Zen als angemessener Weg in die Wirklichkeit 
Dienstag, 30. Juni 2015 - Arbeit
Die Stuttgarter Nachrichten gehen in einem Interview mit dem Zen-Meister Hinnerk Polenski der Frage nach, was Zen eigentlich ist und welche Bedeutung es in unserer heutigen Lebenswelt haben kann. "Das Zauberwort heißt Angemessenheit. Es ist der Weg der Mitte. Viele spirituelle Ausrichtungen verlangen von den Menschen oft, dass sie allem entsagen ... Sie gehen raus aus der Welt. Zen geht in die Welt rein. Zen ist ein anderes Wort für die Liebe zur Welt selber", so Polenski, der in Deutschland zu den ersten Anbietern von Zen für Führungskräfte zählt. Warum die Meditation nicht nur bei High Potentials, sondern auch der breiten Bevölkerung auf immer größere Nachfrage stößt, erklärt sich vielleicht auch aus dem impliziten Versprechen von Freiheit, das die Praxis in sich birgt: "Das Erste ist nicht, den Menschen den Weg zur Meditation zu zeigen, sondern die Sehnsucht nach Freiheit in die Herzen zu pflanzen. Menschen glauben, dass sie so sind, wie sie sind. Sie glauben, ihr Charakter sei unveränderlich und gottgewollt. Und daraus folgt das entsprechende Leiden in Beziehungen. Es geht mir darum, Menschen zu zeigen, dass sie sich ändern können. Ein Geheimnis aufzuzeigen: Wenn du dich änderst, ändert sich die Welt." Warum das nicht nur aus individueller Sicht wünschenswert ist, sondern vielleicht sogar in größerem Kontext notwendig, bringt der Zen-Meister unverblümt auf den Punkt: "Ich sage mal so: Wenn wir nichts verändern, fliegt uns der Scheiß um die Ohren."
"Ich bin doch keine Schlaftablette", Stuttgarter Nachrichten 22.6.15

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Banker sollen weniger arbeiten, aber immer noch zu viel 
Montag, 29. Juni 2015 - Management
Es klingt, denkt man an das deutsche Arbeitsrecht, bizarr - ist aber ernst gemeint: Die Investmentbank Goldman Sachs hält ihre Praktiken mit einer neuen Richtlinie dazu an, zwischen Mitternacht und sieben Uhr morgens nicht zu arbeiten. Schon zuvor hatte das Unternehmen den Nachwuchs-Bankern ans Herz gelegt, doch zwischen Freitag, 21 Uhr, und Sonntag, 9 Uhr nicht zu arbeiten. Um die überlangen Arbeitszeiten war eine öffentliche Diskussion entbrannt, nachdem ein Praktikant der Bank of America unerwartet starb, was allerdings nicht direkt der hohen Arbeitsbelastung zuzuordnen war. Die Bank of America bittet ihre Angestellten nun immerhin, an vier Wochenendtagen pro Monaten dem Arbeitsplatz fernzubleiben. Aus Sicht des deutschen Arbeitsrechts wären Vorschläge wie diese immer noch deutlich oberhalb des gesetzlich Erlaubten. Hierzulande stehen Arbeitnehmern nach einem Arbeitstag elf Stunden ununterbrochene Ruhezeit zu. Auch darf in Deutschland offiziell nicht länger als sechs Stunden ohne Pause gearbeitet werden. Und die tägliche Arbeitszeit ist auf zehn Stunden begrenzt. Die US-Banker dürften auch bei Einhaltung der verkündeten Arbeitszeitbeschränkungen immer noch auf eine 80 bis 100 Stunden-Woche kommen.
17 Stunden täglich reichen, SZ 18.6.15

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Entspannungstraining to go 
Freitag, 26. Juni 2015 - Wissenschaft
Nun hat die Meditations-App 7Mind, für die ich gemeinsam mit dem Zen-Lehrer Paul Kohtes und dem gleichnamigen Start-up 7Mind Meditationen entwickele, auch höhere medizinische Weihen erhalten. Die Ärzte-Zeitung empfiehlt die Achtsamkeits-app als "Entspannungstraining to go". "Das Smartphone war bisher vor allem mit Ablenkung, Informationsflut und ständiger Erreichbarkeit assoziiert. Nun soll es über eine Meditations-App gegen den alltäglichen Stress helfen", so das Fachblatt. Der Beitrag stellt die bereits erhältliche Gratisversion der App vor, die einen Einführungskurs mit sieben siebenminütigen Meditationsübungen enthält sowie einen ebenso umfangreichen Kurs zum Stressmanagement. Die Business-App von 7Mind, die im Herbst erscheint und kostenpflichtig sein wird, richtet sich dann an Führungskräfte in Unternehmen und bietet besondere Meditationen zu Kreativität, Intuition, Führung und Selbstführung sowie Business Skills.
Die App gegen Alltagsstress, Ärzte-Zeitung 17.6.15

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Führungskräfte auf dem Sprung 
Donnerstag, 25. Juni 2015 - Studien
Mehr Geld ist für Führungskräfte, die über einen Jobwechsel nachdenken, oft gar nicht die Hauptmotivation. Vielen sind die weichen Faktoren deutlich wichtiger, wie eine Umfrage der Personalberatung Michael Page unter knapp 700 Fach- und Führungskräften zeigt. Männer und Frauen setzen dabei deutlich unterschiedliche Prioritäten, wenn es um die Details geht. Für Frauen sind beim Jobwechsel am wichtigsten ein gutes Verhältnis zu den Kollegen (47 Prozent), flexible Arbeitsmodelle und -zeiten (43 Prozent) und die Unternehmenskultur (38 Prozent). Männer achten am ehesten auf die Stabilität des Unternehmens (44 Prozent), seinen Standort bzw. dessen Erreichbarkeit (38 Prozent) und Entwicklungsmöglichkeiten (35 Prozent).
Klima schlägt Gehalt, FAZ 14.6.15

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Meditation im Mainstream 
Mittwoch, 24. Juni 2015 - sonstiges
Der gegenwärtige Meditations-Hype scheint nun wirklich im Mainstream anzukommen. Auf seiner Webseite präsentiert der Fernsehsender RTL jedenfalls einen ausführlichen Artikel zu Achtsamkeitsmeditation. Interessanterweise legt der Beitrag einen Schwerpunkt auf Themen wie Selbsterkenntnis und Selbstverantwortung und verzichtet darauf, Meditation als reine Anti-Stress-Methode oder Mittel zum besseren funktionieren im Alltag zu positionieren. "Meditation ist dafür da, sich selbst kennenzulernen und Freundschaft mit sich zu schließen. Man lässt sich einfach sein wie man ist und manipuliert nicht an seiner Erfahrung herum. Wenn man meditiert nimmt man sein Leben in die Hand. Das trauen sich viele nicht, da muss dann auch bereit sein, das ganze Dilemma anzuschauen. Davor nicht zu kapitulieren erfordert viel Mut. 'Augen zu und durch‘ ist leichter", wird Anne von der Eltz, Leiterin des Shambhala Meditationszentrums in Köln, zitiert. "Verlangsamung statt Beschleunigung, alles soll auf ein einfaches Niveau reduziert werden", heißt es weiter in dem Artikel. Was das Niveau angeht, können einige RTL-Formate da sicher bereits mithalten. Und die Verlangsamung nimmt sich die Redaktion vielleicht auch noch zu Herzen - wie wäre es, mit ein paar besinnlichen Formaten anstelle der immer lauter werdenden Konfrontations-Doku-Soaps?
Freundschaft mit sich selbst schließen: Warum Meditation so vielen hilft, RTL 15.6.15



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Anthroposophische Unternehmen: Wohlfühlklima und Gutes tun 
Dienstag, 23. Juni 2015 - Management
Die SZ nimmt in einem Beitrag die besondere Kultur anthroposophisch orientierter Unternehmen in den Blick. Rund 600 Firmen hierzulande orientieren sich laut SZ an der Philosophie Rudolf Steiners. "Viele Mitarbeiter fühlen sich angezogen von dem wahrgenommenen Sinnbezug der Arbeit, dem ganzheitlichen Ansatz und der Art des Umgangs untereinander", erklärt Susanne Blazejewski, BWL-Professorin an der anthroposophischen Alanus-Hochschule. Die in den Firmen gelebte Anthroposophie speise sich aus einer Lebenshaltung, die den ganzen Menschen betrachtet. Persönliche Weiterentwicklung habe deshalb in vielen der Unternehmen einen besonders hohen Stellenwert - sei es durch Kunst, Eurythmie oder andere Ausdrucks- und Lernformen, die nicht zwingend in Bezug zur konkreten Geschäftstätigkeit stehen. Auch beim Thema Gewinn gehen die Firmen oft andere Wege als die konventionelle Wirtschaft. Überschüsse werden häufig in Unternehmensstiftungen eingebracht. Löhne und Gehälter weisen oft eine deutlich geringere Spreizung auf als in traditionellen Firmen. Der Vorstand der GLS-Bank beispielsweise verdient das Siebenfache des am niedrigsten entlohnten Mitarbeiters.
Sinn gibt's gratis, SZ 12.6.15

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GenY verändert Arbeitswelt 
Montag, 22. Juni 2015 - Arbeit
In einem Interview mit Carsten Baumgärtner, Unternehmensberater bei der Boston Consulting Group, arbeitet Zeit online heraus, wie sich die Arbeitswelt in Unternehmen durch die GenY zu verändern beginnt. "Wir beobachten, dass es der Generation Y darum geht, einen Sinn in der Arbeit zu erkennen. Ihre Arbeit soll sie weiterbringen und Spaß machen. Eine Arbeit zu machen, vielleicht über Monate oder Jahre hinweg, nur weil sie in ferner Zukunft die Karriere beflügeln könnte, dazu ist diese Generation nicht mehr einfach so bereit", so Baumgärtner. Die GenY sei selbstbewusst und auf ihre eigene Flexibilität bedacht, was der Berater allerdings nicht mit einer reinen Freizeitorientierung gleichgesetzt wissen will. Baumgärtner nimmt dabei eine Verschiebung wahr. Die klare Trennung zwischen Job und Freizeit nehme ab, so dass der Job selbst genügend Freiräume bieten müsse, um auch die anderen Lebensbedürfnisse noch unterbringen zu können. Die Boston Consulting Group ermöglicht deshalb ihren Mitarbeitern pro Jahr Auszeiten von vier bis acht Wochen, um auch andere Interessen vorantreiben zu können.
Wie läuft es mit der Generation Y? Zeit online, 13.6.15

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Viele Jugendliche fallen durchs Raster 
Freitag, 19. Juni 2015 - Studien
Eine Studie im Auftrag der Vodafone-Stiftung zeigt, dass eine nennenswerte Zahl von Jugendlichen in Deutschland kaum noch von den sozialen Netzen aufgefangen werde. Mehr als 20.000 Jugendliche und junge Erwachsene fallen aus dem System von Schule, Ausbildung und sozialen Einrichtungen heraus. Es bestehe die Gefahr dauerhafter Obdachlosigkeit oder von klassischen Drogenkarrieren. Ein wunder Punkte der Jugendhilfe: Wenn die jungen Menschen mit der Volljährigkeit formal erwachsen sind, besitzen sie oft noch nicht die notwendige Reife für ein Leben in der Selbstständigkeit. Finanzielle Schwierigkeiten, Alkohol- und Drogenprobleme, schlechter Umgang - Faktoren wie diese beeinträchtigen dann auch die Schul- und Berufsausbildung und Abwärtsspiralen sind vorprogrammiert. Die Vodafone-Stiftung mahnt politische Initiativen an, um diese Problemlagen gezielter zu adressieren.
Durch alle Netze gefallen, FAZ 11.6.15

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