BMU-Studie: Nachhaltigkeit spart bares Geld 
Montag, 14. August 2006 - Studien
Schon fast 10.000 Unternehmen in Deutschland betreiben aktives Umweltmanagement - und profitieren damit durch deutliche Kosteneinsparungen, so eine Mitteilung des Bundesumweltministeriums. So sind etwa 2.000 Standorte mit dem europäischen Gütesiegel EMAS ausgezeichnet, mehr als 5.000 Firmen haben ihr Umweltmanagement nach der Norm ISO 14001 zertifizieren lassen und fast 3.000 Unternehmen nutzen ähnliche Ansätze. Die Zeiten, in denen ein schonender Umgang mit Umwelt und Ressourcen als kostspielige Spielerei galten, scheinen endgültig der Vergangenheit anzugehören. "Unternehmen machen sich fit für die Zukunft, nutzen Innovationen, schonen Ressourcen und sparen nebenbei noch eine Menge Geld", so das Fazit von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel. Die detaillierte Studie zum Umweltmanagement ist über die Webseite des Bundesumweltministeriums erhältlich.
"Umweltmanagement stärkt Wettbewerbsfähigkeit", BMU 7.8.06


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Umfrage: Manager wollen Gefahr des Jobverlusts nicht sehen 
Freitag, 11. August 2006 - Studien
Völlige Ignoranz oder schlichter Selbstschutz? Eine Umfrage der Unternehmensberatung Saaman Consultants unter 1.000 Führungskräften zeigt ein zwiespältiges Bild. Obwohl die Gefahr für Manager, ihren Job zu verlieren, selten größer war als gegenwärtig, glauben nur 13 Prozent der Befragten, dass sie ihren eigenen Arbeitsplatz verlieren könnten. Immerhin 27 Prozent gaben an, dass sie sich in der Vergangenheit diesbezügliche Sorgen gemacht hätten. Aus Unternehmenssicht positiv: 88 Prozent der Befragten benoten ihre Identifikation mit dem Arbeitgeber als gut oder sogar sehr gut. Nur jeder zwanzigste Manager sagt von sich selbst, er hat innerlich gekündigt.
"Manager ignorieren Gefahr von Jobverlust", Spiegel online 23.7.06

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report: "Ein Mönch mischt auf" 
Donnerstag, 10. August 2006 - Management
Ein bisschen mehr Ideenreichtum und direktes Anpacken könnte Deutschland nicht schaden. Das meint zumindest der Abtprimas der Benediktiner Notker Wolf, den das Polit-Magazin "report" Anfang der Woche portraitierte. Der Mönch selbst ist einer, der die Ärmel hochkrempelt. So zeigt sich der Chef von weltweit 24.000 Benediktinern nicht nur gerne mit der E-Gitarre auf der Bühne (wo er Songs wie "Highway to Hell" so richtig krachen lässt), sondern lässt sich auch mal beim Geschirrabwasch filmen. An den Gewerkschaften kritisiert Wolf, dass sie viel zu lange auf Überholtem beharren. Managern wirft er völlige Ideenlosigkeit vor: "Die große Fantasie scheint bei vielen nur die Gewinnmaximierung zu sein. Und Mut? Gut, sie sind alle gut abgesichert, das Risiko einzugehen. Ich glaube, der Mut käme dann vielleicht, wenn sie auch für Versagen gerade stehen müssten." Doch der Mönch macht nicht bei denen ganz oben halt. Seine "Du bist Deutschland"-Perspektive: Weniger Infantilismus und Versorgungsmentalität, mehr Engagement.
report: "Ein Mönch mischt auf", 7.8.06

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Trendstudie: Neuro-Enhancement und Emotional-Management 
Mittwoch, 9. August 2006 - Studien
Wellness war gestern. Zu den kommenden Trends im Gesundheitsmarkt gehören "Neuro-Enhancement" und "Emotional-Management" - so die aktuelle Studie "Gesundheitstrends 2010" des Kelkheimer Zukunftsinstituts. Hinter dem marketinggerechten Wording der Zukunftsforscher stecken durchaus ernsthafte Bezüge zur Arbeitswelt. Zwar vermeldete der BKK-Bundesverband Mitte 2006 den niedrigsten Krankenstand bei Arbeitnehmern seit 30 Jahren, doch wurde zugleich eine Steigerung der Krankheitstage aufgrund psychischer Erkrankungen um mehr als 50 Prozent gemessen. Tendenz steigend. Allein in Deutschland sind, so das Zukunftsinstitut, 2,8 Millionen Männer und 5 Millionen Frauen depressiv erkrankt. Doch nicht nur vor dem Hintergrund dieses zunehmenden Krankheitsbildes kommt der individuellen Vorsorge im Hinblick auf die persönliche psycho-soziale Gesundheit eine wachsende Bedeutung zu. "Die Beschäftigung mit dem, 'was ich wirklich will' und damit dem eigenen Seelenfrieden - ob in Beruf oder Privatem - wird vor allem für die Kreative Klasse zu einem der Schlüsselthemen der nächsten Jahre. Ständig müssen sich die ihr Zugehörigen beruflich selbst neu erfinden und stellen damit auch immer wieder an ihren Alltag neue Herausforderungen", heißt es in der Trendstudie. Das von den Zukunftsforschern beschriebene Lösungsszenario beinhaltet Selbstreflexion, Meditation, Coaching, Lebensberatung, Entlastung und Balance als Ansätze, um innere Ausgeglichenheit immer wieder aufs Neue herzustellen.
Zukunftsinstitut: "Gesundheitstrends 2010"

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Erfolgsfaktor Verantwortung 
Dienstag, 8. August 2006 - Bücher
Corporate Social Responsibility ist in aller Munde, doch nur allzu oft fragt man sich, welche Konzepte und Strategien eigentlich "wirklich" hinter diesem Begriff stecken, der in letzter Zeit für fast alles herhalten muss, was auch nur ansatzweise mit sozialen Aktivitäten von Unternehmen zu tun hat. Das kürzlich im Springer-Verlag erschienene Buch "Erfolgsfaktor Verantwortung" versucht, Antworten zu geben und lotet aus, wie Firmen eine wohlverstandene CSR in ihre Unternehmensstrategie integrieren können. Basierend auf der "Good Company"-Studie, die Kirchhoff Consult im Winter 2004/05 zusammen mit der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte durchführte, bündelt das Buch Beispiele erfolgreicher Firmen, denen es bereits gelungen ist, im Geflecht von Kapital, Umwelt, Ressourcen, Menschen und Gesellschaft Ansätze umzusetzen, die die Interessen von Shareholdern und Stakeholdern in Einklang bringen. Da die Autoren aus der Wirtschaftsprüfung kommen, ist es nicht verwunderlich, dass sie CSR vor allem unter dem Blickwinkel der Wertschöpfung betrachten. So fordern sie, dass soziale Aktivitäten von Unternehmen nicht Selbstzweck sein sollten, sondern die Maßnahmen auch zur Wertsteigerung des Unternehmens beitragen müssen. Die Forderung, CSR auf allen Ebenen der Unternehmensstrategie einzubetten, zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Buch. Allerdings fällt bei den Beispielen immer wieder auf, dass gerade solche Aktivitäten (beispielsweise das kulturelle Engagement der Deutschen Bank) unter CSR subsumiert werden, obwohl sie gerade nicht in das Tagesgeschäft integriert sind. Dies ist nicht unbedingt eine Schwäche des Buches, sondern eher der gegenwärtigen Realität. Denn immer mehr Unternehmen bringen zwar ihre Kernkompetenzen im sozialen Bereich ein, doch die Rückkopplung und direkten Bezüge zum operativen Geschäft fehlen meistens noch. Das Buch liefert eine ausgewogene Betrachtung und Einordnung gegenwärtiger CSR-Aktivitäten und gibt Führungskräften viele Hilfestellungen, wie sie das Thema im eigenen Unternehmen angehen können. Für die Frage, wie Firmen ihre gesamten Geschäftsprozesse und Strategien im Hinblick auf CSR überarbeiten können, liefert es jedoch nur am Rande einige Anhaltspunkte. In diesem Sinne ist das Buch eher eine Dokumentation des Status quo als eine vorausschauende Handreichung, die die gegenwärtige CSR-Praxis über den bisherigen Stand der Dinge weiterentwickeln könnte.
"Erfolgsfaktor Verantwortung", Springer-Verlag

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Helmut Maucher: Die Wirtschaft braucht "anständige Kerle" 
Montag, 7. August 2006 - Management
Der langjährige Chef des Nestlé-Konzerns Helmut Maucher kritisiert in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung das in Vorstandsetagen immer mehr um sich greifende Quartalsdenken und den Opportunismus heutiger Manager. Sein Rat an alle Führungskräfte, die sich im Zuge des globalen Wettbewerbs zu Rationalisierungen gezwungen sehen: Umstrukturierungen über längere Perioden strecken, damit die Mitarbeiter motiviert und die Kunden treu bleiben. Eine längerfristige Perspektive schmälere zwar den kurzfristigen Gewinn, verhindere aber zugleich deutliche Imageschäden. Der Faktor Menschlichkeit kommt laut Maucher heute in vielen Unternehmen zu kurz: "Wir müssen bei der Auswahl unserer Führungseliten nicht nur darauf achten, ob sie in Mathematik eine Eins haben. Viel wichtiger ist, ob es anständige Kerle sind."
"Unsere Generation ist länger standhaft geblieben", FAS 6.8.2006

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Verbesserte Kommunikation kann Krankenstand senken 
Freitag, 4. August 2006 - Success Stories
Das communication college, Anbieter von PR-Weiterbildungen, beleuchtet in einer Pressemitteilung, dass sich in Unternehmen in Folge einer verbesserten Kommunikation krankheitsbedingte Fehlzeiten reduzieren lassen. Im Beispielfall konnte ein mittelständisches Unternehmen durch die Einführung regelmäßiger Abteilungsmeetings, die Einbeziehung der untersten Führungsebene in den Umlauf formaler Informationen (Pressespiegel, Führungskräfteverteiler), die Einrichtung von Beschwerdebriefkästen sowie durch ein System zur Vorgesetztenbeurteilung den Krankenstand in neun Monaten um zwölf Prozent senken. Zwar lässt sich ein direkter Zusammenhang zwischen der verbesserten Gesundheitsrate und den Kommunikationsmaßnahmen wissenschaftlich nicht nachweisen. Die Tatsache, dass viele kranke Mitarbeiter als Gründe für ihre Fehlzeiten eine konfliktbelastete Kommunikation unter Kollegen oder zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern nannten, legt jedoch nahe, dass die genannten Kommunikationsmaßnahmen zu einer Besserung des Arbeitsklimas beigetragen haben.
Pressemitteilung des communication college

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Jahrestagung des Öko-Instituts: Wettbewerb für Nachhaltigkeit 
Donnerstag, 3. August 2006 - Veranstaltungen
Das Öko-Institut lädt am 22. und 23. September 2006 zu einer Jahrestagung nach Berlin ein. Das Oberthema lautet: Wettbewerb für Nachhaltigkeit. Vor dem Hintergrund der Strategie der Europäischen Union für eine nachhaltige Entwicklung und der Lissabon-Strategie zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit, stellt sich die Frage, wie sich die unterschiedlichen Zielsetzungen zueinander verhalten. So fragt das Öko-Institut: Sind hohe Sozial- und Umweltstandards tatsächlich eine Gefahr für den Standort Deutschland und die wirtschaftliche Entwicklung in Europa? Oder sind nicht Nachhaltigkeit, Innovation und Wettbewerb vielmehr verschiedene Seiten ein und derselben Medaille? Auf der Tagung werden verschiedene Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft Themen wie "Emissionshandel, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit", "Nachhaltiger Konsum im Wettbewerb" und "Corporate Social Responsibility: Motor für Innovation und Wettbewerb" diskutieren.
Programm zur Jahrestagung des Öko-Instituts

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