Deutschen könnten gut auf ständige Erreichbarkeit verzichten 
Donnerstag, 30. Juni 2016 - Studien
Rund um die Uhr "online" sein zu sollen, ist vielen Menschen eher Last denn Lust, vor allem den Deutschen. Einer Umfrage der GfK zufolge halten hierzulande nur 16 Prozent ständige Erreichbarkeit für wichtig. Im internationalen Durchschnitt liegt die Bejahung bei 42 Prozent. In Russland und China glauben sogar 56 Prozent, dass permanente Verfügbarkeit ein Muss ist. Der Hang zur kontinuierlichen Ansprechbarkeit ist auch eine Altersfrage. Knapp die Hälfte der 30- bis 39-Jährigen spricht sich für sie aus, unter den 20-29-Jährigen sind es 45 Prozent, unter Teenagern 43 Prozent. Und oft steht nicht allein die Abrufbereitschaft im Job im Vordergrund. Psychologen warnen bereits vor dem Beziehungsdruck, der durch digitale Verfügbarkeit im Freundes- und Bekanntenkreis entsteht. Virtuelle Abstinenz und das nicht umgehende Beantworten von Nachrichten werde von manchen Menschen auch als soziale Zurückweisung interpretiert.
"Ständige Erreichbarkeit ist ungesund", WiWo 22.6.16


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Familiäre Verpflichtungen haben im Manager-Leben wenig Raum 
Mittwoch, 29. Juni 2016 - Studien
Der typische Chef ist männlich, 48 Jahre alt, verheiratet, hat zwei Kinder und mag seinen Job - so die Erkenntnis einer Befragung von 1.800 Führungskräften aus Deutschland, Österreich und der Schweiz durch die US-Personalberatung Odgers Berndtson. Welche Aussagekraft eine solche Zusammenfassung haben soll, erschließt sich allerdings nicht. Im Schnitt arbeiten die Manager 54 Wochenstunden. Mit der Vereinbarkeit von Arbeit und Familie ist es für die Führungskräfte nicht weit her. Nur 17 Prozent sagen, in ihrem Unternehmen werde es akzeptiert, Meetings aufgrund familiärer Verpflichtungen pünktlich zu verlassen. Und nur 15 Prozent sehen die Möglichkeit, aus familiären Gründen geschäftliche Termine zu verschieben. Vielleicht liegt das auch daran, dass mehr als 40 Prozent sich innerhalb eines Jahres den nächsten Karriereschritt erhoffen - wer fragt da schon, ob er mal eben die Kids aus dem Kindergarten abholen darf? Als attraktiver Arbeitgeber gilt für die meisten Manager der Mittelstand - 67 Prozent wären dort gerne Vorstand oder Geschäftsführer.
Typisch deutsche Chefs, WiWo 20.6.16

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Negative Haltung kann gefährlich sein 
Dienstag, 28. Juni 2016 - Studien
Unsere Weltwahrnehmung prägt unser Verhalten und dies nicht immer zum Besten. Eine Untersuchung von Wissenschaftlern aus Peking zeigt: Menschen, die zu negativen Reaktionen neigen, sind auch schlechtere Autofahrer. Für die Studie wurden 23 sichere Autofahrer und 15, die einige Verkehrsdelikte auf dem Konto hatten, nach ihren Fahrgewohnten befragt. Anschließend zeigte man ihnen neutrale und negative Fotos und testete ihre Reaktionen. Die als Verkehrssünder aufgefallenen Fahrer reagierten dabei deutlich heftiger als die sicheren. "Personen mit einer negativ verzerrten Wahrnehmung interpretieren die Situation als schlimmer oder gefährlicher als sie tatsächlich ist – und reagieren unangemessen heftig", erklärt Jing Chai den Zusammenhang zwischen den emotionalen Reaktion der Probanden und ihrem Fahrverhalten.
Vorsicht, gefährliche Autofahrer! Psychologie heute 16.6.16

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Führungskräfte sind auf dem Sprung 
Montag, 27. Juni 2016 - Studien
Treue zum eigenen Unternehmen? Bei vielen Führungskräften ist sie nicht sonderlich ausgeprägt, denn Karrieresprünge locken oft nur bei einem Wechsel des Arbeitgebers. Die Personalberatung Odgers Berndtson befragte 1.757 Führungskräfte in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu ihrer Wechselbereitschaft. 40 Prozent halten einen Wechsel innerhalb des kommenden Jahres für wahrscheinlich. Lediglich knapp ein Viertel plant dies explizit in absehbarer Zeit nicht. 77 Prozent aller Befragten sind zufrieden mit ihrem Job - der Wechsel dient also vor allem der Karriere.
Wie viele Manager mit einem Stellenwechsel liebäugeln, FAZ 14.6.16

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Ungleichheit macht unzufrieden 
Freitag, 24. Juni 2016 - Studien
Wissenschaftler des University College London testeten in einem Spielsetting mit 47 Probanden, welchen Einfluss Ungleichheit auf die Zufriedenheit hat. In verschiedenen Spielszenarien konnten die Teilnehmer anderen Geld schenken und selbst welches gewinnen. Am Ende der verschiedenen Runden wurde immer bekannt gegeben, wer in einer Gruppe welche Gewinne machte. Dabei zeigte sich: Die Ungleicheit machte grundsätzlich unzufriedener als wenn die Verhältnisse ausgewogen waren. Interessant ist dabei vor allem der Blick auf die Details. Menschen, die sehr freigebig in der Schenkphase waren, konnten ihre Gewinne nicht so stark genießen, weil sie gegenüber den weniger Erfolgreichen Schuldgefühle entwickelten. Sie waren auch weniger neidisch auf höhere Gewinne anderer. Diejenigen, die wenig verschenkten, neideten anderen höhere Gewinne, hatten selbst aber kaum ein schlechtes Gewissen, wenn die Sache für sie besonders gut lief.
Wie andere unser Glück beeinflussen, spektrum.de 15.6.16

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Langzeitarbeitslosigkeit in Europa wird zur Gefahr 
Dienstag, 21. Juni 2016 - Studien
Eine Studie der Bertelsmann Stiftung wirft einen Blick auf die in besorgniserregendem Maße steigende Langzeitarbeitslosigkeit in Europa. Vor allem in den Ländern des Südens sind längst nicht mehr nur Geringqualifizierte davon betroffen, sondern zunehmend auch der gut oder sehr gut ausgebildete Nachwuchs. In Griechenland beispielsweise sind 17,7 Prozent der Erwerbsbevölkerung länger als ein Jahr arbeitslos, in Spanien 10,8 Prozent, in Kroatien 10,4 Prozent und in Ländern wie der Slowakei, Portugal, Zypern und Italien sieht es nicht viel besser aus. Die Bertelsmann Studie hebt vor allem darauf ab, dass der Ausschluss von großen Teilen der Bevölkerung aus dem Arbeitsmarkt einen Vertrauensverlust in Wirtschaft und Politik nach sich ziehen könnte. Betrachten sollte man aber auch einmal das menschliche Potential, das auf diese Weise ungenutzt bleibt. Das bringt nicht nur finanzielle Probleme und seelisches Leid mit sich, denn diese Menschen werden auch davon ausgeschlossen, die Gesellschaft aktiv mitzugestalten. Entwicklungen wie diese sind eigentlich ein deutliches Zeichen dafür, dass es in Zukunft nicht mehr allein darum gehen kann, Beschäftigungschancen zu verbessern. Vielmehr müssten die Grundlagen unseres Zusammenlebens insgesamt mehr in den Blick genommen werden. Vielleicht ist die gegenwärtige Situation ja nicht etwas, was wieder "behoben" werden kann im Sinne eines Zurückkehrens zu einem Zustand vor der Krise. Vielleicht geht es eher darum, neue Modelle zu entwickeln, wie Menschen ihre Lebensräume gestalten können und dabei auch ein Auskommen haben.
Südeuropa verarmt, Karriere Spiegel 10.6.16

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KMU stehen in den Augen der Bürger für positiven Wandel 
Freitag, 17. Juni 2016 - Studien
Gutes Handeln im Sinne der Gesellschaft wird in Deutschland vor allem den kleinen und mittelgroßen Unternehmen zugetraut, so eine neue Studie der Bertelsmann Stiftung. In den Augen der Befragten zählt vor allem, wie die Unternehmen ihre Mitarbeiter behandeln (62 Prozent), ob sie Ethik-Regeln einhalten (49) und sich für Umwelt- und Naturschutz einsetzen (46 Prozent). Dieses positive Engagement ist nicht nur gut fürs Image. Zwei Drittel der Befragten gaben an, Produkte oder Dienstleistungen eher von Firmen kaufen zu wollen, die sich für die Lösung gesellschaftlicher Probleme einsetzen. Das traut den börsennotierten Firmen nur ein Drittel zu, zwei Drittel sehen hier vor allem die KMU als besonders engagiert. Gesellschaftliche Verantwortung beinhaltet für die Befragten dabei insbesondere Arbeitsplätze zu schaffen (57 Prozent), auf die Wünsche der Mitarbeiter einzugehen (50 Prozent) und Verantwortung gegenüber der Umwelt (47 Prozent) sowie Kunden und Lieferanten (44 Prozent) zu übernehmen.
Diesen Unternehmen vertrauen die Deutschen, WiWo 9.6.16

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Drei Viertel aller Deutschen finden das Grundeinkommen gut 
Donnerstag, 16. Juni 2016 - Studien
Ein Viertel aller Schweizer stimmte kürzlich für die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens. Auch in Deutschland ist diese positive Stimmung wahrnehmbar. Hierzulande befürworten 29 Prozent das Grundeinkommen vorbehaltlos, 44 Prozent finden es gut, sehen aber noch offene Fragen. Nur 21 Prozent lehnen die Idee ab. Befragt wurden vom Meinungsforschungsinstitut YouGov 2.033 Personen. Die Zustimmung zum Grundeinkommen erstreckt sich dabei über alle Parteigrenzen, wobei sie bei Wählern der Linken gegenüber jenen von CDU/CSU überwiegt. 82 Prozent der befragten sagen, sie würden auch mit Grundeinkommen weiterhin einer Arbeit nachgehen, nur 8 Prozent würden dann ihren Job hinschmeißen. Allerdings glaubt die Hälfte der Umfrageteilnehmer, dass die meisten Menschen mit Grundeinkommen nicht mehr arbeiten würden.
Pressemitteilung "Mein Grundeinkommen e.V.", 7.6.16

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