Sommerzeit - Ferienzeit 
Montag, 21. Juli 2008 - sonstiges
Liebe LeserInnen,
der Sommer ist bekanntlich die schönste Zeit im Jahr, und deshalb verabschiede ich mich für die kommenden zwei Wochen in den wohlverdienten Urlaub. Ab dem 4. August ist think.work.different dann wieder für Sie da. Bis dahin wünsche ich Ihnen eine gute Zeit.
Herzliche Grüße
Nadja Rosmann

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Deutsche im Stimmungstief 
Freitag, 18. Juli 2008 - Studien
Miese Laune in Deutschland - das ZDF-Politbarometer offenbart, dass sich die Deutschen in einem Stimmungstief befinden. Die Befindlichkeit zur wirtschaftlichen Lage der Nation war seit 1990 nicht mehr so schlecht wie heute. So gehen 41 Prozent der Deutschen davon aus, dass es ihnen in einem Jahr finanziell schlechter gehen wird. Nur 15 Prozent glauben an eine Verbesserung. 42 Prozent rechnen immerhin damit, dass sich ihre wirtschaftliche Lage im kommenden Jahr nicht verändern wird. Mit 60 Prozent aller Nennungen sind Kosten, Preise und Löhne zum wichtigsten Thema geworden, während Arbeitslosigkeit nur noch von 34 Prozent der Befragten genannt wird.
"Deutsche sind pessimistischer denn je", Spiegel online 11.7.2008


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Begeisterungsfähigkeit und Scheitern gehören dazu 
Donnerstag, 17. Juli 2008 - Management
Burkhard Schwenker, CEO von Roland Berger, erläutert in einem Interview mit dem Handelsblatt die wichtigsten Qualifikationen für eine erfolgreiche Karriere. "Begeisterungsfähigkeit gehört ganz einfach dazu. Erfolgreiche Karrieren entstehen nur sehr selten durch eine ausgeklügelte Karriereplanung und ganz sicher nicht aus der Ambition heraus, unbedingt Karriere machen zu wollen", so der Top-Berater. Seiner Meinung nach entstehen viele Management-Fehler im Kopf - aufgrund zu einseitiger mentaler Fixierungen: "Kopf und Bauch müssen gleichermaßen hinter der Idee stehen, auch nach eingehender Analyse. Es hilft nicht, Risiken einfach zu verdrängen." Und liegt man doch einmal daneben, ist das auch kein Beinbruch, denn: "Gelegentliches Scheitern ist ein wichtiger Schritt zur Persönlichkeitsbildung. Aber seien wir ehrlich. Wer scheitert schon gerne, selbst wenn er daraus lernen kann? Hinzu kommt, dass wir in Deutschland Scheitern eher mit Häme bedenken, denn mit Hochachtung vor dem Mut, es versucht zu haben." Sein Rat: Engagement aus Überzeugung - "nicht dem Mainstream hinterherlaufen ist eigentlich die wichtigste Regel".
"Gelegentliches Scheitern ist wichtig!", HB 5.7.2008


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Neue Formel misst Humankapital 
Mittwoch, 16. Juli 2008 - Studien
Das Institut für Managementkompetenz der Universität des Saarlandes macht erstmals das Humankapital von Unternehmen transparent. Mit der so genannten Saarbrücker Formel steht eine neue Bewertungsmethode zur Verfügung, die den Wert der Mitarbeiter nicht einfach - wie bisher weitgehend üblich - anhand der durch sie verursachten Personalkosten misst, sondern auch Faktoren wie den aktuellen Wissensstand und die Motivation der Belegschaft erfasst. So lassen sich die Auswirkungen von Personalentwicklungsmaßnahmen gezielt in ihrem Wert für das Humankapital erfassen. Eine Steigerung der Leistungsbereitschaft beispielsweise erhöhe den Wert der Mitarbeiter, veraltetes Wissen und geringe Motivation hingegen mindern das Humankapital. Das Institut für Managementkompetenz ermittelte für alle Dax-30-Unternehmen deren Humankapitalwerte. Spitzenreiter ist SAP und hat mit 101.000 Euro im Durchschnitt die wertvollsten Mitarbeiter, was aufgrund der überdurchschnittlichen Investments in die Personalentwicklung und der hohen Motivation der Belegschaft wenig erstaunt. Schlusslicht ist die Hypo-Real-Estate-Holding, deren Angestellte nur wenig motiviert sind und kaum Weiterbildungen erhalten. Neben SAP gehören auch Adidas, Lufthansa und Metro zu den Spitzenreitern des Humankapitals. Firmen wie BASF, Eon oder RWE lassen sich dagegen eher zu den Ertragsmaximierern zählen. Sie verzeichnen hohe Gewinne bei hohen Personalausgaben, weisen aber ein geringes Humankapital pro Kopf aus. Eindrucksvoll ist auch die Gesamtperspektive der Studie. So hat DaimlerChrysler der Studie zufolge zwischen 2005 und 2005 Humankapital im Wert von fünf Milliarden Euro vernichtet.
"Vom Wert der Mitarbeiter", SZ 8.7.2008
Pressemitteilung Institut für Managementkompetenz

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Mönche als Vorbild für Manager 
Dienstag, 15. Juli 2008 - Management
Ein Schweizer Forschungsteam um die Züricher Betriebswirtin Margit Osterloh rät Unternehmen, sich an klösterlichen Prinzipien zu orientieren, um ihre Führungsstrukturen zu optimieren. Die Ökonomen ziehen einen Vergleich zwischen Benediktinerklöstern und modernen Aktiengesellschaften und kommen zu dem Schluss, dass die Ordnungsstrukturen der religiösen Einrichtungen Vorbildcharakter haben könnten. So setzen die Benediktiner einerseits auf ein starres Regelsystem, das von allen verbindlich einzuhalten ist, gewähren den Mönchen aber innerhalb dieses klaren Rahmens große Spielräume für autonomes Handeln. Um das grundsätzliche Commitment der Ordensmitglieder zum großen Ganzen sicherzustellen, unterliegen die Ordensmitglieder einem langwierigen und strengen Auswahlprozess. Kritiker eines solchen Vergleichs zwischen Orden und der Welt des modernen Managements mögen einwenden, dass es leichter sei, eine kleine, verschworene Gruppe auf gemeinsame Werte zu einigen als eine große, unpersönliche Aktiengesellschaft. Und wahrscheinlich liegt hier wirklich genau der wunde Punkt - der Wirtschaft: Denn Erfolg ist nicht zuletzt Ergebnis einer klaren Ausrichtung und eines gemeinsamen Ziehens an einem Strang. Und dies vermisst man bei manchem Großunternehmen in der Tat.
"Mönche sind bessere Manager", FAS 6.7.2008


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Deutsche Bank wird grün 
Montag, 14. Juli 2008 - Success Stories
Die Deutsche Bank hat das Thema Nachhaltigkeit ganz oben auf ihre Agenda gesetzt. Nach dem Umbau der beiden Zwillingstürme in Frankfurt am Main, die die Hauptverwaltung der Bank beherbergen, sollen die Hochhäuser zu den umweltfreundlichsten der Welt gehören. Im Zuge der Sanierung wurden die Gebäude komplett entkernt, und es gelang, 98 Prozent des anfallenden Bauschutts einem Recycling zuzuführen. Nach der Sanierung sollen die Gebäude 67 Prozent weniger Heizenergie verbrauchen, 55 Prozent weniger Strom und 43 Prozent weniger Wasser. Die CO2-Emissionen des Gebäudes sollen damit um mehr als die Hälfte verringert werden. Darüber hinaus hat die Bank ein Nachhaltigkeitsmanagement eingerichtet, das für kontinulierte Verbesserungsprozesse zuständig ist und die Sensibilität der Mitarbeiter, Kunden und Geschäftspartner für Klimastrategien zu stärken.
"Es grünt auch bei der Deutschen Bank", FAZ 4.7.2008


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CSR muss Chefsache sein und macht erfolgreicher 
Freitag, 11. Juli 2008 - Management
Der gesellschaftliche Meinungswandel veranlasst immer mehr Unternehmen, sich dem Thema Corporate Social Responsibility zuzuwenden. Rudolf X. Ruter, Partner bei der Beratungsgesellschaft Ernst & Young, warnt jedoch vor Feigenblatt-Aktivitäten und betont, wie wichtig es ist, diesbezügliche Aktivitäten in der Unternehmensstrategie zu verankern. "Gezielt organisiert hilft CR, Risiken zu erkennen, Verluste zu vermeiden, aber auch neue Produkte anzuregen oder interne Prozesse zu verbessern. So verstanden stärkt CR die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen und wird zum Teil des Risiko- und Innovationsmanagement, das laut Deutschem Corporate Governance Kodex eine gute, verantwortungsvolle Führung ebenso kennzeichnet wie die nachhaltige Steigerung von Unternehmenswerten", so Ruter, der CSR als Chefsache betrachtet. Er rät zu einer Professionalisierung der unternehmerischen Bemühungen, die auch mit entsprechendem Controlling verbunden werden müsse. "Ein CR-Controlling weist frühzeitig auf mögliche Fehlentwicklung interner und externer Projekte hin, richtet den Blick auf entstehende Trends oder Forschungsfelder und bildet die Basis für die Kommunikation nach außen. Verschiedene Studien belegen, dass Unternehmen, die sich in ihrem Kerngeschäft von den Interessen der Mitarbeiter und von den Ansprüchen relevanter gesellschaftlicher Gruppen leiten lassen, neues, für Geschäfte verwertbares Wissen erlangen und damit Risiken und Bedürfnisse schneller aufspüren als ihre Wettbewerber. CR verhilft also zu Wettbewerbsvorteilen – und sogar zu Einsparpotenzialen: Umweltschonende Produktionsverfahren bieten vielfältige Möglichkeiten, dauerhaft Kosten zu senken, die Reputation langfristig zu sichern oder Rechtsstreitigkeiten zu vermeiden", so Ruter.
"Corporate Responsibility ist Chefsache", csr-news 30.6.2008


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Soziosponsoring im Trend 
Donnerstag, 10. Juli 2008 - Studien
Eine neue Studie von Pleon Event + Sponsoring zeigt: das Soziosponsoring befindet sich im Aufwind und wird bei immer mehr Unternehmen gezielt mit Corporate Social Responsibility-Aktivitäten gekoppelt. Befragt wurden knapp 400 der 2.500 umsatzstärksten Betriebe in Deutschland. Zwar sind nach wie vor beim Sponsoring die Unterstützung von Sport (82,8 Prozent) und Kunst/Kultur (74,2 Prozent) die Spitzenreiter, doch erreicht das Engagement von Unternehmen bei der Förderung sozialer Aktivitäten 2008 ein neues Rekordhoch. 61,2 Prozent der befragten Firmen engagieren sich inzwischen im Soziosponsoring. Zu Beginn der alle zwei durchgeführten Studie 1998 waren es noch 57,1 Prozent und 2006 sogar nur 50,7 Prozent. Was das Budget angeht, bleibt das Soziosponsoring allerdings noch deutlich hinter Sport und Kultur zurück, denn auf diesen Bereich entfallen nur 15,7 Prozent der unternehmerischen Sponsoringausgaben. Bereits 49,4 Prozent der befragten Unternehmen integrieren ihr Soziosponsoring bereits in CSR-Projekte, beim Ökosponsoring, das allerdings noch deutlich weniger verbreitet ist als Soziosponsoring, sind es sogar 56,1 Prozent.
Pleon-Sponsoring-Studie


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