Abschied vom Konsumzeitalter 
Montag, 17. Juli 2006 - Wissenschaft
Der Trendforscher Matthias Horx rät in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung Unternehmen, sich schon einmal auf den Abschied vom Konsumzeitalter einzustellen. Laut Horx sollten Firmen die Wertschöpfungskette neu durchdenken und nicht über Produkte, sondern über integrierte Dienstleistungen auf Kundenfang gehen. Als Beispiel, wie ein solcher "Deep Support", der sich auf dem Radar der Zukunftsforscher bereits als Trend zeigt, aussehen könnte, nennt er unter anderem den Online-Buchhändler Amazon, dessen Produkt nicht nur Bücher seien, sondern die Bereitstellung von verknüpftem Content. Aus Sicht der Trendforscher liegt in genau dieser Beziehung zwischen Service und Produkt eine große Chance für zukunftsweisende Angebote am Markt. Der Ausweg aus der Innovationsfalle liegt laut Horx nicht in Prozessen der Rationalisierung und Systemoptimierung, sondern in der Verbreitung eines kreativen Geists, der mit neuen Ideen und Ideentransfers aus anderen Branchen neue Potenziale erschließt.
"Das Konsumzeitalter geht zu Ende", FAZ 15.7.2006

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CSR-Konferenz im Oktober 2006 in Berlin 
Freitag, 14. Juli 2006 - Veranstaltungen
An der Humboldt-Universität in Berlin findet vom 11. bis 13. Oktober 2006 zum zweiten Mal die internationale Konferenz "Globalization and Corporate Responsibility" statt. Die zwei Panel-Diskussionen der Veranstaltung gehen der Frage nach, wie Unternehmen sich im globalen Kontext Herausforderungen wie Armut, Umweltverschmutzung und Bevölkerungswachstum stellen können und beleuchten die Frage, was strategische CSR bedeutet und wie Unternehmen CSR-Maßnahmen mit ihren Kernkompetenzen verbinden können. Die Speaker der Sessions werden noch bekannt gegeben.
Konferenz "Globalization and Corporate Responsibility"

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"Management by Personality": Freigeister führen besser 
Donnerstag, 13. Juli 2006 - Management
Wer den Eindruck hat, in deutschen Führungsetagen herrschen Anpassung und Langeweile, liegt häufig gar nicht so falsch. Der Headhunter Klaus Leciejewski weiß auch, warum. In einer Kolumne im Handelsblatt diagnostiziert er, dass Unternehmen bei der Personalauswahl häufig glatte Idealtypen bevorzugen: "Die Kriterien dieser Auswahlverfahren orientieren sich an einem Vorbild: Dem des idealen Managers. Ecken und Kanten als integrale Eigenschaften einer schöpferischen Persönlichkeit sind dabei nicht vorgesehen. Sie stören nur das Idealbild und werden sofort aussortiert." In der Praxis dagegen zeigt sich immer wieder, dass gerade die Führungskräfte, die sich nicht einem äußeren Anpassungsdruck (sei es dem der Shareholder oder dem der Konkurrenz) beugen, besonders erfolgreich sind. Porsche-Chef Wendelin Wiedeking beispielsweise lässt sich nicht in sein Management reinreden. Unbeeindruckt von Aktionären und den taktischen Schachzügen der Wettbewerber hält er Porsche seit Jahren auf Erfolgskurs. Im Mittelstand ist dieses "Management by Personality" ohnehin weit verbreitet - denn wer das eigene Unternehmen führt, tut dies meist, um der eigenen Vision im wirtschaftlichen Tun Ausdruck zu verleihen und nicht, um andere zu beeindrucken.
"Gesucht: Durchschnitts-Manager", Handelsblatt 9.7.2006

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Idea Engineering - Auswege aus der Innovationskrise 
Mittwoch, 12. Juli 2006 - Wissenschaft
Innovationen sind für Unternehmen der beste Motor, um konkurrenzfähig zu sein. Doch wie können Firmen die Kreativität ihrer Mitarbeiter anzapfen, ohne sich in unkoordinierten Brainstormings zu verlieren? Das an der Universität Magdeburg entstandene "Idea Engineering" verspricht ein strukturiertes Setting, mit dem sich in kürzester Zeit neue Ansätze entwickeln lassen. Sein Vorteil: Im Zuge klar definierter Prozesse werden die kreativen Energien so gelenkt, dass am Ende praktikable Lösungen entstehen. Der Ansatz im "Idea Engineering" betrachtet dabei das Generieren von Ideen als Ingenieursaufgabe und misst den Output deshalb im Hinblick auf seine Zuverlässigkeit, Berechenbarkeit, Transparenz, Effizienz, Fundiertheit und Optimierbarkeit. Diese Parameter stellen dabei keine Kreativitätsbremse dar, sondern gewährleisten vielmehr den Praxistransfer der vorstellbaren Lösungen. Unternehmen wie Siemens, BMW und Microsoft haben das Magdeburger System bereits erfolgreich eingesetzt.
Webseite "Idea Engineering"

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Wenn Umstrukturierungen zur Motivationsfalle werden 
Dienstag, 11. Juli 2006 - Management
Die Umstrukturierung von Unternehmen durch den Verkauf oder die Schließung ganzer Konzernsparten hat gegenwärtig Hochkonjunktur. Häufig konzentrieren Vorstände dabei ihre ganze Energie auf die schnelle Abwicklung der beschlossenen Transaktionen, vernachlässigen darüber jedoch die Auswirkungen, die diese Strategien auf die verbleibenden Geschäftsfelder hat. Gutes Beispiel ist Siemens, dessen Ankündigung, zum Oktober den Großteil des Mobilfunk- und Festnetzgeschäfts in ein Gemeinschaftsunternehmen mit Nokia auszugliedern, weitere Unruhe unter den Beschäftigten stiftete. Verunsicherung und Demotivation scheinen eine fast schon zwangsläufige Folge zu sein, wenn Manager sich im Downsizing profilieren, es zugleich aber nicht schaffen, den verbleibenden Mitarbeitern Zukunftsperspektiven aufzuzeigen. "Wir glauben unseren Führungskräften nicht mehr. Die reden jede Woche anders", zitiert die FAZ etwa einen Siemens-Angestellten, dessen Zukunft im Unternehmen ungewiss ist. Die Folge: Bei Siemens - und nicht nur dort - schalten ganze Abteilungen in den Leerlauf und sitzen ihre Arbeitszeit ab. Weil Projekte, die noch wenige Wochen zuvor als Erfolgsgaranten betrachtet wurden, kurzfristig ersatzlos gestrichen werden, weil Projektleiter für ihre Mitarbeiter keine neuen Aufgaben haben oder schlicht, weil die Angestellten das Vertrauen in ihre Führung verloren haben. Gerade in Zeiten der Konsolidierung erscheint es wichtig, nicht nur abzuwickeln und auf äußere Bereinigung zu setzen. Denn wenn es Unternehmen nicht gelingt, ihre inneren Strukturen zu stärken und den Kern ihrer Kompetenzen zu erhalten und zu pflegen, wird das Downsizing zur Sackgasse.
"Zwischen Resignation und Galgenhumor", FAZ vom 11.7.2006

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BP: Mehr als nur Petroleum 
Montag, 10. Juli 2006 - Success Stories
Energieversorger, deren Hauptgeschäftsfeld das Öl ist, haben es nicht leicht. Einerseits ist absehbar, dass ihnen aufgrund der Endlichkeit der Ressourcen in absehbarer Zeit die Geschäftsgrundlage abhanden kommen wird. Andererseits ist die Ölwirtschaft aufgrund ihrer ökologischen Nebenwirkungen Umweltschützern schon lange ein Dorn im Auge. In diesem schwierigen Umfeld ist der Konzern BP dabei, sich neu auszurichten und schaut dabei über den Tellerrand hinaus. Aus "British Petroleum" wurde längst "Beyond Petroleum" und mit seinen Aktivitäten zeigt das Unternehmen, dass diese Umbenennung mehr sein soll als eine reine Marketingkampagne. So berichtet die Financial Times Deutschland, dass der Energieversorger in den kommenden zehn Jahren rund acht Milliarden Dollar in die Produktion erneuerbarer Energietechnologien und den Bau klimaschonender Kraftwerke investieren will. Mit einem eigenen Programm zum Klimaschutz gelang es dem Konzern bereits, seinen Ausstoß an Treibhausgasen deutlich zu senken. Im "Good Company"-Ranking des Manager-Magazins landete BP so auf dem ersten Platz.
Artikel "Lasst Blumen sprechen" in der FTD vom 8.7.2006
"Good Company"-Ranking 2005 des Manager-Magazins

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CSR Germany: 80 Fallbeispiele deutscher Unternehmen 
Freitag, 7. Juli 2006 - Success Stories
Auf dem Webportal "CSR Germany", einer gemeinsamen Initiative von BDA und BDI, zeigen bereits 80 deutsche Unternehmen, welche Aktivitäten sie im Hinblick auf mehr Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung betreiben. Die Beispiele umfassen alle Branchen von Banken und Versicherungen über Konsumgüterhersteller bis hin zur Verpackungsindustrie. Dabei werden sowohl Einzelaktivitäten und Projektengagements vorgestellt als auch Maßnahmen, die direkt in der Unternehmensstrategie und den Geschäftsprozessen verankert sind.
Fallbeispiele "CSR Germany"

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Startschuss für den Preis "Freiheit und Verantwortung 2006" 
Donnerstag, 6. Juli 2006 - Success Stories
Die Initiative "Freiheit und Verantwortung", die von der Wirtschaftswoche sowie den Wirtschaftsverbänden BDI, BDA, ZDH und DIHK getragen wird, hat die Bewerbungsrunde für den Preis "Freiheit und Verantwortung 2006" ausgerufen. Der Preis wird jährlich in den Kategorien kleine, mittlere und große Unternehmen vergeben und zeichnet Projekte aus, in denen Firmen sich in besonderer Weise bürgerschaftlich engagiert haben. Im vergangenen Jahr wurde in der Kategorie "Kleine Unternehmen" die Organisationsberatung Schulten & Weyland für ein Stadtteilprojekt ausgezeichnet. Sie gründete den Verein "Unternehmer/innen für die Nordstadt", der das interkulturelle Zusammenleben in dem Viertel fördert und die Eigenverantwortung der Bewohner durch verschiedene Projekte stärkt. Das Projekt "KidsKlinik" der Heinrich Mai & Sohn GmbH erhielt den Preis in der Kategorie "Mittlere Unternehmen". Es agiert bundesweit mit ehrenamtlichen Kooperationspartnern und hat sich der kinderfreundlichen Gestaltung und Renovierung von Kinderkliniken verschrieben. In der Kategorie "Große Unternehmen" wurde die DaimlerChrysler AG für ihr bereits 2003 gemeinsam mit der UNESCO ins Leben gerufene Projekt "Mondialogo" ausgezeichnet, das den internationalen und interkulturellen Austausch von Schülern, Studenten und Lehrern fördert. Bewerbungsschluss für den diesjährigen Preis ist der 15. September 2006.
Initiative Freiheit und Verantwortung

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