Wenn der Chef stirbt, geht's bergab 
Freitag, 29. Juni 2007 - Management
Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung hat sich mit der Frage beschäftigt, wie wichtig der Chef an der Spitze für den Unternehmenserfolg ist. Dass es mit Firmen, deren CEOs ausgetauscht wurden, in der Folge meistens bergauf geht, entpuppt sich leicht als Binsenwahrheit, denn hätten die Chefs zuvor nicht versagt - oder zumindest die gewünschten Performanceziele verfehlt -, wären sie wohl kaum vor die Tür gesetzt worden. Deshalb haben findige Wissenschaftler einmal Firmen unter die Lupe genommen, deren erster Mann verstorben ist - dessen Ablösung also nicht gewünscht war. Und siehe da: Nach dem Tod eines Vorstandsvorsitzenden fällt die Profitabilität eines Unternehmen um 1,4 Prozentpunkte. Auch einschneidende Veränderungen im Lebensumfeld der Chefs, beispielsweise der Tod des Lebenspartners oder eines Kindes, führen in ähnlichem Ausmaß zu einer Talfahrt der Firma. Für die weiteren Vorstandsmitglieder konnten die Wissenschaftler vergleichbare Zusammenhänge nicht feststellen. Auf den Chef scheint es also wirklich anzukommen.
"Kommt es wirklich auf den Chef an?", FAS 24.6.2007

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Neues Magazin "Forum Nachhaltig Wirtschaften" 
Donnerstag, 28. Juni 2007 - Medien
Der Bundesdeutsche Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management e.V. (B.A.U.M.) und der Altop-Verlag haben ein neues Nachhaltigkeits-Magazin herausgebracht. "Forum Nachhaltig Wirtschaften" informiert ab sofort vierteljährlich über Themen aus dem Bereich Corporate Social Responsibility und Nachhaltigkeit. Die erste Ausgabe steht ganz im Zeichen des Klimawandels. Das Heft ist zum Einzelpreis von 10,- Euro zzgl. Versandkosten oder im Abo erhältlich.
Forum Nachhaltig Wirtschaften

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Moral-Studie von Allensbach 
Mittwoch, 27. Juni 2007 - Studien
Schmiergelder anzunehmen, sind für 70 Prozent der deutschen Bevölkerung kein Kavaliersdelikt, so das Ergebnis der neuen Moral-Umfrage des Allensbach-Instituts. Bestechung gehört damit für die Deutschen zu den Dingen, die man "unter keinen Umständen" tun darf. Weitere absolute Donts aus der Hitliste der unmoralischen Vergehen: unberechtigt soziale Vergünstigungen wie Krankengeld oder Arbeitslosengeld annehmen, obwohl sie einem nicht zustehen (71 Prozent), Schwarzfahren (56 Prozent), ein Versprechen brechen (50 Prozent) und Steuern hinterziehen (49 Prozent). Schwarzarbeit wird dagegen nur von jedem vierten Deutschen nicht akzeptiert.
Moral-Studie Allensbach

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Schwab Foundation sucht Social Entrepreneur 2007 
Dienstag, 26. Juni 2007 - Arbeit
Die Schwab Foundation hat den Wettbewerb "Social Entrepreneur 2007" ausgeschrieben. Bis zum 15. Augut 2007 können sich Teilnehmer bewerben, deren Projekte Aspekte wie Innovation und Nachhaltigkeit beinhalten und die positive soziale Auswirkungen haben. Weitere Kriterien des Wettbewerbs sind die Reproduzierbarkeit der praktizierten Ansätze sowie die Verbreitung der Initiative.
Ausschreibung Schwab Foundation

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Yoga gegen den Stress im Business 
Montag, 25. Juni 2007 - Arbeit
Immer mehr gestresste Angestellte und Führungskräfte treten den Anforderungen im Tagesgeschäft entgegen und verschaffen sich beim Yoga eine Auszeit, so ein Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Zahlreiche Krankenkassen unterstützen ihre Mitglieder bei der Stärkung ihrer Balance und tragen sogar einen Teil der Kursgebühren. Die hinter dem Yoga stehende indische Philosophie kann nicht zuletzt den Blick dafür, was im Geschäftsleben wesentlich sein sollte, klären. Selbstdisziplin, Gelassenheit und Wahrhaftigkeit sind Eigenschaften, die etwa der indische Gelehrte Patanjali den Yoga-Praktizierenden ans Herz legt. "Im Sinn des Yoga sollte eine Führungspersönlichkeit den Mitarbeitern ... mit Demut begegnen und sie wertschätzen", sagen Doris Iding und Katja Kaiser in ihrem Business-Yoga-Buch.
"Sonnengruß in der Mittagspause", FAZ 23.6.2007

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Warum Rauchen mehr bringt als 360-Grad-Feedbacks 
Freitag, 22. Juni 2007 - Management
Chefs, die gerne wissen möchten, was in ihrem Unternehmen vor sich geht, sollten - so sie es nicht schon sind - zum Raucher werden. Diesen verblüffenden Rat gibt Klaus-Dieter Leciejewski in seiner Handelsblatt-Kolumne, denn seiner Ansicht nach etablieren sich in den Raucher-Zimmern der Unternehmen die besten Feedback-Kanäle. Dort, wo die neuen Ausgestoßenen dank Nichtraucherschutz unter sich sind, wird das gemeinsame Laster zum verbindenden Element und erleichtert es anscheinend, einmal Tacheles zu reden. Die Gespräche im Nikotindunst scheinen, glaubt man dem Kolumnisten, jedenfalls deutlich ergiebiger zu sein als die minutiös geplanten Mitarbeiterbefragungen oder 360-Grad-Feedbacks, denn die Wege sind kurz und sehr direkt.
"Rauchen statt befragen", HB 26.5.2007

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BDI-Mittelstandspanel: CSR macht erfolgreich 
Donnerstag, 21. Juni 2007 - Studien
Das aktuelle BDI-Mittelstandspanel, an dem sich 1.100 deutsche Unternehmen beteiligten, zeigt, dass Corporate Social Responsibility zum Erfolgsfaktor werden kann. So sind erfolgreiche Unternehmen zu 90 Prozent auch in Sachen CSR engagiert, während dies bei den weniger erfolgreichen bei nur 55 Prozent der Fall ist. Fast alle aktiven Unternehmen engagieren sich im Bereich Personal und Gesellschaft. Allerdings sind Spenden mit 80 Prozent immer noch für viele Firmen das Hauptinstrument. Für 43 Prozent der Befragten ist ein ehrenamtliches Engagement der Geschäftsleitung wichtig und jedes dritte Unternehmen stellt Mitarbeiter für ehrenamtliche Aktivitäten frei. 48 Prozent der Firmen beziehen CSR gezielt in ihre Beschaffungspolitik ein, 27 Prozent in ihre Absatzpolitik.
BDI-Mittelstandspanel

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Burger braten und vier Management-Regeln 
Mittwoch, 20. Juni 2007 - Management
Jerry Newman, Professor für Management an der New York State University, Buffalo, wagte ein außergewöhnliches Experiment. Der BWL-Professor arbeitete fast eineinhalb Jahre in verschiedenen amerikanischen Fast Food-Ketten und entdeckte dort vier wesentliche Management-Prinzipien. Anlass des ungewöhnlichen Experiments: Newman konnte in den Klassikern der Management-Literatur nur die Top-Down-Perspektive entdecken. Die Top-Manager, so sein Kritikpunkt, leiten ihre Ratschläge oft viel zu einseitig aus ihrer eigenen Perspektive ab. Was die Mitarbeiter bewegt, erahnen sie indes kaum. Beim Burger-Braten entdeckte Jerry Newman seine vier Regeln, die dieser Sichtweise von unten nach oben gerecht werden sollen:
1. Gute Manager arbeiten in der Realität und sagen Mitarbeitern, woran sie sind.
2. Sie schaffen Rahmenbedingungen, unter denen sich die Mitarbeiter untereinander verstehen.
3. Sie sind beständig, so dass die Mitarbeiter wissen, was der Chef schätzt und was nicht.
4. Sie zollen ihren Mitarbeitern Anerkennung und fördern sie.
"Burger braten für die Karriere", FAZ 16.6.2007

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