Erfolgreich und nachhaltig in Deutschland: Der Frosch macht's vor 
Donnerstag, 28. September 2006 - Success Stories
Wie Nachhaltigkeit nicht nur als Idee, sondern als Teil der gesamten Geschäftsstrategie funktionieren kann, zeigt das Mainzer Familienunternehmen Werner & Mertz GmbH. Mit der Marke Erdal sind die Mainzer in den meisten Marktsegmenten für Schuhpflegeprodukte mit einem Marktanteil von rund 80 Prozent unangefochtener Marktführer. Vor 20 Jahren wurde mit dem grünen Frosch zudem eine Serie ökologischer Reinigungsmittel lanciert, auf die heute bereits 60 Prozent des Konsumumsatzes des Unternehmens entfallen. Dabei setzt die Werner & Mertz GmbH nicht nur bei den Ökoreinigern auf Nachhaltigkeit. So verfügt das Unternehmen über ein Umweltmanagementsystem, das nach DIN EN ISO 14001 und EMAS zertifiziert ist. Der Umweltbericht auf der Firmenwebseite gibt Auskunft darüber, wie die Emissionen in den letzten Jahren gesenkt wurden. Produziert wird fast ausschließlich am Standort Deutschland. Obwohl das Mainzer Familienunternehmen im Vergleich zu seinen großen Konkurrenten wie Procter & Gamble oder Henkel wie ein kleiner Fisch anmutet, geht diese Strategie auf, denn der Mittelständler investiert wenig in Werbung und überzeugt stattdessen seine Kunden lieber durch Qualität.
"Mit Werbung können wir kein Produkt durchsetzen", FAZ 26.9.06
Umweltbericht der Werner & Mertz GmbH

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Tue Gutes - und lass' Dich nicht erwischen 
Mittwoch, 27. September 2006 - Success Stories
Das Magazin Neon stellt in seiner aktuellen Ausgabe die "Secret Society of Serendipitous Service to Hal" (SSSH!) vor, eine Organisation, deren Mitglieder es sich zum Ziel gesetzt haben, anderen anonym etwas Gutes zu tun. Gründer Roger Cram entwickelte die Idee, nachdem sein Freund Hal Reichle, der immer wieder heimlich seine Mitmenschen mit guten Taten überrascht, 1991 im Golfkrieg gefallen war. Heute hat die Organisation weltweit geschätzte 40.000 Mitglieder. Ihre Aktionen reichen von unerkannten Diner-Einladungen über das Geldeinwerfen in abgelaufene Parkuhren bis hin zum mitternächtlichen Schneeräumen. Roger Cram beschreibt die innere Herausforderung, der sich die SSSH!-Mitglieder stellen: "Wir von SSSSH! teilen gute Taten in fünf Stufen ein: Die erste Stufe ist die instinktive Güte, wo Menschen bloß geben, um zu überleben – zum Beispiel ihrem Chef. Die zweite Stufe ist das Geben um der Belohnung willen: Andere Leute sollen denken, Sie seien wundervoll. Auf der dritten Stufe steht das selbstlose Geben, um der Welt zu helfen, auch wenn man dafür diskriminiert wird. Die vierte Stufe ist die anonyme, uneitle gute Tat – das SSSSH!-Geben. Und die fünfte Stufe klassifizieren wir als die gute Tat unter eigener Lebensgefahr. Unsere vierte Stufe ist aber schon schwierig genug. Sie fühlen sich leer, weil Sie das Lächeln oder die Aufregung des anderen nicht mitbekommen, nachdem Sie heimlich seinen Rasen gemäht oder seine Einfahrt vom Schnee freigeschaufelt haben. Ihnen klopft niemand auf die Schulter." Doch auch ohne den direkten Dank hinterlässt die gute Tat auch beim Gebenden ein gutes Gefühl. Außerdem hinterlassen die SSSSH!-Mitglieder immer eine Visitenkarte ihrer Organisation, um den Gedanken des selbstlosens Helfens weiterzutragen.
"Secret Service", Neon Oktober 2006
SSSSH!

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Erfolgsstrategie: Business als Marathon - Puma macht's vor 
Freitag, 22. September 2006 - Success Stories
Von kurzfristigen Strategien und hektischen Anpassungen an die Wünsche der Investoren hält Puma-Vorstandsvorsitzender Jochen Zeitz wenig. Bei ihm gibt es strikte Fünfjahrespläne und auch von der Geiz-ist-geil-Mentalität vieler Konkurrenten hat sich das Unternehmen erfolgreich verabschiedet. Der Lohn: 30 Quartale in Folge steigende Umsätze - durchschnittlich von knapp 23 Prozent - und ein Mitarbeiteranstieg um 30 Prozent. Für diese Ergebnisse wurde Jochen Zeitz zum dritten Mal in Folge mit dem Preis "Stratege des Jahres", der von der Financial Times Deutschland, der Wissenschaftlichen Hochschule für Unternehmensführung und der Unternehmensberatung Bain & Company vergeben wird, ausgezeichnet - und ist damit das erste Mitglied des so genannten "Center of Strategic Excellence". Zeitz machte aus den Sportartikeln mit Billigimage eine erfolgreiche Lifestylemarke. Dabei setzte er nicht auf schnelle, oberflächliche Erfolge, sondern auf einen langen Atem - eine Haltung, die nicht ganz von ungefähr kommt, denn der Puma-Vorstand ist privat begeisterter Läufer und nimmt auch schon mal an Marathons teil.
"Klassentreffen der Hartnäckigen", FTD 15.9.06

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Hipp: Rundum öko und ethisch 
Dienstag, 19. September 2006 - Success Stories
In Zeiten von Gammelfleischskandalen und illegal importiertem Genreis suchen Verbraucher nur eines: Unternehmen, die fair und ehrlich am Markt agieren und erstklassige Ware anbieten. Der Babykosthersteller Hipp wirbt schon seit Jahren mit seinen Produkten aus ökologischem Anbau. Und auch an alle darüber hinausgehenden wirtschaftlichen Entscheidungen innerhalb des Unternehmens wird immer die ökologische Messlatte angelegt. So verordnete Hipp sich bereits 1995 eine Umwelterklärung und begann mit der Etablierung eines Umweltmanagementsystems nach der europäischen Öko-Audit-Verordnung. Die Ergebnisse können sich sehen lassen. So senkte das Unternehmen in den letzten Jahren kontinuierlich und überaus erfolgreich seinen Verbrauch an Wasser, Energie, Rohstoffen und reduzierte auch seine Emissionen und Abfallmengen. Heute stammen 96 Prozent der für die Produktionsprozesse benötigten Energien aus erneuerbaren Quellen. Im Betriebsrestaurant liegt der Anteil biologischer Lebensmittel inzwischen bei rund 50 Prozent. Und in ökologischen Fahrtrainings für die Mitarbeiter lernen diese, wie sie den Kraftstoffverbrauch um 20 Prozent senken können. Im Mai wurde Firmenchef Prof. Dr. Claus Hipp für sein Umweltengagement mit dem B.A.U.M. Umweltpreis ausgezeichnet.
Umweltbilanz von Hipp

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Jenseits des Mainstream - mit unkonventionellen Ideen siegen 
Donnerstag, 24. August 2006 - Success Stories
Mach's doch mal anders! Das möchte man vielen Unternehmen und Managern zurufen, die auch in Phasen, in denen ihr Geschäftsmodell Schwächen zeigt, eingefahren an früher einmal Bewährtem festhalten. Der Weg aus der Sackgasse: Man muss das Rad nicht neu erfinden. Oft reicht es, alte Ideen durch unkonventionelle Ergänzungen weiterzuentwickeln. So berichtet die Financial Times Deutschland in ihrem Beitrag "Die Zukunft wird anders" von erfolgreichen Unternehmern, die dem Kampf um Marktanteile mit Kreativität trotzen. Da wirbt eine Buchhalterin mit einem Sonderservice am Abend oder Wochenende, ein Konditor backt nicht mehr nur Torten, sondern beliefert Firmen mit edlem Gebäck für den Konferenztisch und ein Kieferorthopäde bastelt aus einem eintönigen Wartezimmer das Cockpit der Enterprise, um seine junge Klientel zu begeistern. Die Beispiele haben alles eines gemeinsam: Es sind Einzelunternehmer, die ihre Einfälle schnell und konsequent in die Tat umsetzen können, ohne lange Entscheidungswege in Kauf nehmen zu müssen. Eine Anregung auch für die großen Player, sich wenigstens in Teilen von der Konventionalität zu verabschieden, um Raum für Neues entstehen zu lassen.
"Die Zukunft wird anders", FTD 22.8.06

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Verbesserte Kommunikation kann Krankenstand senken 
Freitag, 4. August 2006 - Success Stories
Das communication college, Anbieter von PR-Weiterbildungen, beleuchtet in einer Pressemitteilung, dass sich in Unternehmen in Folge einer verbesserten Kommunikation krankheitsbedingte Fehlzeiten reduzieren lassen. Im Beispielfall konnte ein mittelständisches Unternehmen durch die Einführung regelmäßiger Abteilungsmeetings, die Einbeziehung der untersten Führungsebene in den Umlauf formaler Informationen (Pressespiegel, Führungskräfteverteiler), die Einrichtung von Beschwerdebriefkästen sowie durch ein System zur Vorgesetztenbeurteilung den Krankenstand in neun Monaten um zwölf Prozent senken. Zwar lässt sich ein direkter Zusammenhang zwischen der verbesserten Gesundheitsrate und den Kommunikationsmaßnahmen wissenschaftlich nicht nachweisen. Die Tatsache, dass viele kranke Mitarbeiter als Gründe für ihre Fehlzeiten eine konfliktbelastete Kommunikation unter Kollegen oder zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern nannten, legt jedoch nahe, dass die genannten Kommunikationsmaßnahmen zu einer Besserung des Arbeitsklimas beigetragen haben.
Pressemitteilung des communication college

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Globetrotter: Authentizität als Geschäftsmodell 
Montag, 24. Juli 2006 - Success Stories
Würden Sie, wenn Sie den Mount Everest besteigen wollen, Ihre Ausrüstung in einem Laden kaufen, dessen Verkäufern man es anmerkt, dass sie mit Survival-Touren und Trekking nicht viel am Hut haben? Der Outdoor-Spezialist Globetrotter würde das seinen Kunden niemals zumuten und beschäftigt deshalb im Verkauf nur Experten, für die die Natur quasi das zweite Zuhause ist. Die intensive Beratung durch Profis, die schon einmal ein paar Stunden in Anspruch nehmen kann, hat natürlich ihren Preis. So liegen bei Globetrotter die Personalkosten mit rund 20 Prozent etwa doppelt so hoch wie bei der Konkurrenz. Andererseits können sich die Weltenbummler und Expeditions-Freaks über die Entwicklung ihres Umsatzes - im Gegensatz zu vielen anderen Einzelhändlern - auch nicht beklagen. Seit 1999 beispielsweise hat sich dieser von damals 60 Millionen Euro auf nunmehr 118 Millionen Euro fast verdoppelt. Das Credo des Unternehmens: keine Kompromisse. In die Läden kommen nur Artikel, die zuvor von den Verkäufern getestet und auf ihre Praxistauglichkeit hin geprüft wurden. "Wir haben einen Laden aufgebaut, in dem wir selbst für unsere Reisen kaufen würden", sagt Globetrotter-Mitbegründer Klaus Denart in einem Gespräch mit der Financial Times Deutschland. Authentizität pur!
"Beraten und verkauft", FTD 13.7.2006

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BP: Mehr als nur Petroleum 
Montag, 10. Juli 2006 - Success Stories
Energieversorger, deren Hauptgeschäftsfeld das Öl ist, haben es nicht leicht. Einerseits ist absehbar, dass ihnen aufgrund der Endlichkeit der Ressourcen in absehbarer Zeit die Geschäftsgrundlage abhanden kommen wird. Andererseits ist die Ölwirtschaft aufgrund ihrer ökologischen Nebenwirkungen Umweltschützern schon lange ein Dorn im Auge. In diesem schwierigen Umfeld ist der Konzern BP dabei, sich neu auszurichten und schaut dabei über den Tellerrand hinaus. Aus "British Petroleum" wurde längst "Beyond Petroleum" und mit seinen Aktivitäten zeigt das Unternehmen, dass diese Umbenennung mehr sein soll als eine reine Marketingkampagne. So berichtet die Financial Times Deutschland, dass der Energieversorger in den kommenden zehn Jahren rund acht Milliarden Dollar in die Produktion erneuerbarer Energietechnologien und den Bau klimaschonender Kraftwerke investieren will. Mit einem eigenen Programm zum Klimaschutz gelang es dem Konzern bereits, seinen Ausstoß an Treibhausgasen deutlich zu senken. Im "Good Company"-Ranking des Manager-Magazins landete BP so auf dem ersten Platz.
Artikel "Lasst Blumen sprechen" in der FTD vom 8.7.2006
"Good Company"-Ranking 2005 des Manager-Magazins

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