Sommerzeit- Ferienzeit 
Montag, 20. Juli 2009 - sonstiges
think|work|different macht bis zum 16. August Ferien. Ab 17. August sind wir dann wieder mit frischen News für Sie da. Ich wünsche allen LeserInnen schöne Sommertage! Herzliche Grüße, Nadja Rosmann

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Der kreative Shift in der Wirtschaft 
Freitag, 17. Juli 2009 - Bücher
Was kommt nach dem Industriekapitalismus? Der Journalist Wolf Lotter stellt diese Frage in seinem Buch "Die kreative Revolution" gemeinsam mit Kreativexperten aus der Wirtschaft wie zukunftsforscher Matthias Horx oder ChangeX-Mitbegründer Peter Felixberger und geht dem sich bereits abzeichnenden kreativen Wandel in der Wirtschaft auf den Grund. In verschiedenen Aufsätzen beleuchten die Autoren, wie Kreativität immer mehr ihren Weg von den eher künstlerischen Arbeitsfeldern auch in Industrieunternehmen findet. Neue Innovations- und Kooperationsmodelle auch der klassischen Wirtschaft sind immer mehr auf den Faktor Kreativität angewiesen. Das Buch zeigt, dass die kreative Revolution mehr ist als die digitale Bohème, denn die neue Ideenwirtschaft betrifft im Kern alle Branchen - die ihr Innovationspotenzial nicht gefährden wollen. Ein Buch, dass einer subtilen Bewegung nachgeht, die sich vielerorts bereits abzeichnet, aber in den Mainstream-Medien bisher wenig Raum findet. Der beschriebene Prozess des kreativen Shifts markiert vielleicht eine Wende zum Business 3.0.
Verlagsseite zum Buch


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"Perverse Strukturen provozieren perverses Verhalten" 
Donnerstag, 16. Juli 2009 - Management
Die Branchenvereinigung Association of Executive Search Consultants (AESC), der in Deutschland 17 Personalberatungen, darunter Heidrick & Struggles, Russell Reynolds und Spencer Stuart, angehören, übt scharfe Kritik an den Gehaltsstrukturen deutscher Manager. Seit 1987 hätten sich die Einkommen der Top-Manager fast verachtfach - von im Schnitt knapp 450.000 Euro auf 3,3 Millionen Euro pro Jahr. Während in den 80-er Jahren ein Dax-Vorstand noch 14 Mal so viel verdiente wie ein durchschnittlicher Mitarbeiter, ist es heute etwa das 52-fache. Die Kritik der Personaler richtet sich dabei weniger auf die viel gescholtene Gier der Führungskräfte, sondern auf die Systeme selbst, die aus dem Ruder gelaufen seien. "Perverse Strukturen provozieren perverses Verhalten", so das Fazit der Headhunter. Sie sprechen sich dafür aus, Boni nicht allein an Kennziffern zu orientieren und die Fixanteile der Managergehälter auf bis zu 60 Prozent des Gesamteinkommens zu erhöhen. Darüber hinaus müssten Anreizsysteme langfristiger angelegt werden.
Headhunter geißeln Gehaltsexzesse, FTD 1.7.2009


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Gute Ausbildung schützt nicht vor Niedriglohn 
Mittwoch, 15. Juli 2009 - Studien
Nie war die Gefahr größer, trotz guter Ausbildung in einem Job im Niedriglohnsektor zu landen als heute. Eine Studie des Duisburger Instituts Arbeit und Qualifikation zeigt, dass es immer mehr Menschen nicht gelingt, einen ihrer Ausbildung entsprechenden Arbeitsplatz zu finden, der eine angemessene Vergütung mit sich bringt. 1995 arbeiteten 58,5 Prozent der deutschen Arbeitnehmer mit abgeschlossener Ausbildung im Niedriglohnsektor, 2007 bereits 70,8 Prozent - 6,5 Millionen Menschen. Der Anteil der im Niedriglohnsektor Angestellten im Verhältnis zur Zahl aller Beschäftigten stieg im gleichen Zeitraum von 14,7 auf heute 21,5 Prozent.
Der Niedriglohnsektor wächst, Die Zeit 9.7.2009


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Kooperation in einer Weltgemeinschaft 
Dienstag, 14. Juli 2009 - Arbeit
Im aktuellen Kundenmagazin des Arzneimittel- und Naturkosmetikherstellers Weleda geht Alnatura-Gründer Götz Rehn auf ein neues Verständnis von Weltwirtschaft als Weltgemeinschaft ein. So arbeitet Alnatura seit vielen Jahren mit Sekem zusammen, einer Kooperative in Ägypten, die sich dem biologisch-dynamischen Anbau verschrieben hat. Während Sekem vor 20 Jahren noch 80 Prozent der in Ägypten produzierten Kräutern exportierte, verbleiben heute rund 65 Prozent der Produkte im eigenen Land - und kurbeln auf diesem Wege die einheimische Wirtschaft an. Der Trend zu Biolebensmitteln ist in den Augen von Rehn auch mit einem Bewusstseinswandel verbunden: "Für viele Menschen sind ökologisch erzeugte Produkte eine wirkliche Erkenntnis. Das geht über eine bloße Verankerung im Wertesystem hinaus. Was sie da erkannt haben und verfolgen, ist für sie Realität und mit sehr viel Empathie verbunden." Der Anthroposoph kritisiert auch eine einseitige Ausrichtung der Gesellschaft auf hauptsächlich wirtschaftliche Fragen und mahnt an, sich wieder mehr mit dem großen Ganzen zu beschäftigen: "Das muss und wird die Zukunft sein: eine Wirtschaftsweise, die dem Menschen dient und ihn weder benutzt noch bestimmt. Hier gibt es ganz individuell unterschiedliche Ansätze für Unternehmen aller Branchen. Als problematisch sehe ich die vorherrschende Sichtweise, die das Wirtschaftsleben noch immer als wichtigstes Glied des sozialen Organismus hochstilisiert. Eigentlicher Mittelpunkt ist jedoch das Kulturleben, das die Entwicklung zum freien Menschen ermöglicht. Der Wirtschaft kommt in diesem Organismus die wichtige Aufgabe zu, genau diesen Prozess zu ermöglichen."
Weleda Magazin Sommer 2009




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Mitarbeiter wünschen sich mehr CSR 
Montag, 13. Juli 2009 - Management
Die Unternehmensberatung Krauthammer hat 400 Angestellte zu deren Einschätzung des CSR-Engagements ihrer Arbeitgeber befragt. Zwischen Soll und Sein treten dabei deutliche Diskrepanzen zutage.So wünschen sich 79 Prozent der Befragten einen umfassenden Tarifvertrag mit Spielraum für individuelle Lösungen - nur 39 Prozent sehen dies jedoch auch umgesetzt. 60 Prozent finden, dass Wirtschaft und Ökologie eins sind - doch nur 26 Prozent der Firmen folgen in ihren Augen auch dieser Prämisse. 57 Prozent sind der Ansicht, dass Reputation und Kundenbeziehungen durch einen strategischen Dialog mit den Stakeholdern geschaffen werden - nur 26 Prozent erkennen jedoch eine solche Praxis bei ihrem Arbeitgeber. Nachhaltigkeit im Umgang mit Zulieferern und Kunden wünschen sich 56 Prozent - nur 23 Prozent finden dies jedoch in ihrer direkten Unternehmensrealität realisiert. 52 Prozent sind der Meinung, dass es Richtlinien im Personalmanagement braucht, um die Loyalität der Mitarbeiter sicherzustellen - nur 19 Prozent der Firmen scheinen sich indes um diese Loyalität aktiv zu bemühen.
Corporate Social Responsibility 2009




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Selbstverbundenheit als Erfolgsfaktor 
Freitag, 10. Juli 2009 - Management
Die Beratungsgesellschaft Krauthammer hat sich in einer Untersuchung dem Thema Selbstverbundenheit zugewendet und europaweit knapp 450 Führungskräfte zu dem Thema befragt. Eine Erkenntnis der Berater: "Je selbstverbundener Mitarbeiter sind, desto besser ist ihre Leistung und ihr allgemeines Wohlbefinden. Und je homogener und enger Organisationen geknüpft sind, desto selbstverbundener sind laut Forschung die Menschen." 66 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass sie Selbstverbundenheit benötigen, um ihr Potenzial auszuschöpfen. Dennoch ist sich rund ein Drittel nicht sicher, ob es sich selbst kennt. Sogar 50 Prozent fühlen in der Regel keine Selbstverbundenheit bei der Arbeit. 18 Prozent der Befragten haben das Gefühl, dass alle Dimensionen ihres Potenzials am Arbeitsplatz ausgeschöpft werden. 41 Prozent arbeiten dagegen in einem Umfeld, in dem ihr Potenzial blockiert wird. Nach Ansicht der Krauthammer-Berater sprechen gleich mehrere Gründe dafür, Selbstverbundenheit zur Unternehmensstrategie zu machen:
- Selbstverbundene Menschen distanzieren sich dank einer Neuverbindung mit ihrem Kern – ihrem „Auge des Sturms“ – von äußeren Faktoren.
- Die Lage moderner Unternehmen ist heikel und nicht vorhersehbar. Der selbstverbundene Mensch akzeptiert, dass er "nicht immer wissend" ist. Wie ein geduldiger Gärtner hegt und pflegt er die Bedingungen, unter denen Lösungen entstehen können, anstatt ein vorgefasstes System oder eine „(falsche) neue Gewissheit“ aufzuzwingen.
- Verbundene Menschen bringen emotionale Stabilität ins Geschäft ein, eine innere Gelassenheit, die als Klarheit und Ausgeglichenheit zum Ausdruck kommt. Sie werden weniger von spontanen Impulsen oder versteckten Ängsten angetrieben.
- Ein selbstverbundener Mensch handelt im Einklang mit seinem einzigartigen Kern und bringt dies gegenüber der Außenwelt zum Ausdruck. Er zeigt ein Alleinstellungsmerkmal, das andere als persönliche Authentizität, Ehrlichkeit und die gute alte Integrität erleben.


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Vertrauen in Unternehmen im Sinkflug 
Donnerstag, 9. Juli 2009 - Studien
Das Vertrauen in Unternehmen befindet sich im Zuge der Wirtschafts- und Finanzkrise im Sinkflug. Die PR-Agenturgruppe Edelman befragte für ihr Trust Barometer 2009 Ende 2008 knapp 4.500 Personen aus 20 Ländern. Weltweit vertrauen 62 Prozent der Befragten Unternehmen weniger als ein Jahr zuvor. Die größten Vertrauensverlierer sind Irland (83 Prozent), Japan (79 Prozent), die USA (77 Prozent) und Australien (74 Prozent) - direkt gefolgt von Deutschland, wo bei 73 Prozent der Befragten das Vertrauen in die Unternehmen des Landes gesunken ist. Die Detailanalyse verdeutlicht, dass die länderspezifische wirtschaftliche und politische Lage deutlichen Einfluss auf die Vertrauensentwicklung hat. In den "moderaten Ökonomien" verzeichnet die Studie deutliche Vertrauensverluste. In Italien beispielsweise glaubten 2008 noch 41 Prozent der Befragten, dass Unternehmen das Richtige täten - 2009 waren es nur noch 27 Prozent. In Spanien sank dieser Vertrauensanteil von 49 auf 40 Prozent, in Irland von 47 auf 41 Prozent. In Deutschland fällt der Vertrauensverlust geringer aus - was daran liegt, dass bereits 2008 nur 35 Prozent der Befragten Vertrauen in die Unternehmen hatten. 2009 waren es zwei Prozent weniger. Ein Vertrauensplus können Länder mit sozial besonders engagierten Regierungen verzeichnen. So haben in den Niederlanden 2009 mit 62 Prozent sogar sieben Prozent mehr Menschen als im Vorjahr den Eindruck, Unternehmen vertrauen zu können. In Schweden stieg das Vertrauen um zwölf Prozent auf 51 Prozent.
Edelman Trust Barometer 2009



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