Glück weckt ein Gefühl von Gesundheit 
Montag, 13. Juli 2020 - Bewusstsein, Lebensart, Psychologie, Studien
Glücklich lebt es sich leichter - und gesünder, wie eine neue Langzeitstudie zeigt. Psychologen teilten 155 Probanden in drei Gruppen ein - eine absolvierte ein dreimonatiges Glücks-Training mit einer wöchentlichen Sitzung von einer Stunde, eine machte ein Online-Training und eine diente als Kontrollgruppe. Zu den Übungen der Trainings gehörten Meditation oder Tagebuch-Notizen über Dinge, für die man dankbar ist. Die Trainingsteilnehmer entwickelten während des Programms mehr Lebenszufriedenheit und ihre negativen Gefühle nahmen ab, während die Befindlichkeit in der Kontrollgruppe sich kaum veränderte. Aus der Glücksbefindlichkeit der Teilnehmenden wiederum ließen sich Schlüsse über ihre Gesundheit ableiten. Nach zehn Wochen des Übens sank die Zahl der Tage, an denen sich die Studienteilnehmer krank fühlten, auf ein Drittel im Vergleich zu den Wartegruppen-Probanden - und dieser Effekt hielt auch nach Ende des Trainings noch an. Wichtig allerdings ist - objektive Gesundheitsparameter wie Blutdruck oder Übergewicht der Studienteilnehmer veränderten sich durch das Training nicht. Doch gefühlte Gesundheit dürfte für viele auch schon einen großen Wert haben. Auch interessant: Das Erleben von Sinnhaftigkeit hatte keinen Einfluss auf die gefühlte Gesundheit.
Glück macht gesund, spektrum.de 2.7.20

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Glück weckt ein Gefühl von Gesundheit 
Montag, 13. Juli 2020 - Bewusstsein, Lebensart, Psychologie, Studien
Glücklich lebt es sich leichter - und gesünder, wie eine neue Langzeitstudie zeigt. Psychologen teilten 155 Probanden in drei Gruppen ein - eine absolvierte ein dreimonatiges Glücks-Training mit einer wöchentlichen Sitzung von einer Stunde, eine machte ein Online-Training und eine diente als Kontrollgruppe. Zu den Übungen der Trainings gehörten Meditation oder Tagebuch-Notizen über Dinge, für die man dankbar ist. Die Trainingsteilnehmer entwickelten während des Programms mehr Lebenszufriedenheit und ihre negativen Gefühle nahmen ab, während die Befindlichkeit in der Kontrollgruppe sich kaum veränderte. Aus der Glücksbefindlichkeit der Teilnehmenden wiederum ließen sich Schlüsse über ihre Gesundheit ableiten. Nach zehn Wochen des Übens sank die Zahl der Tage, an denen sich die Studienteilnehmer krank fühlten, auf ein Drittel im Vergleich zu den Wartegruppen-Probanden - und dieser Effekt hielt auch nach Ende des Trainings noch an. Wichtig allerdings ist - objektive Gesundheitsparameter wie Blutdruck oder Übergewicht der Studienteilnehmer veränderten sich durch das Training nicht. Doch gefühlte Gesundheit dürfte für viele auch schon einen großen Wert haben. Auch interessant: Das Erleben von Sinnhaftigkeit hatte keinen Einfluss auf die gefühlte Gesundheit.
Glück macht gesund, spektrum.de 2.7.20

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Genügend Schlaf sollte sein 
Freitag, 10. Juli 2020 - Lebensart, Wissenschaft
In einer Leistungskultur gehört es zum guten Ton, möglichst wenig Zeit zu verplempern und rund um die Uhr produktiv zu sein. Viele, die da mithalten möchten, versuchen dann, am Schlaf zu sparen. Doch das kann auf Dauer gefährlich werden. Nicht nur, dass man sich müde nicht besonders wohl fühlt - auch Fehler oder sogar Unfälle nehmen zu, wenn man nicht ausgeschlafen ist. Wer viel Adrenalin produziere, könne durchaus einige Wochen oder sogar Monate mit einem Schlafdefizit durchhalten, erklärt Ingo Fietze, Oberarzt für Innere Medizin und Leiter des Schlafmedizinischen Zentrums an der Berliner Charité, in einem Interview mit Business Insider. Doch empfehlenswert ist das nicht. "Fakt ist: Ein Schlafdefizit lässt sich nicht überspielen. Wie eine nicht bezahlte Schuld wird es auf Dauer immer größer", so Fietze. Zwischen sieben und acht Stunden pro Nacht sind etwa das Pensum, das man brauche, um gesund zu bleiben.
„Lasst eure Mitarbeiter im Büro einschlafen!“: Schlafmediziner erklärt, warum Schlafmangel unproduktiv macht, Business Insider 2.7.20

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Wirtschaft lebt vom Gemeinsinn 
Donnerstag, 9. Juli 2020 - Wissenschaft, Arbeit, Management
In der Pandemie hat sich nicht nur gezeigt, wie verletzlich viele unserer wirtschaftlichen Lebensgrundlagen und Systeme sind, sondern auch, wie sehr sich durch Spontanität und Hilfsbereitschaft vieles bewirken und verbessern lässt. Für Silja Graupe, Professorin für Ökonomie an der Cusanus Hochschule ist das ein Indiz dafür, dass der Gemeinsinn eine wesentliche Rolle spielt für unsere Wirtschaft, was aber in der Ökonomie selten berücksichtigt werde. "Das Problem ist, dass der Gemeinsinn improvisierend ist, spontan, und von alleine keine Strukturen schaffen kann, um sich selber zu erhalten. Wir können ja nicht unbegrenzt weiter improvisieren, sondern müssen irgendwann zum Routinehandeln zurückkehren bzw. neues schaffen. Unsere heutigen Routinen aber schaden dem Gemeinsinn und begraben ihn unter Effizienz, Steuerungsideen, Diskursen von Sachzwängen und Stereotypen", so Graupe in einem Interview mit dem Freitag. Sie erhofft sich die Entfaltung eines "sinnstiftenden Erkennens, wodurch Zukunftsvisionen entwickelt und alte Routinen einer Prüfung unterzogen werden. Der Gemeinsinn muss hier mit Imagination zusammenkommen: Vorstellungen darüber, wie ein gutes Leben zukünftig aussehen soll. Wir müssen imaginieren können, was es noch gar nicht gibt, und dann Strukturen für dessen Realisation gestalten. So können wir alte Muster brechen und neue kreative Normalitäten entstehen lassen." In ihren Augen ist die ökonomische Zweckrationalität, die viele unserer Systeme bestimmt, ein verkrustetes Oberflächenphänomen, darunter jedoch liege "die Fülle aller noch unerkannten gesellschaftlichen und natürlichen Möglichkeiten". Graupe hofft: "Der Gemeinsinn schafft daraus die ersten sinnstiftenden Bilder und Praktiken und kann so grundlegenden Sinn- und Wertewandel initiieren; Imagination und praktische Urteilskraft schaffen daraus wiederum neue Strukturen."
„Viele wollen sich einmischen“, Der Freitag 24/2020

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Mitarbeiter finden Öko-Engagement wichtig 
Mittwoch, 8. Juli 2020 - Studien, Arbeit, Management
In den letzten Wochen ist immer wieder Kritik aufgeflammt an diversen politischen Förderprogrammen, weil diese dem Klimawandel in den Augen vieler nicht genug Rechnung tragen. Eine Umfrage des des Personalmarketing-Dienstleisters Königsteiner mit 3.000 Personen zeigt nun, wie wichtig Arbeitnehmern das Thema Ökologie im Hinblick auf die Wahl eines Arbeitgebers ist. 62 Prozent ist die Haltung einer Firma zur Umwelt wichtig, wenn sie eine Stelle suchen. Ein Drittel der Befragten könnte es sich vorstellen, im Stil von Fridays for Futures auch freitags für eine bessere Klimapolitik zu demonstrieren - in Bewerbungsgesprächen sprechen sie dies allerdings so gut wie nie an. Die Befragten glauben, dass allenfalls ein Drittel der Arbeitgeber wirklich ernsthaft für ökologische Belange engagiert sind, bei 15 Prozent sehen sie gar kein Engagement. Dennoch glauben sie, dass etwas die Hälfte der deutschen Firmen in Öko-Fragen gut aufgestellt sei.
Bewerbern ist Klima wichtig, FAZ 29.6.20

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Stress erst gar nicht entstehen lassen 
Dienstag, 7. Juli 2020 - Psychologie, Arbeit, Management
Unter Pandemie-Bedingungen hat sich unser Arbeitsleben innerhalb kürzester Zeit umgekrempelt. Viele Menschen empfinden es als entspannter, von zuhause aus arbeiten zu können, weil ihnen das Freiräume bei der Gestaltung ihrer Tätigkeiten gibt. Und weil das Arbeiten beispielsweise in Großraumbüros oft aufgrund der Umgebungsbedingungen schon einen gewissen Stresspegel setzt. Die Frage ist, ob positive Erfahrungen wie diese auch nach der Rückkehr in die Büros Spuren hinterlassen oder zu Änderungen führen. Die Zeit hat mit der Psychologin Amelie Wiedemann darüber gesprochen, welche Stressquellen Arbeitenden vor allem zu schaffen machen und wie Unternehmen Abhilfe leisten könnten. Wiedemann versucht dafür zu sensibilisieren, wie sehr körperlicher und geistiger Stress miteinander verbunden sind. Was die Ergonomie von Arbeitsplätzen angeht, sind die meisten Unternehmen gut aufgestellt - übersehen aber vielleicht, dass der beste Bürostuhl nichts nutzt, wenn Arbeitnehmende aufgrund geistiger Belastungen mit körperlichen Symptomen reagieren. "Körperliche und psychische Leiden kann man gar nicht getrennt betrachten. Der Körper wirkt auf die Psyche und andersherum. Wenn ich zu stark gestresst bin, verkrampfe ich, ziehe meine Schultern nach oben. Das kann zu Kopf- oder Rückenschmerzen führen. Oft kümmert sich der Arbeitgeber nur um den Rücken – und weniger um die Psyche", so Wiedemann. Ihrer Erfahrung stammen viele Faktoren, die Stress verursachen, vor allem aus dem Bereich der Arbeitsorganisation. Wer beim Arbeiten häufig unterbrochen werde oder regelmäßig mit unerwarteten Zusatzaufgaben konfrontiert wird, gerate beispielsweise leichter unter Druck. Aber auch respektloses Verhalten oder zu hohe Anforderungen begünstigen Stress. Wiedemann betrachtet es kritisch, dass viele Unternehmen, wenn sie sich um Stressprobleme kümmern, vor allem auf Verhaltensprävention setzen. Doch Yoga-Kurse und Meditation im Unternehmen bewirken wenig, wenn gleichzeitig die Arbeitsprozesse selbst immer neue Stressoren erzeugen. "Sinnvoller ist es, dafür zu sorgen, dass Stress gar nicht erst aufkommt. Zum Beispiel, indem man Unterbrechungen und unnötige Dokumentationen abschafft oder einander besser abstimmt und so Doppelarbeit vermeidet. Besonders erfolgreich ist die Stressbekämpfung übrigens, wenn Vorgesetzte mit gutem Beispiel vorangehen und ihren Tag gut strukturieren, regelmäßig Pausen machen, sich gesund ernähren und rechtzeitig nach Hause gehen", so Wiedemann.
Wenn der Rücken schmerzt, liegt das nicht nur am falschen Stuhl, zeit.de 30.6.20


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Was unser Charakter über unser Umweltbewusstsein aussagt 
Montag, 6. Juli 2020 - Lebensart, Psychologie, Studien
Die Klimakrise hält uns tagtäglich vor Augen, wie sehr unser Bewusstsein für die Umwelt gefragt ist. Ob wir diesen Ruf auch hören und ihm folgen, hängt nicht unwesentlich von einigen unserer Charakterzüge ab. Eine Übersichtsstudie der Universität Edinburgh, für die insgesamt 38 Studien zu Umweltbewusstsein, an denen 44.000 Proband*innen beteiligt waren, ausgewertet wurden, liefert nun Antworten. Die Forscher verglichen das in den Untersuchungen dargestellte Verhalten im Hinblick auf die Umwelt mit ebenfalls erhobenen Charaktereigenschaften der Teilnehmenden. Dabei zeigte sich: Besonders umweltbewusste Menschen zeichnen sich aus durch Eigenschaften wie Offenheit, Experimentierfreude, Fantasie und Wissbegier. Auch Ehrlichkeit und Bescheidenheit gehören der Auswertung zufolge zu den Merkmalen, die auf besonderes Umweltbewusstsein schließen lassen sowie die Fähigkeit, gängige Normen und Werte zu hinterfragen. Die Wissenschaftler schließen daraus, dass es bei der Förderung von mehr Umweltbewusstsein helfen könnte, gezielt Kampagnen zu entwickeln für Menschen, denen diese Offenheit und Experimentierfreude fehlt, beispielsweise indem man auf deren eher konservative Werte setzt und diese anspricht.
Wer sich besonders umweltbewusst verhält, spektrum.de 15.6.20

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Bescheidene Chefs sind gut für den Aktienkurs 
Freitag, 3. Juli 2020 - Studien, Arbeit, Management
Wie verrückt die Businesswelt und die Aktienmärkte sind, zeigt eine interessante Studie, die der Harvard Business Manager kürzlich vorgestellt hat. Eine Studie, für die 185 Topmanager in den Jahren 2000 bis 2013 betrachtet wurden, die an der Spitze von börsennotierten US-Unternehmen standen, zeigt: Die Aktienkurse jener Firmen, die bescheidene CEOs hatten, entwickelten sich deutlich besser als jene, an deren Spitze eher großspurige Chefs standen. Der Grund ist simple: Den bescheidenen Führungskräften trauten Analysten eher weniger zu im Hinblick auf das Geschäftsergebnis. Das wiederum machte es den CEOs leichter, die Prognosen zu übertreffen. Und werden solche Schätzungen übertroffen, geht der Kurs einer Aktie meist nach oben. Verfehlt ein Unternehmen hingegen seine - bisweilen großspurig angekündigten - Ziele, gehen die Kurse nach unten. Für Anleger mag die Studie also wirklich interessante Informationen bieten. Doch was ist die Substanz hinter diesem Zusammenhang? Denn über das tiefere Potential eines Unternehmens sagen die kurzfristigen psychologischen Reaktionen von Anlegern ja nicht unbedingt etwas aus ...
Bescheidene CEOs sind erfolgreicher, HBM 6/2020

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