Wandel: Chefs sind oft die Bremse 
Dienstag, 31. Juli 2007 - Studien
Wenn der Wandel im Unternehmen nicht so recht voran kommt, sind oftmals die Chefs die Bremse. Eine repräsentative Studie der Unternehmensberatung C4 Consulting in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität München kommt zu dem Ergebnis, dass nur jedes fünfte Großunternehmen den von ihm angestrebten Wandel auch erreicht. Die wichtigsten Gründe für das Scheitern des Change-Managements: Unzureichendes Engagement des Chefs (61 Prozent), unklare Zielbilder der Veränderungsprozesse (56 Prozent), fehlende Erfahrung im Umgang mit verunsicherten Mitarbeitern (56 Prozent), Uneinigkeit auf der obersten Führungsebene (56 Prozent) und lückenhafte bzw. verspätete Informationen (50 Prozent).
Management-Summary der Studie

[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Fehlende Bindung an den Arbeitgeber kostet Ideen und Engagement 
Montag, 30. Juli 2007 - Studien
Das IFAK Institut für Markt- und Sozialforschung testete in einer Repräsentativbefragung mit 1.978 ArbeitnehmerInnen in Deutschland deren Bindung an den Arbeitgeber. Das nüchterne Ergebnis: nur jeder siebte Befragte (15 Prozent) bekundete eine hohe Verbundenheit mit dem Arbeitgeber. 63 Prozent fühlen sich immerhin mäßig verbunden, während 22 Prozent innerlich bereits gekündigt haben. Die Auswirkungen dieser fehlenden Verbundenheit sind für die Unternehmen gravierend. So fehlen Mitarbeiter mit geringer Bindung im Jahr durchschnittlich 9,3 Arbeitstage. Bei denen mit hoher Bindung dagegen sind es nur 5,9 Tage. Erwerbstätige mit hoher Arbeitgeber-Identifikation sind ein Innovationsmotor, denn sie bringen im Schnitt pro Jahr 19,6 Ideen und Verbesserungsvorschläge ein, bei den wenig gebundenen Angestellten sind es nur 8,9 Ideen. Während bei den verbundenen Arbeitnehmern nur einer von Hundert eine Wechselbereitschaft zeigt, sind es unter den nicht gebundenen Mitarbeitern 37 Prozent.
IFAK-Studie

[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Perfektion entsteht im Bauch 
Freitag, 27. Juli 2007 - Management
Der Personalberater Wolfgang Saaman warnt davor, die Wirkung von Managementtools für die Erhöhung der Unternehmensperformance zu überschätzen. In seinem monatlichen Rundbrief weist er darauf hin, dass Kreativität, Innovation und Leistungsmotivation gerade nicht die Ergebnisse perfekt abgestimmter Instrumente seien. "Ein Zuviel an Instrumenten - erst Recht wenn sie nicht feindimensional auf die handelnden Menschen einreguliert sind - bremst die Leistungsenergie, anstatt sie impulsierend zu beschleunigen. Perfektion entsteht zuerst im Kopf und im Bauch, bevor sie in die Hand fließt", sagt Saaman. Der Berater kritisiert ein um sich greifendes Streben nach Perfektion, das wirkliche Erfindungen und Erneuerung von Grund auf lähme und zitiert den Technologen Robert Metcalfe, der sagte: "Erfindungen sind Blumen, Innovationen Unkraut." Saaman rät Unternehmen, ihre "Klugheitsträger" zu identifizieren und ihnen einen "angemessenen Raum für Denkfreiheit" zu geben.
Saaman-Rundbrief 22

[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Junge Führungskräfte flüchten sich in Splitter-Strategien 
Donnerstag, 26. Juli 2007 - Studien
Eine neue Studie der Beratungsgesellschaft PriceWaterhouseCoopers zeigt, dass junge Führungskräfte immer weniger ein strategisches Gesamtbild für ihre berufliche Zukunft entwerfen. Für die Studie wurden 308 Nachwuchsmanager befragt. Zentrales Ergebnis der Untersuchung: Die Jungmanager haben keine umfassenden Szenarien für ihre Zukunft im Blick, sondern basteln sich aus "Strategiesplittern" temporäre Strategien, die sich aber nicht zu einem übergreifenden Lebensentwurf verdichten. Sie setzen einerseits stetig neue Prioritäten, denken aber aktuelle Probleme nicht zu Ende. Sie konzentrieren sich auf für sie akut wichtige Lebensbereiche und sehen die gegenwärtige Lebensphase als Durchgangsstadium an. Sie entwickeln ihr Selbstbewusstsein und ihre Qualifikationsbasis, um sich Zukunftskapital zu schaffen, das ihr weiteres berufliches Fortkommen sichert. Kennzeichnend sind laut Studie auch ein ständiges Offenhalten von Optionen, die Verwirklichung eigener Ziele und das Vermeiden von Risiken.
Young Executives Study

[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Überregulierung legt Unternehmen von innen lahm 
Mittwoch, 25. Juli 2007 - Management
Zu viele Regeln und Vorschriften lähmen Unternehmen und Mitarbeiter, so die Einschätzung des Management-Experten Reinhard Sprenger in einem Interview mit dem Handelsblatt. Eine zunehmende interne Bürokratisierung, die durch neue gesetzliche Vorschriften wie den Sarbanes-Oxley-Act, aber auch durch die Versuche von Firmen, durch wachsende Regelkataloge die tägliche Komplexität überschaubarer zu machen, in Gang gesetzt wird, legt die Mitarbeiter lahm. "Nur der Mensch als wandelnder Widerspruch kann Komplexität schnell und situationsbunt verarbeiten. Wenn jedes Gestaltungsproblem mit einer Richtlinie erschlagen wird, dann muss man sich nicht wundern, wenn die Menschen nicht mehr in die Verantwortung gehen", hält Sprenger dem entgegen. Die Folgen der um sich greifenden Regulierungswut: "In der Konsequenz richtet sich das Handeln nicht mehr auf den Kunden und auf Absatzmärkte, sondern wird zum Kampf gegen interne Überregulierung. Die Märkte sind dann gleichsam ins Unternehmen hinein verlagert, und man verschwendet viel Zeit und Kraft damit, interne Kunden zu bedienen." Weniger Kontrolle bedürfe dagegen der Souveränität der Führungskräfte, so Sprenger.
"Begeistert starten, in Organisation enden", Handelsblatt 20.7.2007

[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Von der Kunst, Führungskräfte optimal einzusetzen 
Dienstag, 24. Juli 2007 - Management
Viele Unternehmen tun sich schwer damit, die Potenziale ihrer Führungskräfte optimal zu nutzen. Oft werden die Manager über alle Altersgruppen hinweg über den gleichen Kamm geschoren - mit der Folge, dass vor allem Ältere, die sich im Einsatz für das Unternehmen vor allem in den ersten Berufsjahren leicht und gerne verausgaben, auf der Strecke bleiben. Andreas Krafft, HR-Management-Experte am Malik-Management-Zentrum in St. Gallen, erklärt in einem Beitrag für die Süddeutsche Zeitung, wie Firmen besser auf die verschiedenen Bedürfnisse der unterschiedlichen Altersgruppen eingehen können. Für die Durchstarter in den Dreißigern seien große Herausforderungen ein wunderbarer Ansporn, da sich die Manager in diesem Alter zunächst einmal beweisen wollen und müssen, um den Grundstein für ihre berufliche Karriere zu legen. Für Führungskräfte in den Vierzigern bieten sich oft andere Aufgaben an, da in diesem Alter viele eine private Neuorientierung vollziehen oder auch erste Ermüdungserscheinungen aufgrund ihres Einsatzes in den letzten Jahren zeigen. Die Top-Leute im Alter zwischen 50 und 60 Jahren wiederum, die in den letzten Jahren oft leichtfertig aufgrund abnehmender Leistungsfähigkeit in den Vorruhestand geschickt wurden, können lauft Krafft durch gezielte Weiterbildungen und die Nutzung ihrer spezifischen Wissensstruktur weiter eine Quelle großer Erfahrungen für Unternehmen sein. Die gezielte Einbindung von Führungskräften nach ihren jeweiligen Bedürfnissen bewahrt Unternehmen davor, durch vorzeitigen Verschleiß der Mitarbeiter Leistungseinbußen hinnehmen zu müssen.
"Eine Frage des Alters", Süddeutsche Zeitung 20.7.2007

[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Bloggen entlastet Führungskräfte, reduziert aber auch ihre Macht 
Montag, 23. Juli 2007 - Management
Corporate Blogging steht bei den Firmen hoch im Kurs. Unternehmen, die demonstrieren wollen, dass sie technisch und kommunikativ Up-to-Date sind, nutzen Blogs zunehmend zur firmeninternen Kommunikation. Der Vorteil: Mitarbeiter können sich leichter und schneller über ihre Projekte austauschen, Wissen wird auf breiter Basis verfügbar und die interne Zusammenarbeit verbessert sich. Der IT-Dienstleister Pentos beispielsweise experimentiert seit einigen Jahren mit Blogs. Eine - zweischneidige - Erfahrung: Da die Mitarbeiter sich, beispielsweise wenn es um die Formierung neuer Projektteams geht, leichter selbst organisieren können, verliert die Führungsspitze, die zuvor in diesen Fragen erster Ansprechpartner war, zunächst einmal an Macht. Andererseits führt diese Verflachung der Hierarchien auch dazu, dass die Führungskräfte ihre Arbeitszeit verstärkt auf andere Aufgaben richten können und damit selbst produktiver werden.
"Im Bloghaus", FTD 18.7.2007

[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Kaum Vorbereitung auf Führungsaufgaben 
Freitag, 20. Juli 2007 - Studien
Management-Aufsteiger werden von ihren Unternehmen kaum auf ihre neuen Positionen vorbereitet, so das ernüchternde Ergebnis einer Studie von Development Dimensions International (DDI). Für die Studie wurden 600 Manager aus Europa, Asien und Amerika aus strategischen und operativen Führungspositionen sowie Teamleiter befragt. 59 Prozent der Befragten stuften ihren Aufstieg als große oder gar extrem große Herausforderung ein - direkt hinter einer Scheidung. Mehr als 80 Prozent waren der Ansicht, dass sie ihre neuen Aufgaben erfolgreicher hätten bewältigen können, wenn sie darauf vorbereitet worden wären, dass die neue Position auch neue Denkweisen wie drastische Umstellungen im Hinblick auf Kommunikation, Planung und Teamaufbau erfordert. Der Personalbereich der Unternehmen erwies sich bei Fragen zur Gestaltung der neuen Rolle nur für zwei Prozent der Befragten als hilfreich. Führungskräfte der unteren Führungsebene suchen vor allem in der Familie und bei Freunden Rat (41 Prozent). Auf der mittleren und oberen Führungsebene werden vor allem externe Berater oder Mentoren zu Rate gezogen. Jede dritte Führungskraft gab an, von ihrem Unternehmen bei der Umstellung auf die neuen Anforderungen überhaupt nicht unterstützt worden zu sein.
DDI-Studie

[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink

Zurück Weiter