Auslaufmodell Demokratie? 
Donnerstag, 6. Oktober 2011 - Bücher
Bürgerproteste, geringe Wahlbeteiligungen und eine in täglichen Umfragen dokumentierte wachsende Unzufriedenheit der Bevölkerung zeigen: Mit unserem System scheint einiges nicht zu stimmen. Doch woran es in der Gesellschaft hakt, darüber scheiden sich die Geister. FAZ-Redakteur Laslo Trankovits beispielsweise prescht mit seinem Buch "Weniger Demokratie wagen!" vor und vertritt die Ansicht, dass zu viel Bürgerbeteiligung das Staatswesen lähmt. Er fordert laut einem Bericht von German-Foreign-Policy.com mehr Zentralisierung, Machtkonzentration und Kontrolle, denn Mitbestimmung untergrabe die Effizienz von Staat und Wirtschaft. Trankovits meint, die Eliten sollten sich klar zu Kapitalismus und Profit bekennen und die Vermittlung politischer Maßnahmen gegenüber der Bevölkerung bedürfe intelligenter Formen der PR. Kein Wunder, dass China da zum positiven Beispiel mutiert, wenn demokratische Teilhabe plötzlich ein Hindernis sein soll.
Weniger Demokratie wagen, German-Foreign-Policy.com 20.9.11

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Zen als neuer Zugang zur Ethik im Business 
Dienstag, 14. September 2010 - Bücher
Über Ethik gibt es inzwischen Unmengen Bücher am Markt. Sie ergehen sich in Tipps, wie man im Business zu mehr Fairness finden kann, setzen dabei aber vielfach nur auf der strukturellen Ebene an. In seinem Buch "Die Linie im Chaos" geht der Zen-Meister Hinnerk Polenski einen anderen Weg. Er erklärt, wie aus der Philosophie des Zen eine Ethik erwachsen kann, die auf der persönlichen Ebene wirklich verankert ist. Was nutzen uns die schönsten Verhaltensregeln, wenn wir uns nicht im Stande sehen, ihnen zu folgen? Weil tief in unserem Inneren ungelöste Widersprüche gären und uns immer wieder aufs Neue zu destruktiven Handlungen verleiten. Polenski geht mit seinem Buch an die Wurzeln, zeigt, wie wir Einsicht in unsere Handlungsmotivationen gewinnen und uns von häufig unbewussten Reflexen frei machen können. Das Buch glänzt durch seine kraftvolle Verbindung von Innen- und Außenperspektive, denn wer nur eine Seite der Medaille betrachtet, wird zum Scheitern verurteilt sein. Ein absoluter Lesetipp für alle, die nicht nur nach neuen Verhaltensmaßstäben suchen, sondern sich vielleicht auch einfach nur ein bisschen besser kennenlernen möchten!
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Hören Sie auf zu rennen - Das Buch zum Sonderpreis 
Dienstag, 22. Juni 2010 - Bücher
Stress, Hektik, Zielfixierung - wenn Sie im Job manchmal das Gefühl haben, Sie setzen einseitig auf Power und die Verschnaufpausen kommen zu kurz, empfehle ich Ihnen einen Blick in das Buch "Hören Sie auf zu rennen", das ich gemeinsam mit Paul Kohtes geschrieben habe. Am Beispiel des Märchens vom Hase und vom Igel zeigen wir darin, wie man die richtige Balance zwischen beherztem Handeln und relaxter Fokussierung findet - die Chinesen nennen diese Haltung wu wei, was so viel heißt wie Handeln im Nicht-Handeln. Der Verlag hat den Preis für das Buch nun reduziert und es ist jetzt für sagenhafte 9,95 Euro erhältlich. Viel Spaß beim Schmökern!
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Kapital=Geist - Nachhaltigkeit fängt beim Denken an 
Montag, 19. Oktober 2009 - Bücher
Anthroposophisch orientierte Unternehmen machen seit Jahrzehnten vor, wie ein Wirtschaften aussehen kann, das sich an Nachhaltigkeit und Verantwortung orientiert. Ihr „Geheimnis“: Ihr wichtigstes Kapital ist ihr Geist. Sie folgen der tiefen inneren Überzeugung, dass der Markt auf den Menschen angewiesen ist – als schöpferischem Gestalter von Produkten und Beziehungen, die ihre Nachhaltigkeit nicht nur aus dem schonenden Umgang mit Ressourcen beziehen, sondern auch aus ihrer Ausrichtung an einem höheren Sinn wie dem Einklang von Mensch und Natur, sozialer Verbindlichkeit und einer Wertigkeit, die über den reinen Konsumnutzen hinausweist. In anthroposophischen Unternehmen ist der Mensch nicht Mittel zum Zweck – sei es als Mitarbeiter oder Kunde –, sondern das Ziel selbst. Die Währung Glaubwürdigkeit zahlt sich dabei für die Firmen auch finanziell aus, gehören sie doch zu den Gewinnern der gegenwärtigen Krise. So konnte die Bio-Supermarktkette Alnatura seinen Umsatz im vergangenen Jahr um 24 Prozent erhöhen, während die Bio-Branche insgesamt nur um zehn Prozent wuchs. Die GLS Bank verkündete im Juni 2009 gar ein Wachstum der Bilanzsumme um 35 Prozent. Die in „Kapital=Geist“ portraitierten zwölf Unternehmen, darunter nationale und internationale Größen wie die Drogeriekette dm, die Bio-Supermarkt-Kette Alnatura, der Arzneimittelhersteller Wala – dessen Naturkosmetikmarke Dr. Hauschka längst Hollywood erobert hat, der Anbieter von Naturbekleidung hessnatur oder die GLS Bank, zeigen, wie sich der anthroposophische Geist im Business manifestiert – unaufdringlich, aber in seinen Werten kompromisslos, materiell erfolgreich, aber nicht vom Kommerz getrieben. Ihre Produkte, aber auch ihre Führungsmodelle und Eigentumsverhältnisse weisen einen Innovationsgrad auf, der viele Fragen beantwortet, die erst durch die Krise ins öffentliche Bewusstsein gedrungen sind. Ein Buch für alle Unternehmer und an nachhaltigem Konsum Interessierten, die mehr wissen wollen über Unternehmensstrukturen, die nicht vom Kapitalmarkt abhängig sind, über nachhaltige Produktionsprozesse jenseits des Green Washings und über Mitarbeiterführung, die ohne Motivationsstrategien auskommt, weil menschliche Entfaltung ein Unternehmensziel ist. Ich kann das Buch nur wärmstens empfehlen, auch wenn man sich nicht direkt für Anthroposophie interessiert, denn viele der von den Unternehmen entwickelten Modelle haben in meinen Augen wirklich Vorbildcharakter für die gesamte Wirtschaft. Ganz nebenbei: Der Beitrag über die GLS Bank stammt aus meiner Feder.
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Die Kunst der Selbstführung 
Freitag, 25. September 2009 - Bücher
Der in den Bereichen Leadership Development und Executive Coaching tätige Berater Burkhard Bensmann hat ein spannendes Buch über "Die Kunst der Selbstführung" geschrieben. In zahlreichen Gesprächen mit Führungskräften ist er der Frage nachgegangen, wie Manager den Balanceakt zwischen Erfolg und Erfüllung meistern und den Wunsch nach Sinnhaftigkeit mit der Notwendigkeit nach Wirksamkeit verbinden. Die Innenansichten zeigen: Eine einfache Erfolgsformel gibt es nicht. Die meisten der Befragten zeichnen sich dadurch aus, dass sie eine klare Vision haben, der sie folgen, dabei aber nicht die Notwendigkeiten ihres Arbeitsumfeldes aus den Augen verlieren. Sie realisieren gewissermaßen dynamische Gleichgewichte verbunden mit Vielfalt, achten auf Körper, Geist und Seele und sind dabei im Job wirklich präsent. Herausforderungen sind ihnen ebenso wichtig wie Phasen der Ruhe. Sie denken nicht in Entweder-Oder, sondern leben ein Sowohl-Als-auch. Das Buch zeigt eindrücklich, dass Selbstführung die Basis gelungener Führung bildet und es dabei sowohl um fachliche als auch um soziale Qualitäten geht. Ein wirklich inspirierendes Buch, das viele Anregungen zum Nachdenken gibt!
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Wir sind die Wirtschaft 
Freitag, 18. September 2009 - Bücher
Der Unternehmensberater Kai Romhardt zeigt in seinem neuen Buch "Wir sind die Wirtschaft", welche Perspektiven es für den Einzelnen gibt, die Ökonomie zu beeinflussen. Aus Achtsamkeit wird Sinn - so könnte man das Credo des Buches beschreiben, denn es zeigt, wie Denkweisen aus dem Buddhismus unser Denken und Handeln im wirtschaftlichen Kontext positiv beeinflussen können. Es geht dem Autor nicht darum, "das System" zu ändern oder zu kritisieren, sondern er verdeutlicht, wie beispielsweise unser persönliches Mangeldenken, Kompensationsstrategien wie Konsum, der vorgibt, eine innere Leere zu füllen, oder auch unsere Ängste bestimmen, wie wir leben und arbeiten, was wir konsumieren und wir meinen zu brauchen. Ein sehr tiefgründiges Buch, das sich nicht in Kritik verliert, sondern Wege aufzeigt zu einem Leben und damit Wirtschaften in Balance.
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Der kreative Shift in der Wirtschaft 
Freitag, 17. Juli 2009 - Bücher
Was kommt nach dem Industriekapitalismus? Der Journalist Wolf Lotter stellt diese Frage in seinem Buch "Die kreative Revolution" gemeinsam mit Kreativexperten aus der Wirtschaft wie zukunftsforscher Matthias Horx oder ChangeX-Mitbegründer Peter Felixberger und geht dem sich bereits abzeichnenden kreativen Wandel in der Wirtschaft auf den Grund. In verschiedenen Aufsätzen beleuchten die Autoren, wie Kreativität immer mehr ihren Weg von den eher künstlerischen Arbeitsfeldern auch in Industrieunternehmen findet. Neue Innovations- und Kooperationsmodelle auch der klassischen Wirtschaft sind immer mehr auf den Faktor Kreativität angewiesen. Das Buch zeigt, dass die kreative Revolution mehr ist als die digitale Bohème, denn die neue Ideenwirtschaft betrifft im Kern alle Branchen - die ihr Innovationspotenzial nicht gefährden wollen. Ein Buch, dass einer subtilen Bewegung nachgeht, die sich vielerorts bereits abzeichnet, aber in den Mainstream-Medien bisher wenig Raum findet. Der beschriebene Prozess des kreativen Shifts markiert vielleicht eine Wende zum Business 3.0.
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Aus der Fülle schöpfen 
Freitag, 19. Juni 2009 - Bücher
In der Nachhaltigkeitsdiskussion überwiegt bisweilen ein Denken, das sich vor allem einem Reduktionismus verschrieben hat: weniger Energie- und Ressourcenverbrauch, weniger Schadstoffausstoß, weniger Abfälle. Geht man davon aus, dass Ressourcen nur begrenzt vorhanden sind, mag diese Perspektive durchaus plausibel erscheinen. Doch könnte ja alles auch ganz anders sein. So spricht sich der Vorreiter der neuen Cradle-to-Cradle-Bewegung Michael Braungart dafür aus, die Dinge aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten und nicht den Verbrauch zum Thema zu machen, sondern die intelligente Nutzung von Rohstoffen. Cradle-to-Cradle bedeutet von der Wiege bis zur Wiege und nutzt Rohstoffe so, dass sie, wenn ein Produkt seinen Lebenszyklus durchschritten hat, recycelt und zum Material für neue Produkte werden können. Der Murmann Verlag hat mit dem Buch "Gemacht für die Zukunft" eine Übersicht erfolgreicher Cradle-to-Cradle-Produkte zusammengestellt und zeigt, wie diese Kreislaufwirtschaft in Unternehmen produktiv genutzt werden können. Die Vielfalt der Beispiele legt nahe, dass das Recycling-Prinzip für zahlreiche Branchen zukunftsweisende Möglichkeiten birgt. Von recyclebaren Bezugsstoffen und Bürostühlen über kompostierbare T-Shirts bis hin zu Energieversorgung und Architektur zeigen die Praxisanwendungen, dass die Zukunft vielleicht eher einem Schöpfen aus der Fülle denn einem Sparsamkeitsdenken gehört.
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