Spaltung der Gesellschaft wächst 
Freitag, 8. Mai 2015 - Studien
In einer Studie kommt der Paritätische Gesamtverband zu dem Schluss, dass die soziale Spaltung in Deutschland weiter wächst und immer weniger Menschen am Wohlstand teilhaben. Laut dem Jahresgutachten leben mittlerweile 15,5 Prozent der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze. Weiter kritisiert der Verband, dass die Zahl der Langzeitarbeitslosen sich konstant bei rund einer Million eingependelt habe, ohne Aussicht auf Verbesserungen. Den sieben Billionen Euro an Privatvermögen stehe gegenüber, dass rund jeder zehnte Erwachsene inzwischen überschuldet sei, im Durchschnitt mit mehr als 32.600 Euro Schulden. Der Bundesregierung wirft der Verband vor, sozialpolitisch falsche Prioritäten zu setzen. Der Mindestlohn trage zwar zum sozialen Zusammenhalt bei, die Rentenreform hingegen habe die soziale Spaltung sogar noch vertieft.
Die Kluft wird immer tiefer, taz 28.4.15

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evolve: Wir-Räume - Die Transformation unserer Beziehungen 
Donnerstag, 7. Mai 2015 - Medien
Seit einigen Tagen ist die neue Ausgabe von evolve - Magazin für Bewusstsein und Kultur im Handel, dieses Mal mit dem Schwerpunktthema "Wir-Räume - Die Transformation unserer Beziehungen". Wir haben dabei den Versuch unternommen, verschiedene zumeist auf Kommunikation basierende Zugangswege zu einem neuen Wir-Verständnis nachvollziehbarer zu machen. Andrew Venezia zeigt beispielsweise in seinem Artikel, wie unser mentales Bewusstsein unter den Vorzeichen der Zeit an seine Grenzen stößt - und vermittelt einen Geschmack davon, wie wir über diese Grenzen hinausgehen können. Elizabeth Debold sprach mit World-Café-Begründerin Juanita Brown und William Isaacs, der unter anderem mit dem Dialog nach David Bohm in Business-Kontexten arbeitet, darüber, wie sich unsere Wahrnehmungsfähigkeit für ein personal-soziales Wir kultivieren lässt und was dadurch möglich wird. Isaacs lässt dabei bereits anklingen, dass jenseits des rein Zwischenmenschlichen sich hier eine neue Dimension öffnet, die unser Selbstverständnis von Grund auf verändern könnte. Diesen Identitäts-Shift nehmen Thomas Steininger und Jeff Carreira in den Blick, die in ihrem Dialog über Evolutionäre Dialoge anschaulich vermitteln, welche neuen Möglichkeitsräume sich auftun, wenn das Ich durchlässig wird und sich in seiner Unbegrenztheit nicht nur erfährt, sondern auch aus dieser heraus agiert. Wie radikal diese Veränderung sein kann und was sie von uns und unserem Selbstverständnis verlangt, versuche ich in meinem Beitrag zum Thema "Über (s)ich hinauswachsen" aufzugreifen.

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Unzufrieden mit dem Job 
Mittwoch, 6. Mai 2015 - Studien
Die Manpower Group Deutschland befragte gut 1.000 Arbeiternehmer zu ihrer Zufriedenheit im Job. 49 Prozent der Befragten gaben demzufolge an, mit der eigenen Position oder Tätigkeit nicht mehr zufrieden zu sein. 45 Prozent denken darüber nach, den Job zu wechseln - ein Viertel, um eine bessere Bezahlung zu erreichen, 14 Prozent, weil sie sich mehr Abwechslung wünschen, und 13 Prozent, weil sie auf mehr Anerkennung hoffen. Immerhin jeder fünfte Arbeitnehmer attestiert seinem Unternehmen ein hohes Engagement für soziale Projekte oder Umweltschutz.
Manpower-Studie

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Chef träumen von früher Rente 
Dienstag, 5. Mai 2015 - Studien
Eine Umfrage der ZEIT unter 353 Führungskräften deutet in eine ähnliche Richtung wie der gestern hier angesprochene Downshifting-Trend. Rund drei Viertel der Befragten gaben hier an, nicht bis zum gesetzlichen Rentenalter arbeiten zu wollen - sofern es finanziell möglich ist. Die meisten betrachten das Alter von 56 bis 60 Jahren als Zeit für den optimalen Ausstieg, ein Viertel würde sogar schon zwischen 51 und 55 in Rente gehen. Dabei geht es den meisten gar nicht darum, dann überhaupt nicht mehr zu arbeiten. Viele können sich nämlich vorstellen, als Berater oder Aufsichtsrat auch dann noch gelegentlich tätig zu werden. Von einem Sabbatical träumt mehr als die Hälfte der Befragten. Allerdings traut sich jeder Zweite nicht, im Unternehmen auch danach zu fragen - aus Angst, berufliche Nachteile zu erleiden.
Die Chefs privat, Zeit online 26.4.15

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Downshifting - warum weniger bisweilen mehr ist 
Montag, 4. Mai 2015 - Medien
In der April-Ausgabe von info3 ist von mir der Artikel Weniger Arbeit, mehr Leben erschienen, in dem ich den wachsenden Trend zum Downshifting näher betrachte. Längst sind es nicht mehr nur überarbeitete Führungskräfte und Besserverdienende, die beschließen, nicht ihre gesamte Wachzeit dem Job zu widmen. Auch in der jüngeren Generation mehren sich die Mitarbeiter, die ihre Arbeitszeit reduzieren, um mehr Zeit für ihre weiteren Interessen zu haben. Diese neue Bewegung ist nicht grundsätzlich gegen das Arbeiten eingestellt, sondern sie erkennt lediglich, dass Leben mehr bedeutet, als nur im Job aktiv zu sein.

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Die positive Dynamik des Scheiterns 
Donnerstag, 30. April 2015 - Arbeit
Scheitern gilt immer noch als Makel, doch wenn wir es als Lernprozess betrachten, kann es uns weiterhelfen. "Es gibt zwei Selbstbilder, die unsere Haltung prägen. Das eine nenne ich 'statisch' - jemand glaubt, dass Fähigkeiten und Talent schon feststehen. Du hast sie, und das war es. Das Gegenteil nenne ich 'dynamisch', Menschen sind überzeugt davon, dass sich Fähigkeiten entwickeln lassen. Durch harte Arbeit, Strategien, mit Hilfe von anderen", erklärt die Psychologie-Professorin der Stanford-Universität Carolin Dweck im Interview mit der SZ. Diese Perspektive richtet den Fokus mehr auf das, was wir - auch durch ein Scheitern - werden können, als auf das, was wir bereits sind. Ein statisches Selbstverständnis kann leicht zum Gefängnis werden, da wir dann immer nur versuchen, das, was wir bereits können, zu reproduzieren. Im Mut zum ungewissen Ausgang hingegen wachsen wir über uns hinaus.
"Fehler sind unvermeidbar - und spannend!" SZ 23.4.15

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Mitgefühls-Meditation reduziert wandernde Gedanken 
Mittwoch, 29. April 2015 - Studien
Eine Studie der Stanford Universität zeigt, dass Mitgefühls-Meditation das Wandern der Gedanken deutlich vermindern kann. Untersucht wurde eine Gruppe von 51 Erwachsenen, die an einem Trainingsprogramm mit neun Einheiten zu je zwei Stunden teilnahmen und täglich 15 bis 30 Minuten alleine üben sollten. Gewöhnlich wandern unsere Gedanken, während wir wach sind, etwa 50 Prozent der Zeit - und dies häufig, ohne dass wir uns dessen bewusst sind. Die Probanden wurden während der Studie regelmäßig befragt, ob ihr Geist abschweife und sie fürsorglich mit sich selbst beziehungsweise anderen umgegangen seien. Im Vergleich zu inhaltsleeren Meditationsformen fokussiert die Mitgefühls-Meditation nämlich darauf, eine fürsorgliche Haltung zu entwickeln. Die Studie zeigte, dass die Meditierenden deutlich seltener in neutrale oder gar negative Gedankengänge abdrifteten und gleichzeitig fürsorglichere Verhaltensweisen zeigten. Da wir anscheinend evolutionär stark auf negative Reize reagieren, um unser Überleben zu sichern, ist die durch die Meditation erreichte Fokusverschiebung sehr interessant. Sie könnte dabei helfen, selbst unter schwierigen äußeren Bedingungen nicht sofort in Angst zu verfallen, sondern stattdessen positiv mit sich selbst und anderen umzugehen.
Compassion meditation reduces "mind-wandering", Stanford research shows, Stanford Report 22.4.15

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Beschäftigung wird immer "atypischer" 
Dienstag, 28. April 2015 - Studien
Der klassische 9-5-Job wird immer mehr zum Auslaufmodell. So stieg in den letzten 20 Jahren die Zahl derer, die befristet beschäftigt sind, in Teilzeit mit 20 oder weniger Stunden arbeiten, als Zeitarbeiter tätig sind oder geringfügig beschäftigt, um mehr als 70 Prozent. 1993 waren 4,4 Millionen Deutsche auf diese Weise "atypisch" beschäftigt, 2013 bereits 7,6 Millionen. Die Zahl der Normalarbeitsverhältnisse sank im gleichen Zeitraum von 76,8 auf 67,5 Prozent - von 25,9 Millionen Arbeitnehmern auf 22,1 Millionen.
Immer mehr Menschen arbeiten jenseits normaler Jobs, WiWo 21.4.15


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