Sommerzeit - Ferienzeit 
Montag, 26. Juli 2010 - sonstiges
think.work.different macht Sommerferien. Ab 16. August finden Sie hier wieder wie gewöhnlich frische News zum Thema authentisches Business. Bis dahin wünsche ich Ihnen schöne Sommertage.

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Money rulez 
Freitag, 9. Juli 2010 - sonstiges
Der Umgang mit dem Thema Geld treibt bisweilen illustre Blüten. So berichtet die Süddeutsche Zeitung über ein Projekt in Singapur, die Money-Clinic, in der bereits Kindern der Umgang mit Geld beigebracht wird. Im Interview mit der SZ erklärt die Gründerin Ying Teo: "Vorschüler in Singapur haben zwar Mathematik als Fach, aber mit Geld befassen sie sich erst nach dem Eintritt in die Grundschule mit sieben Jahren. Vielen Familien ist das zu spät. Die Eltern wollen, dass ihre Kinder einen Vorsprung beim Umgang mit Geld haben. Wir trennen zwischen Programmen für Finanzpolitik und Anlagestrategien. Sie befassen sich mit Sparen, Haushalten, Preisvergleichen. Acht- bis Zehnjährige sollen verstehen, wie das Geld für sie arbeitet. Und Teenager lernen das Bankensystem kennen; sie erfahren, was ein Bond, was eine Aktie ist, sie lernen an der Börse zu spekulieren und zu investieren." Wer das haarsträubend findet, wird vielleicht etwas besänftigt, wenn er das Zitat eines Managers auf der Webseite der Money-Clinic zur Kenntnis nimmt: "Keine Generation hat mehr Geld zur Verfügung und mehr Druck, es auszugeben als jene Kinder, die im 21. Jahrhundert geboren sind. Wir steuern auf eine Generation junger Singapurianer zu, die Sklaven ihrer Kreditkarten sind und ihr Leben damit verbringen, nach Luxuslabels und Statussymbolen zu jagen." Ying Teo jedenfalls gibt sich durchaus auch gesellschaftskritisch, sagt, dass es ihr Anliegen sei, den Kindern einen verantwortungsbewussten Umgang mit Geld beizubringen und ihnen zu zeigen, dass man auch teilen solle: "Wir sind der Überzeugung, dass Jugendliche heute einen viel zu leichten Zugang zu Geld haben und zu viel ausgeben. Wir versuchen ihnen klarzumachen, dass man sein Geld zusammenhalten muss, wenn man es langfristig behalten will." Letztlich bleibt aber doch der Beigeschmack, dass hier schon früh vermittelt wird: Money rulez ...
Wo Dreijährige zum Anlageberater werden, SZ 30.6.10

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Konsumdenken hinterfragen 
Montag, 21. Juni 2010 - sonstiges
Die taz berichtet über ein Selbstexperiment der Autorin Rosa Wolff, die ausprobiert hat, ob es möglich ist, mit dem Hartz IV-Satz für Lebensmittel eine gesunde Bio-Ernährung zu realisieren. Wolffs Experiment rüttelt an alten Konsumgewohnheiten (Bio ist zu teuer) und fordert auch dazu heraus, die eigenen Essgewohnheiten zu überdenken, denn bei 4,50 Euro pro Tag sind Fleisch oder besondere Leckereien natürlich nicht drin, wohl aber ein ausgewogener Speiseplan, der hauptsächlich auf Gemüse, Teigwaren, Hülsenfrüchte und vor allem regionale Saisonware setzt. Wolffs Resümé: "Ich habe einen Monat lang nur so viel fürs Essen ausgegeben, wie Hartz-IV-Empfängern für die Ernährung zugebilligt wird: etwa 4,50 Euro am Tag. Trotzdem konnte ich zu 100 Prozent Bio essen. Und das im teuren München. Wenn man es mit dem wenigen Geld schafft, hat ein Normalverdiener keinen Grund mehr zu sagen, dass er sich Bio nicht leisten könne. Man fragt sich dann wirklich, warum die Leute mit ihren teuren Autos vor Aldi stehen." Der Autorin geht es bei dem Selbstversuch nicht darum, zu zeigen, dass man mit Hartv IV unter dem Strich gut leben könne - ein Vorwurf, der ihr in den Leserkommentaren auf der taz-Webseite mehrfach gemacht wird, sondern darum, auch eine politische Perspektive im Hinblick auf selten hinterfragte Konsumwerte zu entwickeln: "Fleisch und Wurst kann man sich am wenigsten leisten. Aber das ist nicht wirklich schlimm, weil der Konsum an tierischen Produkten ja generell zu hoch ist in unseren reichen Ländern. Weniger Fleisch und Wurst tut in der Regel den meisten gut. Auch der Umwelt und der globalen Verteilungsgerechtigkeit.
Ich habe keine Lust, mein bisschen Geld bei den Milliardären Albrecht, also bei Aldi abzuliefern. Aber es lohnt auch nicht, wenn man allein lebt. Ich war nur einmal bei Lidl und habe ein Kilo Karotten gekauft, davon sind mir zwei Stück vergammelt. Dadurch war es unterm Strich teurer als im Bioladen, wo man sich die Sachen einzeln raussuchen kann."
"100 Prozent Bio trotz Hartz IV", taz 21.5.10

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GLS Bank wird Bank des Jahres 2010 
Montag, 7. Juni 2010 - sonstiges
Die Bankenkrise scheint zumindest in Teilen der Bevölkerung zu einem Aufwachen geführt zu haben. Bei der Wahl zur beliebtesten Hausbank der Deutschen, zu der der Nachrichtensender n-tv und das Magazin Börse online von März bis Mai aufriefen, beteiligten sich mehr als 33.700 Teilnehmer und kürten die GLS Bank zum Sieger. Die auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Bank mit den anthroposophischen Wurzeln ließ dabei die etablierte Konkurrenz weit hinter sich - so landete die Deutsche Bank beispielsweise nur auf Platz 21. Zwar ist die GLS mit ihren 80.000 KundInnen noch ein kleiner Fisch - die Deutsche Bank hat mehr als hundertmal mehr Kunden -, doch mit ihrer Ausrichtung punktet sie mächtig. Laut Umfragen möchten bereits mehr als zehn Prozent aller Deutschen, dass ihr Geld "Gutes tut" und nicht zu fragwürdigen Spekulationen verwendet wird. Bei der GLS haben sie die Sicherheit, dass dem so ist - und können sich sogar aussuchen, für welche Projekte ihre Anlage als Kredit ausgezahlt werden soll. Was die Konditionen angeht, rangiert die GLS im Mittelfeld - doch ist das ihren Kunden dennoch die Bestnote wert. So kostet das Girokonto mit Service-Karte und Mastercard pro Jahr 64 Euro - bei der Deutschen Bank sind es sogar knapp 20 Euro mehr. Auf Tagesgeld gibt die GLS gegenwärtig 1,1 Prozent, aufs Sparbuch 1,3 Prozent - das ist Durchschnitt. Die Wahl zeigt: Zwar spielt die GLS gegenwärtig noch in einem Nischenmarkt, doch ihre Fans sind treu.
Die Kleinen triumphieren, n-tv 2.6.10

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Vermögen ist nur eine Illusion 
Dienstag, 25. Mai 2010 - sonstiges
Der Finanzanalytiker Volker Looman nimmt in einer Kolumne für die FAZ unsere Vorstellungen zum Thema Vermögen unter die Lupe. Wo der Finanzexperte sonst immer praktische Tipps für die Geldanlage gibt, spricht er dieses Mal auf der grundsätzliche Weise Klartext. Die Angst der Anleger vor Inflation und Verlust und ihre Suche nach sicheren Anlagen stoße an ihre Grenzen, denn: "Alle müssen erkennen, dass es keine Sicherheit gibt." Looman wägt verschiedene, auch von ihm selbst immer wieder empfohlenen Diversifikationsstrategien ab, kommt aber zu einem sehr deutlichen Ergebnis: "Die nüchterne Schilderung der Werthaltigkeit oder Wertlosigkeit der klassischen Geldanlagen ist kein Abgesang auf Besitz. Nur soll sie belegen, dass Geld eben eine Illusion ist. ... Es gibt keine Garantie, dass die Anlagen morgen noch vorhanden sein werden, und es gibt keine Sicherheit, dass die Güter übermorgen noch etwas wert sein werden." Sehr interessant auch die Schlussfolgerung, die Looman aus dieser Einschätzung zieht: "Vor diesem Hintergrund sollten sich die Menschen weniger auf Besitz, sondern auf das Leben besinnen. Sie brauchen - so banal das klingt - jeden Tag zu essen und zu trinken und ein Dach über dem Kopf. Freude und Liebe verschönern das Leben, Angst und Gier vermiesen das Leben. ... Die schlichten Weisheiten sind vielen Menschen nicht zu vermitteln, weil sie glauben, dass es anders gehe. Das ist freilich Selbstbetrug." Nun, das sind klare Worte ...
Angst vor Inflation und Verlust treibt die Anleger zur Verzweiflung, FAZ 15.5.10

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Osterferien - Frische News wieder ab 12. April 
Dienstag, 6. April 2010 - sonstiges
think.work.different macht Osterferien. Ab 12. April gibt es hier wieder frische News.

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Fairer Handel als Investmentfonds 
Dienstag, 30. März 2010 - sonstiges
Die GLS Bank und die evangelische KD-Bank für Kirche und Diakonie haben einen Investmentfonds aufgelegt, der neben ökonomischen und klassischen Nachhaltigkeitskriterien auch entwicklungspolitische Perspektiven berücksichtigt. Ziel des FairWorldFonds ist es, die Idee des fairen Handels auf die Kapitalmärkte zu übertragen - ein Schritt, der aus Sicht der beteiligten Banken den Nerz der Zeit treffe. "Es gilt, auf den Finanzmärkten Verantwortung für die sozialen, ökologischen und ökonomischen Auswirkungen von Investitionen in Industriestaaten ebenso wie in Entwicklungsländern zu übernehmen. Der FairWorldFonds vereint erstmals alle Kriterien und geht beispielgebend voran", so GLS-Vorstandssprecher Thomas Jorberg.
In Gerechtigkeit investieren, GLS Bank 18.3.10

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Die dunkle Seite des Konsums 
Freitag, 22. Januar 2010 - sonstiges
Das anthroposophische Magazin info3 beschäftigt sich in seiner Januar-Ausgabe mit der Kehrseite des Konsums. Nachdem die erste Euphorie zu nachhaltigem Konsum etwas abgeklungen ist, nicht zuletzt unterlegt durch verschiedene Studien, die zeigen, dass die konkrete Kaufbereitschaft der Verbraucher für faire, aber teurere Produkte doch zurückhaltender ist als diesbezügliche positive Selbstaussagen, widmet sich der von mir geschriebene info3-Artikel unter der Überschrift “Ab sofort wird scharf geschossen” der Frage, welche spirituellen Dimensionen sich bei diesem Thema zeigen. Der Glaube, dass "guter" Konsum alleine die Welt verändert, greift meiner Ansicht nach zu kurz, denn - so zeigen verschiedene Experten in dem Kapitel - es birgt durchaus große Gefahren, gewünschte gesamtgesellschaftliche Entwicklungen gewissermaßen an die Wirtschaft zu delegieren. Darüber hinaus blenden wir, wenn wir unseren Konsum durch den Kauf nachhaltig produzierter Produkte versuchen zu adeln, auch mögliche Schattenseiten unserer grundsätzlichen Konsumneigung aus. “Ohne Achtsamkeit sind wir nicht länger Herr unserer Konsumprozesse. Die Prozesse und Konsumobjekte greifen nach uns und wir leisten mit nachlassender Bewusstheit und Energie immer geringeren Widerstand”, sagt etwa Kai Romhardt, Gründer des Netzwerkes Achtsame Wirtschaft. Den vollständigen Artikel können Sie hier mit freundlicher Genehmigung der info3-Redaktion herunterladen. info3 berichtet regelmäßig über Beispiele alternativen Wirtschaftens und stellt Pioniere einer nachhaltigen Ökonomie vor. Ein kostenloses Probe-Abo ist hier erhältlich.

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