Geh' doch mal an die frische Luft 
Dienstag, 30. April 2019 - Lebensart, Psychologie, Studien
Mütter sagen es zu ihren Kids, wenn sie stundenlang am Computer daddeln, und Ärzte vielleicht bald, anstatt ein Rezept auszustellen: Geh' doch mal an die frische Luft! Wissenschaftliche Studien zeigen, dass schon 20-30 Minuten im Freien, bei entspanntem Gehen oder sogar Sitzen, für Körper und Geist ein wahrer Jungbrunnen sind. Eine Studie belegt: Bereits nach den ersten 20 Minuten sinkt der Cortisolspiegel enorm. Bleibt man länger draußen, gehen die Stressmarker zwar weiter zurück, aber nicht mehr so deutlich. Wenn das mal keine gute Nachricht ist für alle, die nie Zeit haben oder sich nicht allzu gerne bewegen.
Was 20 Minuten im Grünen bewirken, spiegel.de 7.4.19

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Einfach mal durchatmen 
Montag, 29. April 2019 - Bewusstsein, Lebensart, Psychologie, Studien
Der Achtsamkeits-Boom verschafft Entspannungsmethoden Hochkonjunktur. Doch es müssen nicht immer gleich besondere Übungen sein, wenn wir mal runterkommen möchten. Ein Artikel in Gehirn & Geist stellt zum Beispiel verschiedene Studien vor, die zeigen, wie hochwirksam schlichtes, bewusstes Atmen sein kann. Es entspannt Körper und Geist, mildert Stress und kann sogar positiv auf verschiedene psychische Erkrankungen wirken. Besonders hilfreich ist ein Atemtakt, bei dem man vier Sekunden einatmet und sechs Sekunden ausatmet. Schon nach rund elf Minuten beginnt der Organismus sich umzustellen, biologische Regenerationsmechanismen setzen ein, Zellschäden werden behoben der Körper tankt neue Energie. Man könnte sagen, Nichtstun 2.0 mit positiven Nebenwirkungen ... ;-)
Die Entschleunigung des Atems, spektrum.de 5.4.19

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Frohe Osterstage 
Montag, 15. April 2019 - sonstiges
think.work.different macht Osterferien! Wir wünschen Ihnen eine schöne Osterzeit mit herrlichen Frühlingstagen - und sind ab 29. April wieder mit frischen News für Sie da!

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Braucht das Nichtstun einen gesellschaftlichen Halt? 
Freitag, 12. April 2019 - Bewusstsein, Lebensart
Nichtstuns hat in einer Gesellschaft, die davon lebt, immer beschäftigt zu sein, etwas Anrüchiges. Wer nicht immer nur leisten möchte, eine Pause braucht oder einfach die Ruhe und Stille schätzt, wird da leicht zum Außenseiter. Der Deutschlandfunk geht in einem Beitrag der Frage nach, warum es in der heutigen Zeit so schwierig ist, die Produktivitäts- und Aktivitätszwänge einmal hinter sich zu lassen und durchzuatmen. Bis vor gar nicht so langer Zeit brachte zumindest der kirchliche Kalender ein wenig Ruhe in das Leben als Ganzes. Sonntage und Feiertage bildeten einen Rahmen für kollektive Pausen. Doch unter den Vorzeichen der Säkularisierung und der sich immer stärker ausweitenden kulturellen Verfügbarkeitsforderungen wird es immer mehr zu einer individuellen Angelegenheit, sich Freiräume zu schaffen zum Innehalten. Der Beitrag des Deutschlandfunks zeigt, welche Ressourcen auch heute noch in den religiösen Traditionen liegen - weil sie etwas Grundsätzliches aufrechterhalten, das uns alle betrifft. Vielleicht können wir diesen Halt, der uns als Einzelne davon befreit, Ruheräume selbst immer wieder schaffen zu müssen, auch durch neue kulturelle, säkulare Praktiken wieder mehr ins Zentrum unserer Lebensweisen stellen.
Vom Nutzen des Nichtstuns, Deutschlandfunk 1.4.19

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Meditation als Bildungsaufgabe 
Donnerstag, 11. April 2019 - Bewusstsein, Psychologie, Wissenschaft
Wo eingeschliffene Lebensweisen immer mehr an Eigendynamik gewinnen und so beginnen, das Menschsein durch gewachsene systemische Logiken zu formen, kommt die Frage auf, wie wir unsere menschliche Autonomie in solchen oft stark unbewussten Prozessen behaupten können. Dabei geht es um mehr als nur die Tatsache, dass die Digitalisierung uns immer mehr mit ihren algorithmischen Prozessen durchdringt. Auch das Bildungssystem folgt längst Optimierungsideen, die den Faktor der menschlichen Entwicklung oft ausblenden oder funktionalisieren. Die Frankfurt University of Applied Science nahm diese Ausgangssituation zum Anlass, im Rahmen des so genannten "Selbstprojekts" ein Studienprogramm zu entwickeln, das die folgenden Ziele beinhaltete: Leidensverminderung, beispielsweise durch die Reduzierung von Stress und körperliche Entspannung, Selbsterkenntnis und eine Stärkung der geistigen Autonomie. Nun haben die Verantwortlichen einen Projektbericht vorgelegt, der zuversichtlich stimmt. Das Projekt scheint unter den Studierenden wieder den Sinn dafür geweckt zu haben, was es bedeuten kann, man selbst zu sein in einer Umgebung, die ihre ganz eigenen Anforderungen stellt. Meditative Praxis wurde in dem Programm nicht als Optimierungsstrategie verstanden, sondern als Weg, bewusster und gestärkter mit komplexen Herausforderungen umgehen zu können - weniger im Sinne eines Funktionierens im Gegebenen, sondern auch im Hinblick darauf, die eigene Persönlichkeit nicht aus dem Blick zu verlieren. Vorstöße wie dieser scheinen so dringlich zu sein in einer Zeit, in der das eigentliche Menschsein vor allen äußeren Erwartungen sich immer mehr zu verlieren scheint.
Wie kommt Meditation ins Hier und Jetzt? Das Beispiel Hochschule, literaturkritik.de 1.4.19

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Wider die Vereinnahmung 
Mittwoch, 10. April 2019 - Lebensart
Der Outdoor-Ausrüster Patagonia hat sich in den letzten Jahren einen Namen gemacht als Unternehmen, dass eine besonders ökologische und umweltschonende Produktion vertritt. Die Bekleidung von Patagonia hat sich so insbesondere bei Nachhaltigkeits-Fans den gewissen Coolness-Faktor erobert. Allerdings finden auch Zielgruppen, die weit weg sind von der Patagonia-Agenda immer mehr gefallen an den Outfits, mit denen man sich ganz nebenbei ein grünes Image verpassen kann. An der Wall Street beispielsweise scheint es gerade sehr in Mode zu sein, dass Finanz-Firmen für ihre Belegschaften Patagonia-Fleecewesten ordern - mit eingesticktem Firmenlogo. Das passt Patagonia gar nicht, denn das Unternehmen möchte nicht im Kontext von wirtschaftlichen Praktiken erscheinen, die ihm zuwider sind. Deshalb begrenzt laut Spiegel Patagonia nun solche individualisierten Großbestellungen und ermöglicht sie nur noch Firmen, die nachgewiesener Weise auch für ökologische Standards eintreten.
Patagonia will nicht Marke der Wall-Street-Banker sein, spiegel.de 4.4.19

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Die verschüttete Sehnsucht nach Stille 
Dienstag, 9. April 2019 - Bewusstsein, Lebensart, Psychologie
Das Bedürfnis nach Stille scheint eine grundlegende menschliche Sehnsucht zu sein, ja mehr noch, eine Notwendigkeit. Doch in unserer durchgetakteten Zeit verlieren immer mehr Menschen das Gespür dafür, wann es Zeit ist, einmal innezuhalten. Gerade den Kirchen, seit jeher Orte der Stille, scheint in unseren durchmodernisierten Gesellschaften eine neue Rolle zuzukommen, diese Räume des Innehaltens wieder stärker ins kollektive Bewusstsein zu holen. Jesuitenpater Karl Kern beschreibt in einem Gespräch mit dem Deutschlandfunk die Bedeutung solcher Auszeiten als notwendigen Bestandteil des menschlichen Daseins: "Urlaub ist ursprünglich die Erlaubnis, sich von einem Höhergestellten, in dessen Dienst man ist – als Lehnsherr zum Beispiel – zu entfernen. Die Ruhe ist in dem Sinn ein Raum der Freiheit, des Zweckfreien. Und ohne das, könnte man drastisch sagen, geht der Mensch kaputt." Für ihn ist Religion eine tiefere Rückbindung an das, was uns in unserem tiefsten Wesen ausmacht: "Religion lebt davon, dass der Mensch seine tiefsten Sehnsüchte entdeckt. Und im täglichen, üblichen Trubel kann man darüber hinweg leben. Das rächt sich dann – gesundheitlich, psychisch – oft in Katastrophen." Heute, wo immer mehr Menschen sich vor allem über säkulare Lebensbezüge definieren, scheint dieser tiefere Kern unseres Menschseins uns immer weniger zugänglich zu sein. Vielleicht stehen wir gerade an einer Schwelle und sind danach gefragt, neue Kontexte zu finden, in denen wir uns unseres Bedürfnisses nach Stille wieder bewusst werden können - und in denen wir es auch ohne schlechtes Gewissen leben können.
Wie man es schafft, nichts zu tun, Deutschlandfunk 3.4.19

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Brauchen wir eine Kultur der Auszeit? 
Montag, 8. April 2019 - Bewusstsein, Lebensart, Arbeit
Das Thema Sabbatical scheint eine neue Blüte zu erleben. Nun prescht auch die Linke in dieser Frage nach vorne. Katja Kipping forderte kürzlich, dass ein gesetzlicher Rechtsanspruch auf bis zu zwei Jahre Auszeit während des Berufslebens geschaffen werden solle - bei steuerfinanziertem Lohnersatz. Kipping begründet die Idee damit, dass in der heutigen Arbeitswelt mit all ihren Belastungen längere Phasen der Pause notwendig seien, um Gesundheit und Arbeitsfähigkeit aufrechtzuerhalten. Die SPD sprach sich vor einiger Zeit für neue Modelle der Arbeitszeitkonten aus - auch, um es Menschen zu erleichtern, zum Beispiel Phasen der Pflege von Angehörigen leichter zu bewerkstelligen. Im Prinzip sind beide Vorschläge gute Ideen. Sie haben jedoch eine Schwachstelle, denn sie versuchen letztlich nichts anderes, als die immer stärker zutage tretenden destruktiven Wirkungen unserer heutigen Arbeitswelt einfach zu kompensieren. Ein krankes System bleibt jedoch krank, auch wenn man ab und an eine Auszeit von ihm nehmen kann.
Linke-Chefin fordert Recht auf Sabbaticals, Zeit.de 30.3.19

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