Kultur des Teilens ist noch eine Nische 
Montag, 6. Juli 2015 - Studien
Grundsätzlich ist die Bereitschaft zum Teilen in Deutschland sehr groß - doch von der Möglichkeit zur Umsetzung ist es ein langer Weg, wie eine Studie des Verbraucherzentralen-Bundesverbands zeigt. 90 Prozent der Befragten äußerten demzufolge die Bereitschaft, Dinge zu verleihen - allerdings fast ausschließlich im Bekanntenkreis. 70 Prozent können sich vorstellen, ihr Werkzeug mit anderen zu teilen, 62 Prozent interessieren sich - zumindest theoretisch - für Carsharing. Doch nur 18 Prozent haben schon einmal ein Werkzeug geliehen, lediglich 10 Prozent beim Carsharing auch wirklich mitgemacht. Fragen der Sicherheit, Haftung und Gewährleistung scheinen für diese Zurückhaltung eine Rolle zu spielen. So gaben zwei Drittel der Befragten an, Unternehmen als Anbieter gegenüber Privatpersonen zu v´bevorzugen, da sie davon ausgehen, dass diese mehr Sicherheit bieten.
Teilen? Nur, wenn ich dich kenne ... taz 29.6.15

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Gestandene Führungskräfte wollen vor allem eines - Geld 
Freitag, 3. Juli 2015 - Studien
Während die GenY im Job mehr nach dem Sinn als einem hohen Einkommen sucht, sieht die Perspektive für Führungskräfte, die bereits länger im Job sind, deutlich anders aus, wie eine Umfrage unter 300 deutschen Führungskräften durch die Unternehmensberatung Baumann zeigt. Für 36 Prozent der Befragten sind es vor allem ein gutes Gehalt und Sozialleistungen, die zählen, gefolgt vom wirtschaftlichen Erfolg der Firma (34 Prozent) und einem sicheren Arbeitsplatz (32 Prozent). Jeder fünfte Befragte zeigte sich unzufrieden mit seiner aktuellen Bezahlung. Leistungsgerechte Entlohnung steht als Weg zur Verbesserung der Situation hoch im Kurs - 60 Prozent wünschen sich ein Gehalt mit ausgeprägter oder moderater Erfolgskomponente. Der Darwinismus ist mitgedacht - 44 Prozent von ihnen finden, der Erfolgsanteil solle sich in erster Linie an der persönlichen Performance orientieren.
Was Manager von ihrem Arbeitgeber erwarten, WiWo 24.6.15

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Essener Schule beitet Achtsamkeitstraining für Fünftklässler 
Donnerstag, 2. Juli 2015 - Success Stories
Das Essener Gymnasium Nord-Ost gehört zu den Vorreitern einer neuen Achtsamkeitskultur im Schulbetrieb. Nachdem die Schule probeweise anstelle von Förderunterricht Schülern der Klasse fünf zwei Mal pro Woche Achtsamkeits-Unterricht gab und die Erfolge unübersehbar waren, wird das Experiment nun ausgeweitet. Das Training, das Atembeobachtung, bewusste Selbstwahrnehmung und Yoga-Übungen beinhaltet, soll nun allen Schülern der fünften Klassen zuteil werden. Bereits sieben Lehrer der Schule haben sich entsprechend weitergebildet, um das Angebot zu begleiten. „Störungen sind weniger geworden, die Kinder lassen sich viel weniger ablenken“, berichtet Lehrerin Christine Steinert. „Überall wird von jungen Menschen erwartet, sich selbst regulieren zu können“, merkt Lisa von Stockhausen von der Uni Duisburg-Essen, die das Experiment wissenschaftlich begleitet, kritisch an, „aber niemand bringt es ihnen bei.“ In Essen Nord-Ost wird nun durchgestartet - ein Beispiel, das Schule machen könnte ...
Fünfklässler haben Meditation auf dem Stundenplan, WAZ 23.6.15

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Manager stolpern über zu geringes Urteilsvermögen 
Mittwoch, 1. Juli 2015 - Studien
Fachlich scheinen Manager in Deutschland, Österreich und der Schweiz gut aufgestellt, was indes für sie zur Stolperfalle werden kann, sind ihre strategische Kompetenz und ihr Urteilsvermögen. In der Befragung von 2.100 Führungskräften durch die Personalberatung Odgers Berndtson zeigte sich, dass 40 Prozent der Befragten glauben, Top-Manager scheitern vor allem an falschen Strategien. 35,1 Prozent sagen, fehlende Führungskompetenzen tragen zum Scheitern bei, für 32,9 Prozent sind es auch ein zu geringes Urteilsvermögen und mangelnde Entscheidungsfähigkeit.„Das Ergebnis unserer Studie bestätigt die gefühlte Wahrnehmung, dass Strategie- und Führungs-kompetenz im Top-Management wichtiger sind als Fachkompetenz. Entscheidender für den beruflichen Erfolg als ein Branchenstallgeruch ist die kognitive Leistungsfähigkeit, die sich in der Kompetenz zum strategisch-analytischen Denken, im unternehmerischen Denken und Handeln sowie im Urteilsvermögen und in der Entscheidungsfähigkeit ausdrückt“, so die Einschätzung von Veronika Ulbort, die die Studie leitete.
Woran Top-Manager scheitern, HB 19.6.15

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Zen als angemessener Weg in die Wirklichkeit 
Dienstag, 30. Juni 2015 - Arbeit
Die Stuttgarter Nachrichten gehen in einem Interview mit dem Zen-Meister Hinnerk Polenski der Frage nach, was Zen eigentlich ist und welche Bedeutung es in unserer heutigen Lebenswelt haben kann. "Das Zauberwort heißt Angemessenheit. Es ist der Weg der Mitte. Viele spirituelle Ausrichtungen verlangen von den Menschen oft, dass sie allem entsagen ... Sie gehen raus aus der Welt. Zen geht in die Welt rein. Zen ist ein anderes Wort für die Liebe zur Welt selber", so Polenski, der in Deutschland zu den ersten Anbietern von Zen für Führungskräfte zählt. Warum die Meditation nicht nur bei High Potentials, sondern auch der breiten Bevölkerung auf immer größere Nachfrage stößt, erklärt sich vielleicht auch aus dem impliziten Versprechen von Freiheit, das die Praxis in sich birgt: "Das Erste ist nicht, den Menschen den Weg zur Meditation zu zeigen, sondern die Sehnsucht nach Freiheit in die Herzen zu pflanzen. Menschen glauben, dass sie so sind, wie sie sind. Sie glauben, ihr Charakter sei unveränderlich und gottgewollt. Und daraus folgt das entsprechende Leiden in Beziehungen. Es geht mir darum, Menschen zu zeigen, dass sie sich ändern können. Ein Geheimnis aufzuzeigen: Wenn du dich änderst, ändert sich die Welt." Warum das nicht nur aus individueller Sicht wünschenswert ist, sondern vielleicht sogar in größerem Kontext notwendig, bringt der Zen-Meister unverblümt auf den Punkt: "Ich sage mal so: Wenn wir nichts verändern, fliegt uns der Scheiß um die Ohren."
"Ich bin doch keine Schlaftablette", Stuttgarter Nachrichten 22.6.15

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Banker sollen weniger arbeiten, aber immer noch zu viel 
Montag, 29. Juni 2015 - Management
Es klingt, denkt man an das deutsche Arbeitsrecht, bizarr - ist aber ernst gemeint: Die Investmentbank Goldman Sachs hält ihre Praktiken mit einer neuen Richtlinie dazu an, zwischen Mitternacht und sieben Uhr morgens nicht zu arbeiten. Schon zuvor hatte das Unternehmen den Nachwuchs-Bankern ans Herz gelegt, doch zwischen Freitag, 21 Uhr, und Sonntag, 9 Uhr nicht zu arbeiten. Um die überlangen Arbeitszeiten war eine öffentliche Diskussion entbrannt, nachdem ein Praktikant der Bank of America unerwartet starb, was allerdings nicht direkt der hohen Arbeitsbelastung zuzuordnen war. Die Bank of America bittet ihre Angestellten nun immerhin, an vier Wochenendtagen pro Monaten dem Arbeitsplatz fernzubleiben. Aus Sicht des deutschen Arbeitsrechts wären Vorschläge wie diese immer noch deutlich oberhalb des gesetzlich Erlaubten. Hierzulande stehen Arbeitnehmern nach einem Arbeitstag elf Stunden ununterbrochene Ruhezeit zu. Auch darf in Deutschland offiziell nicht länger als sechs Stunden ohne Pause gearbeitet werden. Und die tägliche Arbeitszeit ist auf zehn Stunden begrenzt. Die US-Banker dürften auch bei Einhaltung der verkündeten Arbeitszeitbeschränkungen immer noch auf eine 80 bis 100 Stunden-Woche kommen.
17 Stunden täglich reichen, SZ 18.6.15

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Entspannungstraining to go 
Freitag, 26. Juni 2015 - Wissenschaft
Nun hat die Meditations-App 7Mind, für die ich gemeinsam mit dem Zen-Lehrer Paul Kohtes und dem gleichnamigen Start-up 7Mind Meditationen entwickele, auch höhere medizinische Weihen erhalten. Die Ärzte-Zeitung empfiehlt die Achtsamkeits-app als "Entspannungstraining to go". "Das Smartphone war bisher vor allem mit Ablenkung, Informationsflut und ständiger Erreichbarkeit assoziiert. Nun soll es über eine Meditations-App gegen den alltäglichen Stress helfen", so das Fachblatt. Der Beitrag stellt die bereits erhältliche Gratisversion der App vor, die einen Einführungskurs mit sieben siebenminütigen Meditationsübungen enthält sowie einen ebenso umfangreichen Kurs zum Stressmanagement. Die Business-App von 7Mind, die im Herbst erscheint und kostenpflichtig sein wird, richtet sich dann an Führungskräfte in Unternehmen und bietet besondere Meditationen zu Kreativität, Intuition, Führung und Selbstführung sowie Business Skills.
Die App gegen Alltagsstress, Ärzte-Zeitung 17.6.15

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Führungskräfte auf dem Sprung 
Donnerstag, 25. Juni 2015 - Studien
Mehr Geld ist für Führungskräfte, die über einen Jobwechsel nachdenken, oft gar nicht die Hauptmotivation. Vielen sind die weichen Faktoren deutlich wichtiger, wie eine Umfrage der Personalberatung Michael Page unter knapp 700 Fach- und Führungskräften zeigt. Männer und Frauen setzen dabei deutlich unterschiedliche Prioritäten, wenn es um die Details geht. Für Frauen sind beim Jobwechsel am wichtigsten ein gutes Verhältnis zu den Kollegen (47 Prozent), flexible Arbeitsmodelle und -zeiten (43 Prozent) und die Unternehmenskultur (38 Prozent). Männer achten am ehesten auf die Stabilität des Unternehmens (44 Prozent), seinen Standort bzw. dessen Erreichbarkeit (38 Prozent) und Entwicklungsmöglichkeiten (35 Prozent).
Klima schlägt Gehalt, FAZ 14.6.15

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