Ein neues Verständnis von Nähe macht einen Unterschied  
Dienstag, 26. Januar 2016 - Medien
Letzte Woche hatte ich das große Vergnügen, gemeinsam mit meinem evolve-Redaktionskollegen Dr. Thomas Steininger eine Radiosendung zu unserer neuen Magazin-Ausgabe zu machen, die das Thema Nähe unter die Lupe nimmt. In einer Kultur, die vor allem von unserer Individualität lebt, verstehen wir unter Intimität gemeinhin vor allem unsere persönlichen, partnerschaftlichen Beziehungen zu ausgewählten Menschen. Was aber, wenn wir den Radius dieser Selbstverortung weiten? Wenn wir zu erkennen beginnen, dass wir dem Leben als Ganzem wirklich nahe kommen können? Wenn ich mir die Herausforderungen der Gegenwart anschaue, sei es der Klimawandel, die großen wirtschaftlichen Fragen, vor denen wir stehen, die weltweiten Flüchtlingsbewegungen, dann wird mir immer deutlicher, dass unsere Fähigkeit zur Nähe längst keine rein persönliche Angelegenheit mehr ist. Gerade unsere Bereitschaft, wirklich mit dem zu sein, was ist, uns davon berühren zu lassen, ist heute vielleicht der zentrale Schlüssel zu einem In-der-Welt-Sein, das tatsächlich aus dem schöpft, was uns als Menschen ausmacht - und andere Menschen in dieser Tiefe berührt, sich mit ihnen verbindet. Unser Radiogespräch vermittelt einige Einsichten, wie wir uns in einen solchen Gestaltungsprozess hineinbewegen können.
Radio evolve - die Sendung zum Download

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Neue Ausgabe von "evolve - Magazin für Bewusstsein und Kultur" 
Montag, 18. Januar 2016 - Medien
Am Donnerstag ist es wieder so weit - dann erscheint die neue Ausgabe von evolve - Magazin für Bewusstsein und Kultur. Dieses Mal haben wir uns des Themas Intimität angenommen. Oft denken wir dabei zunächst vor allem an Liebesbeziehungen oder Sexualität, an das, was uns ganz persönlich mit uns nahestehenden Menschen verbindet. Fragen wir uns indes auch, wie nah wir dem Leben selbst sind und kommen können, eröffnet sich ein ganzer Kosmos möglicher Verbundenheiten. Die Mystikerin Cynthia Bourgeault spricht im Interview vom „Sakrament der Verletzlichkeit“, das uns mit der Lebendigkeit in und um uns in Kontakt bringt. In dieser Offenheit vermag, so Jelle van der Meulen in seinem Artikel, eine „Kultur des Herzens“ zu entstehen. Es eröffnen sich uns Bezüge, die, so die Kulturwissenschaftlerin Hildegard Kurt, zu einer Erfahrung der Wirklichkeit führen können, in der wir uns in unserem Nicht-Getrenntsein von der Welt erleben. Viele der Magazin-Beiträge stellen bewusst neue Blickwinkel auf unser In-der-Welt-Sein her und werfen die Frage auf, wie nah wir unserer eigenen Lebendigkeit und dem Leben selbst sind. In meinem eigenen Artikel betrachte ich beispielsweise das Phänomen, dass heute viele Menschen vor allem in ihrem Arbeitsumfeld nach authentischen Bezügen zum Leben suchen. Ein Unterfangen, das häufig fehlschlägt, weil die in der Arbeitswelt zentralen funktionalistischen Rahmenbedingungen dieser Entfaltung geradezu diametral entgegenzustehen scheinen. Auch die in der Postmoderne populär gewordenen Fluchten in Gegenwelten, sei es in Form antikapitalistischer Attitüden oder privater Wellness, helfen kaum weiter, verleugnen sie doch große Teile der gegenwärtigen Realität. Vielleicht gibt es aber auch einen dritten Weg, der uns der Welt und uns selbst gleichermaßen näherkommen lässt, eine Annäherung im Bewusstsein, die eigentlich nur voraussetzt, dass wir versuchen, Atemzug für Atemzug einfach einmal wirklich hier zu sein. Mehr dazu ab Donnerstag im Magazin! Am Donnerstag Abend werde ich gemeinsam mit Dr. Thomas Steininger von 20 bis 21 Uhr auch eine Sendung von radio evolve zum Thema machen - kann online live hören oder später aus dem Archiv runterladen.

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"Eine Welt im Dialog" - die neue Ausgabe von evolve ist am Kiosk 
Donnerstag, 22. Oktober 2015 - Medien
Heute mal wieder eine Nachricht in eigener Sache: Die neue Ausgabe von evolve - Magazin für Bewusstsein und Kultur ist ab sofort erhältlich, dieses Mal mit dem Titel "Eine Welt im Dialog - Begegnungen mit uns selbst". Wenn ich versuche zu erklären, was evolve für ein Magazin ist, nenne ich es gerne das "GEO des Bewusstseins". Dieses Mal ist der Vergleich auch, was das Design des Hefts angeht, sehr naheliegend, denn Dank der Unterstützung des Ethnologen und Fotografen Wade Davis von der National Geographic Society, der uns zahlreiche seiner Bilder zur Verfügung stellte, ist das Bildmaterial einfach unglaublich. Unser Anliegen mit dieser Ausgabe ist es, neue Wege aufzuzeigen, wie fruchtbare Dialoge über kulturelle Grenzen hinweg entstehen können. Gert Scobel betrachtet im Interview die jüngeren Entwicklungen im Westen. Der Berater und Aktivist Raul Quiñones-Rosado erklärt, wie wir Fremdheit konstruieren, was die politischen und gesellschaftlichen Folgen sind und wie wir nicht zuletzt in unserem Geiste neue Perspektiven für ein Miteinander auf Augenhöhe entwickeln können. Ein integraler Blick auf Entwicklungszusammenarbeit des Projekts Integral without Borders sensibilisiert dafür, wie kulturelle Verschiedenheit in Entwicklungsprozessen angemessen eingebettet werden kann. Die bei den Vereinten Nationen tätige Beraterin Monica Sharma und die spirituelle Lehrerin Annette Kaiser gehen in einem Gespräch der Frage nach, wie radikaler Respekt, der aus dem Bewusstsein von Verbundenheit schöpft, für ein globales Miteinander öffnen kann. Mein Redaktions-Kollege Mike Kauschke hat bei einer Reise durch Griechenland hinter die Vorurteile, mit denen gängige Betrachtungen der Krise behaftet sind, geblickt. Und ich selbst ergründe in meinem Artikel, wie wir uns kulturell wie individuell für ein Zusammensein in größeren Kulturzusammenhängen öffnen können. Wirklich sensationell sind unsere Stimmen aus aller Welt, bei der Aktivisten und spirituelle Vorreiter aller Kontinente ihre Visionen für ein globales Miteinander teilen. Alles in allem ist das Heft wieder mal ein Must-Read! ;-)

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Die Kraft sozialer Transformation bei Radio evolve 
Dienstag, 1. September 2015 - Medien
Direkt vor der Sommerpause hatte ich ja bereits über die neue Ausgabe von evolve - Magazin für Bewusstsein und Kultur geschrieben, die sich dieses Mal unter dem Titel "Die Zukunft in uns - Gesellschaft im Umbruch" dem Thema soziale Transformation widmet. Für das Heft konnten wir wieder einige bekannte Persönlichkeiten gewinnen: Eine Welt im Umbruch braucht progressive Impulse: politische, wirtschaftliche und soziale. Die Zukunft hängt davon ab, wie es uns gelingt, die Welt und ihre Herausforderungen auf eine neue Weise zu sehen – und entsprechend zu handeln. Otto Scharmer, Senior Lecturer am Massachusetts Institute of Technology (MIT) und Berater für Regierungen und Großkonzerne, beispielsweise versucht, auf der systemischen Ebene von Wirtschaft und Politik eine Erneuerung vom Ego- zum Eco-Bewusstsein anzustoßen. Marina Weisband zeigt mit ihren Gedanken zu einer liquiden Demokratie, wie im bewussten Umgang mit Divergenzen neue Lösungsräume entstehen können. Räume, die in den Augen des Kulturphilosophen und Vordenkers der Occupy-Bewegung Charles Eisenstein ihre Kraft der Transformation aus der Herzensqualität der Verbundenheit schöpfen. Sich im Inneren im positiven Sinne betroffen zu fühlen, sich nach dem eigenen schöpferischen Potential zu fragen, verbindet uns, so der Vorreiter des Grundeinkommens Enno Schmidt, mit dem Möglichen. Wer lieber hört statt zu lesen, kann sich bei Radio evolve die einstündige Radiosendung, die Herausgeber Dr. Thomas Steininger und ich zum Magazin gemacht haben, runterladen und anhören.

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Die neue Ausgabe von evolve ist da: Die Zukunft in uns 
Donnerstag, 23. Juli 2015 - Medien
Seit heute ist die neue Ausgabe von evolve - Magazin für Bewusstsein und Kultur am Kiosk erhältlich. Mit dem Titelthema "Die Zukunft in uns - Gesellschaft im Umbruch" widmen wir uns dieses Mal der Frage, wie soziale Transformation möglich werden kann. Der Kulturphilosoph Charles Eisenstein beispielsweise versucht dafür zu sensibilisieren, dass wir im Herzen oft schon ein Gespür dafür haben, welche bessere Welt wir uns wünschen. Enno Schmidt, Vorreiter der Idee des Grundeinkommens, rückt den Blick darauf, wie wichtig es ist, sich selbst vorbehaltlos zu fragen, was der eigene Ausdruck sein könnte - als tiefste Form gelebter Authentizität. Eine Frage, die wir uns allzu oft aufgrund vermeintlich äußerer Zwänge gar nicht mehr zu stellen getrauen. Otto Scharmer gibt spannende Impulse, wie ein Shift vom Ego- zum Eco-Bewusstsein gelingen kann. Und Marina Weisband zeigt am Beispiel der liquiden Demokratie, dass die Reibung an scheinbaren Gegensätzen essenzieller Teil neuer Lösungen sein kann. Ich selbst versuche in meinem Beitrag zu zeigen, welche Wege Unternehmen einschlagen, um mit Meditation zu einer neuen Bewusstheit im Business zu finden. Alles in allem bringt evolve dieses Mal wieder jede Menge Inspiration für alle, die am Thema Change interessiert sind.

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Besser Leben - die Idee des Magazins "transform" 
Donnerstag, 28. Mai 2015 - Medien
Zeit online berichtet über einen neuen Start-up, der sich auf die Fahnen geschrieben hat, mit einem Magazin namens "transform" neue Perspektiven für die Arbeits- und Lebenswelt zu verbreiten. "Ich bin davon überzeugt, dass wir vieles wieder zurückerobern müssen – zum Beispiel Zeitsouveränität. Muße, Müßiggang, Zeit zum Nichtstun sind wichtig für ein gutes Leben. Und darum geht es uns – das gute Leben. Überall gibt es nur Krisen, in den Medien wird überwiegend über Probleme berichtet. Da wird immer nur kritisiert, selten geht es um Lösungen – und wenn, dann sind sie kompliziert oder verweisen auf eine höhere Instanz. 'Die Politik müsste….' heißt es dann. Aber was hat das mit mir zu tun?", beschreibt Ko-Gründer Jan Korte die Motivation hinter dem Projekt. Die Devise der Gründer: "Jeder einzelne kann die Welt mitgestalten und prägen, insbesondere in seinem unmittelbaren Lebenszusammenhang." Auf der Magazin-Webseite gibt es bereits Artikel zu Themen wie "Anleitung zum Blaumachen", "Kein Job erfüllt alles" und "Was ist das 'gute Leben'"? Gegenwärtig sammeln die Gründer via Crowdfunding Geld, um eine gedruckte Version des Magazins herauszubringen.
"Her mit dem guten Leben", Zeit online 20.5.15
Webseite "transform"


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Wie Wir-Räume unser In-der-Welt-Sein verändern können 
Montag, 18. Mai 2015 - Medien
Letzte Woche habe ich zusammen mit Dr. Thomas Steininger bei Radio evolve eine Sendung zur aktuellen Ausgabe des Magazins über Wir-Räume gemacht. Vor allem in den aktuellen Diskussionen über die Möglichkeit sozialen Wandels zeigt sich immer wieder, dass der Individualismus westlicher Kulturen an seine Grenzen zu stoßen scheint. Der Fokus auf die eigene Lebenssphäre, mit dem wir häufig recht unbewusst durchs Leben gehen, scheint uns in gewisser Weise von der Lebendigkeit des Lebens als Ganzem zu trennen - meist, ohne dass wir es wirklich bemerken. In der Radio-Sendung sprechen wir nicht nur über aktuelle Zugangswege zu neuen Wir-Perspektiven, sondern wir gehen auch der Frage nach, wie die Ausrichtung auf größere Lebenszusammenhänge unser Ich-Sein selbst zu verändern beginnt. Die Sendung lässt sich online nachhören oder herunterladen unter:
Radio evolve: Sendung zu "Wir-Räume - die Transformation unserer Beziehungen"

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evolve: Wir-Räume - Die Transformation unserer Beziehungen 
Donnerstag, 7. Mai 2015 - Medien
Seit einigen Tagen ist die neue Ausgabe von evolve - Magazin für Bewusstsein und Kultur im Handel, dieses Mal mit dem Schwerpunktthema "Wir-Räume - Die Transformation unserer Beziehungen". Wir haben dabei den Versuch unternommen, verschiedene zumeist auf Kommunikation basierende Zugangswege zu einem neuen Wir-Verständnis nachvollziehbarer zu machen. Andrew Venezia zeigt beispielsweise in seinem Artikel, wie unser mentales Bewusstsein unter den Vorzeichen der Zeit an seine Grenzen stößt - und vermittelt einen Geschmack davon, wie wir über diese Grenzen hinausgehen können. Elizabeth Debold sprach mit World-Café-Begründerin Juanita Brown und William Isaacs, der unter anderem mit dem Dialog nach David Bohm in Business-Kontexten arbeitet, darüber, wie sich unsere Wahrnehmungsfähigkeit für ein personal-soziales Wir kultivieren lässt und was dadurch möglich wird. Isaacs lässt dabei bereits anklingen, dass jenseits des rein Zwischenmenschlichen sich hier eine neue Dimension öffnet, die unser Selbstverständnis von Grund auf verändern könnte. Diesen Identitäts-Shift nehmen Thomas Steininger und Jeff Carreira in den Blick, die in ihrem Dialog über Evolutionäre Dialoge anschaulich vermitteln, welche neuen Möglichkeitsräume sich auftun, wenn das Ich durchlässig wird und sich in seiner Unbegrenztheit nicht nur erfährt, sondern auch aus dieser heraus agiert. Wie radikal diese Veränderung sein kann und was sie von uns und unserem Selbstverständnis verlangt, versuche ich in meinem Beitrag zum Thema "Über (s)ich hinauswachsen" aufzugreifen.

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