Deutsche machen mehr Schulden 
Freitag, 15. Mai 2015 - Studien
Sparsam wie eine schwäbische Hausfrau - für immer mehr Deutsche scheint das nicht zuzutreffen. Eine Emnid-Studie im Auftrag des Inkassounternehmens KRUK, für die 754 Personen befragt wurden, zeigt, dass im letzten Jahr die Nutzung von Bankdarlehen, Kreditkarten und Leasing um 43 Prozent zugenommen hat. 34 Prozent der privaten Haushalte verwenden Ratenkredite, um Konsumausgaben - zumeist den Kauf eines Autos - zu finanzieren. Für drei Viertel der unter 30 Jährigen gehören Schulden zum Leben. Emotional betrachtet erscheinen Schulden hingegen weniger easy. 67 Prozent verbinden mit ihnen Anspannung und Stress, 64 Prozent Verunsicherung, 59 Prozent Angst, 58 Prozent Ruhelosigkeit und 57 Prozent Frustration.
Deutsche halten Schulden für ziemlich normal, Die Welt 7.5.15

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Frauen wollen Karriere, wenn man sie lässt 
Mittwoch, 13. Mai 2015 - Studien
Fehlende Aufstiegschancen stellen für junge Frauen den häufigsten Grund dar, ihre Arbeitsstelle zu wechseln, so die Erkenntnisse einer weltweiten Umfrage der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC unter 10.000 Menschen im Alter von 20 bis 35 Jahren. 43 Prozent der deutschen Frauen finden, dass sich Arbeitgeber bei internen Beförderungen zu sehr auf männliche Mitarbeiter konzentrieren - bei der Umfrage 2011 waren dies nur 14 Prozent. 86 Prozent der Frauen bevorzugen Arbeitgeber, denen Gleichberechtigung und Integration wichtig sind. 71 Prozent finden indes, dass Arbeitgeber zwar über Diversity sprechen, jedoch keine wirkliche Chancengleichheit schaffen. Für 53 Prozent hängt die Attraktivität eines Arbeitgebers davon ab, ob sie Aufstiegschancen haben, doch nur 19 Prozent der deutschen Frauen glauben, dass sie es bei ihrem Arbeitgeber in eine Führungsposition schaffen.
Junge Frauen fordern bessere Karrierechancen, WiWo 6.5.15

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Achtsamkeit schlägt Aktionismus 
Dienstag, 12. Mai 2015 - Management
In einem Beitrag für den Harvard Business Manager erklärt Maura Thomas, warum es für Führungskräfte hilfreich sein kann, nach Feierabend keine Mails mehr zu verschicken. "Wenn Sie so etwas öfter tun, versäumen Sie die Chance, Abstand von Ihrer Arbeit zu gewinnen - doch diese Distanz ist für den Perspektivenwechsel, den Sie als Führungskraft benötigen, enorm wichtig." Thomas beschreibt eindrücklich, wie Chefs, die rund um die Uhr Nachrichten verschicken, ob kurz oder lang im Unternehmen eine Spirale der Hektik und des Aktionismus in Gang setzen. Denn: Die Mail vom Chef wird meist wichtig genommen - und möglichst zeitnah beantwortet. "Falls Sie eine sofortige Antwort erwarten, fesseln Sie Ihre Mitarbeiter rund um die Uhr ans Büro, und zwar mit voller Absicht. Falls nicht, tun Sie dies zumindest unabsichtlich. Und das ist weder für Sie noch für Ihre Mitarbeiter noch für die Unternehmenskultur gut." Achtsamkeit schlägt Aktionismus ...
Warum nächtliche E-Mails schaden, HBM 5.5.15

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Alte Muster beim Führen durchbrechen 
Montag, 11. Mai 2015 - Management
Im Interview mit Zeit online erklärt die Psychologin Petra Dannemeyer, wie Führungskräfte es lernen können, in Krisensituationen nicht in alte Muster zu verfallen, sondern eine Lösungskompetenz zu entwickeln, die zu ihnen passt. "In persönlichen Krisen neigt der Mensch dazu, in alte Muster zu verfallen, da sie jahrelang funktioniert haben - auch, wenn sie nicht positiv waren. Der Grund ist ganz simpel: Krisen erschüttern die Stabilität. Dann währen wir lieber ein Verhalten, das wir schon kennen, als etwas Neues auszuprobieren", erklärt die Expertin für Teamentwicklung. Dannemeyer gibt Führungskräften Fragen mit auf den Weg, um ihre Ziele, Motivationen und Beweggründe bewusster in den Blick zu nehmen, darunter: Was will ich? Warum will ich es? Und: Gebe ich mir die Erlaubnis, mein Ziel zu verfolgen? Fragen, die plausibel klingen, aber im Führungsalltag häufig gar nicht mehr gestellt werden. Im Suchen nach Antworten eröffnen sich für Führungskräfte laut Dannemeyer neue Perspektiven. Denn auch, wenn Beispielsweise das Erreichen bestimmter Kennziffern ein häufig formuliertes Ziel sind, führt der Weg zu ihrer Erfüllung über die Motivation und die innere Freiheit der Beteiligten, sich auch in ihrer Werthaltung wirklich einbringen zu können.
"Ellbogenmentalität ist kein Naturgesetz", Zeit online 1.5.15

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Spaltung der Gesellschaft wächst 
Freitag, 8. Mai 2015 - Studien
In einer Studie kommt der Paritätische Gesamtverband zu dem Schluss, dass die soziale Spaltung in Deutschland weiter wächst und immer weniger Menschen am Wohlstand teilhaben. Laut dem Jahresgutachten leben mittlerweile 15,5 Prozent der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze. Weiter kritisiert der Verband, dass die Zahl der Langzeitarbeitslosen sich konstant bei rund einer Million eingependelt habe, ohne Aussicht auf Verbesserungen. Den sieben Billionen Euro an Privatvermögen stehe gegenüber, dass rund jeder zehnte Erwachsene inzwischen überschuldet sei, im Durchschnitt mit mehr als 32.600 Euro Schulden. Der Bundesregierung wirft der Verband vor, sozialpolitisch falsche Prioritäten zu setzen. Der Mindestlohn trage zwar zum sozialen Zusammenhalt bei, die Rentenreform hingegen habe die soziale Spaltung sogar noch vertieft.
Die Kluft wird immer tiefer, taz 28.4.15

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evolve: Wir-Räume - Die Transformation unserer Beziehungen 
Donnerstag, 7. Mai 2015 - Medien
Seit einigen Tagen ist die neue Ausgabe von evolve - Magazin für Bewusstsein und Kultur im Handel, dieses Mal mit dem Schwerpunktthema "Wir-Räume - Die Transformation unserer Beziehungen". Wir haben dabei den Versuch unternommen, verschiedene zumeist auf Kommunikation basierende Zugangswege zu einem neuen Wir-Verständnis nachvollziehbarer zu machen. Andrew Venezia zeigt beispielsweise in seinem Artikel, wie unser mentales Bewusstsein unter den Vorzeichen der Zeit an seine Grenzen stößt - und vermittelt einen Geschmack davon, wie wir über diese Grenzen hinausgehen können. Elizabeth Debold sprach mit World-Café-Begründerin Juanita Brown und William Isaacs, der unter anderem mit dem Dialog nach David Bohm in Business-Kontexten arbeitet, darüber, wie sich unsere Wahrnehmungsfähigkeit für ein personal-soziales Wir kultivieren lässt und was dadurch möglich wird. Isaacs lässt dabei bereits anklingen, dass jenseits des rein Zwischenmenschlichen sich hier eine neue Dimension öffnet, die unser Selbstverständnis von Grund auf verändern könnte. Diesen Identitäts-Shift nehmen Thomas Steininger und Jeff Carreira in den Blick, die in ihrem Dialog über Evolutionäre Dialoge anschaulich vermitteln, welche neuen Möglichkeitsräume sich auftun, wenn das Ich durchlässig wird und sich in seiner Unbegrenztheit nicht nur erfährt, sondern auch aus dieser heraus agiert. Wie radikal diese Veränderung sein kann und was sie von uns und unserem Selbstverständnis verlangt, versuche ich in meinem Beitrag zum Thema "Über (s)ich hinauswachsen" aufzugreifen.

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Unzufrieden mit dem Job 
Mittwoch, 6. Mai 2015 - Studien
Die Manpower Group Deutschland befragte gut 1.000 Arbeiternehmer zu ihrer Zufriedenheit im Job. 49 Prozent der Befragten gaben demzufolge an, mit der eigenen Position oder Tätigkeit nicht mehr zufrieden zu sein. 45 Prozent denken darüber nach, den Job zu wechseln - ein Viertel, um eine bessere Bezahlung zu erreichen, 14 Prozent, weil sie sich mehr Abwechslung wünschen, und 13 Prozent, weil sie auf mehr Anerkennung hoffen. Immerhin jeder fünfte Arbeitnehmer attestiert seinem Unternehmen ein hohes Engagement für soziale Projekte oder Umweltschutz.
Manpower-Studie

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Chef träumen von früher Rente 
Dienstag, 5. Mai 2015 - Studien
Eine Umfrage der ZEIT unter 353 Führungskräften deutet in eine ähnliche Richtung wie der gestern hier angesprochene Downshifting-Trend. Rund drei Viertel der Befragten gaben hier an, nicht bis zum gesetzlichen Rentenalter arbeiten zu wollen - sofern es finanziell möglich ist. Die meisten betrachten das Alter von 56 bis 60 Jahren als Zeit für den optimalen Ausstieg, ein Viertel würde sogar schon zwischen 51 und 55 in Rente gehen. Dabei geht es den meisten gar nicht darum, dann überhaupt nicht mehr zu arbeiten. Viele können sich nämlich vorstellen, als Berater oder Aufsichtsrat auch dann noch gelegentlich tätig zu werden. Von einem Sabbatical träumt mehr als die Hälfte der Befragten. Allerdings traut sich jeder Zweite nicht, im Unternehmen auch danach zu fragen - aus Angst, berufliche Nachteile zu erleiden.
Die Chefs privat, Zeit online 26.4.15

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