"Weibliche" Werte helfen nicht beim Aufstieg 
Montag, 30. Juni 2008 - Studien
Eine Studie des Beratungsunternehmens Accenture zeigt: Typisch weibliche Werte und Soft Skills beflügeln kaum den beruflichen Aufstieg. Accenture untersuchte für die Studie "One Step Ahead of 2011: A New Horizon for Working Women", wie gut sich internationale Führungskräfte auf die Herausforderungen der Globalisierung vorbereitet fühlen. Von den 300 deutschen der insgesamt 4.000 international Befragten fühlten sich unter den weiblichen Führungskräften nur 32 Prozent gut gerüstet, während es unter den Männern 49 Prozent waren. Einer der wichtigsten Unterschiede zwischen männlichen und weiblichen Führungskräften: Während Männer vor allem auf den Einsatz von Technologie setzen, um mit ihrer Aufgabenflut besser umgehen zu können, vertrauen Frauen eher auf Soft Skills und typisch weibliche Werte - die im gegenwärtigen Denken und Handeln vieler Unternehmen nach wie vor nicht gerade als Karrierebeschleuniger gelten. Obwohl Frauen mit ihrem Interesse für das Erlernen von Sprachen und ihrer häufig größeren Fähigkeit zum Erkennen kultureller Unterschiede theoretisch besser für speziell mit der Globalisierung verbundene Herausforderungen gerüstet sein dürften, finden diese Fähigkeiten anscheinend eher wenig Anerkennung. So gaben 42 Prozent der befragten weiblichen Führungskräfte an, in ihrer Karriere künftig keine weitere Entwicklung zu erwarten, während dies bei den Männern nur 32 Prozent feststellten.
Pressemitteilung Accenture


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CSR als Wettbewerbsfaktor 
Freitag, 27. Juni 2008 - Management
Viele Unternehmen reden von CSR, doch wenn es um die nackten Tatsachen geht, hinken sie hinterher. Laut Handelsblatt haben nur zehn der Dax-30-Konzerne ein bereichsübergreifendes Nachhaltigkeitsgremium. In immerhin sechs der Dax-30-Unternehmen ist CSR Vorstandssache, nämlich bei BASF, Bayer, E.on, Henkel, Linde und RWE. Deren Gremien wirken bei der Strategieentwicklung und agieren nah am operativen Geschäft - eine wichtige Basis, damit nicht nur Leuchtturmprojekte ins Leben gerufen werden, sondern CSR-Strategien wirklich operativ verankert werden können. Ein solches Engagement birgt auch finanziellen Nutzen. So sind einer Studie der britischen Marktforschung Economist Intelligence Unit 57 Prozent von weltweit 1.200 befragten der Ansicht, dass der Nutzen die Kosten übersteige. Positive Auswirkungen auf Umsatz und Wettbewerbsposition sehen auch mehr als die Hälfte der vom IBM Institute for Business Value befragten 250 Unternehmenschefs.
"Ganz, ganz weit oben", HB 17.6.2008



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Machtlosigkeit drückt die Leistung 
Donnerstag, 26. Juni 2008 - Studien
Sozialpsychologen der Universität Nimwegen sind auf einen interessanten Zusammenhang zwischen Machtlosigkeit und Leistung gestoßen. In einer Studie stellten die Forscher fest, dass Mitarbeiter, die sich in ihrer Position machtlos fühlen, geringere Leistungen erbringen als solche, die das Gefühl haben, ihr Arbeitsumfeld gestalten zu können. "Menschen ohne Macht besitzen keine Kontrolle über ihr Umfeld, sie sind abhängig von anderen. Das ist eine beängstigende Situation", so die Sozialpsychologin Pamela Smith gegenüber der Süddeutschen Zeitung. Nimmt man ihnen dagegen diese Angst, werden ihre Leistungen besser. Der Rat der Sozialpsychologen an Unternehmen: Erst gar kein Gefühl von Machtlosigkeit aufkommen zu lassen, denn dann stimme auch die Performance. Die Studie zeigt auch, warum Hierarchien in Unternehmen so stabil sind, denn ein Aufstieg aus niedrigen Positionen ist deshalb selten möglich, weil die Macht-Angst-Spirale in vielen zuschlägt, bevor ein Aufstieg begonnen werden konnte.
"Wer machtlos ist, macht Fehler", SZ 18.6.2008


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Soziale Marktwirtschaft verliert an Zustimmung 
Mittwoch, 25. Juni 2008 - Studien
Immer mehr Bundesbürger sehen die soziale Marktwirtschaft sehr kritisch. Einer neuen Studie der Bertelsmann-Stiftung zufolge empfinden 73 Prozent (2000: 47 Prozent) der deutschen Bevölkerung die wirtschaftlichen Verhältnisse nicht als gerecht. Nur 13 Prozent (2000: 35 Prozent) sind der Ansicht, dass Besitz und Verdienstmöglichkeiten gerecht seien. 82 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass, wer Vollzeit arbeitet, von diesem Einkommen auch leben können sollte. Und 90 Prozent der Bundesbürger sind der Meinung, dass der Staat mehr Geld in Bildung investieren sollte. Ein einfacheres Steuersystem wird von 76 Prozent der Befragten gewünscht. 80 Prozent der Bevölkerung plädieren dafür, dass Unternehmen, die Umweltschäden verursachen, auch die entstehenden Folgekosten übernehmen sollten.
Bertelsmann-Studie


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Ökologisches Denken aus Kalkül heraus 
Dienstag, 24. Juni 2008 - Management
Die Frankfurter Allgemeine Zeitung beschäftigt sich in einem Management-Beitrag mit den Herausforderungen, die für Unternehmen aus dem Klimawandel hervorgehen. Der Artikel zeigt auf, dass die Relevanz des Themas Emissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette zunehmend an Bedeutung gewinnt, da - nicht zuletzt durch immer schärfere Gesetze - unökologisches Verhalten immer mehr zu einem Kostenfaktor wird. Sicherlich ist ein großer Vorteil der gegenwärtigen Veränderungsprozesse in der Wirtschaft, dass der Wert, den das Ökosystem insgesamt für den Fortbestand der Menschheit hat, endlich überhaupt ins Visier genommen wird. Über Jahrzehnte wurden natürliche Ressourcen einfach als gegeben angesehen und ihr theoretischer "Preis" deshalb vernachlässigt. Jetzt, wo erkannt wird, dass wir in naher Zukunft einen hohen Preis zahlen werden, wenn wir es nicht schaffen, in die bestehenden Verbrauchskreisläufe ein neues Gleichgewicht zu bringen, öffnet sich die Tür für ein neues Denken von Ursache und Wirkung. Die Wirtschaft durchdenkt diese Zusammenhänge bisher noch allein unter funktionalistischen Aspekten. Unternehmen, die weniger Ressourcen verbrauchen und weniger Umweltschäden verursachen, werden in Zukunft am Markt schlicht besser dastehen als die sorglose Konkurrenz. Doch kommen wir so zu einer nachhaltigen ökologischen Verantwortlichkeit? Der gegenwärtige Paradigmenwechsel ist wahrscheinlich allenfalls ein erster Schritt in Richtung eines ganzheitlichen Denkens, das Ursache und Wirkung nicht nur aus ökonomischem Kalkül heraus betrachtet, sondern sich bewusst wird, dass im Prinzip alles mit allem zusammenhängt. Aber immerhin ein Schritt in die richtige Richtung. Der nächste wäre es, das Thema Wettbewerb insgesamt unter neuen Gesichtspunkten zu betrachten.
"Klimaschutz als Wettbewerbsfaktor", FAZ 16.6.2008


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Wird Bionade selbstherrlich? 
Montag, 23. Juni 2008 - Management
Die Kunden sind in Aufruhr, seit Bionade verkündete, die Preise für seine Öko-Brause zum 1. Juli um ein Drittel zu erhöhen. Hätte Unternehmenschef Peter Kowalsky damit argumentiert, dass die Rohstoffpreise in den letzten Monaten rasant gestiegen sind, hätte er sicherlich Zustimmung in seiner kritischen Zielgruppe gefunden, denn die neuen Lohas-Anhänger sind, das zeigen inzwischen verschiedene Studien, durchaus bereit, für nachhaltig produzierte Ware entsprechende Aufschläge zu zahlen. Die Preiserhöhung hat jedoch einen anderen Hintergrund. Als n-tv auf seiner Webseite die Preiserhöhung am 6. Juni erstmals vermeldete, hielt ich Kowalsky noch zugute, dass seine Äußerungen vielleicht aus dem Kontext gerissen zitiert wurden. Denn was ich dort lesen musste, verschlug mir schier die Sprache. "Das Original muss nun einmal das teuerste Produkt sein", sagte Kowalsky zu n-tv und stellte die Preiserhöhung unter anderem als Teil seiner Markenstrategie dar. Als ich nun Ähnliches in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung lesen musste, wurde klar, dass es nicht um einen journalistischen Ausrutscher geht, sondern Kowalsky in der Tat den Preisaufschlag zunächst einmal als Teil einer gezielten Abgrenzungspolitik gegenüber Nachahmerprodukten sieht. Kritische Kunden, die Bionade bisher aufgrund ihres guten Geschmacks und der Underdog-Geschichte des Herstellers zu schätzen wussten, fühlen sich durch solche Strategien berechtigterweise vor den Kopf gestoßen. Es geht dabei gar nicht darum, dass eine Flasche des Bio-Getränks künftig statt 59 Cent für 79 Cent im Regal stehen wird. Der neue Preis ist immer noch gerechtfertigt. Doch dass ein Unternehmen, das sich bisher eher unkonventionell präsentierte und mit seinem Engagement für regionale Produktion und wirtschaftliche Verantwortung große Sympathien erhielt, nun in das gleiche plump-kapitalistische Horn stößt wie viele große Konzerne, für die CSR allenfalls ein Feigenblatt ist, ist ärgerlich. Nicht, dass ich etwas dagegen habe, dass Unternehmen gute Gewinne machen. Aber warum sollte ich jemandem mehr Geld geben, nur weil er sein Produkt künftig als "Luxusartikel" positionieren möchte? Der n-tv-Artikel erwähnt ganz nebenbei, dass Bionade den Aufpreis dazu nutzen möchte, seine Präsenz am Markt ohne Fremdkapital zu stärken. Das ist ein Ziel, das ich nachvollziehen kann. Mit weiteren Erläuterungen hält Kowalsky sich allerdings zurück. Das Problem: Wenn ein Unternehmen sich als Gegenspieler der großen Konzerne positioniert und sich vom vielfach kritisierten "kalten Kapitalismus" abgrenzen möchte, braucht es aus meiner Sicht mehr als die bisherigen konventionellen Strategien. Wenn Bionade sich am Markt wie Nestlé verhält, sehe ich als Kundin jedenfalls hier keinen "Mehrwert" mehr. Die begrüßenswerten Erfolge der neuen Aufsteiger im Bio- und Öko-Markt zeigen inzwischen die Schwächen eines Wirtschaftssystems, das sich nur auf Gewinne konzentriert, immer deutlicher, denn von Akteuren, die sich im Fair-Sektor tummeln, erwartet man einfach ein bisschen mehr als die alten Argumente (wir brauchen den Profit, um zu expandieren) und die alten Strategien (also erhöhen wir mal die Preise, und die Kohle landet bei uns). Hätte Bionade die neue Strategie auf eine breitere Basis gestellt, beispielsweise durch neue Ansätze, die das herkömmliche unternehmerische Profitdenken um eine neue Vision wirtschaftlicher Entwicklung erweitern, wäre dies sicherlich ein Gewinn für alle, die mit ihrem Konsum fairere Strukturen unterstützen möchten. So aber bleibt ein übler Nachgeschmack beim "offiziellen Getränk für eine bessere Welt".
"Der Preis des Originals", FAS 15. Juni 2008


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Immer mehr Fachkräfte auf der Flucht 
Freitag, 20. Juni 2008 - Studien
Die Unzufriedenheit vieler Fach- und Führungskräfte mit ihren Arbeitsbedingungen führt zu einer steigenden Fluktuationsbereitschaft. Eine Studie des Instituts für Mittelstandsforschung zeigt: Zwei Drittel der Arbeitnehmer mit anspruchsvollen Beschäftigungen erwägen, in den kommenden zwei Jahren ihren Arbeitgeber zu wechseln - weil sie sich wachsendem Leistungsdruck ausgesetzt sehen oder Tätigkeiten ausüben, die ihren Ansprüchen nicht gerecht werden. Nur 37 Prozent der 1.650 befragten Fach- und Führungskräfte wollen versuchen, bei ihrem jetzigen Arbeitgeber eine bessere Position zu finden. Vor allem größere Unternehmen schneiden laut Aussagen der Forscher bei den Angestellten schlechter ab.
"Sieben von zehn Fachkräften wollen Arbeitgeber wechseln", WiWo 12.6.2008


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Integratives Qualitätsbewusstsein führt zum Erfolg 
Donnerstag, 19. Juni 2008 - Success Stories
Das Bio-Seehotel Zeulenroda zeigt, wie geschicktes Management ein Unternehmen, dessen Rahmenbedingungen nicht die besten sind, zum Erfolg führen kann. Im Thüringer Vogtland gelegen, verfügt das Hotel zwar über eine landschaftlich reizvolle Lage, doch spielt sich der Tourismus-Boom anderenorts ab. Dennoch gelang es Geschäftsführer Stephan Bode, das Bio-Seehotel zu einem Shootingstar zu machen. Zum zweiten Mal in Folge erhielt das Hotel gerade den 1. Platz beim Grand Prix der "Ausgewählten Tagungshotels zum Wohlfühlen". Sein Geheimnis: Integratives Qualitätsbewusstsein (IQB). Diese Perspektive setzt sich die Schaffung besonderer Qualität zum Ziel und berücksichtigt dabei die Potenziale aller Führungskräfte und Mitarbeiter und setzt auf Wertschätzung im Umgang miteinander. Es geht um die Entwicklung eines Bewusstseins für das große Ganze. Neben diesen menschlichen Werten setzt das Hotel auf Bio-Kost und schadstofffreie Naturmaterialien. Im vergangenen Jahr wurde das Hotel für diesen integrativen Ansatz auch mit dem internationalen "Spirit at Work Award" ausgezeichnet.
"Bio-Seehotel Zeulenroda mit IQB zum Erfolg geführt", CSR-News 12.6.2008


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