Gründungen im Aufwind 
Freitag, 30. Mai 2014 - Studien
Die Talsohle bei den Unternehmensgründungen in Deutschland scheint durchschritten zu sein. Nachdem in den Jahren 2003 bis 2012 die Zahl der Gründer um insgesamt 42 Prozent gesunken war, konnte laut KfW-Gründungsmonitor 2013 ein Aufwärtstrend festgestellt werden - die Zahl der Gründer stieg um 12 Prozent auf insgesamt 868.000 an. 53 Prozent von ihnen sind so genannte Chancengründer, die selbstentwickelte Geschäftsideen umsetzen - 2012 waren es noch 47 Prozent, 2011 sogar nur 35 Prozent. Auch ist der Anteil der selbstständigen Frauen gestiegen - auf 43 Prozent, bei den Nebenerwerbsgründungen sogar auf 49 Prozent.
Mehr Frauen machen sich selbstständig, WiWo 20.5.14


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Unternehmerisches Denken braucht Freiräume und Mut 
Mittwoch, 28. Mai 2014 - Management
Viele Unternehmen erwarten von ihren Mitarbeitern unternehmerisches Denken und Handeln, doch meist klafft zwischen Wunsch und Wirklichkeit eine enorme Lücke, denn viele Unternehmenskulturen scheinen nach wie vor eher auf Gehorsam ausgelegt. Ulrich Dessel, Geschäftsführer der Mittelstandsberatung Nolens, Dessel und Kollegen, analysiert in einem Beitrag für das Handelsblatt die Ursachen. Eigenständige Entscheidungen zu treffen sei beispielsweise für viele Mitarbeiter ungewohnt, da in vielen Unternehmen unausgesprochen Alleingänge sabotieren. Wer hier vorpresche laufe Gefahr, als nicht teamfähig oder schwer integrierbar eingestuft zu werden. Ein weiterer Punkt sei die Angst vieler Chefs, die Kontrolle zu verlieren. Hierarchische Führung sei nach wie vor gang und gäbe in Firmen, so dass zu deutlich gezeigte Eigenverantwortung von Mitarbeitern von den Vorgesetzten leicht als Affront empfunden und entsprechend geahndet werde. Dessels Schlussfolgerung: "Wenn unternehmerisches Denken und Handeln in einer Organisation verankert werden soll, dann ist zunächst ein Umdenken und Neulernen der oberen Führungskräfte nötig."
So entwickeln Sie gutes Personal, HB 19.5.14


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Konflikte Kosten Zeit und Geld 
Dienstag, 27. Mai 2014 - Studien
Der Kommunikationsprofessor Martin-Niels Däfler hat in einer Online-Befragung von 352 Berufstätigen untersucht, welche konkreten Reibungsverluste in Unternehmen durch unzureichendes Konfliktmanagement entstehen, beispielsweise in Form verschwendeter Arbeitszeit. Das Ergebnis ist ernüchternd. Durchschnittlich zehn Prozent der Arbeitszeit gehen im Arbeitsalltag für Konflikte drauf. Besonders groß ist das Konfliktpotential in Unternehmen ab einer Größe von 5.000 Mitarbeitern - hier waren rund 30 Prozent der Mitarbeiter bereits mehrfach an Konflikten beteiligt. Ursache für knapp die Hälfte aller Konflikte sind sowohl Unternehmens-, arbeits- und organisationsbedingte Gründe als auch persönliche. In 17,4 Prozent der Konflikte waren rein private Motive ausschlaggebend, in 33,3 Prozent der Fälle nur betriebsbedingte Ursachen. 20,2 Prozent der befragten Frauen und 11,1 Prozent der Männer gaben zu, sich schon einmal einem Konflikt entzogen zu haben beziehungsweise es einem Kollegen oder Vorgesetzten "heimgezahlt" zu haben, indem sie ohne krank zu sein von der Arbeit fernblieben.
Kostenfaktor Konflikte, HBM 14.5.14


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Die positiven Nebenwirkungen der Religion 
Montag, 26. Mai 2014 - Studien
Die Suche nach Lebenssinn und nach der Bedeutung von Leben und Tod führt viele Amerikaner in die Arme der Religion. Besonders groß ist die religiöse Bindung unter den über 70-Jährigen Amerikanern, von denen 92 Prozent in irgendeiner Weise religiös gebunden sind, während es bei den 18- bis 29-Jährigen immerhin 74 Prozent sind, so die amerikanische Gesellschaft staatlich geprüfter Seniorenberater. Religiosität hat einige wissenschaftlich belegte Vorteile, denn unzählige Studien zeigen, dass religiös aktive Menschen eine längere Lebenserwartung haben als solche, die mit Religion nichts am Hut haben. Dies liegt vor allem daran, dass Gläubige häufiger einem gesunderen Lebensstil folgen und beispielsweise häufig nicht rauchen oder Alkohol konsumieren.
Gläubige leben länger, CIW 2.5.14


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Viel Streit kostet Lebenszeit 
Freitag, 23. Mai 2014 - Studien
Dänische Wissenschaftler haben untersucht, welche Auswirkungen regelmäßiges Streiten auf die Lebenserwartung hat, und kamen zu dem Schluss, dass das Sterblichkeitsrisiko von Dauerstreitern sich um das zwei- bis dreifache erhöht. Ausgewertet wurden die Daten aus einer Langzeituntersuchung von 10.000 Frauen und Männern im Alter zwischen Mitte 30 und Anfang 50. Der Gesundheitszustand verschlechterte sich bei den Studienteilnehmern durch Stress zum Teil dramatisch. So stieg das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung um 50 bis 100 Prozent an.
Wer viel streitet, stirbt früher, WiWo 15.5.14


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Hirndoping kann Langzeitfolgen haben 
Donnerstag, 22. Mai 2014 - Studien
Amerikanische Wissenschaftlerschlagen Alarm, denn einige der zu Zwecken des Hirndopings eingesetzten Smart drugs scheinen, insbesondere bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die Entwicklungsfähigkeit des Gehirns langfristig zu beeinträchtigen. Schon 1,3 Millionen Menschen dieser Altersgruppe schlucken entsprechende Mittel, um bei Prüfungen fit zu sein, länger lernen zu können oder insgesamt ihre Lernfähigkeit zu stärken. Da der präfontale Cortex, der sich bis ins Erwachsenenalter hinein entwickelt, auf Schwankungen wichtiger Hirnbotenstoffe wie Dopamin und Norepinephrin sensibel reagiert, könnte die Medikamenteneinnahme längerfristig negative Wirkungen auf Urteilsvermögen, Kontrolle der Gefühle und des Verhaltens sowie die Entscheidungsfindung haben, die in dieser Hirnregion angesiedelt sind. Da bestimmte Medikamente auch auf Rezeptoren wirken, könnten sie langfristig die geistige Flexibilität und Lernfähigkeit beeinträchtigen.
Hirndoping macht unflexibel, wissenschaft.de 13.5.14

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Griechen schuften, Deutsche arbeiten vergleichsweise wenig 
Mittwoch, 21. Mai 2014 - Studien
Die OECD-Zahlen zur Jahresarbeitszeit zeigen, dass trotz gefühlt stetig steigender Belastung in Deutschland nach wie vor vergleichsweise wenig gearbeitet. 2012 - aus diesem Jahr stammen die letzten verfügbaren Zahlen - arbeiteten die Deutschen knapp 1.400 Stunden im Jahr. Dieser Wert wurde nur - knapp - von den Niederlanden unterboten. An der Spitze der Malocher stehen indes die Griechen, die auf eine Jahresarbeitszeit von knapp 2.100 Stunden kommen - was unter anderem daran liegt, dass dort viele Menschen einen Zweitjob haben, um über die Runden zu kommen. Auch in den USA liegt die Jahresarbeitszeit mit knapp 1.800 Stunden vergleichsweise hoch - was dem dort kürzeren Jahresurlaub geschuldet sein dürfte. In den vergangenen Jahren ist die Jahresarbeitszeit OECD-weit allerdings deutlich gesunden, denn 2000 lag der Durchschnitt noch bei knapp 1.850 Stunden.
Deutsche arbeiten vergleichsweise wenig, Zeit online 13.5.14


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Wirtschafts-Boom fördert Narzissmus 
Dienstag, 20. Mai 2014 - Studien
Eine amerikanische Studie wirft den Blick darauf, dass boomende Wirtschaften narzisstische Persönlichkeitsmerkmale fördern können. Untersucht wurden Menschen, die während wirtschaftlicher Hochzeiten ins Berufsleben einstiegen und solche, die in eher schwachen Phasen ins Arbeitsleben eintraten. Dabei zeigte sich, dass diejenigen, die in wirtschaftlichen Hochzeiten Berufsanfänger waren, häufiger narzisstischen Statements (z.B. "Ich werde eine große Persönlichkeit sein.") zustimmten, während die zu Talzeiten Eingestellten eher zurückhaltende Antworten (z.B. "Ich hoffe, dass ich Erfolg haben werde.") wählten. Andere Studien belegten bereits, dass narzisstische Persönlichkeiten dazu neigen, ihre Rolle im Unternehmen zu überschätzen und sich, so sie in der entsprechenden Position sind, auch höhere Gehälter zusprechen als anderen Führungspersonen. Die jetzige Studie bestätigte diese Tendenz, denn auch zahlten sich Chefs, die erstmals in wirtschaftlichen Boomzeiten gearbeitet hatten, höhere Gehälter als diejenigen, die in schwächeren Wirtschaftsphasen eingestiegen waren.
Wirtschaftslage beeinflusst die Persönlichkeit, Gehirn & Geist 13.5.14

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