Die Stärken der CEOs 
Mittwoch, 27. April 2016 - Studien
Die Personalberatung Russell Reynolds Associates hat in einer psychometrischen Analyse der Daten von 900 Führungskräften herausdestilliert, welche Eigenschaften es sind, die Manager besonders erfolgreich machen. Dabei zeigte sich, dass diejenigen, die es bis zum CEO bringen, sich gegenüber der zweiten Riege in sieben Kriterien unterscheiden: Sie zeichnen sich durch den Mut und den Willen aus, Dinge voranzutreiben, verfügen über eine starke Eigeninitiative und eine ausgeprägte Bereitschaft zu kalkuliertem Risiko. Außerdem sind ihre Belastbarkeit und ihr Eigenantrieb stärker ausgeprägt und sie sind offener gegenüber Veränderungen, neugieriger und unbesorgter. Auch die Bereitschaft zu unkonventionellem Denken ist bei ihnen höher ausgeprägt als bei weniger erfolgreichen Führungskräften und sie verfügen über eine besondere Kommunikationsfähigkeit. Und auch diese Top-Riege ist noch in sich abgestuft. Die CEOs Unterschiede, deren Unternehmen ein jährliches Umsatzwachstum von mehr als fünf Prozent hat, sind laut der Untersuchung deutlich leidenschaftlicher, fokussierter, analytischer, empathischer und unprätentiöser als ihre weniger erfolgreichen Kollegen - und sie haben mehr Humor.
Was erfolgreiche Manager ausmacht, WiWo 20.4.16

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Forscherdrang sitzt tief im Menschen 
Dienstag, 26. April 2016 - Studien
Neugier scheint so tief in uns verwurzelt zu sein, dass wir uns sogar bewusst in unangenehme Situationen begeben, um herauszufinden, was hinter den Dingen steckt. Wissenschaftler der Universität Wisconsin-Madison zeigten in einem Experiment mit 54 Studenten, dass diese sich sogar der Erfahrung leichter Elektroschocks aussetzten. Den Studenten wurde suggeriert, sie müssten bis zum Beginn des eigentlichen Experiments noch warten. Im Warteraum lagen auf einem Tisch verschiedene Stifte - manche davon ohne Funktionalität, andere lösten Elektroschocks aus. In einigen Setting war für die Studienteilnehmer erkennbar, welche Stifte Elektroschocks auslösen würden und welche nicht. In weiteren Konstellationen war dies unbekannt. Insgesamt zeigte sich, dass fast keine der Teilnehmer widerstehen konnten, die Wirkung der Stifte auszuprobieren. Diejenigen Probanden, die nicht wussten, welcher Stift welche Folgen haben würde, testeten dabei allerdings deutlich mehr der Stifte. Die Forscher deuten die Ergebnisse dahingehend, dass unsere Neugier uns bisweilen auch verleite, die Vernunft über Bord zu werfen. Andererseits könnte man auch sagen: Unsere Neugier sitzt so tief, dass wir bereit sind, auch Ungemach in Kauf zu nehmen, um etwas in der eigenen Erfahrung prüfen zu können.
Warum Neugier manchmal weh tut, spektrum.de 15.4.16

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Berufliche Erfüllung macht nicht gesünder 
Montag, 25. April 2016 - Studien
Unerfüllte berufliche Träume können aufs Gemüt schlagen und das gesundheitliche Wohlbefinden beeinträchtigen. Doch umgekehrt scheint ein Traumjob nicht zwangsläufig vor gesundheitlichen Belastungen zu schützen. Forscher der Universität von Süd-Florida befragten 378 Mitarbeiter amerikanischer Universitäten, zur Einschätzung ihrer beruflichen Situation. Mit Fragen zu ihrer Erfülltheit im Job sollte herausgefunden werden, ob die Probanden ihre Wunschposition erreicht hatten oder nicht und wie sich dies auf ihre Gefühlslage und ihre gesundheitliche Situation auswirkte. Dabei zeigte sich, dass Menschen, die ihren Traumberuf verfehlt hatten, unzufriedener waren als jene, deren Job den eigenen Präferenzen entsprach. Auch litten sie deutlicher unter psychischen Belastungen und innerem Rückzug. In der Traumjob-Fraktion zeigte sich allerdings, dass auch hier gesundheitliche und geistige Beeinträchtigungen durchschlugen, die berufliche Zufriedenheit allein also kein positiver Gesundheitsfaktor ist.
Trauriger Traum vom Traumjob, Psychologie heute 14.4.16

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Meditation bringt Vielseitigkeit zurück 
Freitag, 22. April 2016 - Management
Im Interview mit dem Wirtschaftsmagazin Enorm spricht der Executive und Zen-Lehrer Paul J. Kohtes darüber, warum das Meditieren für immer mehr beruflich engagierte Menschen so interessant ist. "Wir leben zu einseitig. Das ist unsere Zivilisationskrankheit. Ich habe das auch lange gemacht. Doch so entstehen Disbalancen, die häufig zu Krankheiten und Burnout führen", sagt er. Beim Meditieren hingegen könne man die Erfahrung machen: "Es gibt da neben dem aktiven Handeln und Sein noch eine tiefere Ebene in uns. Die ist wichtig und wertvoll, denn in ihr nehmen wir unsere Intuition wahr." Der praktische Nutzen ist dabei für den Zen-Lehrer offensichtlich: "Man ist nicht so verbissen und seinen Mitmenschen gegenüber mehr zugewandt. Gleichzeitig erschließen wir eine Quelle in uns, zu der wir sonst keinen Zugang haben. Insbesondere Menschen, die viel Verantwortung tragen, brauchen das. Denn Führungskräfte, die nicht stabil, geerdet und empathisch sind, haben irgendwann Schwierigkeiten."
Das Glück in der Stille, Enorm 15.4.16

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Wo sind die Kämpfer! 
Donnerstag, 21. April 2016 - Management
Geschmeidig, unaufdringlich, angepasst - Management-Guru Reinhard Sprenger rechnet in seiner Kolumne in der Wirtschaftswoche mit der verbreiteten Führungskultur ab und fragt: "Sind Unternehmen Veranstaltungen zur Pathologisierung unerwünschter Individualität?" Er vermisst "zornige junge Männer, die für ein Andersmachen kämpfen". Verbreitet seien hingegen Ja-Sager und In-Deckung-Geher: "Ihr Leben, ihre Karriere, ihre Zukunft lassen sie von anderen bestimmen. Ihr Leistungsanspruch bezieht sich auf das kluge Anpassen, nicht auf den Neuentwurf." Da werde der Wunsch nach Vaterschaftsurlaub bereits zum Ausdruck des "maximal Rebellischen". Für Sprenger führen Assessment-Center zu "konsensueller Unauffälligkeit" und "die Wert- und Führungsstilpädagogik" zu "politisch korrekter Lauheit". Für die, dies es hingegen wirklich wissen wollen, hat er einen Rat: "Tun Sie nur das, wo Ihr Talent wie eine Sonne leuchtet. Lassen Sie von allem die Finger, was Sie nur zweitklassig können. Provoziere – und serviere. Das geht auch in Ihrer Firma!"
Unternehmen suchen Mittelmaß statt Persönlichkeit, WiWo 14.4.16

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Bezahlter Schlaft - Versicherer aus den USA prescht vor 
Mittwoch, 20. April 2016 - Success Stories
Endlich mal genug schlafen und dafür noch Geld bekommen? Was kurios klingt, ist für die Mitarbeiter des amerikanischen Versicherungsunternehmens Aetna Realität. Die Firma zahlt Angestellten, die den Nachweis - beispielsweise mit einem Fitnesstracker - erbringen, dass sie 20 Tage in Folge sieben oder mehr Stunden geschlafen haben, 25 Dollar. So lässt sich im Jahr ein Bonus von 500 Dollar erreichen. Vorstandschef Mark Bertolini gab im Interview mit CNBC eine einfache Begründung für diesen Vorstoß: "Am Arbeitsplatz präsent zu sein und bessere Entscheidungen zu treffen hat viel mit Grundlagen zu tun." Wer ständig in einem Zustand des Halbschlafs sei, könne nicht gut arbeiten. Erholte Mitarbeiter hingegen könnten zu einem besseren Unternehmensgewinn führen. Deutschen Studien zufolge leiden hierzulande etwa 15 Prozent der Erwerbstätigen unter chronischem Schlafmangel.
Schlaf, Kollege, schlaf! FAZ 13.4.16

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Angst treibt viele krank zur Arbeit 
Dienstag, 19. April 2016 - Studien
Krank und trotzdem zur Arbeit? Für 68 Prozent der Deutschen war das im letzten Jahr Realität, wie eine Auswertung des DGB der Umfragedaten von 4.600 Arbeitnehmern zeigt. 18 Prozent schleppen sich sogar über eine Woche krank zum Job, 15 Prozent der Krankarbeiter zwei bis drei Wochen und 14 Prozent sogar länger als drei Wochen. Der DGB sieht in diesem ungesunden Präsentismus ein Zeichen für eine wachsende Angstkultur in Unternehmen. Wer krank arbeiten gehe, habe entweder Sorge um den eigenen Arbeitsplatz oder fürchte Nachteile, weil das eigene Fehlen dann häufig von Kollegen ausgeglichen werden müsse.
Gut zwei Drittel gehen krank zur Arbeit, Karrierespiegel 8.4.16

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Arbeitgeber kümmern sich zu wenig um Mitarbeiter 
Montag, 18. April 2016 - Studien
Mit der Jobzufriedenheit sieht es in Deutschland nicht gut aus. Einer Umfrage von Manpower Deutschland zufolge, für die gut 1.000 Personen befragt wurden, sind 44 Prozent innerlich auf dem Sprung und überlegen, sich im nächsten Jahr einen neuen Job zu suchen. Zentraler Grund: Die Arbeitgeber scheinen sich zu wenig um die Belange ihrer Mitarbeiter zu kümmern. 87 Prozent bemängeln, dass es in ihrem Unternehmen keine professionelle Karriereförderung gibt. Zwei Drittel der Unternehmen offerieren keine regelmäßigen Mitarbeitergespräche. Nur 28 Prozent der Firmen bieten laut Umfrage familienkompatible Arbeitsmodelle an.
Manpower-Studie

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