Umfrage zum Thema Meditation 
Montag, 30. Juni 2014 - Wissenschaft
Da mir die wissenschaftliche Forschung zum Thema Meditation ein großes Anliegen ist, möchte ich heute auf ein aktuelles Studienvorhaben der Bachelor-Studentin Miriam Büxenstein von der Europa-Universität Viadrina hinweisen. Im Rahmen ihrer Bachelor-Arbeit untersucht Büxenstein die Motivation von Meditierenden und die Wirkungen der Meditation auf das körperliche Wohlbefinden. Die Umfrage ist innerhalb weniger Minuten zu bewältigen, und ich würde mich freuen, wenn möglichst viele Leserinnen und Leser diese Forschungsarbeit durch ihre Teilnahme unterstützen.
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Überzogene Erwartungen an den Job? 
Freitag, 27. Juni 2014 - Arbeit
Die Wirtschaftswoche widmet der Frage, ob wir in der heutigen Zeit nicht viel zu viel von unserer Erwerbsarbeit erwarten, einen interessanten Artikel. So kontrastiert der Beitrag die wachsende Zahl arbeitsbedingter psychischer Leiden mit dem steigenden Wunsch der Erwerbstätigen, ihr Job möge der Selbstverwirklichung dienen, Sinn Stiften oder gar glücklich machen. "Die emotional entwurzelten, von den traditionellen Sinnangeboten der Religion oder des Nationalstolzes entkoppelten Menschen suchen in Ermangelung von Alternativen die Selbstverwirklichung, das Glück, allein in der Erwerbsarbeit. Oder zumindest Spaß! Was für eine Katastrophe ist es für Menschen, die solcherart alles auf eine Karte setzen, wenn die nicht sticht! Wenn die Arbeit nicht das Selbst verwirklicht, kein Glück bringt. Nicht mal Spaß", urteilt der Autor über das Dilemma, in das sich viele Arbeitnehmer auf diese Weise hineinnavigieren. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse, die der Artikel anführt, illustrieren eindrücklich, dass inzwischen eine Vielzahl von Randbedingungen in der Arbeitswelt es schwierig macht oder gar verhindert, dass diese hochgesteckten Ziele sich verwirklichen lassen. So sei eine grundlegende Zufriedenheit mit der Arbeit am ehesten zu erreichen, wenn Menschen über zwei bis drei Jahre gleiche oder ähnliche Tätigkeiten ausführen können, denn mit ein wenig Routine habe man das Gefühl, die Dinge auch gut machen zu können. Permanenter Change und die vielfach von Unternehmen geforderte Flexibilität hingegen halten die Arbeitenden in einem permanenten Zustand der "Einarbeitung und Unsicherheit". Auch Beschleunigung ist ein Thema, denn durch die stetige Verdichtung von Arbeitsprozessen entfallen die früher üblichen kleinen Pausen wie das Schwätzchen auf dem Flur oder die Rauchpause. Wer rund um die Uhr durchgetaktet sei, stehe schlicht unter Strom, was den Spaßfaktor bei der Arbeit erheblich reduzieren dürfte. Unter dem Strich kommt der Artikel zu dem Schluss, dass ein Einstellungswechsel uns vielleicht gut täte - von der Arbeit kein Glück und keinen Sinn mehr zu erwarten, sondern sie pragmatisch als reinen Broterwerb zu sehen. Wenn der dann trotzdem Spaß mache, umso besser.
Das verhängnisvolle Glücksversprechen der Arbeit, WiWo 17.6.14


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Jedes vierte deutsche Unternehmen ist Opfer von Betrug 
Donnerstag, 26. Juni 2014 - Studien
Eine Erhebung der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young unter 2.700 Managern aus 59 Ländern zeigt, dass Betruf in der Wirtschaft an der Tagesordnung ist. Ernüchternd: In Deutschland wurden in den letzten zwei Jahren 26 Prozent der Firmen Opfer von Betrügereien - beinahe so viele wie in Nigeria (30 Prozent). Der weltweite und auch westeuropäische Durchschnitt liegt bei 12 Prozent. Nur sechs Prozent der deutschen Manager glauben, dass hierzulande Betrügereien weit verbreitet sind. Die Diskrepanz zum Ist-Zustand begründen die Wirtschaftsprüfer damit, dass deutsche Firmen in den vergangenen Jahren verstärkt Anstrengungen unternommen hätten, Korruption im eigenen Hause aufzuklären. 96 Prozent der deutschen Manager gaben an, dass es in ihrem Unternehmen Antikorruptionsrichtlinien gebe, wobei in 76 Prozent der Fälle Strafen für Verstöße festgelegt seien und in 48 Prozent der Fälle Sanktionen verhängt werden.
Deutsche Firmen fast so korrupt wie nigerianische, Die Welt 17.6.14


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Den höchsten Stresspegel haben Alleinerziehende 
Mittwoch, 25. Juni 2014 - Studien
Eine DAK-Studie zur Stressbelastung unter Mitgliedern der Krankenkasse im Alter von 25 bis 40 Jahren zeigt, dass nicht etwas Menschen in gehobenen Positionen mit besonderer Verantwortung den größten Stress empfinden, sondern alleinerziehende Mütter. Als Stressbelastung wurden Überforderung, mangelnde Anerkennung und Besorgnis abgefragt, die mit Punkten zu bewerten waren. Männer sind mit 17,9 Punkten weniger chronischem Stress ausgesetzt als Frauen mit 20,7 Punkten. Während erwerbstätige Männer auf 17,6 Punkte auf der Stressskala kommen, sind es bei den arbeitslosen Männern 19,7 Punkte. Erwerbstätige Frauen kommen auf 19,7 Punkte, arbeitslose auf 23,1 Punkte. Deutlich höher sind die Belastungen bei Studierenden - sie liegt bei Frauen bei 23,2 Punkten, bei Männern bei 19,8 Punkten. Den Höchstwert indes erreichen alleinerziehende Mütter mit 24,6 Punkten. Besonders stressfrei leben hingegen Männer, die in Teilzeit arbeiten - bei ihnen liegt der Stresswert mit 15,4 Punkten am niedrigsten.
Arbeitslose sind gestresster als Manager, SZ 17.6.14

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Teilzeit kommt Männer teuer zu stehen 
Dienstag, 24. Juni 2014 - Studien
Männer, die Teilzeit arbeiten, schneiden beim Stundenlohn deutlich schlechter ab als ihre Vollzeitkollegen, so die Erkenntnisse einer Auswertung der Daten des Sozioökonomischen Panels, die die Einkommenssituation von 7.000 Beschäftigten aus den Jahres 1984 bis 2010 betrachtet. Der Teilzeit-Malus beläuft sich bei Männern auf rund zehn Prozent, während Frauen, ungeachtet ob sie Voll- oder Teilzeit arbeiten, auf einen annähernd gleichen Stundenlohn kommen - und die Teilzeitlerinnen in Ostdeutschland sogar einen minimal höheren Stundenlohn haben. Insgesamt bescheinigt die Untersuchung, dass in den letzten Jahren die Unterschiede zwischen Teilzeit- und Vollzeitstundenlohn deutlich zugenommen hätten. Frauen mögen zwar ungeachtet ihrer Arbeitsstundenzahl einen annähernd gleichen Lohn erhalten, doch sollte man nicht vergessen, dass sie durch den so genannten Genfer Pay Gap ohnehin schon schlechter wegkommen als männliche Beschäftigte, denn sie verdienen - aufgrund der Branchen und Berufe, in denen sie tätig sind - durchschnittlich 20 Prozent weniger als Männer.
Teilzeit ist für Männer ein Verlustgeschäft, WiWo 16.6.14

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Studenten wollen Sicherheit und Ruhe 
Montag, 23. Juni 2014 - Studien
Eine Repräsentativbefragung des Allensbach-Institut unter Studierenden zeigt, dass die Bachelor-Studiengänge nicht das zu halten scheinen, was sie einst versprochen haben. Die Idee, einem Großteil der Studenten auf diese Weise in kürzerer Zeit eine akademisch fundierte berufliche Ausbildung angedeihen zu lassen, verpufft jedenfalls, denn 61 Prozent der Befragten gaben an, nach dem Bachelor noch den Master machen zu wollen - drei Viertel, weil sie sich davon bessere Karriere- und Verdienstmöglichkeiten versprechen. Die Erwartungen der Studierenden an ihr künftiges Berufsleben lassen keinen besonderen Willen zur Karriere erkennen. 73 Prozent wünschen sich vor allem ein gutes Betriebsklima, 67 Prozent einen Job, der zukunftssicher ist, und 66 Prozent eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. 46 Prozent setzen außerdem auf ein hohes Einkommen. Lediglich 35 Prozent wünschen sich eine Arbeit, die herausfordert und bei der sie ihr Können unter Beweis stellen müssen.
Studenten trauen dem Bachelor nicht, FAZ.net 12.6.14


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Lähmende Konformität 
Freitag, 20. Juni 2014 - Management
Thomas Sattelberger, bis 2012 Personalvorstand der Telekom und heute als Personalberater bekannt für seine unkonventionellen Perspektiven, kritisiert in der Zeit online, dass die meisten deutschen Firmen sich auf eine Personalpolitik zurückziehen, die "nur klont und wenig Individualität zulässt". Echte und sinnvolle Veränderungen in der Wirtschaft würden so verhindert. "Zum einen sind deutsche Unternehmen in besonderem Maß auf Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit getrimmt. Effizienz heißt zwar schneller, höher, weiter, mehr – jedoch auch immer mehr vom Selben. Wir haben in Deutschland schon immer stark auf Homogenisierung und Standardisierung gesetzt, auch und gerade im Personalbereich. Zum anderen ist die Beratungsindustrie hierzulande bekanntermaßen besonders einflussreich. Klassische Unternehmensberatungen aber sind nicht gerade für Vielfalt und die mit ihr verknüpfte Kreativität und Innovationsfähigkeit bekannt. So sind viele Ansätze der Unternehmensentwicklung durch 'Einfalt' geprägt", bemängelt Sattelberger. Das von dem Kybernetiker William Ross Ashby in den 50er Jahren formulierte "Gesetz von der erforderlichen Varietät" lege indes mache, dass Organisationen am besten dann überlegen, wenn ihre interne Vielfalt und Komplexität den Gegenseiten in der Außenwelt möglichst weit entspreche. Sattelberger propagiert mehr Vielfalt innerhalb der Belegschaft, also mehr Frauen, Angehörige unterschiedlicher Kulturen und verschiedener sexueller Identitäten. Außerdem müssten sich Unternehmenskulturen stärker an den Werten, die diese Diversität schaffen könne, orientieren. Für den Personalkenner steckt dahinter auch ein Politikum: "Chancengleichheit ist ein zentraler Wert unserer Gesellschaft, unserer Demokratie. Viele Benachteiligungen in Unternehmen gegenüber Frauen, Migranten oder Schwulen und Lesben belegen, dass eine solche Chancengleichheit trotzdem bis heute nicht existiert. Dagegen kann man ökonomisch argumentieren – dagegen muss man in jedem Fall aber werteorientiert plädieren. Warum flacht die Diskussion immer so schnell wieder ab? In Deutschland existiert eine besonders subtile Form des Kastensystems, das schwer zu durchdringen ist. Für eine gewisse Zeit werden politisch korrekte Debatten forciert, sozusagen auf der Vorderbühne, während zugleich, sozusagen in den Katakomben, das alte Leben weitergeht und sich nichts ändert. Dieses Phänomen können Sie übrigens auch in der Debatte um eine Demokratisierung des Bildungssystems oder Zuwanderung beobachten. Da gibt es dann eruptive Debatten, begleitet von einem Medienhype, und das war es dann auch. Eine nachhaltige Veränderung findet nicht statt."
"In den Konzernen herrschen weiße, deutsche Männer", Zeit online 11.6.14


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Neuer Überstundenrekord seit 1992 
Mittwoch, 18. Juni 2014 - Studien
Die Deutschen haben im ersten Quartal so viel Mehrarbeit geleistet wie seit 1992 nicht mehr - insgesamt wurden 15 Milliarden Überstunden geleistet. Nach Angaben des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung arbeiten Vollzeitbeschäftigte im Durchschnitt 38 Wochenstunden, Teilzeitmitarbeiter 15 Stunden. Rechnerisch kamen auf jeden Beschäftigten im ersten Quartal knapp zwölf bezahlte Überstunden. Die Arbeitsmarktforscher sehen seit 2007 eine kontinuierliche Zunahme des Arbeitsvolumens.
Deutschland rackert wie selten zuvor, Spiegel online 10.6.14


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