben von der Hand in den Mund, und die Reichen, je reicher sie werden, wollen immer weniger abgeben."
"Die herrschende Elite lebt in einem Rausch", Der Freitag 15.3.16

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Begünstigt Korruption das Lügen? 
Montag, 21. März 2016 - Studien
Eine im Fachmagazin Nature veröffentlichte Studie zeigt, dass Menschen, die in Ländern mit relativ hoher Korruption leben, statistisch gesehen eher zum Lügen neigen als jene, die in transparenten und ehrlicheren Systemen zu Hause sind. Die Wissenschaftler erstellten zunächst anhand von Daten zu Steuerbetrug und Korruption einen Index, der die Ehrlichkeit der Länder zusammenfasste. Dann machten sie mit gut 2.500 Menschen aus 23 Ländern ein Experiment: Die Probanden sollten ohne Aufsicht zwei Mal würfeln und bekamen entsprechend der Höhe des ersten Wurfes einen Geldbetrag - nur bei einer sechs gingen sie leer aus. Dabei zeigte sich (bei vergleichsweise hoher Ehrlichkeit aller Beteiligten), dass vor allem diejenigen, die aus Ländern mit hohem Korruptionsindex stammten, häufiger schummelten als Menschen aus sehr geordneten Systemen wie beispielsweise Deutschland. Oft beobachten die Forscher anhand der statistischen Wahrscheinlichkeit, dass nicht einfach ins Blaue gelogen wurde, sondern zum Beispiel, wenn der zweite Wurf höher ausfiel als der erste, dieser genannt wurde. Die Studie die in der Wissenschaft schon mehrfach geprüfte These, dass Menschen nicht unbedingt per se lügen, sondern eher die Wahrheit zu ihren Gunsten dehnen. Über Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge gibt die Studie allerdings keine Auskünfte. Sind Länder korrupt, weil in ihnen viele Menschen die Wahrheit dehnen? Oder tun sie dies, weil sie sich an ihre Umgebung anpassen?
In Korrupten Staaten wird mehr geschummelt, Spiegel online 9.3.16

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Geschlechtsstereotype sind hartnäckig 
Freitag, 18. März 2016 - Studien
Unsere Vorstellungen darüber, wie Männer und Frauen sind, welche Eigenschaften sie haben und welche Rollen sie im Leben übernehmen, sind sehr hartnäckig. Eine Studie der University in Wayne, New Jersey, zeigt, dass der reale Wandel in unseren Köpfen kaum ankommt. Die Wissenschaftler unterzogen 2014 ihre 200 Probanden einem Geschlechterstereotypen-Test und verglichen diese Ergebnisse mit einer Erhebung, die vor 30 Jahren durchgeführt worden war. Frauen wurde mehr Sanftmut zugeschrieben, sie seien es, die den Haushalt schmeiße und ihr typischer Beruf ist Krankenschwester. Männer hingegen sind eher wettbewerbsgetrieben und arbeiten in technischen Berufen. Speziell die weiblichen Rollenklischess haben sich laut Studie sogar etwas verstärkt.
Geschlechterklischees halten sich hartnäckig, spektrum.de 10.3.16

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